Folgen Sie uns

Allgemein

Aktuell: Trump twittert – „Handelskriege sind gut und einfach zu gewinnen“

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Donald Trump soeben mit einem Tweet, der einmal mehr zeigt, dass er nicht wirklich verstanden hat, wie Wirtschaft funktioniert:

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

Fakt ist doch: die USA verlieren kein Geld durch Handel, sondern die Amerikaner leben, weil sie die dominante Supermacht sind, über ihre Verhältnisse! Man konsumiert praktisch nur noch (das war in der Spätphase des Römischen Reichs ebenso) und muß eben, um konsumieren zu können, die Waren importieren, die man selber nicht produziert oder produzieren will. Das funktioniert nur, wenn diejenigen Länder, die in die USA ihre Waren exportieren, eben auch die negative Handelsbilanz der USA zwischenfinanzieren, indem sie (über Anleihen) die Schulden der Supermacht kaufen!

Daher wäre es doch mal sinnvoll für das nichtamerikanische Ausland, die Schulden der Amerikaner nicht mehr zu kaufen, dann könnten sich nämlich die USA ihre negative Handelsbilanz schlicht nicht mehr leisten und müßten selbst wieder produzieren statt nur zu konsumieren!

Was wir jetzt bräuchten, um das Problem in den Griff zu kriegen, ist nichts anderes als ein Käufer-Boykott gegenüber amerikanischen Schulden!

Der Dollar gibt übrigens nach dem Tweet Trumps deutlich nach..Dollar-Yen fällt auf den niedrigsten Stand seit November 2016, Euro-Dollar wieder über der 1,23..

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Hans-Joachim Koch

    2. März 2018 12:19 at 12:19

    Google nicht mehr nutzen und Facebook reicht

  2. Avatar

    Varia

    2. März 2018 12:37 at 12:37

    Trade des Tages – köstlich, kann gut schmecken…
    Ich bin momentum long im Gold.
    Is ja alles schnelllebig – hab`da gestern kommentiert:
    Indexes runterrasselnd.
    Bin auch im Dax Trade von Rüdiger Born!

  3. Avatar

    leser

    2. März 2018 12:41 at 12:41

    1929 lässt grüssen…diesmal per Tweet.

    Und bis 1939 wird es diesmal vielleicht gar nicht dauern. Ein „Spiel“, das niemand gewinnen kann, selbst die 0,001% nicht. Wo bleibt die Vernunft?

  4. Avatar

    Hesterberg

    2. März 2018 14:08 at 14:08

    Trump hat Recht. Die USA können Handelskriege leicht gewinnen!

    Im Übrigen: Handelskriege gibt es permanent, sie wurden nur schon lange nicht mehr so genannt und viel diplomatischer ausgetragen. Trump nennt das Kind eben nur beim Namen und setzt den Hebel direkt an.

  5. Avatar

    Kritisch

    2. März 2018 14:59 at 14:59

    Wenn es nicht so traurig wäre müßte man ja schon fast lachen! Mr. President macht doch alles gut. Ein blöder Tweet und schon gibt der Dollar nach-ganz in seinem Sinne. Die Ausländer kaufen doch ohnehin die Staatsanleihen und finanzieren damit die Trump´sche Schuldenpolitik-ganz in seinem Sinne. Wenn Mr. Powell weiterhin so agiert wie die letzten Tage wird er eben von Mr. President aus seinem Amt rausgemobbt – kann doch nicht sein, dass dieser FED-Chef Zinsen erhöht, damit den Dollar stärkt und gleichzeitig die Aktienmärkte schwächt-NICHT in Sinne von Mr. President. Es würde mich überhaupt nicht wundern wenn der Trump´sche Protzektionismus noch massiver vorangetrieben wird und er am Ende des Tages einen massiven militärischen Konflikt anzettelt – machen die Amis doch schon immer so! Und was macht die EU. OH, die Inflation zieht nich so an wie erwartet. Macht ja nichts. Ehe wir die Banken stärken um den zu erwarteten Crash halbwegs wirtschaftlich zu überleben, pumpen wir doch weitere Gelder in die ohnehin schon kaputten Märkte der südlichen europäischen Länder (Mit den Schuldverschreibungen aus den Staatsanleihen kann man ja dann die Büros der EU tapezieren, damit sie wenigstens für irgendwas gut sind) Am Ende werden wir alle dafür zahlen und die Politiker werden uns erklären, dass das ja nicht vorhersehbar war. Echt zum Kotzen!

    • Avatar

      Wolfgang M.

      2. März 2018 15:42 at 15:42

      Ja Kritisch. In der derzeitigen internationalen politischen Landschaft, in der Regierungschefs wie Trump, Putin oder Erdogan egomanisch rücksichtslos ihr Machtstreben durchsetzen (Syrien, Protektionismus, Cyberattacken u.s.w.), bräuchte es auf der Gegenseite (EU) jemanden, der gegenhält. Und nicht durch Wegducken oder Aussitzen darauf hofft, dass sich die Gegner selbst zerfleischen. Diese Strategie hat eine zeitlang funktioniert, jetzt nicht mehr und so wird man ruckzuck zum wehrlosen (zahlenden) Spielball. Gruß

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

weiterlesen

Allgemein

Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

weiterlesen

Allgemein

Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage