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Aktuell: Türkei senkt Leitzins! Türkische Lira bewegt sich

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Türkei Flagge

Die türkische Zentralbank hat soeben beschlossen den Leitzins von bisher 11,25% auf 10,75% zu senken. Die Erwartungen lagen bei genau dieser Senkung um 50 Basispunkte auf 10,75%. Die letzten Tage war die türkische Lira bereits immer weiter abgewertet, in Erwartung weiter fallender Zinsen. Was ein Problem ist, weil die Inflationsrate bei 12,15% liegt, und der Zins immer weiter sinkt. So ist der Abstand zur höheren Inflation jetzt noch größer geworden. Das ist schlecht für ausländische Investitionen, zum Beispiel in türkische Staatsanleihen.

Nochmal zurück zum Leitzins. Er wurde in den letzten Monaten von der türkischen Zentralbank mehrmals gesenkt, von 24% in der Spitze (um die Inflation einzudämmen) bis jetzt runter auf 10,75%. Die Inflation war zusammen mit dem Leitzins gefallen. Aber seit mehreren Monaten steigt sie wieder – bei weiter sinkenden Zinsen. Eine wenig günstige Konstellation für die türkische Lira!

Die türkische Zentralbank begründet ihre Senkung beim Leitzins damit, dass die türkische Wirtschaft sich erhole. Trotzdem blieben die Sektoren Beschäftigung und Investitionen eher schwach. Die Entwicklung der Inflationserwartungen, der Bedingungen bei der Inlandsnachfrage und den Erzeugerpreisen hat zu einem milden Trend bei den Kerninflationsindikatoren beigetragen, so die Zentralbank. Tja, so meinen wir. Wenn das der Fall ist, kann man natürlich die Zinsen weiter senken – wenn man nämlich erwartet, dass sich die Inflation in der Türkei in den nächsten Monaten beruhigen wird.

Im folgenden Chart sehen wir US-Dollar vs Türkische Lira seit Wochenanfang. Bis vorhin kurz vor der Zinsentscheidung konnte die Lira ein klein wenig zulegen (USDTRY fiel von 6,07 auf 6,05). Seit der Entscheidung geht es für das Währungspaar aber wieder rauf auf aktuell 6,08. Die Abwertung für die türkische Lira geht also weiter?

US-Dollar vs Türkische Lira seit Wochenanfang

Hier der gesamte Text der türkischen Zentralbank im Wortlaut:

The Monetary Policy Committee (the Committee) has decided to reduce the policy rate (one-week repo auction rate) from 11.25 percent to 10.75 percent.

Recent data indicate that recovery in economic activity continues. Sectoral diffusion of economic activity continues to improve. Despite signs of recovery, investment and employment remain weak. While favorable effects of improved competitiveness prevail, weakening global economic outlook tempers external demand. As the contribution of net exports to economic growth declines, economic recovery is expected to be sustained with the help of the ongoing disinflation process and improvement in financial conditions. Nevertheless, developments in credit growth and its composition are closely monitored for their impact on external balance and inflation. Going forward, sustaining a moderate course in current account balance, which has recently recorded significant improvement, is considered as a crucial element of the macroeconomic policy mix.

Weakness in global economic activity and low levels of global inflation strengthen expectations regarding the continuation of expansionary monetary policies in advanced economies. On the other hand, recently elevated uncertainties regarding global economic outlook lead to volatility in the demand for emerging market assets and the risk appetite. Rising protectionism, uncertainty regarding global economic policies, geopolitical developments and the recent outbreak of an epidemic disease are closely monitored for their impact on capital flows, international trade and commodity prices.

Developments in inflation expectations, domestic demand conditions and producer prices have contributed to a mild trend in core inflation indicators. The improvement in macroeconomic indicators, inflation in particular, supports the fall in country risk premium and helps contain cost pressures. The course of inflation is considered to be broadly in line with the year-end inflation projection. Accordingly, considering all factors affecting the inflation outlook, the Committee decided to make a more measured cut in the policy rate. At this point, the current monetary policy stance remains consistent with the projected disinflation path.

The Committee assesses that maintaining a sustained disinflation process is a key factor for achieving lower sovereign risk, lower long-term interest rates, and stronger economic recovery. Keeping the disinflation process in track with the targeted path requires the continuation of a cautious monetary stance. In this respect, monetary stance will be determined by considering the indicators of the underlying inflation trend to ensure the continuation of the disinflation process. The Central Bank will continue to use all available instruments in pursuit of the price stability and financial stability objectives.

It should be emphasized that any new data or information may lead the Committee to revise its stance.

The summary of the Monetary Policy Committee Meeting will be released within five working days.

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US-Dollar Index- die Messlatte für die Weltwährung

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US-Dollar Geldscheine

Er ist nur den wenigsten bekannt, dabei gibt es ihn schon seit 1973. Der US-Dollar Index ist ein wichtiges Instrument, um viele andere Handelsinstrumente besser analysieren zu können. Auch die Devisenhändler benutzen ihn gerne für die schnelle Einschätzung, wie sich die Weltwährung, der US-Dollar, verhält. Vielleicht zur Einführung, der US-Dollar Index wird aus einer Art Warenkorb von 6 Währungen gebildet: Dem Euro (57,6%), dem japanischen Yen (13,6%), dem britischen Pfund (11,9%), dem kanadischen Dollar (9,1%), der schwedischen Krone (4,2%) und dem Schweizer Franken (3,6%). Diese sechs Währungen bilden seit 1999 in dieser Form den US-Dollar Index ab. Auffallend ist dabei, dass bei der prozentualen Berechnung der Euro Anteil mit 57,6% überaus groß berücksichtigt wird. Dies kommt aus der Historie, da sich der US-Dollar Index vor der Einführung des Euro auch aus den einzelnen ehemaligen europäischen Währungen wie D-Mark, französischer Franc, etc., berechnete. Aber wieso ist dieser Index so wichtig für den Markt?

Der US-Dollar ist immer noch die Währung Nr. 1 auf unserer Welt

Es gab in der Geschichte viele Anläufe, den US-Dollar als Weltwährung abzulösen (hat der Niedergang jetzt begonnen?) Vielen Gegenspielern der westlichen Welt ist der US-Dollar ein Dorn im Auge. Wer die Kontrolle über die Weltwährung besitzt, in diesem Fall die Federal Reserve in den USA. Sie hat auch die Macht über das Weltwirtschaftssystem. Gerade die Ölförderländer, wie Russland und die arabischen Staaten, versuchten, den wichtigsten Rohstoff, der in US-Dollar gehandelt wird über eine neue Börse in einer anderen Währung, wie den Rubel, handeln zu lassen. Bislang ist dieses Unterfangen gescheitert. Daran kann man erkennen, wie wichtig der Greenback für den Welthandel ist. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass es für die Händler wichtig ist, mit einem Blick erkennen zu können, wie sich der US-Dollar Block zu den anderen wichtigen Währungen verhält. Dies gilt nicht nur für die Devisenhändler, sondern zieht sich durch alle Bereiche unseres globalen Handels.

Der US-Dollar ist weltweit unter Druck

In dem unten gezeigten Chart ist deutlich der aktuelle Abwärtstrend des US-Dollar Index zur erkennen. Dieser ist auch aus technischer Sicht noch nicht vorbei. Die längerfristigen Trendindikatoren zeigen noch stark in Richtung Süden. Nur die mittelfristigen Oszillatoren befinden sich bereits im überverkauften Bereich und bilden schon, vorsichtig ausgedrückt, erste Kaufsignale (grüne Kreise) aus. Historisch gesehen, sind auch Werte des US-Dollar Index unter der 100er Marke kein gutes Zeichen für die Weltwährung Nr.1. Der aktuell starke Abstieg des US-Dollar Index hat hauptsächlich mit der aktuellen Euro Stärke und der Auflösung der Carry-Trades zu tun.

Durch die schwachen US-Börsen mussten die von europäischer Seite aus auf Kredit gekauften US Aktien verkauft werden, und der Erlös wurde wieder von US-Dollar in Euro konvertiert. Das gab dem Euro den entscheidenden Schub. Aber nicht nur die anhaltende Stärke bei EUR/USD trägt zum fallenden Index bei. Die Corona-Krise tut noch ihr Übriges hinzu. Während bei den europäischen Ländern schon längst die Auswirkungen erkannt worden sind, gab es in den USA immer noch einen Präsidenten, der Corona mit einer normalen und fast harmlosen Grippe verglich. Die wirtschaftlichen Aussichten sind für die USA nicht so gut, wenn nicht sogar grottenschlecht. Die Arbeitslosigkeit wird stark ansteigen und Analysten gehen demnächst von einer Rate von 14-20 Millionen Arbeitslosen aus. Auch der Ölpreis ist gesunken. Das Fracking-Öl lohnt sich nicht mehr. Noch vor kurzem stiegen die USA zu den Erdölexportierenden Ländern auf.

Dies dürfte jetzt erst einmal auf Eis gelegt sein. Es gibt viele Beispiele, die absolut nicht auf eine US-Dollar Stärke verweisen könnten. Da helfen die ermutigenden Worte von Donald Trump auch nicht. Zudem ist es dem Präsidenten sehr entgegenkommend, dass sich der US-Dollar gerade jetzt nicht zu stark entwickelt, um seine Wirtschaft stützen zu können. Aber irgendwann wird auch ein Abwärtstrend gebremst bzw. zur Umkehr gezwungen. Der US-Dollar Index steht kurz vor zwei maßgeblichen Unterstützungen bei 98,30 (roter Kreis) und bei 98,01 (61,80er Fibonacci Retracement). Diese doppelte Unterstützung kann eine ganze Zeit lang halten, oder sogar eine Umkehr erzwingen. Es ist daher davon auszugehen, dass der EUR/USD bald eine Pause in seinem Aufwärtstrend einlegen wird. Das gilt auch für die weiteren 5 Währungen, die sich im US-Dollar Index Korb befinden.

US-Dollar Index im Kursverlauf

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Euro vs US-Dollar: Trotz Corona-Krise bleibt der Euro stark

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Euro Geldscheine Beispielfoto

Auch in der gestrigen Handelssitzung hat sich der Euro zum US-Dollar von seiner starken Seite gezeigt. Am frühen Morgen haben die Bären nur einmal versucht, den Preis nach unten zu drücken. Dieser Angriff ist aber schnell gescheitert, da zu viele Kauforders unter der Marke von 1,0900 platziert waren. Die 1,09 „big figure“ wurde ohne Schwierigkeiten genommen und der Euro hat weiter an Stärke zugelegt. Danach bewegte sich der Kurs fast nur noch in die nördliche Richtung. Zwischenzeitlich hat der Euro zum US-Dollar über 150 Pips zugelegt und erreichte am Abend die Marke von 1,1056. Zum Teil wurde der Anstieg der europäischen Leitwährung durch die Euphorie an den Wertpapiermärkten verursacht.

Ein anderer Grund waren auch sicherlich die katastrophalen Arbeitsmarktdaten, die gestern Nachmittag aus den USA veröffentlicht wurden. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe haben sich innerhalb einer Woche verzehnfacht. Während sich die Woche davor 281.000 Menschen arbeitslos gemeldet haben, waren es gestern schon 3.283.000. Prognostiziert war 1 Million.

Diese Zahlen zeigen deutlich, wie dramatisch und mit welcher Geschwindigkeit sich die wirtschaftliche Lage in den USA verschlechtert. Die Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Personen steigen weiter exponentiell an. Inzwischen gibt es schon laut Johns-Hopkins-Universität fast 86.000 bestätigte Fälle. Das ist schon mehr als in China. Fast 1.300 Menschen sind bereits an Covid-19 gestorben. Dass die Dunkelziffer viel höher liegt, ist jedem bewusst. Am schlimmsten scheint die Lage in New York und in New Orleans zu sein. Es gibt aber auch andere Hotspots, wie Kalifornien und Washington. Die Experten vermuten, dass die Westküste so richtig erst in ca. 2 Wochen erreicht wird. Immer mehr Wissenschaftler bestätigen, dass sich die USA jetzt schon zum Epizentrum der Pandemie entwickeln haben.

Obwohl die Lage in Amerika so schlecht ist und die Wirtschaft vor einer Rezession steht, konnte gestern der Dow Jones erneut steigen. Er hat mit einem dicken Plus von 6,38% geschlossen. Warum? Weil viele Investoren fest damit rechnen, dass es demnächst zu weiteren Finanzspritzen kommen muss und kommen wird. Daran sieht man erneut, Geld regiert die Welt. Der US-Dollar konnte jedoch von der Kauflaune der Börsianer nicht wirklich profitieren und musste nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch gegenüber den anderen Majors wie GBP und JPY Federn lassen.

Wird der Euro vs US-Dollar zum Wochenabschluss die 1,1100 Marke sehen?

So wie die Lage aktuell aussieht, hat der Euro zum US-Dollar weiterhin ein wenig Aufwärtspotential. Aktuell (Freitagmorgen) notiert der Major bei ca. 1,1050. Der Markt ist zwar noch ruhig, aber der Kurs bewegte sich weiter leicht nach oben. Im kurzfristigen Bereich sind die Indikatoren jedoch schon ausgereizt und viele Händler werden sicherlich vor dem Wochenende ihre Positionen glattstellen. Es wird also auch zu Gegenreaktionen auf der Unterseite kommen. Es wird heute wichtig sein, wie der DAX in den Handel startet. Sollte er sich heute wieder von der positiven Seite zeigen, kann das auch dem Euro einen Rückenwind verleihen. Die Luft auf der Oberseite wird aber immer dünner, wer also heute den Euro vs USD handeln möchte, sollte wissen, dass es bald zu einer Korrektur auf der Unterseite kommen kann. Die 1,1100 Marke wird heute trotzdem viele anziehen. Es erwartet uns also ein spannender Handelstag. Sollte die 1,1100 erobert werden, kann es zu einer Stopp-Lawine und zu Übertreibungen kommen. Der nächste Widerstand befindet sich bei ca. 1,1135. Der Daily Pivot Point beim Euro vs US-Dollar liegt heute bei 1,0993.

Kursverlauf von Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Euro vs US-Dollar: 1,09 Marke geknackt – wie geht es weiter?

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Symbolbild für den Euro

Wie ich in den letzten Tagen beschrieben habe, befindet sich der Euro zum US-Dollar weiter in einer Erholungsphase. Der Major klettert langsam, aber sicher weiter in die nördliche Richtung. In der gestrigen Session konnte das Währungspaar die Marke von 1,0800 erobern. Anschließend gab es zwar einen kleinen Kursrückgang, doch auf dem Niveau von 1,0788 konnte der Euro aufgefangen werden. Der 120er Moving Average hat die Gegenreaktion auf der Unterseite gestoppt. Das haben die Long-Trader natürlich dazu genutzt, neue Kauforders am Markt zu platzieren. Der Euro hat dadurch einen frischen Rückenwind bekommen und ab dann bewegte sich der Kurs konstant nach oben. Zwischenzeitlich hat der Euro vs US-Dollar gestern über 100 Pips zugelegt und der Kurs erreichte im Hoch die Marke von 1,0893.

In der asiatischen Handelssitzung heute Nacht konnte Euro zum US-Dollar noch weiter an Stärke gewinnen. Der Major hat die 1,0900 „big figure“ geknackt und stieg sogar noch höher bis 1,0932. Es ist aktuell nicht ganz leicht, EUR/USD zu handeln. Die angespannte Lage und die Sorgen wegen der Ausbreitung des Coronavirus beeinflussen auch den Devisenmarkt. Die Kursschwankungen sind schnell und oft unberechenbar. Die Händler müssen ihr Money-Management und die Risikoparameter ständig aktualisieren. Es ist ratsam in diesen Tagen, den Hebel etwas zu verkleinern und dafür die Stop Loss-Marken weiter zu setzen. So kann man besser verhindern, zu früh aus dem Markt zu fliegen.

Es erreichen uns fast täglich negative Nachrichten aus dem Euroraum. Inzwischen scheint nicht nur Italien mit der Situation überfordert zu sein. Auch Spanien und Frankreich bekommen immer mehr Schwierigkeiten. Auch die osteuropäischen Länder wie Polen oder Tschechien, haben erneut ihre Maßnahmen verschärft. Die Grenzen werden inzwischen auch für die Berufspendler geschlossen. Diese Schritte treffen viele deutsche Unternehmen hart, aber vor allem Krankenhäuser, die auf die ausländischen Arbeitskräfte angewiesen sind. Auch die Erntehelfer aus Osteuropa dürfen nicht mehr über die deutsche Grenze, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Es ist fraglich, ob diese Maßnahmen der deutschen Regierung wirklich sinnvoll sind. Wenn der Plan nämlich nicht aufgeht, kann es zu Ernteausfällen kommen, die dramatische Folgen haben könnten. Es herrscht noch viel Chaos und man sieht an den zahlreichen Beispielen, wie negativ und unberechenbar die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft sein können. Niemand kann das jetzt noch abschätzen, und dementsprechend reagieren auch die Finanzmärkte. Auch beim Euro und den anderen Majors erleben wir aktuell eine echte Achterbahnstimmung, die durch Emotionen geleitet wird.

Der Ausblick auf den Euro am heutigen Tag

Aktuell (Donnerstagmorgen) notiert der Euro zum US-Dollar bei ca. 1,0915. Es wird heute interessant werden, ob EUR/USD seinen Rebound noch weiter ausbauen wird. Der signifikante Widerstand bei 1,0932 kann heute eine große Rolle spielen. Wenn es den Bullen gelingt, diese Marke zu brechen, wird es wahrscheinlich zum nächsten Ausbruch auf der Oberseite kommen. Wer heute also die Long-Seite favorisieren möchte, kann als eine mögliche Strategie, eine Long-Order ab 1,0935 setzen und auf den Break-Out spekulieren. Als erstes Kursziel kann man den Bereich von 1,0955 ins Auge fassen. Hier befindet sich der 38,2% Fibonacci-Retracement, der den Kurs vorerst stoppen kann. Sollte auch diese Marke brechen, wird Euro vs US-Dollar die 1,1000 „big figure“ ansteuern. Auf der Unterseite befindet sich die erste wichtige Unterstützung bei 1,0900. Wenn diese bricht, kann der Kurs weiter bis 1,0869 oder sogar bis 1,0838 fallen. Hier trifft der Kurs auf den 23,6% Fibonnaci-Level. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,0847.

Chartbild im Euro vs US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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