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Aktuell: Trumps Tweet sorgt für Verunsicherung an Aktienmärkten: Syrien-Angriff kommt, Warnung an Russland

Redaktion

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FMW-Redaktion

He did it again! Trump droht Russland und kündigt faktisch den Angriff auf Syrien an! Assad wird als „Tier“ bezeichnet, das seine Bevölkerung tötet..

Die US-Futures sind darüber mäßig erfreut..


Dow-Future, 1-Minuten-Chart

27 Kommentare

27 Comments

  1. Avatar

    Feldmaen

    11. April 2018 13:21 at 13:21

    Das ist alles so dermaßen krank, mir fehlen die Worte. Wie ein Wrestler vor der Show.

    Ich hoffe so sehr auf eine Show und keine wirkliche Eskalation.

    Aber das US Militär braucht den Krieg nun mal zum Überleben, wie der Dollar das Öl, daher befürchte ich das Schlimmste…

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      tm

      11. April 2018 14:00 at 14:00

      Weshalb?
      Die Rüstugnsausgaben sind für die US-Wirtschaft weit, weit unbedeutender als in Russland und was sollte es die USA interessieren, in welcher Währung z.B. Deutschland das Öl bezahlt?

      • Avatar

        Feldmaen

        11. April 2018 14:18 at 14:18

        Und sie glauben an den Giftgaseinsatz in Syrien? Sie glauben dass das US Militär aus humanitären Gründen in Syrien eingreift? So wie es auch in Libyen, Irak, Serbien, Nordkorea, Vietnam etc. militärisch interveniert hat?

        Was glauben sie denn was passiert wenn immer mehr Öl auf der Welt eben nicht in Dollar sondern in Rubel oder Yuan gehandelt wird? Die Amerikanische Schuldenparty kann nur weitergehen, wenn der Dollar als Weltreservewährung erhalten bleibt. Und das geht nur, wenn möglichst vielen Ölexporteuren der Verkauf ihres Öls gegen Dollar aufgezwungen wird.

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          Gixxer

          11. April 2018 23:11 at 23:11

          Danke für die Erklärung. Ich hoffe, sie wird auch von allen gelesen und verstanden.
          Als zusätzliche Erläuterung füge ich hinzu, dass aufgrund der Sanktionen gegen die Oligarchen diese aktuell vom Dollar abgekoppelt sind. Sie benötigen aber den Dollar, um gewisse Waren zu kaufen, zB Rohstoffe. Wäre dem nicht so, würden die Sanktionen ins Leere laufen und die USA wäre ein zahnloser Tiger, der nur müde belächelt würde.

  2. Avatar

    frank

    11. April 2018 13:25 at 13:25

    was ist die Logik dahinter? Weil Assad seine Bevölkerung tötet, schicken die USA Bomben um noch mehr Menschen zu töten…

    • Avatar

      Paul M.

      11. April 2018 14:06 at 14:06

      es steht doch garnicht fest, ob Assad dort Leute getötet hat. Das ist das perfide – es gibt keinerlei Beweise für irgendetwas. Die westlichen Regierungen wollen einfach die Konfrontation. Das sind dir größten Kriegstreiber in den Parlamenten.

    • Avatar

      Christoph

      11. April 2018 18:06 at 18:06

      Beim ersten mal hat ihm die Kanzlerin applaudiert für das Töten von Menschen. Das merkt sich ein Trump, der so gerne gelobt wird. Jetzt tötet er eben noch mehr Menschen. Wird von Angie wahrscheinlich wieder gelobt. Wahnsinn!

  3. Avatar

    Christoph

    11. April 2018 13:37 at 13:37

    Man sollte mal untersuchen, ob Trump und seine Leute mit den ganzen Marktbeeinflussungen nebenher Geld verdienen….

  4. Avatar

    Denker

    11. April 2018 13:46 at 13:46

    Cool,… dann merkt wenigstens auch niemand wenn das Finanzcasino implodiert,… alles läuft nach Plan!

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    leser

    11. April 2018 13:47 at 13:47

    Und ich dachte mal, Killary wäre das größere Übel…
    Es scheint egal zu sein, wer im Oral Office sitzt. Die Fäden werden von anderen gezogen.

    Man kann nur hoffen, dass die langsam anfangen, was anderes zu rauchen.

    • Avatar

      tm

      11. April 2018 13:59 at 13:59

      naja, offenkundig ist es nicht egal – bei Trump bewahrheitet sich nur alles, was vorher von Realisten erwartet worden war.

      Ein Vergleich von GWB und Obama zeigt schnell, dass nicht egal ist, wer im Weißen Haus sitzt:
      Der eine hat zwei Kriege begonnen, der andere hat sie beendet. Der eine hat den Iran zur Achse des Bösen gezählt, der andere ein Atomabkommen ausgehandelt. Der eine hat in Kuba einen großen Fein gesehen, der andere eine Annäherung erwirkt. Der eine woltle auf keinen Fall eine allgemeine Krankenversicherung, der andere hat sie durchgesetzt. Der eine hat die Steuern für die Reichsten gesenkt, der andere erhöht. Der eine hat die Finanzmarktregulierung gesenkt, der andere erhöht. Der eine hat den Militäretat erhöht, der andere gesenkt.

      Die Liste lässt sich nahezu endlos fortsetzen.

      • Avatar

        Macwoiferl

        11. April 2018 14:23 at 14:23

        Mmh.
        Drohnenkrieg?
        Staatsdefizit aufgeblasen auf 19 Bio. USD?
        Obama hat fast 9 Milliarden bei Lebensmittelmarken gekürzt, zugleich ist die Zahl der Bezieher von Food Stamps / Lebensmittelmarken seit Obamas Amtsübernahme von 27 auf 47 Mio. Menschen explodiert.
        Aufrüstungsprogramm über 1 Bio Dollar – das war…?
        Jag auf Snowden machte…??
        TTIP schon vergessen?
        Wer hätte die Mehrheit für schärfere Waffengesetze gehabt und sie nicht geändert?
        Merkels Abhörkiste lief unter…??
        Fracking boomte unter…??

        Mein lieber Freund tm, nimmt mal die rosarote Brille ab bitte!
        Der schwarze Gebrauchtwagenverkäufer war ein smarter Kerl, klar.
        Doch auf Mr. Nice Guy fallen nur Naivlinge rein!

        • Avatar

          bigben

          11. April 2018 18:40 at 18:40

          „Mein lieber Freund tm, nimmt mal die rosarote Brille ab bitte!“

          im plural die ansage, so hab ich das noch nicht gesehen …

          verzeiht meine bildungsschwäche ;)

        • Avatar

          Gixxer

          11. April 2018 23:19 at 23:19

          Das kann man weiter führen: Obama hat 7 Länder mit über 26.000 Bomben allein im Jahr 2016 bombardiert.
          Sind das die Voraussetzungen, die man erfüllen muss, um Friedensnobelpreisträger zu werden?

  6. Avatar

    Rainer Köhler

    11. April 2018 13:59 at 13:59

    Wenn das passiert, brauchen wir uns um Aktien und Börsen keine Gedanken mehr machen. Im günstigsten Fall machen wir uns dann nur noch Gedanken um Iodtabletten.

  7. Avatar

    bigben

    11. April 2018 14:03 at 14:03

    wer einmal lügt dem glaubt man …
    der hussein sollte doch auch massenverblödungswaffen gehabt haben.

    naja, schlamm drüber, nich wahr muddi ?!

    • Avatar

      tm

      11. April 2018 14:20 at 14:20

      „wer einmal lügt dem glaubt man …“

      Eben – genau daher kann man dem Regime aus Moskau kein Wort glauben. Lüge zur Krim (das sind keine russischen Soldaten“), zu MH17 („keine russiche Buk“), zur „unserer Lisa“, zur Ostukraine („russische Soldaten“), False Flag Aktion am Beginn des Tschetschenienkrieges, jährliche Lügen über sinkende Militärausgaben (stattdessen +18% pro Jahr),.. Lügen über Lügen.

      • Avatar

        Macwoiferl

        11. April 2018 14:35 at 14:35

        Oje.
        Merkels Pressesprecher hier im Forum dabei.

        • Avatar

          bigben

          11. April 2018 17:38 at 17:38

          dito

      • Avatar

        Lausi

        11. April 2018 18:14 at 18:14

        Wenn einer lügt schließt das nicht aus, dass auch der andere lügt! Fazit: Einer ist übler als der andere! Es gibt nicht mehr gut und böse – es gibt nur noch böse!

      • Avatar

        Gixxer

        11. April 2018 23:29 at 23:29

        Ich hatte es zu einem früheren Beitrag schon mal geschrieben und wiederhole es hier wieder für sie @tm:
        Was False Flag Operationen angeht, sind die Amis ungeschlagen. Ich mach mir jetzt aber nicht die Mühe sie alle aufzuzählen. Wenn es gewünscht wird, kann das aber nachgeholt werden. Ich gebe ihnen aber Recht, die Russen lügen mit Sicherheit in vielerlei Hinsicht. Das schlimme bei den Amis ist aber, dass sie ihre Vergehen sogar zugeben und trotzdem passiert nichts. Die Amis haben zB zugegeben, dass sie völkerrechtswidrig gegen Kuba vorgegangen sind, wurden aber nie dafür belangt, weil sie dies über Jahrzehnte im Sicherheitsrat mit ihrem Veto verhindert haben.
        Zusammengefasst bleibt zu sagen, die Russen sind nicht gut, aber immer noch besser als die Amis!

  8. Avatar

    Kritisch

    11. April 2018 14:26 at 14:26

    Was ist eigentlich los auf diesem Planeten? Sind jetzt schon alle völlig durchgeknallt?
    Die Briten, einschließlich F, und unsere Lieblingsnachbarn bezichtigen die Russen (Putin) des Giftmordes obwohl KEINE Beweise dafür vorhanden sind, ja sogar deren eigenes (britisches) Speziallabor keinen Hinweis auf russische Provenienz nachweisen konnte – sehr rechtsstaatliches Verhalten-gratuliere! Und prangern Russland, China, etc. wegen Menschenrechtsverletzungen an!?
    „The DONALD“ kündigt mal eben mit dümmlich, kindlichen Worten an, dass er mittels Raketen einen Vergeltungsschlag gegen das ASSAD-Regime durchführen wird. Der gefeierte Franz-Mann tut dabei auch mit.
    PUTIN kündigt Vergeltungsmassnahmen an, im Falle, dass diese Luftangriffe erfolgen sollten!
    Hey, ihr Staatsmänner! Ihr seid zumindest in den meisten Fällen vom Volk gewählte VOLKS-Vertreter(zum Wohle des Volkes) und nicht VOLKS-Vernichter (zum Schaden des Volkes)!Setzt euch gefälligst an einen Tisch und redet miteinander! Wollt ihr die ganze Welt wieder einmal in Schutt und Asche legen?
    Manchmal wünsche ich mir eine außerirdische Macht die solchen Entwicklungen durch ihr Einschreiten Einhalt gebieten könnte und diese Kriegstreiber auf einen fernen Planeten unterbringt wo sie sich dann persönlich die Schädel einschlagen können wenn sie es unbedingt wollen!!!!!!

    • Avatar

      Feldmaen

      11. April 2018 14:45 at 14:45

      „Manchmal wünsche ich mir eine außerirdische Macht die solchen Entwicklungen durch ihr Einschreiten Einhalt gebieten könnte und diese Kriegstreiber auf einen fernen Planeten unterbringt wo sie sich dann persönlich die Schädel einschlagen können wenn sie es unbedingt wollen!!!!!!“

      Vielleicht gibt es diese außerirdische Macht ja wirklich. Manchmal wundere ich mich, dass bis jetzt noch keiner dieser Volldeppen auf den roten Knopf gedrückt hat. Ich rechne schon lange damit, dass ich aus meinem Büro in den blauen Himmel schaue und irgendwann wie aus dem Nichts am Horizont ein dicker wolkiger Pilz auftaucht und ich dann nur noch denke: „War ja nur eine Frage der Zeit“

      • Avatar

        bigben

        11. April 2018 17:42 at 17:42

        nene, wenn dann mit flugzeugen, und dann is mit denken auch nix mehr ;)

  9. Avatar

    Hinterfrager

    11. April 2018 16:57 at 16:57

    Europas Flugsicherung Eurocontrol warnt seit gestern vor bevorstehendem einem US-Vergeltungsschlag auf Syrien und empfiehlt dringend allen Airlines, den syrischen Luftraum zu umfliegen. Ob Russland auch dieses Mal relativ besonnen bleiben wird?

    https://www.flugrevue.de/zivilluftfahrt/airlines/airlines-umfliegen-syrischen-luftraum/751508

  10. Avatar

    Jo

    11. April 2018 19:24 at 19:24

    Was mich total frustriert und gleichzeitig sooo wütend macht ist, dass ich meine Wut auf diesen Psychopathen nicht gemeinsam mit anderen, massiv auf der Straße aus mir herausschreien kann. Hier zu sitzen, auf den Monitor zu schauen und zu tippen, das ist Frust! Die vielen guten Kommentare zu lesen macht aber auch wieder Mut.

    • Avatar

      DieterG

      12. April 2018 11:22 at 11:22

      Hmm…und Du bist sicher wirklich alles zu wissen, zu durchschauen, zu verstehen? Hier auf FMW wird auch nur das publiziert, was der Mainstream schreibt. Und der ist massivst gefiltert. Wir haben 2001 auch massivst geglaubt, ein in einer Höhle lebender mutmaßlicher Terrorist hat die WTC-Anschläge koordiniert.

      Wenn wir aber solche Stiefellecker wie Merkel & Co. um uns haben, brauchen wir uns über viele Dinge nicht wundern.

      Meine bescheidene Meinung ist, man wird Trump gegen die Wand laufen lassen, um ihn dann ruhig zu stellen. Auch in den USA kann nicht ein einziger Mensch die Welt ins Chaos stürzen.

      Daher kam die Pseudobefragung von Zuckerberg gerade recht. Das war nämlich Ringelpietz mit Anfassen, um von irgendwas abzulenken. Nur von was, das werden wir evtl. in den nächsten Wochen sehen.

      God bless Germany :-)

      Liebe Grüße

      Dieter

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US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

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Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

Redaktion

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Von

Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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