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Aktuell: Trump verschiebt angeblich Entscheidung über Zölle gegen EU um 6 Monate

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Nach einem Bericht aus Kreisen verschiebt Donald Trump die Entscheidung über die Einführung von Zöllen gegen die EU um 6 Monate. Der Dax und vor allem die deutschen Auto-Werte sowie der Euro daraufhin höher, die US-Aktienmärkte ebenso. Bestätigt ist der Bericht von Insidern jedoch noch nicht..

Wolfgang Müller hatte heute darauf hingewiesen, dass Trump wohl die Entscheidung darüber, ob er Zölle einführen werde, vom Stand der Aktienmärkte abhängig mache, siehe hierzu seinen Artikel „Die nächste Zollentscheidung naht – wagt Trump die nächste Eskalationsstufe?“

Offenkundig will Trump den Aktienmarkt schonen – und einen „Zwei-Fronten-Krieg“ vorerst vermeiden, weil er einen längeren Handelskrieg gegen China erwartet! Im Umkehrschluß heißt das: die Fronten werden sich gegen China, das Trump als den einzigen echten Konkurrenten ausgemacht hat, wahrscheinlich verhärten:

22 Kommentare

22 Comments

  1. Avatar

    BG

    15. Mai 2019 16:38 at 16:38

    Da hat es der Donald mal wieder geschafft. Die Freude über die Gerüchte einer möglichen Verschiebung der Autozölle (die keinen die letzten Wochen interessiert hat) überwiegt jetzt allem anderen. Chinazölle, negative Industrieproduktion oder Negative Einzelhandelsumsätze sind völlig egal. Solange immer der Strohhalm einer positiven Nachricht/ Hoffnung da ist, geht es immer wieder nach oben.

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    Christoph

    15. Mai 2019 16:46 at 16:46

    ein absoluter Witz! Verschiebung bedeutet ja nicht, sie kommen nicht und erst recht nicht, dass er bald nicht damit drohen wird. Reaktion total überzogen!
    Bald ist die ganze Börse nur noch eine Vielzahl an Algos, die alle möglichen Tweets scannen und dann wild handeln. Traurig.

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    Shong09

    15. Mai 2019 17:05 at 17:05

    Das ist doch zum Jubeln für alle Nachdenkenden.
    Solche Situationen geben einem doch gerade die Möglichkeit einzusteigen. Ohne Fehlbewertung würde Börse doch gar keinen Spaß machen

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      Columbo

      15. Mai 2019 17:33 at 17:33

      @Shong09
      Welche “Nachdenkenden” steigen da eigentlich ein?
      Obwohl ich hätte da eine Geschäftsidee:
      „Werden Sie reich mit dem neuen Aktien-Trump-Twitter-Sparprogramm(ATTS). Wir kaufen für Sie bei jedem Trump-Tweed ein Aktienpaket unserer Wahl. Sie müssen nichts mehr machen, nichts mehr analysieren. Sie werden mit unserem System bei jedem Trump-Tweed reicher und reicher. Schon mit zehn Euro sind Sie beim ATTS(Aktien-Trump-Twitter-Sparprogramm) dabei“.

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        ShortLongDong09

        16. Mai 2019 00:54 at 00:54

        @Columbo, ich denke nach, ich denke voraus, ich denke quer und hin und her, doch der Einstieg fällt mir schwer. Ihre Geschäftsidee des ATTS hat mich überzeugt. Auf welches Konto darf ich Ihnen die 10 Euro überweisen? Ich gehe von einer Vertausendfachung p.a. aus und wäre gerne bis zur Wiederwahl und im Falle eines triumphalen Sieges noch weitere 4 Jahre länger mit im Programm 😉

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    Columbo

    15. Mai 2019 17:07 at 17:07

    Warum sollte er sich auch mit allen gleichzeitig anlegen? Es kommen alle dran, einer nach dem andern.

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      BG

      15. Mai 2019 17:42 at 17:42

      @Columbo Zwei Fronten kann er sich nicht erlauben. Wenn jetzt Europa auch keine Sojabohnen mehr kaufen würde, wäre Trump seine Wähler los. Wie sie so schön sagen, einer mach dem anderen. Wenn sich das Verhältnis zu China bessert ist wieder Europa dran. Eine Partei braucht man immer um die Aktienmärkte mit Hoffnung hoch zu treiben.

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    Ranzentier

    15. Mai 2019 17:20 at 17:20

    …ich wundere mich bloß, dass er diese erfreulichen Nachrichten nicht per Twitter veröffentlicht, sondern das es auf inoffiziellen Wegen ans Tageslicht kommt…ich warte sekündlich auf ein Dementi…

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      Michael

      15. Mai 2019 19:58 at 19:58

      Inoffzielle Wege besitzen eben das Geheimnisvolle, den Hauch von Insiderwissen, während die Seriosität der Tweets derzeit langsam zu erodieren beginnt. Das schafft den Anschein anderer, neuer Quellen, um dann demnächst wieder mit voller Wucht twittern zu können. Für die Dämlacks an den Börsen reicht das 🙂

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    Macwoiferl

    15. Mai 2019 17:56 at 17:56

    @Markus Fugmann:
    Was mich wundert: Ihr habt das Zinssenkungsthema nicht auf dem Schirm!?
    Trump MUSS die Kurse treiben – Mitarbeiter des Jahres bei der NYSE.
    Gehen nun Handel und Konsum wegen China zurück, MUSS etwas passieren.
    QE 4? Zinsen runter? Tax reform 2?
    Was wird kommen?
    Mein Tipp – die 22.000 aus Dezember sehen wir nicht wieder!

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      Markus Fugmann

      15. Mai 2019 18:27 at 18:27

      @Macwoiferl, weil Trump hier schlicht keine Handhabe hat! Er hat versucht, zwei Zinssenker in die Fed zu bringen und ist damit krachend gescheitert.
      Es müssen schlicht die Konjunkturdaten noch ganz stark absaufen – oder eben die Wall Street – bis die Fed die Zinsen senken wird. Das wird auf jeden Fall noch längern dauern, bis es so weit ist!

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        Macwoiferl

        15. Mai 2019 18:34 at 18:34

        @Markus Fugmann, da bin ich skeptisch.
        Jerome Powell hat NULL Rückgrat.
        Im Dezember jämmerlich eingeknickt.
        Und es geht um des Politikers liebstes Kind:
        die WIEDERWAHL.

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          Markus Fugmann

          15. Mai 2019 18:46 at 18:46

          @Macweoiferl, aber Powell wird nicht gewählt, sondern hat eine definierte Amtszeit – der Präsident kann dann eine 2.Amtszeit genehmigen, aber er hat faktisch keine Handhabe, einen Fed-Chef abzusetzen oder ihmm zu diktieren, was er zu tun hat!

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            Macwoiferl

            15. Mai 2019 19:38 at 19:38

            Allein die DROHUNG mit dem FED-Reserve Act wird genügen!
            „Bei gewichtigem Grund“ ist eine Absetzung möglich!
            Sinkende Kurse sind Grund genug to „remove for cause by the President“.
            Deswegen auch der 180-Grad-Bückling im Dezember.
            Ich bin ganz bei Ihrem Kollegen Müller, der schreibt:
            Trump wird JEDES Mittel nutzen um die Kurse zu stützen.
            JEDES!
            Drei, vier Wochen, dann wird das Z-Wort durch die Medien geistern.
            Ich werde dann an meinen Post erinnern…

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            Markus Fugmann

            15. Mai 2019 19:44 at 19:44

            @Macwoiferl, der „wichtige Grund“ ist eine „kriminelle Verfehlung“, die zur Absetzung eines Fed-Chefs führen kann, also etwas strafrechtliches! Aber selbst dann müssen US-Senat und US-Abgeordnetenhaus der Absetzung zustimmen – und eine dieser Kammern halten die Demokraten!
            Dass Trump versucht, die Kurse oben zu halten, ist ja klar – aber Sie überschätzen hier völlig seine Möglichkeiten zur Absetzung Powells. Und die Fed und Powell werden Trump schon daher keine Gefallen tun, weil Trump die Fed und besonders Powell so scharf kritisiert und daher ein Nachgeben durch die Fed als absolute Schwäche interpretiert würde!

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        Michael

        15. Mai 2019 20:20 at 20:20

        @Markus, zur Not zwitschert er den Nationalen Notstand aus, um die kommunistisch-terroristischen Feinde von Great and Free America in der FED einen Urlaub in Pelican Bay, San Quentin, Guantánamo Bay oder im Angola in Louisiana zu spendieren 😉

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    BG

    15. Mai 2019 18:05 at 18:05

    Interessant auch, dass der Nasdaq 100 am meisten steigt wenn es um das Thema Autozölle geht.

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    Politologe

    15. Mai 2019 18:10 at 18:10

    Ich denke ,dass er die EU im Moment noch in Ruhe lässt, könnte ja sein, dass er nebenbei auch noch einen Krieg anzettelt, dann hätte er ja schon an drei Fronten zu twittern. Zuviele Hunde sind des Hasen Tod.
    Bei einem Konflikt könnte er das Verhalten der EU noch als Druckmittel für seine Autozölle gegen die EU
    ausnützen.

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    leftutti

    15. Mai 2019 21:21 at 21:21

    Vor kurzem hatten wir das Thema von Märkten und Börsen, die Zukunftsentwicklungen mit höchster Trefferwahrscheinlichkeit einpreisen.
    Freitag ein paar Tweets, und prompt wurde gen Süden eingepreist. Heute unbestätigte Insider-Gerüchte, und alles ist wie am Donnerstag letzter Woche.
    Wie soll man einen psychisch und emotional höchst instabilen Faktor einpreisen? Am besten gar nicht, ab und zu kann es ganz hilfreich sein, dem Hier und Jetzt eine Chance einzuräumen.
    Bis dahin ist alles „covfefe“ (für diejenigen mit Erinnerungsvermögen).

    • Avatar

      Wolfgang M.

      16. Mai 2019 07:34 at 07:34

      @Leftutti. Hallo. Sorry, aber dieser Darstellung muss ich widersprechen. „Vor Kurzem hatten wir das Thema von Märkten und Börsen, die Zukunftsentwicklungen mit höchster Trefferwahrscheinlichkeit einpreisen.“
      Ich sprach davon, dass es keine Methode gibt, die eine höhere Wahrscheinlichkeit für Preisentwicklungen in der Zukunft aufweist, als das Preisfeststellungssystem an den Märkten, aber dass sich diese auch öfters täuschen. Einzelereignisse oder das Verhalten von irrationalen Entscheidern können niemals vorhergesehen werden, denn das Einpreisen von Entwicklungen wird von tausenden Menschen bewerkstelligt, die alle keine hellseherischen Fähigkeiten besitzen. Dafür liegen sie bei der Bewertung von langfristigen Entwicklungen der Konjunktur erstaunlich gut. Ich habe dazu einen Artikel vorbereitet, der morgen erscheinen wird.
      Viele Grüße

      • Avatar

        leftutti

        16. Mai 2019 12:33 at 12:33

        @Wolfgang M. Ich wollte keinesfalls Ihrer Sicht der Dinge grundsätzlich widersprechen. Bis Oktober 2016 waren die Dinge ja auch noch völlig normal, mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersehbar, Schwarze Schwäne waren noch schwarz und selten und verbreiteten nicht das hektische Gezwitschere eines Singvogels 😉

        Doch dann alleine schon dieser obszöne Anstieg im DOW von 18.000 auf 27.000 Punkte innerhalb eines Zeitraumes von etwa 15 Monaten! 9.000 Punkte, dafür brauchte es zuvor etwa 7 Jahre (von 2009 bis 2016), und das, obwohl der Index damals aus dem Krisental aufstieg wie Phönix aus der Asche.

        Im Januar 2018 der erste rapide und massive Absturz um 4.000 Punkte innerhalb weniger Tage, danach hektisches und chaotisches, nicht vorhersehbares Ozillieren für etwa 6 bis 7 Monate, bis endlich Anfang Oktober ein neuer Rekord erklommen wurde. Kurz darauf wieder Chaos und unvorhersehbares Oszillieren für weitere 2 Monate, bevor dann der noch größere Absturz im Dezember 2018 um 4.600 Punkte folgte. Ab Weihnachten 2018 dann die 2-monatige Erleichterungs-Rally auf Basis purer Hoffnung und heißer Luft, seither folgen die Kerzchen mit langen Lunten und Dochten chaotischem Gezwitschere und seltsamen Insiderberichten.

        Man sieht also, es ist alles vorhanden: Utopische, nie dagewesenen Rallies gen Norden, bemerkenswert veritable Abstürze gen Süden, dazwischen und die meiste Zeit massenweise oszillierendes Chaos von West nach Ost. Doch halt, eines fehlt: Konstanz, Berechenbarkeit und Vorhersehbarkeit.

        Was ich also sagen will, ist, dass seit November 2016 nichts mehr so ist, wie es einmal war. Die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Welt ist eine andere geworden, Chaos, Willkür und Unberechenbarkeit haben zusehends Einzug gehalten. Wirtschaftsdaten und Fakten sind seit über 2 Jahren nur mehr eine Randnotiz.

        Zuletzt muss ich noch anmerken, dass es auch nicht verwundern kann, wenn die Wahrscheinlichkeiten für Preisentwicklungen an der Börse am besten mit dem Preisfeststellungssystem der Börsenmärkte auguriert werden können. Die machen ja irgendwie die Preise bzw. Kurse. Das klingt nach einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Bei der Bewertung und Einschätzung längerfristiger Entwicklungen der Konjunktur hingegen stimme ich in hohem Maße zu, auch wenn ich mich des Öfteren frage, ob diese Entwicklungen nicht auch von den Börsen beeinflusst werden.

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    Wolfgang M.

    16. Mai 2019 13:12 at 13:12

    @Leftutti. Mit dem Zeitraum von Ende 2016 bis heute haben Sie wohl für die USA recht und das liegt vorwiegend an einer Person. Wer beschloss denn bisher im 9. Jahr eines Aufschwungs eine solche Steuerreform, die die Firmengewinne mit 20% explodieren ließ? Zusätzlich die Repatriierung von Auslandgeldern zu besten Steuerkonditionen, die die kurstreibenden Buybacks in die Höhe trieb. Dann der Versuch eines Notenbankers, der mit vier Zinssenkungen eine Normalisierung herbeiführen wollte, die durch den vorherigen „Sugar Rush“ verursacht wurde. Schließlich seine 180-Grad-Wende (auch aus Sorge vor den Konsequenzen), die wiederum Opium fürs Aktienvolk war. Dann die Twitterei eines Präsidenten über kursrelevante Tatsachen, die einen in echte Schwierigkeiten bringen würde. Ja, das sind die Taten eines Mannes, der egozentrisch seine Ziele verfolgt, nach dem Motto: nach mir die Sintflut. Aber die Märkte werden alle Fehlentwicklungen wieder auspreisen, da bin ich mir sicher. Es stellt sich nur die x-fach gestellte Frage, wann? Wir leben auch für die Börsenwelt in äußerst ungewöhnlichen Zeiten. Deshalb haben wir gerade wieder einmal die Situation, in der „die Marktwirtschaft wieder einmal zum Ausbruch des Wahnsinns“ gepusht wurde.
    Viele Grüße

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Coronavirus: Wie lange kann es an der Luft überleben?

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Symbolbild für Coronavirus

Am 4.2.2020 schrieb ich das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin an. Ich bat das Institut meine Fragen bezüglich des Coronavirus zu beantworten. Man antwortete mir, und verwies mich auf das Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR), da diese alle Antworten geben können! Am 26.02.2020 besuchte ich die Seite des Bundesinstituts. Auf dieser Seite sollte ich alle meine Fragen beantwortet bekommen. Vorsichtshalber rief ich, bevor ich mir die Fragen und Antworten durchlas, am 26.02.2020 beim BFR an. Man bestätigte mir, dass die Antworten absolut aktuell sind und sie erst am 24.02.2020 aktualisiert wurden. Gleich am Anfang stand dort die Antwort meiner Frage! Sind auch andere Übertragungswege möglich?

Antwort: Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen auf anderem Weg, etwa über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch importiertes Spielzeug, mit dem neuartigen Coronavirus (offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2) infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt. Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.

Fragen zum Coronavirus an einen Experten

Ist das wirklich so? Hierzu setzte ich mich mit dem Experten für Hygiene und Umweltmedizin Herrn Prof. Dr. Kampf von der Universität Greifswald in Verbindung.

FMW: Herr Prof. Dr. Kampf, es gibt unterschiedliche Informationen über das Risiko der Übertragungswege des Coronavirus. Ist es denkbar, dass das Coronavirus zum Beispiel an einer Türklinke oder einem Haltegriff einer S-Bahn “überlebt“ und dadurch einen Menschen ansteckt?

Prof. Dr. Kampf: Zunächst einmal braucht es dafür Menschen, die mit diesem Virus infiziert sind und die das Virus über Tröpfchen (beim Niesen oder Husten) auf diese Flächen bringen. Das Virus muss dann in einer hohen Anzahl vorhanden sein. Es kann in dieser Situation bei Raumtemperatur durchaus 4-5 Tage an Oberflächen wie Glas, Kunststoff oder Metall überleben. Im Extremfall können es sogar bis zu 9 Tage sein, wobei die Anzahl nachweisbarer Coronaviren im Lauf dieser Zeit immer weiter abnimmt.

FMW: Das bedeutet, dass die Ansteckung zum Beispiel an der Türklinke am ersten Tag am höchsten ist, und zum Beispiel am 9. Tag am geringsten?

Prof. Dr. Kampf: Grundsätzlich ja. Doch gilt es zu beachten, dass wir noch nicht wissen, wie viele Viren es tatsächlich benötigt, um den Menschen zu infizieren. Es kann also durchaus sein, dass schon am 1. Tag das Risiko eher gering ist, denn für eine Übertragung von kontaminierten Flächen braucht es in der Regel die Hände. Nur ein Teil der Viren einer kontaminierten Fläche bleibt jedoch an den Händen haften. Und wiederum nur ein Teil davon kommt bei der Berührung mit dem eigenen Gesicht auf die Schleimhäute. Deshalb: regelmäßig Hände waschen, immer in die Ellen-beuge husten oder niesen, und nach Möglichkeit auf den Handschlag verzichten.

FMW: Ist es denkbar das dieser Coronavirus „künstlich“, also mit voller Absicht erschaffen wurde?

Prof. Dr. Kampf: Ich möchte diese Frage nicht beantworten und beteilige mich auch nicht an Spekulationen, denn es hilft momentan absolut niemandem!

Prof. Dr. Kampf will wie alle seine Kollegen auch keine Panik auslösen, deshalb ist er sehr vorsichtig mit seinen Äußerungen. Eines wurde mir aber klar. Da man noch nicht weiß, wie viel Vieren es braucht um einen Menschen zu infizieren, kann sich auch noch nach fünf oder neun Tagen ein Mensch über einen kontaminierten Gegenstand infizieren, zum Beispiel an einer Türklinke oder an Haltegriffen in Zügen. Hier zwei interessante Links:

https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/wie-lang-coronaviren-auf-flaechen-ueberleben/

Im nächsten Link findet man Tabellen, wie lange das Virus überlebt:

https://www.journalofhospitalinfection.com/article/S0195-6701(20)30046-3/pdf

Was schrieb das Bundesinstitut für Risikobewertung noch gleich auf seiner Seite?: „Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich“. Ein kurzer Zeitraum sind 4-5 Tage mit Sicherheit nicht!

Bundesgesundheitsminister Spahn äußerte sich heute zum Coronavirus. Er machte klar, dass die beiden Fälle aus Baden-Württemberg, (ein Mann und seine Ehefrau) keine eindeutige Infektionskette vorweisen. Im gleichen Atemzug erwähnte Minister Spahn, dass aus Sicherheitsgründen das Europa League Spiel zwischen Inter Mailand und Ludogorets Rasgard (Donnerstag 21 Uhr) unter Ausschluss der Fans stattfindet. Das zeigt, wie ernst die Nachbarländer die Situation einschätzen – und wie man versucht eine Ausbreitung weitestgehend zu verhindern.

Ich vermute, gerade nach dem heutigen Telefonat mit Prof. Dr. Kampf, dass die Fakten der nicht vollständigen Infektionskette, die Bundesgesundheitsminister Spahn heute erwähnte, möglicherweise daraus resultieren, dass das Virus mehrere Tage an verschiedenen Oberflächen überleben kann! Durch ein Virus welches 4-5, oder sogar 9 Tage an Gegenständen schlummern kann, ist ein Bruch der nachvollziehbaren Infektionskette recht einleuchtend!

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Hongkong verteilt Helikoptergeld an alle Einwohner!

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Die Skyline von Hongkong - Helikoptergeld für alle Bürger

Und ja, was haben die sogenannten „Crash-Propheten“ wie Marc Friedrich und viele andere vorhergesagt? Dass Regierungen und Notenbanken immer heftigere Mittel ergreifen würden, um das „kaputte“ Finanzsystem noch länger am Laufen zu halten. Eine dieser Maßnahmen würde auch das Helikoptergeld sein. Würden normale Notenbank-Maßnahmen wie Negativzinsen oder Gelddrucken keinen Stimulus mehr bringen, würde man auch dazu übergehen Helikoptergeld an die Bürger zu verteilen (eine mehr als umstrittene Idee). Also einfach so Geld an die Bürger verschenken, ohne Gegenleistung, ohne Rückzahlungspflicht. Und da das Coronavirus aktuell vor allem China hart trifft, sieht man sich zum Beispiel in der Sonderverwaltungszone Hongkong aktuell dazu genötigt nun solch eine Maßnahme zu ergreifen.

Denn wie die „South China Morning Post“ heute berichtet, zeigt der Haushaltsplan der Regierung in Hongkong genau dies. Es soll Helikoptergeld in Höhe von ca 1.200 US-Dollar an jeden Einwohner von Hongkong ausgegeben werden, der mindestens 18 Jahre alt ist. Neben dem Coronavirus muss man gerade für Hongkong ja bedenken, dass es dort monatelange Proteste und Straßenschlachten gab, was natürlich auch negativ auf den Tourismus wirkte. Dadurch ist vor allem Hongkong nun wirtschaftlich richtig angeschlagen. Die Idee hinter dem Helikoptergeld ist denkbar einfach. Die Regierung oder die Notenbank verteilt Geld direkt an die Bürger, damit die sofort konsumieren können, was sofort die Wirtschaft beleben soll. Aber: Dies ist nun mal eine einmalige Maßnahme, eine einmalige Stimulus-Spritze. Und danach? Eine nachhaltige und strukturelle Maßnahme scheint Helikoptergeld nicht wirklich zu sein. Eher eine Verzweiflungstat? Oder will man nun regelmäßig Schulden machen und immer wieder Geld an die Bürger verschenken, und ständig wieder einen schnellen kurzen Konsum-Stimulus zu erzeugen? Sozusagen linke Tasche, rechte Tasche? Wir schenken euch jetzt Geld, und irgendwann in der Zukunft erhöhen wir drastisch die Steuern, um uns das Geld zurückzuholen?

Neben Helikoptergeld will die Regierung in Hongkong aktuell auch Steuern senken und andere Stimulus-Maßnahmen ergreifen. Insgesamt soll das Paket gut 15 Milliarden US-Dollar kosten. Frage: Wer zieht nach? Auch Festland-China mit der Peoples Bank of China? Die Bank of Japan wäre auch ein heißer Kandidat, denn dort kauft man ja auch schon so ziemlich alles auf durch die Notenbank. Helikoptergeld wäre auch langsam mal angesagt?

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Warum eine Stagflation sehr gefährlich wäre

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Containerterminal - Symbol für den Welthandel - eine Stagflation droht

Durch die Coronavirus-Epidemie droht den großen Volkswirtschaften eine Kombination aus stagnierender Wirtschaftsleistung und steigenden Preisen – die Stagflation. Warum sie so gefährlich ist und warum die Notenbanken in diesem Fall kaum Handlungsspielräume hätten.

Die Weltwirtschaft kühlt sich bereits merklich ab – eine Stagflation käme zur Unzeit

Belastet durch die teilweise Rückabwicklung der Globalisierung im Zuge der diversen Handelsstreitigkeiten sowie die globale Überschuldung hat sich das Weltwirtschaftswachstum bereits merklich abgekühlt. Nach noch 3,8 Prozent globalem Wachstum im Jahr 2017 waren es im Folgejahr, trotz massiver Steuerstimuli in den USA und ultralockerer Geldpolitik weltweit, nur noch 3,6 Prozent Wachstum. Im vergangenen Jahr brach die Expansionsrate dann auf 3,0 Prozent ein, vor allem wegen des Handelskriegs zwischen den USA und China sowie den Schuldenkrisen in diversen Schwellenländern (z. B. in Argentinien, der Türkei, Brasilien, Chile, Venezuela, etc.).

Für dieses Jahr hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen gemäß dem World Economic Outlook aus dem Februar bereits von 3,4 auf 3,0 Prozent abgesenkt. Doch der IWF behält sich weitere Revisionen vor und die Schätzungen diverser Bankenökonomen aus Nordamerika und Europa gehen mittlerweile nur noch von einer Wachstumsbandbreite zwischen 2,3 und 2,8 Prozent für das Gesamtjahr 2020 aus. Diese nochmalige Wachstumsabkühlung entspräche der geringsten Wirtschaftsdynamik seit der Finanzkrise. Bereits bei einer Wachstumsrate von global zwei Prozent spricht der IWF von einer „gefühlten weltweiten Rezession“.

Die größte Gefahr sieht der IWF in einer Unterbrechung der Lieferketten in Folge der Eindämmungsmaßnahmen der Coronavirus-Epidemie (sie verursacht aktuell auch Turbulenzen an den Börsen, siehe beispielsweise hier). Die betroffenen Unternehmen sind dadurch gezwungen, alternative aber auch teurere Quellen für Vorleistungsgüter und Zwischenprodukte zu nutzen, wenn es sie denn überhaupt in ausreichendem Maße gibt. Diese erzwungene Umorientierung in der Beschaffungskette führt zu steigenden Inputpreisen bei den verarbeitenden Unternehmen, die aber nicht durch eine höhere Nachfrage, sondern durch einen Angebotsschock verursacht werden.

Eine solche Situation gab es zuletzt in den 1970-er Jahren, als eine künstliche Verknappung der Angebotsmenge von Rohöl zu explodierenden Energiepreisen führte. Die wirtschaftliche Aktivität in den westlichen Ländern litt stark unter dem Ölpreisschock. Mit einer Kombination aus Zinsanhebungen und Lohnsteigerungen wurden damals die Inflationserwartungen eingedämmt und die reale Kaufkraft der Endverbraucher stabilisieret. Beides ist heute jedoch nicht möglich. Höhere Löhne zum Ausgleich gestiegener Preise würden die Margen der Unternehmen noch stärker belasten. Die Kapazitätsauslastung der US-Industrie befindet sich beispielsweise mit nur 76,8 Prozent bereits auf dem Niveau früherer Rezessionen. Zinsanhebungen zur Inflationsbekämpfung wären aufgrund des globalen Schuldenniveaus der „Sudden Death“ für den modernen Finanzkapitalismus. Eine Stagflation käme daher für die Weltwirtschaft zur Unzeit.

Kombination aus Angebots- und Nachfrageschock

Dass die Preise wegen Lieferverzögerungen und dem Ausfall von Zulieferbetrieben bereits ansteigen, haben die jüngsten Daten von IHS Markit zu den Einkaufsmanager-Indizes für den Monat Februar gezeigt. So ist der für Deutschland erhobene Index für das verarbeitende Gewerbe im Wesentlichen nur deshalb angestiegen, weil sich die beiden Unterkomponenten für die Lieferzeit und die Inputpreise signifikant erhöht haben. Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnte an diesem Montag vor sich verstärkenden Lieferengpässen in den kommenden Wochen und Monaten, vor allem aus Fernost. BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang spricht sogar von „Schweren Auswirkungen auf die Konjunktur“ durch den Angebotsschock aus China.

Kommt es also nun zu steigenden Preisen, dann nicht aufgrund einer prosperierenden Wirtschaft, sondern wegen der Knappheit bestimmter Güter. Gleichzeitig leidet auch die Nachfrage unter der eingeschränkten Bewegungsfreiheit von zig Millionen Konsumenten in den von der Epidemie betroffenen Regionen. Ganz abgesehen von der eingetrübten Stimmung der Verbraucher, die in solchen Ausnahmesituationen andere Sorgen haben, als dem Konsum zu frönen. Der drastische Einbruch der Automobilabsätze in China in den letzten beiden Monaten von 20 Prozent im Januar und 92 Prozent im Februar gibt hier einen Vorgeschmack auf das, was bei einer globalen Pandemie, die nach wie vor nicht gebannt ist, zu erwarten wäre.

In der Folge von Knappheit bestimmter Güter und Lebensmittel stieg die Inflationsrate im Reich der Mitte bereits massiv an, auf 5,4 Prozent im Januar. Im Vorjahresmonat, also im Januar 2019, lag die offizielle Inflationsrate noch bei moderaten 1,7 Prozent. Die Kombination aus Angebots- und Nachfrageschock kann in Kürze zu dem gefürchteten Phänomen der Stagflation führen. Dass die chinesische Wirtschaft im Auftaktquartal 2020 überhaupt gegenüber dem von Handelsstreitigkeiten weniger belasteten und vor allem virusfreien Vorjahresquartal 2019 wachsen kann, bleibt Wunschdenken des Regimes in Peking. Auch die westlichen Industriestaaten werden im ersten Quartal 2020 im besten Fall mit einer wirtschaftlichen Stagnation aufwarten können.

Den Notenbanken wären bei einer Stagflation die Hände gebunden

Die Bekämpfung einer Stagflation stellt die Fiskal- und Geldpolitiker in der heutigen Gemengelage vor besondere Herausforderungen. In China versucht die Notenbank auf Geheiß der Regierung, die Kreditvergabe massiv zu stimulieren, indem die Kreditkosten (Zinsen) sowie die Kreditanforderungen drastisch gesenkt werden. Andernfalls würden Millionen bereits angeschlagener Betriebe aus dem Markt ausschieden – ein Horrorszenario auch für den Westen. Bestimmte Vorprodukte werden nur noch in China produziert. Insofern offenbart die Coronavirus-Pandemie die enorme Abhängigkeit des Westens von China, was aus politischen Gründen in der Konsequenz ebenfalls zu einer Rückabwicklung der Globalisierung führen wird, um die Autarkie der westlichen Länder von essenziellen Produkten, wie zum Beispiel Arzneimitteln, sicherzustellen.

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