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Aktuell: Trump will Zölle von 200 Milliarden Dollar gegen Chinas Waren einführen – trotz Gesprächensangebot von Mnuchin

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Laut dem Trump-freundlichen US-Sender Fox will Donald Trump trotz der avisierten Gespräche mit China dennoch die Zölle im Volumen von 200 Milliarden Dollar einführen. Fox beruft sich mit dieser Meldung auf vier Insider, die das bestätigt hätten.

Die US-Indizes geben daraufhin ihre minimalenn Gewinne und drehen ins Minus!

Warum will Trump das? Es ist ein Signal an die Basis seiner Wähler, dass er in jedem Fall sein Programm durchziehen wird. Ob das so furchtbar schlau ist angesichts der anstehenden US-Zwischenwahlen steht auf einem anderen Blatt..

8 Kommentare

8 Comments

  1. Kritisch

    14. September 2018 18:34 at 18:34

    Die typisch TRUMP´sche Antwort auf den Kredit der Chinesen an Venezuela. So schnell schafft es Mr. President die von M.F. prognostizierte und auch nachvollziehbare ruhige „Bullenstimmung“ umzudrehen. Angeblich soll nun zusätzlich MANAFORT nun doch eine Kooperation mit MUELLER und der Staatsanwaltschaft in Sachen Russlandkrise zugesagt haben – und schon wieder geht es rund!

  2. Lausi

    14. September 2018 18:52 at 18:52

    Da hat Trumo den Republikanern bzw. der Wallstreet mal wieder dazwischengefunkt. Nur merkt Trump nicht, dass er am kürzeren Hebel sitzt! Aber Trump ist so strunzdoof, der schnallt sowieso überhaupt nichts mehr!

  3. susiklatt

    14. September 2018 21:16 at 21:16

    der kleine Rücksetzer sind doch wieder nur billigere Einstiegskurse für die nächste Erholung.

  4. Wolfgang M.

    15. September 2018 08:22 at 08:22

    Nachdem die Ruhe, vor allem an der „verbalen Zollfront“, schon wieder verflogen ist, sollte man sich rasch die ersten Auswirkungen dieses Rückfalls in die Vergangenheit zu Gemüte führen.
    Erst vor wenigen Tagen habe ich die These gewagt, dass Trump auch nach einer siegreichen Wahl bei den Midterm Elections nicht so ohne Weiteres an der Zollschraube drehen kann. Wie komme ich zu dieser Behauptung? Hier ein paar wirtschaftliche Auswirkungen, bereits entstanden aus den noch sehr geringen Zollsummen in Höhe von 50 Mrd.$.
    Die Stahlzölle gegen China und der EU führten zu deutlichen Preissteigerungen in vielen US-Produkten, in denen dieses Material (z.B. landwirtschaftliche Maschinen) gebraucht wird. Die Gegenzölle der Chinesen brachten einen Preisverfall bei Soja von 10,7$ im März auf fast 8$, dazu überquellende Kühlhäuser bei Schweine- und Rindfleisch. Erste Rettungsmaßnahmen für viele potenzielle Trumpwähler: Milliardenschwere Unterstützung der Bauern durch die Regierung (12 Mrd.$, was viele als Almosen empfinden).
    Trotz steigender Aktienkurse in allen US-Indizes entstand ein Rückgang des Subindex Steel im S&P 500 seit Start der Zölle um 6%, bei dem größten Aluminiumproduzenten Alcoa um 9%.
    Zur Erinnerung: G.W. Bush hatte im März 2002 die Stahlzölle auf 8 bis 30% angehoben, die Folge davon u.a. war ein Verlust von 200 000 Arbeitsplätzen und 2003 die Wiederabschaffung der Zölle.
    Aktuelle Zahlen in dieser Woche:
    Der Export von US-Fahrzeugen nach China ist seit Zollerhebungen um 39% eingebrochen, bei Elektroautos sogar 82%, besonders betroffen Tesla, das 2017 ein Sechstel seines Umsatzes in China erwirtschaftet hat, hinzu kommt, dass Tesla-Zulieferer von den US-Zöllen betroffen sind.
    Wie erwähnt, es ging erst um 50 Mrd. $.

    In unserem Leitindex DAX fiel insbesondere der Autozulieferer Continental auf, der, für viele überraschend, bereits zweimal die Jahresziele herunterschraubte. Eine Folge des Handelsstreits?! Hier noch einmal ein paar Worte aus einem Interview mit dem CEO von Continental, Elmar Degenhart, die aus jetziger Sicht die ökonomische Aberwitzigkeit eines weltumspannenden Zollstreits unterstreichen.
    Zitat: „Continental hat im Autogeschäft 17 000 Zulieferer, von denen beziehen wir 140 Milliarden Teile im Jahr, die wir in 130 Werken in 24 Ländern verarbeiten. Jedes Teil überschreitet viermal eine Grenze, zuletzt im Fahrzeug eingebaut……“!
    Und dabei ist Continental global gesehen gerade mal ein mittelgroßer Konzern. Welche Ketten wären da erst bei Apple oder Boeing betroffen?
    Trump steht mit seinen Vorstellungen noch in der Prä-Internet-Ära. Noch bezieht die Wall Street ihren Rückenwind aber durch die „Windfall Profits “ der Steuerreform.
    Aber, ich bleibe dabei. Auch wenn Donald Trump siegreich aus den Midterm Elections hervorgehen sollte (aktuelle Entwicklung??), kann er vielleicht weiter drohen, umsetzen kann er die ganzen 517 Mrd. $ Zölle mit China und zusätzlich die mit der EU, nicht. Es wäre, beginnend in China, wo sich der Bärenmarkt beschleunigen würde, dann über die Emerging Markets und
    über die Developed Countries, der rasche Fall in eine Rezession.
    Die Wirtschaftsentwicklung Chinas ist für mich ein zentraler Faktor für den laufenden Zyklus.
    Die Wall Street glaubt wohl (noch) nicht an die extreme Variante des Zollstreits. Zwar zuckten die Kurse am Freitag nach dem Trump-Tweet, aber um sich danach bis zum Tagesende wieder zu erholen. Immer noch „im Rausch der Sinne“ = Droge Steuerreform.
    Schönes Wochenende

    • Markus Fugmann

      15. September 2018 10:39 at 10:39

      @Wolfgang, Sie schrieben:
      „Auch wenn Donald Trump siegreich aus den Midterm Elections hervorgehen sollte (aktuelle Entwicklung??), kann er vielleicht weiter drohen, umsetzen kann er die ganzen 517 Mrd. $ Zölle mit China und zusätzlich die mit der EU, nicht.

      Ihre gesamte Argumentation ist logisch und rational – und genau damit verfehlen Sie das, was Trump ist! Natürlich kann er das umsetzen, rein formal liegt es mit den Zöllen gegen China jetzt in seiner Hand – wenn Trump das unterschreibt, ist das der Fall. Basta!
      Trump hat ein Ziel: Re-Industrialisierung der USA, nur dadurch könne Amerika wieder zu seier Stärke zurück finden und die unangefochtene Supermacht bleiben. Ob das in China und Europa eine Rezession auslöst? Interessiert Trump null, weil er glaubt, dass die USA aus einer Position der Stärke agieren!
      @Wolfgang, Sie verkennen als rationaler Mensch, wie die Ideologie Menschen wie Trump irrational handeln läßt. Diese Zölle werden kommen, davon bin ich fest überzeugt!

  5. Wolfgang M.

    15. September 2018 11:06 at 11:06

    @Markus F. Hallo Markus. Natürlich ist Donald Trump ist in seiner Persönlichkeit ideologisch, starrsinnig, beratungsresistent, narzisstisch und mit einigen Anzeichen einer dissozialen Funktionsstörung behaftet. Deshalb wird er die Zölle forcieren, allein schon um seine Macht zu demonstrieren. Aber ich sprach davon, dass er nicht alle Zölle (517 Mrd.$ plus Zölle gegen die EU) umsetzen kann. Wenn schon die Umsetzung von 50 Mrd.$ solche Auswirkungen auf die USA haben. Meine These basiert auf der Vorstellung, dass er als Präsident zwar Dekrete erlassen kann, aber bei einer richtigen Schädigung der Wirtschaft andere Mechanismen greifen werden. We will see! Markus, Sie arbeiten auch noch am Wochenende und dies nach einer derart langen Arbeitswoche (analog „the city never sleeps“)! Wir sind anscheinend ähnlich „wirtschaftsverrückt“. Da fällt mir noch ein Interview mit Jeff Bezos ein, der davon sprach, immer 8 Stunden Schlaf zu brauchen, um geistig auf der Höhe zu sein. (Dies ist natürlich keine allgemeingültige Regel und sollte vermutlich ein Seitenhieb auf Elon Musk sein). In diesem Sinne. Ein schönes Wochenende und danke für die unermüdliche Faktenaufarbeitung.

    • Markus Fugmann

      15. September 2018 11:31 at 11:31

      @Wolfgang, Ihnen auch ein schönes Wochenende! Sie sind eine Inspiration für mich (der Videoausblick etwa am Freitag war durch Ihren Kommentar Dax-China inspiriert), wir sind ähnlich leidenschaftlich für die Sache. Mit einem Wort: ich bin froh, dass Sie da sind!
      Liebe Grüsse!

  6. P. Schmitt

    16. September 2018 17:04 at 17:04

    @Wolfgang M. Nicht nur Donald Trump hat interesse an Protectionismus. Sondern jede Volkswirtschaft die nicht mehr Konkurenzfähig ist. Was sich in mehreren hundert Mrd. $ Leistungsbilanzdefizit der USA pro Jahr auswirkt. Auf Dauer kann das nicht gut sein.
    Er zum zahnlosen Tiger, wenn er nicht mal gegen China die Zölle einführt.

    @Marhus F. China unterdrückt nicht Uiguren, sondern den Islam. Wie auch Japan, Polen und Ungarn.
    Auch die USA versuchen ihren muslimischen Bevölkerungsanteil gering zu halten.

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Bundesbank nennt konkrete Gründe für aktuelle Konjunkturschwäche

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Die deutsche Konjunktur läuft schlecht. Oder sollte man eher „schleppend“ sagen? Wir bei FMW thematisieren die Konjunkturlage laufend. Auf Deutschland bezogen kann man vereinfacht sagen, dass Bau und Dienstleistungen die eigentlich schon existierende Rezession in der Industrie bislang optisch kaum sichtbar gemacht haben. Die Bundesbank nennt in ihrem aktuell veröffentlichten Monatsbericht konkretere Gründe für eine derzeit abflauende Konjunktur, und warum sie Anfang des Jahres noch nicht ganz so schwach ausgesehen hat. Zitat auszugsweise:

Die deutsche Wirtschaftsleistung dürfte im Frühjahr 2019 leicht zurückgehen. Sondereffekte, die im ersten Viertel des laufenden Jahres noch zu einem merklichen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts beitrugen, laufen aus oder kehren sich sogar um. So ist im Baugewerbe im Quartalsdurchschnitt mit gewissen Rückpralleffekten zu rechnen, nachdem die Bauaktivität in den Wintermonaten wetterbedingt sehr stark ausgeweitet worden war. Ferner dürften wegen Lieferschwierigkeiten im Zuge der Einführung des neuen Abgastestverfahrens WLTP (Worldwide harmonized Light Vehicles Test Procedure) im vergangenen Herbst aufgeschobene Pkw-Käufe inzwischen größtenteils bereits nachgeholt worden sein. Auch fiskalische Impulse wirken sich wohl deutlich geringer aus.

Auch sei für Großbritannien der EU-Austritt ja schon für März erwartet worden. Vorgezogene Einkäufe der Briten bei deutschen Herstellern würden sich jetzt negativ auswirken, da ja nun Umsätze fehlen, die vorher verstärkt getätigt wurden. Auch sagt die Bundesbank aktuell klipp und klar, dass der anhaltende Abschwung in der Industrie ausschlaggebend für die negative Grundtendenz in der Gesamtwirtschaft sei. Auszugsweise von der Bundesbank:

Die Auftragslage der deutschen Industrieunternehmen hellte sich im April 2019 geringfügig auf. Im Vormonatsvergleich legte der Auftragseingang saisonbereinigt um ¼ % zu. Gleichwohl lag er noch spürbar unter dem Vorquartalsstand (– ½ %). Dabei waren ausgeprägte regionale Diskrepanzen zu verzeichnen. Während der Orderzufluss aus dem Inland und aus dem Euro-Währungsgebiet stark schrumpfte (jeweils – 4½% und – 3¼%), gingen aus Drittstaaten erheblich mehr Bestellungen ein (+ 5¾ %). Hier speiste sich der Anstieg vor allem aus Auftragseingängen der Automobilbranche, nachdem diese im Vorquartal noch in zweistelliger Größenordnung eingebrochen waren. Ähnlich wie bei der Produktion könnte dies mit dem verschobenen Brexit-Termin zusammenhängen.

Die deutsche Wirtschaftsleistung werde im Frühjahr wohl leicht rückläufig sein, so die Bundesbank in ihrem aktuellen Bericht.

Bundesbank in Frankfurt
Bundesbank-Zentrale in Frankfurt. Foto: Kandschwar CC BY-SA 3.0

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Neuer Öl-Krieg? Wer griff die Tanker an? Wer profitiert? Zwei Kommentare

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Wer hat die Öl-Tanker im Golf von Oman angegriffen? Gibt es einen neuen Öl-Krieg? Und am Interessantesten ist die Frage: Wer profitiert denn nun durch diesen Tanker-Angriff? Der Iran etwa, der ja laut Briten und Amerikanern hinter dem Angriff stecken soll? Wohl kaum. Zuerst lassen wir dazu Florian Homm zu Wort kommen.

Marc Friedrich bespricht Aktionen der USA (um beispielsweise Regierungen zu stürzen) in einer historischen Sichtweise. Ab Minute 7:30 kommt er zum aktuellen Thema.

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Türkische Waffengeschäfte mit Russland – Trumps Reaktionen und wieder muss Deutschland bangen

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Das Sanktionskarussell dreht sich immer weiter. Die amerikanisch-türkischen Beziehungen stehen bekanntlich nicht zum Besten. Aber gerade jetzt droht sich ein echter Handelsstreit zwischen den beiden Ländern zu entwickeln, der auch andere Nationen in Mitleidenschaft ziehen könnte.

Das Waffengeschäft der Türkei mit Russland

Obwohl die USA Präsident Erdogan davor gewarnt haben ein russisches Luftabwehr-Waffensystem zu erwerben, scheint die Türkei bereits „Nägel mit Köpfen“ gemacht zu haben. „Wir haben sie längst gekauft“, wie der türkische Staatschef erst kürzlich behauptete. Es handelt sich dabei um russische Boden-Luft-Raketen des Typs S-400. Dies wäre ein Verstoß gegen das CAATSE-Gesetz, welches, wie gegen den Iran angewendet, Sanktionen gegen das Land am Bosporus zur Folge hätte.

Die Strafmaßnahmen mit ihrer fatalen Streuwirkung

Sollten die USA zu solchen Maßnahmen greifen, wären sofort Länder betroffen, die Geschäfte mit der Türkei machen. Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sofort berechnete, ginge es im Falle Deutschlands um ein Geschäft von 30 Milliarden Euro, also um Summen, die weitaus bedeutsamer wären als die, die mit dem Iran erzielt würden.

Deutsche Firmen haben nach DIHK-Angaben in der Türkei einen Kapitalstock von rund zehn Milliarden Euro aufgebaut, mit mehr als 130 000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 31,1 Milliarden Euro (2017). Die Firma Bosch hat allein 17 000 Mitarbeiter in der Türkei, dazu beträfen die Sanktionen Großkonzerne wie Siemens und viele Mittelständler wie Schmitz Cargobull, Jungheinrich, Hymer und viele andere. Insgesamt soll es sich um 7000 deutsche Firmen handeln. Das Ganze hat natürlich noch einen militärischen Hintergrund, denn die USA drohen der Türkei mit dem Ausschluss aus dem Rüstungsprogramm für das Tarnkappen-Kampfflugzeug F-35. Maschinen, die bereits gekauft sind, aber noch nicht ausgeliefert wurden.

Fazit

Egal wie man die militärischen und strategischen Beweggründe einschätzt, es zeigt wieder einmal die Dimensionen des globalisierten Welthandels. Sollte es zu Sanktionen kommen, wäre erneut der Ex-Exportweltmeister Deutschland betroffen. Wie würde die deutsche Wirtschaft im Verhältnis zu den USA reagieren? „You can make an educated guess!“

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