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Aktuell: Trump will weitere Strafzölle gegen chinesische Waren von 100 Milliarden Dollar

Neue Liste gegen Waren Chinas – Trump glaubt offenkundig, durch Erhöhung des Einsatzes im Pokerspiel die Verhandlungsposition für die USA verbessern zu können..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Während der Dax noch die „Niemals-werden-die-Zinsen-Party“ feiert, kommen die US-Futures heute vormittag deutlich unter Druck:


(S&P 500 auf Future-Basis)

Grund dafür dürfte sein, dass die Trump-Administration offenkundig alles dafür tut, den Handelsstreit mit China zu einem waschechten Handelskrieg zu eskalieren! Bereits heute dürfte bekanntlich die angekündigte Liste chinesischer Produkte veröffentlicht werden, die nun bezollt werden sollen (im Umfang von 50 Milliarden Dollar). China hatte für diesen Fall angekündigt, alle bisherigen Absprachen mit den USA in Sachen Handel in diesem Fall für nichtig zu erklären.

Und nun das: laut Insidern werden die USA zeitnah eine zweite Liste vorlegen mit zusätzlichen Strafzöllen gegen chinesische Waren im Volumen von weiteren 100 Milliarden Dollar. Trump scheint also den Einsatz im Pokerspiel noch einmal zu erhöhen – und droht damit, sein Blatt zu überreizen!

Bei diesen zusätzlichen 100 Milliarden Dollar gegen chinesische Waren achtet die Trump-Administration laut diesen Insidern insbesondere darauf, dass sie Waren betreffen, die die USA auch von anderen Handelspartnern als China beziehen können, um die negativen Auswirkungen auf die US-Konsumenten so weit wie möglich zu begrenzen (so sollen nur Produkte betroffen sein, bei denen die USA nicht mehr als 33% von China beziehen). Experten bezweifeln jedoch, dass dies wirklich gelingen kann und prognostizieren steigende Preise für US-Konsumenten, wenn die USA diese zusätzlichen Zölle gegen chinesische Waren tatsächlich einführen.

Wie schon bei der „50-Milliarden-Liste“ können US-Firmen zu den neuen Zöllen der „100-Milliarden-Liste“ ihre Einschätzungen abgeben, der Prozeß unterliegt also einer gewissen Öffentlichkeit. Daher wird wohl es mindestens 60 Tage dauern, bis aus der Vorlage der Liste dann reale Zölle werden.

Trump glaubt offenkundig, durch Erhöhung des Einsatzes im Pokerspiel die Verhandlungsposition für die USA verbessern zu können. Aber China hatte schon gestern klar gemacht, dass man Gespräche jederzeit gut heiße – aber sollten die USA tatsächlich neue Zölle aktivieren, der Rubikon überschritten sei. Mit anderen Worten: dann wird eben gar nicht mehr verhandelt, sondern 1:1 („tit for tat“, wie es im Amerikanischen heißt) zurück geschlagen durch Zölle im gleichen Volumen gegen US-Produkte. Schwer vorstellbar, wie jetzt ein echter Handelskrieg der beiden Weltmächte noch verhindert werden kann!

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Gixxer

    15. Juni 2018 12:04 at 12:04

    Trump wird zurück rudern (müssen). Natürlich wird es aber so verpackt werden, dass es wie ein Sieg von ihm aussieht.

  2. Avatar

    Masud79

    15. Juni 2018 14:43 at 14:43

    Er hat nicht zurückgerudert

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