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Aktuell: Trump verschiebt angeblich Entscheidung über Zölle gegen EU um 6 Monate

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Nach einem Bericht aus Kreisen verschiebt Donald Trump die Entscheidung über die Einführung von Zöllen gegen die EU um 6 Monate. Der Dax und vor allem die deutschen Auto-Werte sowie der Euro daraufhin höher, die US-Aktienmärkte ebenso. Bestätigt ist der Bericht von Insidern jedoch noch nicht..

Wolfgang Müller hatte heute darauf hingewiesen, dass Trump wohl die Entscheidung darüber, ob er Zölle einführen werde, vom Stand der Aktienmärkte abhängig mache, siehe hierzu seinen Artikel „Die nächste Zollentscheidung naht – wagt Trump die nächste Eskalationsstufe?“

Offenkundig will Trump den Aktienmarkt schonen – und einen „Zwei-Fronten-Krieg“ vorerst vermeiden, weil er einen längeren Handelskrieg gegen China erwartet! Im Umkehrschluß heißt das: die Fronten werden sich gegen China, das Trump als den einzigen echten Konkurrenten ausgemacht hat, wahrscheinlich verhärten:

22 Kommentare

22 Comments

  1. BG

    15. Mai 2019 16:38 at 16:38

    Da hat es der Donald mal wieder geschafft. Die Freude über die Gerüchte einer möglichen Verschiebung der Autozölle (die keinen die letzten Wochen interessiert hat) überwiegt jetzt allem anderen. Chinazölle, negative Industrieproduktion oder Negative Einzelhandelsumsätze sind völlig egal. Solange immer der Strohhalm einer positiven Nachricht/ Hoffnung da ist, geht es immer wieder nach oben.

  2. Christoph

    15. Mai 2019 16:46 at 16:46

    ein absoluter Witz! Verschiebung bedeutet ja nicht, sie kommen nicht und erst recht nicht, dass er bald nicht damit drohen wird. Reaktion total überzogen!
    Bald ist die ganze Börse nur noch eine Vielzahl an Algos, die alle möglichen Tweets scannen und dann wild handeln. Traurig.

  3. Shong09

    15. Mai 2019 17:05 at 17:05

    Das ist doch zum Jubeln für alle Nachdenkenden.
    Solche Situationen geben einem doch gerade die Möglichkeit einzusteigen. Ohne Fehlbewertung würde Börse doch gar keinen Spaß machen

    • Columbo

      15. Mai 2019 17:33 at 17:33

      @Shong09
      Welche “Nachdenkenden” steigen da eigentlich ein?
      Obwohl ich hätte da eine Geschäftsidee:
      „Werden Sie reich mit dem neuen Aktien-Trump-Twitter-Sparprogramm(ATTS). Wir kaufen für Sie bei jedem Trump-Tweed ein Aktienpaket unserer Wahl. Sie müssen nichts mehr machen, nichts mehr analysieren. Sie werden mit unserem System bei jedem Trump-Tweed reicher und reicher. Schon mit zehn Euro sind Sie beim ATTS(Aktien-Trump-Twitter-Sparprogramm) dabei“.

      • ShortLongDong09

        16. Mai 2019 00:54 at 00:54

        @Columbo, ich denke nach, ich denke voraus, ich denke quer und hin und her, doch der Einstieg fällt mir schwer. Ihre Geschäftsidee des ATTS hat mich überzeugt. Auf welches Konto darf ich Ihnen die 10 Euro überweisen? Ich gehe von einer Vertausendfachung p.a. aus und wäre gerne bis zur Wiederwahl und im Falle eines triumphalen Sieges noch weitere 4 Jahre länger mit im Programm 😉

  4. Columbo

    15. Mai 2019 17:07 at 17:07

    Warum sollte er sich auch mit allen gleichzeitig anlegen? Es kommen alle dran, einer nach dem andern.

    • BG

      15. Mai 2019 17:42 at 17:42

      @Columbo Zwei Fronten kann er sich nicht erlauben. Wenn jetzt Europa auch keine Sojabohnen mehr kaufen würde, wäre Trump seine Wähler los. Wie sie so schön sagen, einer mach dem anderen. Wenn sich das Verhältnis zu China bessert ist wieder Europa dran. Eine Partei braucht man immer um die Aktienmärkte mit Hoffnung hoch zu treiben.

  5. Ranzentier

    15. Mai 2019 17:20 at 17:20

    …ich wundere mich bloß, dass er diese erfreulichen Nachrichten nicht per Twitter veröffentlicht, sondern das es auf inoffiziellen Wegen ans Tageslicht kommt…ich warte sekündlich auf ein Dementi…

    • Michael

      15. Mai 2019 19:58 at 19:58

      Inoffzielle Wege besitzen eben das Geheimnisvolle, den Hauch von Insiderwissen, während die Seriosität der Tweets derzeit langsam zu erodieren beginnt. Das schafft den Anschein anderer, neuer Quellen, um dann demnächst wieder mit voller Wucht twittern zu können. Für die Dämlacks an den Börsen reicht das 🙂

  6. Macwoiferl

    15. Mai 2019 17:56 at 17:56

    @Markus Fugmann:
    Was mich wundert: Ihr habt das Zinssenkungsthema nicht auf dem Schirm!?
    Trump MUSS die Kurse treiben – Mitarbeiter des Jahres bei der NYSE.
    Gehen nun Handel und Konsum wegen China zurück, MUSS etwas passieren.
    QE 4? Zinsen runter? Tax reform 2?
    Was wird kommen?
    Mein Tipp – die 22.000 aus Dezember sehen wir nicht wieder!

    • Markus Fugmann

      15. Mai 2019 18:27 at 18:27

      @Macwoiferl, weil Trump hier schlicht keine Handhabe hat! Er hat versucht, zwei Zinssenker in die Fed zu bringen und ist damit krachend gescheitert.
      Es müssen schlicht die Konjunkturdaten noch ganz stark absaufen – oder eben die Wall Street – bis die Fed die Zinsen senken wird. Das wird auf jeden Fall noch längern dauern, bis es so weit ist!

      • Macwoiferl

        15. Mai 2019 18:34 at 18:34

        @Markus Fugmann, da bin ich skeptisch.
        Jerome Powell hat NULL Rückgrat.
        Im Dezember jämmerlich eingeknickt.
        Und es geht um des Politikers liebstes Kind:
        die WIEDERWAHL.

        • Markus Fugmann

          15. Mai 2019 18:46 at 18:46

          @Macweoiferl, aber Powell wird nicht gewählt, sondern hat eine definierte Amtszeit – der Präsident kann dann eine 2.Amtszeit genehmigen, aber er hat faktisch keine Handhabe, einen Fed-Chef abzusetzen oder ihmm zu diktieren, was er zu tun hat!

          • Macwoiferl

            15. Mai 2019 19:38 at 19:38

            Allein die DROHUNG mit dem FED-Reserve Act wird genügen!
            „Bei gewichtigem Grund“ ist eine Absetzung möglich!
            Sinkende Kurse sind Grund genug to „remove for cause by the President“.
            Deswegen auch der 180-Grad-Bückling im Dezember.
            Ich bin ganz bei Ihrem Kollegen Müller, der schreibt:
            Trump wird JEDES Mittel nutzen um die Kurse zu stützen.
            JEDES!
            Drei, vier Wochen, dann wird das Z-Wort durch die Medien geistern.
            Ich werde dann an meinen Post erinnern…

          • Markus Fugmann

            15. Mai 2019 19:44 at 19:44

            @Macwoiferl, der „wichtige Grund“ ist eine „kriminelle Verfehlung“, die zur Absetzung eines Fed-Chefs führen kann, also etwas strafrechtliches! Aber selbst dann müssen US-Senat und US-Abgeordnetenhaus der Absetzung zustimmen – und eine dieser Kammern halten die Demokraten!
            Dass Trump versucht, die Kurse oben zu halten, ist ja klar – aber Sie überschätzen hier völlig seine Möglichkeiten zur Absetzung Powells. Und die Fed und Powell werden Trump schon daher keine Gefallen tun, weil Trump die Fed und besonders Powell so scharf kritisiert und daher ein Nachgeben durch die Fed als absolute Schwäche interpretiert würde!

      • Michael

        15. Mai 2019 20:20 at 20:20

        @Markus, zur Not zwitschert er den Nationalen Notstand aus, um die kommunistisch-terroristischen Feinde von Great and Free America in der FED einen Urlaub in Pelican Bay, San Quentin, Guantánamo Bay oder im Angola in Louisiana zu spendieren 😉

  7. BG

    15. Mai 2019 18:05 at 18:05

    Interessant auch, dass der Nasdaq 100 am meisten steigt wenn es um das Thema Autozölle geht.

  8. Politologe

    15. Mai 2019 18:10 at 18:10

    Ich denke ,dass er die EU im Moment noch in Ruhe lässt, könnte ja sein, dass er nebenbei auch noch einen Krieg anzettelt, dann hätte er ja schon an drei Fronten zu twittern. Zuviele Hunde sind des Hasen Tod.
    Bei einem Konflikt könnte er das Verhalten der EU noch als Druckmittel für seine Autozölle gegen die EU
    ausnützen.

  9. leftutti

    15. Mai 2019 21:21 at 21:21

    Vor kurzem hatten wir das Thema von Märkten und Börsen, die Zukunftsentwicklungen mit höchster Trefferwahrscheinlichkeit einpreisen.
    Freitag ein paar Tweets, und prompt wurde gen Süden eingepreist. Heute unbestätigte Insider-Gerüchte, und alles ist wie am Donnerstag letzter Woche.
    Wie soll man einen psychisch und emotional höchst instabilen Faktor einpreisen? Am besten gar nicht, ab und zu kann es ganz hilfreich sein, dem Hier und Jetzt eine Chance einzuräumen.
    Bis dahin ist alles „covfefe“ (für diejenigen mit Erinnerungsvermögen).

    • Wolfgang M.

      16. Mai 2019 07:34 at 07:34

      @Leftutti. Hallo. Sorry, aber dieser Darstellung muss ich widersprechen. „Vor Kurzem hatten wir das Thema von Märkten und Börsen, die Zukunftsentwicklungen mit höchster Trefferwahrscheinlichkeit einpreisen.“
      Ich sprach davon, dass es keine Methode gibt, die eine höhere Wahrscheinlichkeit für Preisentwicklungen in der Zukunft aufweist, als das Preisfeststellungssystem an den Märkten, aber dass sich diese auch öfters täuschen. Einzelereignisse oder das Verhalten von irrationalen Entscheidern können niemals vorhergesehen werden, denn das Einpreisen von Entwicklungen wird von tausenden Menschen bewerkstelligt, die alle keine hellseherischen Fähigkeiten besitzen. Dafür liegen sie bei der Bewertung von langfristigen Entwicklungen der Konjunktur erstaunlich gut. Ich habe dazu einen Artikel vorbereitet, der morgen erscheinen wird.
      Viele Grüße

      • leftutti

        16. Mai 2019 12:33 at 12:33

        @Wolfgang M. Ich wollte keinesfalls Ihrer Sicht der Dinge grundsätzlich widersprechen. Bis Oktober 2016 waren die Dinge ja auch noch völlig normal, mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersehbar, Schwarze Schwäne waren noch schwarz und selten und verbreiteten nicht das hektische Gezwitschere eines Singvogels 😉

        Doch dann alleine schon dieser obszöne Anstieg im DOW von 18.000 auf 27.000 Punkte innerhalb eines Zeitraumes von etwa 15 Monaten! 9.000 Punkte, dafür brauchte es zuvor etwa 7 Jahre (von 2009 bis 2016), und das, obwohl der Index damals aus dem Krisental aufstieg wie Phönix aus der Asche.

        Im Januar 2018 der erste rapide und massive Absturz um 4.000 Punkte innerhalb weniger Tage, danach hektisches und chaotisches, nicht vorhersehbares Ozillieren für etwa 6 bis 7 Monate, bis endlich Anfang Oktober ein neuer Rekord erklommen wurde. Kurz darauf wieder Chaos und unvorhersehbares Oszillieren für weitere 2 Monate, bevor dann der noch größere Absturz im Dezember 2018 um 4.600 Punkte folgte. Ab Weihnachten 2018 dann die 2-monatige Erleichterungs-Rally auf Basis purer Hoffnung und heißer Luft, seither folgen die Kerzchen mit langen Lunten und Dochten chaotischem Gezwitschere und seltsamen Insiderberichten.

        Man sieht also, es ist alles vorhanden: Utopische, nie dagewesenen Rallies gen Norden, bemerkenswert veritable Abstürze gen Süden, dazwischen und die meiste Zeit massenweise oszillierendes Chaos von West nach Ost. Doch halt, eines fehlt: Konstanz, Berechenbarkeit und Vorhersehbarkeit.

        Was ich also sagen will, ist, dass seit November 2016 nichts mehr so ist, wie es einmal war. Die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Welt ist eine andere geworden, Chaos, Willkür und Unberechenbarkeit haben zusehends Einzug gehalten. Wirtschaftsdaten und Fakten sind seit über 2 Jahren nur mehr eine Randnotiz.

        Zuletzt muss ich noch anmerken, dass es auch nicht verwundern kann, wenn die Wahrscheinlichkeiten für Preisentwicklungen an der Börse am besten mit dem Preisfeststellungssystem der Börsenmärkte auguriert werden können. Die machen ja irgendwie die Preise bzw. Kurse. Das klingt nach einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Bei der Bewertung und Einschätzung längerfristiger Entwicklungen der Konjunktur hingegen stimme ich in hohem Maße zu, auch wenn ich mich des Öfteren frage, ob diese Entwicklungen nicht auch von den Börsen beeinflusst werden.

  10. Wolfgang M.

    16. Mai 2019 13:12 at 13:12

    @Leftutti. Mit dem Zeitraum von Ende 2016 bis heute haben Sie wohl für die USA recht und das liegt vorwiegend an einer Person. Wer beschloss denn bisher im 9. Jahr eines Aufschwungs eine solche Steuerreform, die die Firmengewinne mit 20% explodieren ließ? Zusätzlich die Repatriierung von Auslandgeldern zu besten Steuerkonditionen, die die kurstreibenden Buybacks in die Höhe trieb. Dann der Versuch eines Notenbankers, der mit vier Zinssenkungen eine Normalisierung herbeiführen wollte, die durch den vorherigen „Sugar Rush“ verursacht wurde. Schließlich seine 180-Grad-Wende (auch aus Sorge vor den Konsequenzen), die wiederum Opium fürs Aktienvolk war. Dann die Twitterei eines Präsidenten über kursrelevante Tatsachen, die einen in echte Schwierigkeiten bringen würde. Ja, das sind die Taten eines Mannes, der egozentrisch seine Ziele verfolgt, nach dem Motto: nach mir die Sintflut. Aber die Märkte werden alle Fehlentwicklungen wieder auspreisen, da bin ich mir sicher. Es stellt sich nur die x-fach gestellte Frage, wann? Wir leben auch für die Börsenwelt in äußerst ungewöhnlichen Zeiten. Deshalb haben wir gerade wieder einmal die Situation, in der „die Marktwirtschaft wieder einmal zum Ausbruch des Wahnsinns“ gepusht wurde.
    Viele Grüße

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Aktuell: Trump macht den „Mini-Erdogan“ mit Angriff auf die Fed

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Wie war das noch? Der türkische Präsident Erdogan hatte den türkischen Zentralbankchef entlassen, weil der seine Anordnung nicht umgesetzt habe die Zinsen zu senken (Unabhängigkeit der Notenbank, was ist das?). Donald Trump ist schon seit Monaten auf Konfrontation mit „seiner“ Notenbank, der Federal Reserve. Denn auch Trump möchte niedrigere, viel niedrigere Zinsen sehen, damit die Wirtschaft angeheizt werden kann (genau wie Erdogan in der Türkei). Inflation, ungezügelte Preissteigerungen bei zu niedrigen Zinsen und zu stark laufender Wirtschaft? Egal. Die Zinsen sollen, sie müssen sinken!?

Aktuell twittert Donald Trump wieder, und das mit Ausrufezeichen, in Richtung Federal Reserve. Also eine Art Anweisung vom Weißen Haus Richtung Notenbank. Genau wie bei Erdogan? Gefühlt geht es schon in diese Richtung, wenn gleich Trump eine Entlassung nicht „mal eben so“ umsetzen kann wie Erdogan. Mit der Entlassung von Fed-Chef Powell hatte Trump ja auch schon geliebäugelt. Mehr denn je betont Donald Trump aktuell, dass der Leitzins sinken müsse. Wegen eines fehlerhaften Denkprozesses bei der Fed hätten die USA viel höhere Zinsen als andere Länder, die wirtschaftlich nicht mit den USA mithalten könnten. Die Zinskosten in den USA seien viel höher als in anderen Ländern. Die Zinsen sollen also sinken, so sind Trumps Worte unzweideutig  zu verstehen. Und er schließt seinen Tweet ab mit dem Wort „Correct“, also „Korrigieren Sie das“ mit Ausrufezeichen Richtung Fed. Unabhängigkeit der Notenbank? Unantastbarkeit? Gut, hierzulande ist sich CDU-Chefin AKK wohl auch nicht so ganz bewusst, was das bedeutet. So sprach sie jüngst von einer „Überprüfung“ der EZB-Politik (hier nachzulesen).

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Rezession? Gleitet Deutschland in den Keller? Der derzeitige Schwebezustand

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Kommt sie nun oder kommt sie nicht? Die Rede ist von der Schrumpfung der deutschen Wirtschaftsleistung, das berüchtigte R-Wort (Rezession). Betrachtet man isoliert den Industriesektor, mit unseren Domänen Automobil und Maschinenbau, so müsste es eigentlich schon soweit sein (man sehe beispielsweise die Auftragseingänge). Der Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe befindet sich mit circa 45 Punkten schon längere Zeit im rezessiven Bereich. Aber es gibt halt auch das Gegenstück, die Bauwirtschaft, den Dienstleistungssektor und den konsumfreudigen Verbraucher, insgesamt derzeit eine Pattsituation.

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Technische Rezession oder mehr?

Rezessionen sind Elemente einer Marktwirtschaft, dem zyklischen Auf- und Abschwung in langen Phasen. In Deutschland hatten wir seit dem 2. Weltkrieg erst sechs ganzjährige Abschwungphasen, technische Rezessionen (also Schrumpfungen von nur zwei Quartalen) bereits neun seit 1970. Vorher hatte das Statistische Bundesamt keine Quartalsberichte veröffentlicht. Jedoch, und diese schon öfters dargelegte Feststellung, die man gar nicht oft genug wiederholen kann, wurde noch keine Rezession von der Bundesregierung, der Bundesbank, dem Sachverständigenrat oder den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten vorhergesagt. Dementsprechend schwer ist es auch in diesem Jahr. Die Bestätigung für das Vorliegen einer technischen Rezession bekämen wir offiziell erst Mitte November, für das Gesamtjahr 2019 erst im Februar 2020. Was das für die Aktienmärkte bedeuten könnte, darüber habe ich erst am Dienstag „Wenn die Rezession kommt…“ geschrieben.

Die derzeitige Faktenlage

Nach Aussage des ehemaligen Wirtschaftsweisen der Bundesregierung, Professor Bernd Rürup, zeigt der neue Echtzeit-Indikator des Wirtschaftsministeriums für das abgelaufene zweite Quartal bereits eine „rote Null“ an. Zudem deuten die schlechten Auftragseingänge der Industrie für das zweite Halbjahr wie auch der kürzlich veröffentlichte sowie ZEW-Index mit den Konjunkturerwartungen keine Erholung an.

Das BIP könnte also 2019 gegenüber dem Vorjahr durchaus schrumpfen.

Jetzt meldet sich auch das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln zu Wort: „Die konjunkturelle Eintrübung macht vor den Konsumenten nicht halt!“ Das Verbrauchervertrauen sei im zweiten Quartal dieses Jahres auf 103,4 Punkte gesunken, von fast 108 Punkten vor einem Jahr. Aber, noch wirkt die bislang stabile Binnennachfrage einer rezessiven Entwicklung weiterhin kräftig entgegen, so wiederum die Experten des gewerkschaftsnahen Instituts IMK. Die Frage ist allerdings, ob das so bleibt.

Daten aus der Industrie:

Die Autobauer etwa rechnen für dieses Jahr mit einem Minus von einem Prozent im Neugeschäft. Der Maschinenbauer wiederum erwartet sogar einen Produktionsrückgang um zwei Prozent. Eine sehr moderate Eintrübung im Vergleich zur Studie des Forschungsinstituts CAR der Universität Duisburg-Essen, die mit größeren Rückgängen rechnet. Insgesamt führt das immer dünner werdende Auftragspolster zu pessimistischen Einschätzungen. Der Bestand an Aufträgen rückläufig ist nun schon den sechsten Monat in Folge rückläufig. Allerdings liegt die Reichweite für den Auftragsbestands in den verschiedenen Branchen immer noch bei 5,7 Monaten. Noch ein gutes Polster für den Fall, dass es einen richtigen Stopp geben sollte. Um die derzeitige Verwirrung perfekt zu machen noch ein Blick auf eine Umfrage der Investment-Beratungsfirma Sentix. Befragte Anleger bewerten die Aussichten derzeit so schlecht wie seit 2010 nicht mehr. Damit wäre eine Rezession ein nicht mehr zu stoppendes Szenario.

Fazit

„Je sais, que je ne sais rien“, ich weiß, dass ich nichts weiß, so könnte man derzeit den Stand der Erkenntnisse über das Kommen einer Rezession in Deutschland zusammenfassen – wieder einmal. Wie erwähnt, momentan sieht es nach einem Patt der be- und entlastenden Impulse aus. Worauf es schlussendlich ankommen wird und das klingt schon wieder nach der Endlosplatte? Kommt noch etwas im Handelskrieg zwischen den USA, China und dem Rest der Welt? Und kriegen wir den harten Brexit? Bei einem Nein zu diesen Fragen dürften wir sie haben – die Rezession.

Rezession in Deutschland? Beispielfoto von Siemens
Beispielfoto: Arbeit an einer Turbine von Siemens. Foto: Siemens (CC BY-SA 3.0)

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Automobilindustrie in Deutschland – wird das Jahr 2019 wie 2009? Die Anzeichen mehren sich

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Die Automobilindustrie ist Deutschlands Schlüsselindustrie. Sie hat viele Jahre von dieser rasanten Entwicklung profitiert. Derzeit gibt es bereits 1,3 Milliarden Kfz auf der Welt und die jährliche Produktion betrug zuletzt 95 Millionen – Autos, Busse und LKWs. Im Jahr 2000 waren es „erst“ 58 Millionen pro Jahr, allein China ist für 25 Prozent dieser Entwicklung verantwortlich. Doch in diesem Jahr kommt es weltweit zu einem Stillstand, oder besser ausgedrückt, zu einem Schrumpfen der weltweiten Produktion. Dabei trifft es Deutschland ganz besonders.

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Automobilindustrie in Deutschland – Gewinnwarnungen allerorten

BMW hat es getan, Daimler gleich zweimal in sechs Wochen, dazu Automobilzulieferer wie Bosch, Continental und ZF – man warnt vor niedrigeren Umsätzen, die Schlüsselindustrie Deutschlands durchläuft eine veritable Krise. Dazu noch der Chemiekonzerns BASF. Dieser begründete seine Gewinnwarnung mit der geringeren Nachfrage nach Autolacken, der Stahlkonzern Arcelor-Mittal hingegen drosselt bereits seine Stahlproduktion. Aber auch Anlagenbauer Aumann reduzierte am letzten Donnerstag seine Prognosen für das laufende Jahr. Laut einer aktuellen Studie des Forschungsinstituts CAR der Universität Duisburg-Essen könnte im laufenden Jahr der globale Absatz neuer Autos um gut fünf Prozent auf 79,5 Millionen Stück sinken. Ein derart starker Einbruch war nicht einmal nach der Finanzkrise 2008 beobachtet worden, wo es weltweit um 3,6 Prozent nach unten ging.

Laut Studie rechnet man für das Gesamtjahr 2019 mit einem Rückgang von rund zehn Prozent in China. In Westeuropa werde das Minus mit drei Prozent moderater ausfallen. China stand zuletzt für mehr als ein Viertel der weltweiten Autoproduktion. Auf 12,3 Millionen Fahrzeuge schrumpften im ersten Halbjahr 2019 die Verkaufszahlen in China, dem größten Autoabsatzmarkt der Welt. Das meldete gerade der chinesische Verband der Autohersteller, CAAM. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war das ein Minus von 12,4 Prozent.

Was bedeutet dies für die deutschen Autowerte?

Gebeutelt von der selbst verursachten Dieselkrise stehen die deutschen Automobilwerte nun schon seit vier Jahren unter Druck. Während sich der Dax derzeit auf dem Niveau vom Frühjahr 2015 bewegt, haben sich die Autowerte in der Spitze mindestens schon halbiert. Dazu ein paar Kennziffern:

  • BMW: Aktienhoch 16.3. 2015 – 122,53 €, Tief 61,45 € Anfang Juni / KGV 2020 – 6,73 / KGV Gruppenvergleich Peer-to-Peer 11,60
  • Daimler: Aktienhoch 16.3.15 – 94,67 €, Tief 44,94 € 3.1.2019 / KGV 2020 – 6,58
  • Volkswagen Vz: Aktienhoch 16.3. 2015 – 256,30 €, Tief 2.10. 2015 – 92,36 €, derzeit 154,50 € / KGV 2020 – 5,36

Ergo: Investoren haben die Schwierigkeiten der Automobilindustrie bereits zum Teil eingepreist, die Kurs/Gewinnverhältnisse sind auf Krisenniveau. Zusätzlich sollte man eines bedenken. Wir haben in Deutschland derzeit einen Fahrzeugbestand von 47,1 Millionen Pkw, die durchschnittliche Lebensdauer beträgt um die 12 Jahre. Das bedeutet, dass circa acht Prozent davon pro Jahr verschrottet oder auch ins Ausland verkauft werden (grobe Schätzung). Also entsteht in einem autoverrückten Land wie Deutschland rasch Ersatzbedarf. Will sagen: Rezessionen im Automobilbereich hatten bei uns (bisher) kein langes Leben.

Fazit

Es ist schon eine gewaltig herausfordernde Gemengelage, in der sich die deutsche Automobilindustrie inklusive ihrer Zulieferer befindet. Ein Ritt auf einem Drahtseil mit den Produktionsfeldern wie Verbrennungsmotoren, Hybrid, Elektroantrieb und Brennstoffzelle, der die Budgets der Hersteller in der Entwicklung und Produktion in die Bredouille bringt. Zu dieser disruptiven Phase kommt jetzt der Konjunkturabschwung hinzu (aktuelles Beispiel). Die Industrie steht bildlich gesprochen vor einem Crashtest – und die Vorbereitungen dafür laufen. Aber, wie vorgestern in meinem Kommentar über die Korrelation von Rezession und Börsenkurse dargestellt, blickt die Börse in die Zukunft, sprich ins Jahr 2020. Gefallen sind die deutschen Autowerte bereits. Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Automobil-Bullen.

Automobilindustrie - Export-Terminal in Bremerhaven
BLG-Autoterminal im Überseehafen Bremerhaven. Foto: Martina Nolte, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de

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