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Aktuell: Trump will Negativzinsen – und stärkeren Dollar zugleich

Markus Fugmann

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Soeben hat Donald Trump gegenüber Reportern (übertragen von „Fox“) noch einmal seinen Wunsch nach Negativzinsen bekräftigt. Er finde, so Trump, dass Fed-Chef Powell zuletzt einen sehr guten Job gemacht habe, aber in Sachen Negativzinsen sei er anderer Meinung – da hätten Wettbewerber wie Deutschland klare Vorteile gegenüber den USA:

“If they’re going to have the advantage of negative rates, we should too. I feel strongly we should have negative rates“

Gleichzeitig wünscht sich Trump aber einen starken Dollar:

“It’s a great time to have a strong dollar because the whole world — you know, we’re paying zero interest, right. That’s never happened either. We’re paying so low. Everybody wants to be in the dollar because we kept it strong. I kept it strong”

Ist das nicht eigentlich ein Widerspruch – Negativzinsen und starker Dollar? Wie auch immer: der Dollar wurde nach dne AUssagen von Trump stärker, Euro-Dollar rutschte unter die Marke von 1,08.

Hier die Aussagen Trumps im Kurz-Video

Trump möchte Negativzinsen - und wiederspricht damit Fed-Chef Powell

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Marcus W.

    14. Mai 2020 12:51 at 12:51

    wie heißt es so schön: Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen!

  2. Avatar

    thinkSelf

    14. Mai 2020 13:32 at 13:32

    „“It’s a great time to have a strong dollar “
    Das ist ja nun mal glatt gelogen. Natürlich will er keinen starken Dollar, sondern den möglichst weit nach unten treiben. Denn damit wird nicht nur der eigene Export günstiger, sondern auch die Auslandsverschuldung einfach gestrichen.
    Der Satz: „Unsere Wahrung, euer Problem“ war noch nie so wahr wie heute.

    Das Blöde ist lediglich, das Währungen nur gegeneinander „stark“ oder „schwach“ sind. Wenn alle versuchen ihre Währungen runter zu knüppeln passiert am Ende schlicht gar nichts.

  3. Avatar

    Nurmalso

    14. Mai 2020 14:03 at 14:03

    Irgendwie scheint das Interview älter zu sein. Auf der Anzeigetafel war Gold mit 1.727 UDS angezeigt. Aber auch die Futures geben es nicht her. Das letzte mal das Gold so hoch stand war um den 8 Mai und nicht heute… naja egal, ist eh alles nur gelogen.

  4. Avatar

    Roberto

    14. Mai 2020 17:14 at 17:14

    Soeben hat Trump bestätigt das es ein viertes Stimulusprogramm geben soll. Die Vorlage der Demokraten lehnt er aber ab. Das müssen einige schon vorher gewusst haben. denn der Dow ist bereits im Vorfeld über 400 Punkte angestiegen und nun sthet er aktuell bei über 23.220. Die Märkte reagieren also wie immer wie lechzende Hunde und hängen an den Lippen von Trump. Egal ob Wahrheit oder Lüge.

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    Besserwisser

    14. Mai 2020 17:39 at 17:39

    Soll er halt von seinen Negativzinsen träumen.
    Die sind flächendeckend und dauerhaft eh nicht umsetzbar.
    Das Einzige, was er damit bewirkt ist ein Bankrun, den Kollaps des $, den Kollaps des US Wirtschaft und eine Bankenkrise…
    China braucht gar nichts machen, der Depp zerlegt sich und sein Land ganz von allein, ohne Zutun von Außen.
    Geld muss knapp sein. Bei Negativzinsen ist es das nicht.
    Das wird nur dazu führen, dass keiner mehr arbeitet, es keine Innovation mehr gibt, keine Güter mehr produziert werden und die Produktivität auf 0 sinkt.
    Aber einfach durchziehen. Mein Gold wird es freuen…

  6. Avatar

    berti

    14. Mai 2020 18:02 at 18:02

    Danke für die Info!!!!

    Das ist also der Grund.

    Naja, mal sehen wie lange es wirkt an der Wall Street….

  7. Avatar

    Olpumper

    14. Mai 2020 18:29 at 18:29

    Trump bekommt meistens was er will, den tiefen Ölpreis hat er ja auch bekommen .Hi, Hi, und den Zerfall der Frackerindustrie noch als Zugabe.Trump hat noch nicht gemerkt, dass jede Medaille zwei Seiten hat.
    Ich habe schon gelesen, dass die Ölmultis nicht unglücklich sind ,wenn die kleinen Pumper verschwinden u.Trump als Vertreter des kleinen Mannes ? wird sich überlegen wer die grösseren Wahlspenden bieten kann.Wann merken die 70% Undrdogs,dass Trump kein Esel ,sondern das „TrojanischePferd „ der Wallstreet ist?

    • Avatar

      Besserwisser

      14. Mai 2020 19:11 at 19:11

      Der fährt ohne Zutun der Chinesen, sein Land komplett an die Wand.
      Gut gemeint ist eben nicht immer gut gemacht…

      • Avatar

        Lausi

        14. Mai 2020 20:02 at 20:02

        So was nennt sich stabiles Genie. Die täglichen Domestos-Injektionen machen es möglich! :-)

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Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und unsere Zukunft!

Markus Fugmann

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„Wir gehen in die zweite ganz große industrielle Revolution hinein!“, sagt der Philosoph Richard David Precht. Damit stehen wir vor einscheidenden Veränderungen nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Gesellschaft. Die erste industrielle Revolution beendete die Herrschaft des Adels und der Kirche – die derzeit ablaufende zweite Revolution durch künstliche Intelligenz verändert vor allem die Arbeitswelt und damit die Produktionsverhältnisse grundlegend. Nun versuchen uns Ökonomen stets zu versichern: kein Problem, es fallen zwar viele Jobs weg, aber es würden eben auch viele neuartige Jobs geschaffen werden. Das ist eine schöne Perspektive, sie hat aber leider einen kleinen Makel: sie stimmt nicht, sagt Richard David Precht zur sogenannten „Kompensations-Theorie“.

Die Menscheit jedenfalls ist durch diesen Wandel überfordert, der Boden, auf dem wir stehen, wackelt erheblich – und so entsteht zunächst einmal die Sehnsucht danach, die gute alte Welt mit ihren Werten wiederzubeleben. Ausdruck dieses Versuchs sind etwa Trumpin den USA oder die AfD in Deutschland. Aber einer der einschneidenden Änderungen im politischen Bereich wird sein, dass die Parteien, die mit der ersten industriellen Revolution entstanden und aufgestiegen waren, unter gehen werden.

Richard David Precht über schwache KI und starke KI

Richard David Precht unterscheidet zwischen schwacher und starker künstlicher Intelligenz – und führt Beispiele an, worin sich diese beiden unterscheiden. Was bedeutet das aber für uns praktisch? Wird vor allem durch „starke“ KI, also einer KI, die tiefgehende Lernprozesse leisten kann, etwa der Niedriglohn-Sektor wegfallen? Eher nicht – denn je mehr Menschen in bestimmten Bereichen verdienen, umso interessanter wird der Einsatz einer starken KI zur Kosten-Ersparnis, während sich der Einsatz im Niedriglohnsektor gar nicht lohnen würde.

Was bleibt, was wird untergehen – und welche Bereiche werden sich durchsetzen? Es werde derjenige technische Fortschritt kommen, der gesellschaftlich akzeptiert wird, dazu ein Bedürfnis befriedigt und sich gleichzeitig zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell machen läßt, sagt Richard David Precht. Folgender Vortrag des Philosophen ist ein „must see“!

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Philosoph Richard David Precht über Künstliche Intelligenz

Richard David Precht

Von Foto: © JCS‘, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62733272

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Arbeitsmarkt positiv gestimmt? Mehr neue Jobs bei IT als Entlassungen in der Gastronomie?

Claudio Kummerfeld

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Laptop mit Aufklebern

Kann das wirklich sein? Ist es das vorgezogene Weihnachtswunder am deutschen Arbeitsmarkt, mitten im zweiten Lockdown? Wenn man ein Wirtschaftsforschungsinstitut für verlässlich und seriös hält, dann doch in erster Linie das ifo-Institut! Und man möchte den Forschern bei ifo wirklich nichts Böses unterstellen. Aber ist es wirklich realistisch, dass die Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt derzeit sogar besser wird, weil die IT-Dienstleister mehr neue Stellen schaffen wollen, als gleichzeitig in Restaurants, Bars, Hotels, Reisebüros etc verloren gehen?

Kann man sich das vorstellen? Gibt es überhaupt zehntausende oder hunderttausende neue IT-Experten in Deutschland, die auch so viele neue Stellen besetzen können? Ist die Nachfrage nach solchen Dienstleistungen wirklich so stark gestiegen in den letzten Wochen? Klar, dank Corona verlagert sich sehr viel des Geschäftslebens ins Internet. Aber wirklich, nochmal mit gesundem Menschenverstand nachgedacht: Können diese neuen Jobs hunderttausende Jobs ersetzen, die bei Gastro und Co verloren gehen? Es fällt wirklich schwer das zu glauben.

Aber das ifo-Institut hat sich das nicht ausgedacht. Nein, man macht für sein Beschäftigungsbarometer Umfragen bei ca 9.500 Unternehmen. Sie werden gebeten ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Also, kann das wirklich sein? Die IT fängt den Arbeitsmarkt auf in dieser Krise? Hier die Aussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

Etwas mehr deutsche Unternehmen als im Oktober denken über Neueinstellungen nach. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 96,7 Punkte gestiegen, von 96,4 Punkten im Oktober. Die zweite Welle hat vorerst keine größeren negativen Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist jedoch über die Branchen hinweg sehr heterogen.

In der Industrie ist das ifo-Barometer leicht gestiegen. Jedoch ist die Zahl der Unternehmen mit Entlassungsplänen weiterhin größer als die jener, die mit steigenden Mitarbeiterzahlen rechnen. Die Dienstleister planen eher Mitarbeiter einzustellen. Getragen wird die Entwicklung vor allem von den IT-Dienstleistern. In der Reisebranche und dem Gastgewerbe dagegen sind Entlassungen nicht zu vermeiden. Im Handel hat das Barometer leicht nachgegeben. Dort planen die Firmen derzeit mit konstanten Mitarbeiterzahlen. Die Bauindustrie sucht weiter neue Mitarbeiter, um ihre aktuellen Aufträge abarbeiten zu können.

Hier die vier Einzelsektoren mit einzelnem Chart:

Grafiken zeigen Beschäftigungsbarometer für den deutschen Arbeitsmarkt

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Markus Krall und Marc Friedrich: Crash 2021, Gelddrucken ersetzt Denken

Redaktion

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Markus Krall spricht über die Hyperinflation, in der Geld entwertet wird

Markus Krall und Marc Friedrich unterhalten sich im folgenden Gespräch über die aktuelle Krise, den möglicherweise anstehenden großen Crash, und die Zeit danach. Einig sind sich die beiden, dass es 2021 los gehen wird mit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Markus Krall formuliert es recht klar, dass die Wirtschaftskrise längst da sei. Sie sei nur noch nicht bilanziert worden. Durch Maßnahmen wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sei die Krise bei Unternehmen und in Bankbilanzen nur noch nicht richtig transparent sichtbar.

Markus Krall und Marc Friedrich sehen die Hyperinflation

Markus Krall kann man aufgrund seiner zahlreichen Tweets über die Corona-Maßnahmen der Politik kritisch betrachten. Das sollte Kommentatoren und geneigte Beobachter aber nicht davon abhalten, seinen höchst interessanten Aussagen zur wirtschaftlichen Gesamtsituation zuzuhören, die er seit Monaten öffentlich präsentiert. Denn er ist absoluter Bankeninsider, und hat die letzten Jahre eine große Bankenkrise vorhergesagt. Zusammen mit Marc Friedrich bespricht er im folgenden Video Punkt für Punkt wichtiger Themen rund um die aktuelle Krise und zukünftige Entwicklungen.

Wichtig ist, was die nächsten Quartale passieren wird. Einig sind sich Marc Friedrich und Markus Krall, dass wir derzeit in einer deflationären Phase sind, auf die zwingend eine kräftige Inflation folgen soll. Nur wie schnell die Preise in eine Hyperinflation umschlagen, das könne man nicht genau vorhersehen. Entscheidend hierbei ist unter anderem, wann die Geldumlaufgeschwindigkeit anspringen müsste. Sehen Sie beim Klick an dieser Stelle genau zu diesem Punkt interessante Ausführungen von Hans-Werner Sinn.

Die EZB als großes Problem

Ein wichtiger Punkt im Gespräch zwischen Markus Krall und Marc Friedrich ist auch die zentral wichtige Rolle der EZB. Sie arbeite derzeit am digitalen Euro. Die EZB wisse, dass eine Hyperinflation (hier die Begriffserklärung) drohe. Sie wisse auch, dass die Leute aus dem Geld fliehen würden, wenn sie das Vertrauen darin verlieren. Mit einem digitalen Euro hätte die EZB Kontrolle über das gesamte Konsumverhalten der Menschen, und könnte zum Beispiel bestimmen, wie viel Geld die Bürger maximal in einem bestimmten Zeitraum ausgeben dürfen. Die Rolle der EZB insgesamt sehen die beiden grundsätzlich mehr als kritisch.

Der große Knall

Markus Krall macht wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Rettung unseres jetzigen bestehenden Geldsystems. Der große Crash werde kommen. Je länger EZB und Politik die Probleme hinauszögern würden, desto schlimmer werde der unausweichliche große Knall sein. Immer mehr gesunde Firmen würden sich derzeit anstecken, weil sie als Lieferant zum Beispiel unwissentlich Forderungen gegenüber Zombieunternehmen aufbauen würden, die Forderungen nicht begleichen können. Auch wenn man die Aussicht der beiden auf eine Hyperinflation und einen großen Systemkollaps nicht zwingend teilen muss, so sind ihre Ausführungen und die Zustandsbeschreibungen der aktuellen Lage doch hochinteressant!

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