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Aktuell: Trump verschiebt angeblich Entscheidung über Zölle gegen EU um 6 Monate

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Nach einem Bericht aus Kreisen verschiebt Donald Trump die Entscheidung über die Einführung von Zöllen gegen die EU um 6 Monate. Der Dax und vor allem die deutschen Auto-Werte sowie der Euro daraufhin höher, die US-Aktienmärkte ebenso. Bestätigt ist der Bericht von Insidern jedoch noch nicht..

Wolfgang Müller hatte heute darauf hingewiesen, dass Trump wohl die Entscheidung darüber, ob er Zölle einführen werde, vom Stand der Aktienmärkte abhängig mache, siehe hierzu seinen Artikel „Die nächste Zollentscheidung naht – wagt Trump die nächste Eskalationsstufe?“

Offenkundig will Trump den Aktienmarkt schonen – und einen „Zwei-Fronten-Krieg“ vorerst vermeiden, weil er einen längeren Handelskrieg gegen China erwartet! Im Umkehrschluß heißt das: die Fronten werden sich gegen China, das Trump als den einzigen echten Konkurrenten ausgemacht hat, wahrscheinlich verhärten:

22 Kommentare

22 Comments

  1. Avatar

    BG

    15. Mai 2019 16:38 at 16:38

    Da hat es der Donald mal wieder geschafft. Die Freude über die Gerüchte einer möglichen Verschiebung der Autozölle (die keinen die letzten Wochen interessiert hat) überwiegt jetzt allem anderen. Chinazölle, negative Industrieproduktion oder Negative Einzelhandelsumsätze sind völlig egal. Solange immer der Strohhalm einer positiven Nachricht/ Hoffnung da ist, geht es immer wieder nach oben.

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    Christoph

    15. Mai 2019 16:46 at 16:46

    ein absoluter Witz! Verschiebung bedeutet ja nicht, sie kommen nicht und erst recht nicht, dass er bald nicht damit drohen wird. Reaktion total überzogen!
    Bald ist die ganze Börse nur noch eine Vielzahl an Algos, die alle möglichen Tweets scannen und dann wild handeln. Traurig.

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    Shong09

    15. Mai 2019 17:05 at 17:05

    Das ist doch zum Jubeln für alle Nachdenkenden.
    Solche Situationen geben einem doch gerade die Möglichkeit einzusteigen. Ohne Fehlbewertung würde Börse doch gar keinen Spaß machen

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      Columbo

      15. Mai 2019 17:33 at 17:33

      @Shong09
      Welche “Nachdenkenden” steigen da eigentlich ein?
      Obwohl ich hätte da eine Geschäftsidee:
      „Werden Sie reich mit dem neuen Aktien-Trump-Twitter-Sparprogramm(ATTS). Wir kaufen für Sie bei jedem Trump-Tweed ein Aktienpaket unserer Wahl. Sie müssen nichts mehr machen, nichts mehr analysieren. Sie werden mit unserem System bei jedem Trump-Tweed reicher und reicher. Schon mit zehn Euro sind Sie beim ATTS(Aktien-Trump-Twitter-Sparprogramm) dabei“.

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        ShortLongDong09

        16. Mai 2019 00:54 at 00:54

        @Columbo, ich denke nach, ich denke voraus, ich denke quer und hin und her, doch der Einstieg fällt mir schwer. Ihre Geschäftsidee des ATTS hat mich überzeugt. Auf welches Konto darf ich Ihnen die 10 Euro überweisen? Ich gehe von einer Vertausendfachung p.a. aus und wäre gerne bis zur Wiederwahl und im Falle eines triumphalen Sieges noch weitere 4 Jahre länger mit im Programm 😉

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    Columbo

    15. Mai 2019 17:07 at 17:07

    Warum sollte er sich auch mit allen gleichzeitig anlegen? Es kommen alle dran, einer nach dem andern.

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      BG

      15. Mai 2019 17:42 at 17:42

      @Columbo Zwei Fronten kann er sich nicht erlauben. Wenn jetzt Europa auch keine Sojabohnen mehr kaufen würde, wäre Trump seine Wähler los. Wie sie so schön sagen, einer mach dem anderen. Wenn sich das Verhältnis zu China bessert ist wieder Europa dran. Eine Partei braucht man immer um die Aktienmärkte mit Hoffnung hoch zu treiben.

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    Ranzentier

    15. Mai 2019 17:20 at 17:20

    …ich wundere mich bloß, dass er diese erfreulichen Nachrichten nicht per Twitter veröffentlicht, sondern das es auf inoffiziellen Wegen ans Tageslicht kommt…ich warte sekündlich auf ein Dementi…

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      Michael

      15. Mai 2019 19:58 at 19:58

      Inoffzielle Wege besitzen eben das Geheimnisvolle, den Hauch von Insiderwissen, während die Seriosität der Tweets derzeit langsam zu erodieren beginnt. Das schafft den Anschein anderer, neuer Quellen, um dann demnächst wieder mit voller Wucht twittern zu können. Für die Dämlacks an den Börsen reicht das 🙂

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    Macwoiferl

    15. Mai 2019 17:56 at 17:56

    @Markus Fugmann:
    Was mich wundert: Ihr habt das Zinssenkungsthema nicht auf dem Schirm!?
    Trump MUSS die Kurse treiben – Mitarbeiter des Jahres bei der NYSE.
    Gehen nun Handel und Konsum wegen China zurück, MUSS etwas passieren.
    QE 4? Zinsen runter? Tax reform 2?
    Was wird kommen?
    Mein Tipp – die 22.000 aus Dezember sehen wir nicht wieder!

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      Markus Fugmann

      15. Mai 2019 18:27 at 18:27

      @Macwoiferl, weil Trump hier schlicht keine Handhabe hat! Er hat versucht, zwei Zinssenker in die Fed zu bringen und ist damit krachend gescheitert.
      Es müssen schlicht die Konjunkturdaten noch ganz stark absaufen – oder eben die Wall Street – bis die Fed die Zinsen senken wird. Das wird auf jeden Fall noch längern dauern, bis es so weit ist!

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        Macwoiferl

        15. Mai 2019 18:34 at 18:34

        @Markus Fugmann, da bin ich skeptisch.
        Jerome Powell hat NULL Rückgrat.
        Im Dezember jämmerlich eingeknickt.
        Und es geht um des Politikers liebstes Kind:
        die WIEDERWAHL.

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          Markus Fugmann

          15. Mai 2019 18:46 at 18:46

          @Macweoiferl, aber Powell wird nicht gewählt, sondern hat eine definierte Amtszeit – der Präsident kann dann eine 2.Amtszeit genehmigen, aber er hat faktisch keine Handhabe, einen Fed-Chef abzusetzen oder ihmm zu diktieren, was er zu tun hat!

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            Macwoiferl

            15. Mai 2019 19:38 at 19:38

            Allein die DROHUNG mit dem FED-Reserve Act wird genügen!
            „Bei gewichtigem Grund“ ist eine Absetzung möglich!
            Sinkende Kurse sind Grund genug to „remove for cause by the President“.
            Deswegen auch der 180-Grad-Bückling im Dezember.
            Ich bin ganz bei Ihrem Kollegen Müller, der schreibt:
            Trump wird JEDES Mittel nutzen um die Kurse zu stützen.
            JEDES!
            Drei, vier Wochen, dann wird das Z-Wort durch die Medien geistern.
            Ich werde dann an meinen Post erinnern…

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            Markus Fugmann

            15. Mai 2019 19:44 at 19:44

            @Macwoiferl, der „wichtige Grund“ ist eine „kriminelle Verfehlung“, die zur Absetzung eines Fed-Chefs führen kann, also etwas strafrechtliches! Aber selbst dann müssen US-Senat und US-Abgeordnetenhaus der Absetzung zustimmen – und eine dieser Kammern halten die Demokraten!
            Dass Trump versucht, die Kurse oben zu halten, ist ja klar – aber Sie überschätzen hier völlig seine Möglichkeiten zur Absetzung Powells. Und die Fed und Powell werden Trump schon daher keine Gefallen tun, weil Trump die Fed und besonders Powell so scharf kritisiert und daher ein Nachgeben durch die Fed als absolute Schwäche interpretiert würde!

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        Michael

        15. Mai 2019 20:20 at 20:20

        @Markus, zur Not zwitschert er den Nationalen Notstand aus, um die kommunistisch-terroristischen Feinde von Great and Free America in der FED einen Urlaub in Pelican Bay, San Quentin, Guantánamo Bay oder im Angola in Louisiana zu spendieren 😉

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    BG

    15. Mai 2019 18:05 at 18:05

    Interessant auch, dass der Nasdaq 100 am meisten steigt wenn es um das Thema Autozölle geht.

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    Politologe

    15. Mai 2019 18:10 at 18:10

    Ich denke ,dass er die EU im Moment noch in Ruhe lässt, könnte ja sein, dass er nebenbei auch noch einen Krieg anzettelt, dann hätte er ja schon an drei Fronten zu twittern. Zuviele Hunde sind des Hasen Tod.
    Bei einem Konflikt könnte er das Verhalten der EU noch als Druckmittel für seine Autozölle gegen die EU
    ausnützen.

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    leftutti

    15. Mai 2019 21:21 at 21:21

    Vor kurzem hatten wir das Thema von Märkten und Börsen, die Zukunftsentwicklungen mit höchster Trefferwahrscheinlichkeit einpreisen.
    Freitag ein paar Tweets, und prompt wurde gen Süden eingepreist. Heute unbestätigte Insider-Gerüchte, und alles ist wie am Donnerstag letzter Woche.
    Wie soll man einen psychisch und emotional höchst instabilen Faktor einpreisen? Am besten gar nicht, ab und zu kann es ganz hilfreich sein, dem Hier und Jetzt eine Chance einzuräumen.
    Bis dahin ist alles „covfefe“ (für diejenigen mit Erinnerungsvermögen).

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      Wolfgang M.

      16. Mai 2019 07:34 at 07:34

      @Leftutti. Hallo. Sorry, aber dieser Darstellung muss ich widersprechen. „Vor Kurzem hatten wir das Thema von Märkten und Börsen, die Zukunftsentwicklungen mit höchster Trefferwahrscheinlichkeit einpreisen.“
      Ich sprach davon, dass es keine Methode gibt, die eine höhere Wahrscheinlichkeit für Preisentwicklungen in der Zukunft aufweist, als das Preisfeststellungssystem an den Märkten, aber dass sich diese auch öfters täuschen. Einzelereignisse oder das Verhalten von irrationalen Entscheidern können niemals vorhergesehen werden, denn das Einpreisen von Entwicklungen wird von tausenden Menschen bewerkstelligt, die alle keine hellseherischen Fähigkeiten besitzen. Dafür liegen sie bei der Bewertung von langfristigen Entwicklungen der Konjunktur erstaunlich gut. Ich habe dazu einen Artikel vorbereitet, der morgen erscheinen wird.
      Viele Grüße

      • Avatar

        leftutti

        16. Mai 2019 12:33 at 12:33

        @Wolfgang M. Ich wollte keinesfalls Ihrer Sicht der Dinge grundsätzlich widersprechen. Bis Oktober 2016 waren die Dinge ja auch noch völlig normal, mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersehbar, Schwarze Schwäne waren noch schwarz und selten und verbreiteten nicht das hektische Gezwitschere eines Singvogels 😉

        Doch dann alleine schon dieser obszöne Anstieg im DOW von 18.000 auf 27.000 Punkte innerhalb eines Zeitraumes von etwa 15 Monaten! 9.000 Punkte, dafür brauchte es zuvor etwa 7 Jahre (von 2009 bis 2016), und das, obwohl der Index damals aus dem Krisental aufstieg wie Phönix aus der Asche.

        Im Januar 2018 der erste rapide und massive Absturz um 4.000 Punkte innerhalb weniger Tage, danach hektisches und chaotisches, nicht vorhersehbares Ozillieren für etwa 6 bis 7 Monate, bis endlich Anfang Oktober ein neuer Rekord erklommen wurde. Kurz darauf wieder Chaos und unvorhersehbares Oszillieren für weitere 2 Monate, bevor dann der noch größere Absturz im Dezember 2018 um 4.600 Punkte folgte. Ab Weihnachten 2018 dann die 2-monatige Erleichterungs-Rally auf Basis purer Hoffnung und heißer Luft, seither folgen die Kerzchen mit langen Lunten und Dochten chaotischem Gezwitschere und seltsamen Insiderberichten.

        Man sieht also, es ist alles vorhanden: Utopische, nie dagewesenen Rallies gen Norden, bemerkenswert veritable Abstürze gen Süden, dazwischen und die meiste Zeit massenweise oszillierendes Chaos von West nach Ost. Doch halt, eines fehlt: Konstanz, Berechenbarkeit und Vorhersehbarkeit.

        Was ich also sagen will, ist, dass seit November 2016 nichts mehr so ist, wie es einmal war. Die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Welt ist eine andere geworden, Chaos, Willkür und Unberechenbarkeit haben zusehends Einzug gehalten. Wirtschaftsdaten und Fakten sind seit über 2 Jahren nur mehr eine Randnotiz.

        Zuletzt muss ich noch anmerken, dass es auch nicht verwundern kann, wenn die Wahrscheinlichkeiten für Preisentwicklungen an der Börse am besten mit dem Preisfeststellungssystem der Börsenmärkte auguriert werden können. Die machen ja irgendwie die Preise bzw. Kurse. Das klingt nach einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Bei der Bewertung und Einschätzung längerfristiger Entwicklungen der Konjunktur hingegen stimme ich in hohem Maße zu, auch wenn ich mich des Öfteren frage, ob diese Entwicklungen nicht auch von den Börsen beeinflusst werden.

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    Wolfgang M.

    16. Mai 2019 13:12 at 13:12

    @Leftutti. Mit dem Zeitraum von Ende 2016 bis heute haben Sie wohl für die USA recht und das liegt vorwiegend an einer Person. Wer beschloss denn bisher im 9. Jahr eines Aufschwungs eine solche Steuerreform, die die Firmengewinne mit 20% explodieren ließ? Zusätzlich die Repatriierung von Auslandgeldern zu besten Steuerkonditionen, die die kurstreibenden Buybacks in die Höhe trieb. Dann der Versuch eines Notenbankers, der mit vier Zinssenkungen eine Normalisierung herbeiführen wollte, die durch den vorherigen „Sugar Rush“ verursacht wurde. Schließlich seine 180-Grad-Wende (auch aus Sorge vor den Konsequenzen), die wiederum Opium fürs Aktienvolk war. Dann die Twitterei eines Präsidenten über kursrelevante Tatsachen, die einen in echte Schwierigkeiten bringen würde. Ja, das sind die Taten eines Mannes, der egozentrisch seine Ziele verfolgt, nach dem Motto: nach mir die Sintflut. Aber die Märkte werden alle Fehlentwicklungen wieder auspreisen, da bin ich mir sicher. Es stellt sich nur die x-fach gestellte Frage, wann? Wir leben auch für die Börsenwelt in äußerst ungewöhnlichen Zeiten. Deshalb haben wir gerade wieder einmal die Situation, in der „die Marktwirtschaft wieder einmal zum Ausbruch des Wahnsinns“ gepusht wurde.
    Viele Grüße

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Die South China Morning Post pulverisiert Trumps 50 Milliarden Dollar Agrar-Import-Traum

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Donald Trump hatte es im Weißen Haus in Anwesenheit der chinesischen Offiziellen laut verkündet. China werde seine Importe von US-Agarprodukten drastisch ausweiten, auf 50 Milliarden Dollar. Ja, das hatte dem Kapitalmarkt signalisiert, dass doch noch alles gut wird im Handelskrieg. Aber Zweifel waren sofort aufgekommen, und sie blieben die letzten Wochen konstant vorhanden. Aktuell äußert sich die „South China Morning Post“ zu dem Thema mit einer bestechenden Analyse. Wer den Text liest, dem wird klar: China kann gar nicht 50 oder 60 Milliarden Dollar für US-Agarimporte ausgeben. Die einzige Möglichkeit wäre wohl, dass man eine rein politische Entscheidung trifft – dann allerdings müsste man wohl gigantische Berge an importierten US-Argarprodukten (vor allem Sojabohnen) in Lagerhallen immer weiter auf Vorrat stapeln.

Die afrikanische Schweinepest hat in China die Hälfte des Schweinebestands dahin gerafft. Und wer frisst das ganze Soja, dass die Chinesen angeblich den Amerikanern nun in Massen abkaufen sollen? Die Schweine! Bei nur noch 50% Schweinebestand soll es drastisch mehr Soja-Importe geben? Völlig unrealistisch. Die South China Morning Post benennt zum Beispiel, dass China im letzten Jahr insgesamt Agrarprodukte im Wert von 137 Milliarden Dollar importiert hat. Aber China habe noch nie ein größeres jährliches Volumen von mehr als 25,9 Milliarden aus den USA bezogen (das war der Spitzenwert im Jahr 2012). Also, China soll diesen Wert quasi verdoppeln? Und das bei völlig weggebrochener Schweinepopulation im Reich der Mitte? Völlig unrealistisch schient dieser Deal auch zu sein, zumal die Chinesen ihn nie offiziell bestätigt haben.

Lesen Sie den ganzen Artikel gerne beim Klick an dieser Stelle.

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Tesla Fabrik in Deutschland? Mehr Schein als Sein!

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Tesla ist das Thema der Woche mit der Ankündigung von Elon Musk, dass man die erste Gigafactory in Europa nahe Berlin errichten will. Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen diese Nachricht im folgenden Video. Die beiden beleuchten das Thema kritisch, vor allem in Sachen möglicher EU-Subventionen. Lesen Sie bitte unseren Text unter dem Video weiter – wir äußern uns detailliert zu dem Thema!

Auch die hohen Kosten für die E-Autos von Tesla sind für den Massenmarkt ein Problem. Auf der Tesla-Aktie liegen hohe Short-Positionen. Es gibt also einiges zu beachten rund um die Aktie. Die Aktien von Tesla und Daimler werden im obigen Video übrigens auch mit aktuellen Handelsempfehlungen der Trading House Börsenakademie besprochen. Aber nun zu  unserer Analyse.

Tesla Motors ist sich stets der Aufmerksamkeit der Medien sicher. Ganz besonders gilt das in diesen Tagen. Mit der Ankündigung, eine Autofabrik am Stadtrand von Berlin bauen zu wollen, verblüffte Unternehmens-Chef Elon Musk am Dienstag praktisch alle. Zwar kündigte Musk in den vergangenen Jahren bereits mehrfach an, eine Fabrik in Europa bauen zu wollen. Doch dass es bereits jetzt soweit ist und die Wahl ausgerechnet auf das Hochlohnland Deutschland fällt, war nicht erwartet worden.

Tesla hat kein Geld und nicht genügend Nachfrage nach den Autos

Denn Tesla mangelt es nicht nur an Kapital, sondern auch nach einer ausreichend großen Fahrzeugnachfrage, um in naher Zukunft gleich drei Fahrzeugfabriken unterhalten zu können. Es ist erst zwei Jahre her, dass Musk öffentlich verkündete, es solle keinerlei Zweifel, und er meine Null Zweifel, daran bestehen, dass er in seiner ersten Fabrik in Fremont bereits Ende 2018 10.000 Model 3 pro Woche fertigen werde. Nun, Ende 2018 waren es nicht einmal 5.000 pro Woche und auch heute liegt die Produktionsrate eher bei 7.000 als 10.000 pro Woche. Und obwohl er in Fremont seinem für vergangenes Jahr ausgegebenen Produktionsziel 30% hinterher hinkt, beträgt die Lieferzeit für ein neu bestelltes Auto in Europa nur wenige Wochen bis maximal drei Monate. Die Preise mussten seit vergangenem Jahr zudem drastisch gesenkt werden, um auch nur eine Nachfrage auf dem aktuellen Niveau zu generieren.

30% Planuntererfüllung in Fremont und gesenkte Preise zur Nachfragebelebung hielten Tesla jedoch nicht davon ab, in diesem Jahr den Bau einer Fabrik in China zu beginnen. Dort sollen bald 150.000 Fahrzeuge vom Band rollen. Bis der Maschinenpark gekauft, aufgebaut und kalibriert wurde, sollen vorerst Fahrzeuge mit Bauteilen aus Fremont zusammengeschraubt werden.

Die Investitionen in die 1. Gigafactory wurden bei 20% des Endausbaus gestoppt

Auch in der sogenannten Gigafactory 1 in Nevada ist noch Platz für zusätzliche Produktionskapazitäten. Vollmundig angekündigt wurde die Fabrik vor mehr als fünf Jahren mit einer Produktionskapazität von 35 bis 50GWh Batteriezellen pro Jahr. Wenig später revidierte Tesla diese Zahl auf bis zu 150GWh nach oben. Stand jetzt werden jedoch nur 35GWh Zellen dort produziert, der Hallenbau wurde nach wenig mehr als 50% der ursprünglich angekündigten Größe vorerst eingestellt und der Partner Panasonic, der die Batteriezellen dort für Tesla fertigt, erteilte weiteren Investitionen eine Absage.

Ob sich Tesla überhaupt den Bau und Unterhalt so vieler Fabriken leisten kann, ist zweifelhaft. Laut Bilanz sitzt Tesla zwar auf mehr als 5 Milliarden US-Dollar Barreserven. Denen stehen aber nicht nur ein beständig wachsender Berg offener Rechnungen in Milliardenhöhe entgegen. Die auffällig niedrigen Zinseinnahmen pro Quartal deuten auch noch darauf hin, dass Tesla bei der Bilanz ordentlich Window dressing betreibt und der Cashbestand nur am letzten Tag des Quartals so hoch ist. Unter Berücksichtigung der ausgewiesenen Zinseinnahmen erscheint ein weniger als halb so hoher Cashbestand im Durchschnitt eines Quartals wahrscheinlicher. Übrigens: Auch als Tesla nach Aussage von Elon Musk wenige Wochen von der Zahlungsunfähigkeit entfernt war, lag der Cashbestand laut Bilanz bei rund 3 Milliarden US-Dollar.

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Vermögenspreise kennen nur eine Richtung – Haushalte ohne Immobilieneigentum gehen leer aus

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Es ist wie es ist. Die Verbraucherpreise wollen nicht auf die 2% steigen, wo die EZB sie gerne sehen möchte. 2,6 Billion Euros gedruckt, Zinsen abgeschafft, und trotzdem wollen die Preise einfach nicht steigen. Aber seit Jahren steigen dafür die Vermögenspreise! Die EZB hat mit ihren gigantischen Anleihekäufen Anleger aus dem Anleihemarkt vertrieben. Und vor allem die nicht mehr vorhandenen Zinsen zwingen Anleger regelrecht in Aktien zu investieren. Geld will Rendite, und so steigen seit Jahren nicht nur Aktien, sondern auch Immobilien und sonstige Sachwerte immer weiter an. Hier ist die Inflation mehr als deutlich zu finden, während sie bei den Alltagsausgaben für die Verbraucher an der Supermarktkasse nicht zu entdecken ist.

Vermögenspreise steigen weiter an

Das Flossbach von Storch Research Institute (FvS) hat heute früh seinen aktuellsten Vermögenspreisindex für das 3. Quartal 2019 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass zum Ende des dritten Quartals die Vermögenspreise privater deutscher Haushalte im Vergleich zum Vorjahresquartal um +2,9 % angestiegen sind. Unaufhörlich steigende Preise für Immobilien sind für die Entwicklung ursächlich, so FvS. Sowohl die Entwicklung der Vermögenspreise im Vermögensquerschnitt als auch im Altersquerschnitt zeigen, dass Haushalte, die über Immobilieneigentum verfügen, am stärksten von der Vermögenspreisinflation profitieren. Haushalte ohne Immobilieneigentum hätten hingegen das Nachsehen.

Die Inflation der Vermögenspreise liegt damit, so merkt FvS an, angefacht von dauerhaften Null- und Minuszinsen ­– beinahe doppelt so hoch wie die Verbraucherpreisinflation. Immobilien verteuern sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,8 Prozent. Auch zahlreiche andere Datenanbieter können den Anstieg der Immobilienpreise untermauern (siehe hier). Niedrige Zinsen machen diese Anlageklasse laut FvS attraktiv. Bemerkenswert war auch der Goldpreis, der sich in Euro gerechnet um ein Drittel stieg. Immobilien machen einen großen Anteil des Vermögens von Senioren aus. Die Vermögenswerte der Deutschen ab dem 75. Lebensjahr verteuerten sich im dritten Quartal durchschnittlich um 4,1 Prozent. Das ist so viel wie in keiner anderen Alterskohorte.

Vermögenspreise seit 2005
Entwicklung der Vermögenspreise seit 2005.

Immobilien Top bei Sachvermögen

Der folgende Chart zeigt in der schwarzen Linie die Entwicklung der Immobilienpreise seit dem Jahr 2005. FsV im Wortlaut zu Sachvermögen:

Die Entwicklung des Sachvermögens wird maßgeblich von der Entwicklung der Preise für Immobilien getragen. Diese haben sich mit +5,8 % im Vergleich zum Vorjahresquartal erneut erheblich verteuert. Ursächlich hierfür ist weiterhin die Kombination aus historisch günstigen Finanzierungskonditionen und einem knappen Immobilienangebot. Der Preis für das Betriebsvermögen deutscher Haushalte ist um -10,8 % im Vergleich zum Vorjahresquartal gefallen. Der Preis für Betriebsvermögen wird durch den SDAX-Kursindex abgebildet, der die Veränderung des Börsenwerts von 70 gelisteten deutschen Mittelstandsunternehmen wiedergibt. Hierunter spielen klassische Industrieunternehmen und Automobilzulieferer eine wichtige Rolle, die sich zum Ende des dritten Quartals in einer Strukturkrise befinden. Der Preisverfall des Betriebsvermögens liegt schon zum vierten Mal in Folge unterhalb von ‑10 %. Langlebige Verbrauchsgüter stagnieren, da ihre Preissteigerung lediglich +0,5 % beträgt. Der Preis für Sammel- und Spekulationsgüter legte um +1,6 % zu. Insbesondere wird diese Entwicklung von steigenden Preisen für Kunstobjekte getragen.

Immobilienpreise steigen konstant weiter an

Gold treibt Finanzvermögen

Die Entwicklung der Finanzvermögen sah zuletzt nur gut aus, weil der Goldpreis im Jahresvergleich zulegen konnte. Die Preise für das Finanzvermögen deutscher Haushalte folgen laut FvS einem Aufwärtstrend. Innerhalb der Kategorie seien die Preise für das sonstige Finanzvermögen (gemessen an Gold- und Rohstoffpreisen) mit +21,7 % am stärksten angestiegen. Verantwortlich hierfür sei der Goldpreis, der um +33,4% im Vergleich zum Vorjahresquartal angestiegen sei. Preise für Aktien lagen hingegen ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres (+0,2 %).

Gold rettet Performance der Finanzvermögen innerhalb der Vermögenspreise

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