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Aktuell: Türkische Zentralbank belässt Leitzins bei 24%

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Die türkische Zentralbank hat soeben verkündet ihren Leitzins bei 24% zu belassen. Das „Rebalancing“ der türkischen Volkswirtschaft sei inzwischen etwas besser erkennbar. Aber die Risiken in Sachen Preisstabilität blieben nach wie vor groß. Man belasse die Zinsen auf so hohem Niveau, bis der Inflationsausblick signifikante Verbesserungen zeigt, so die Notenbank.

Diese Vorsicht der Notenbank ist nachvollziehbar. Denn die Inflation im November war laut jüngsten offiziellen Angaben gegenüber Oktober nur von 25,2% auf 21,6% gesunken. Das ist immer noch eine verdammt hohe Teuerungsrate (Charts hier einsehbar). Erst im Oktober hatte man einen Hochpunkt erreicht, und kommt nun ein winziges Stück zurück. Das ist bei weitem noch keine Nachhaltigkeit für die Notenbanker.

Direkt nach der Entscheidung wertete die türkische Lira vorhin gegen Euro und US-Dollar auf, aber nur ein klein wenig. Diese Bewegung wurde bis jetzt fast wieder komplett ausgeglichen, so dass die Zinsentscheidung unterm Strich ein Non-Event war. Die türkische Lira bleibt vorsichtig gesagt in einer schrittweisen langsamen Erholung. Wie wir erst gestern berichteten, sagte Präsident Erdogan gestern man werde in den nächsten Tagen eine Offensive in Syrien starten. Das könnte für die Lira einen Rückschlag bringen.

Hier der Text der Notenbank im Wortlaut:

The Monetary Policy Committee (the Committee) has decided to keep the policy rate (one-week repo auction rate) constant at 24 percent.

Recently released data show that rebalancing trend in the economy has become more noticeable. External demand maintains its strength while slowdown in economic activity continues, partly due to tighter financial conditions.

While developments in import prices and domestic demand conditions have led to some improvement in the inflation outlook, risks on price stability continue to prevail. Accordingly, the Committee has decided to maintain the tight monetary policy stance until inflation outlook displays a significant improvement.

The Central Bank will continue to use all available instruments in pursuit of the price stability objective. Inflation expectations, pricing behavior, lagged impact of recent monetary policy decisions, contribution of fiscal policy to rebalancing process, and other factors affecting inflation will be closely monitored and, if needed, further monetary tightening will be delivered.

It should be emphasized that any new data or information may lead the Committee to revise its stance.

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Devisen

Rüdiger Born: Dax, Dow und Mexikanischer Peso

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Endlich gibt es mal eine schöne Aufwärtsbewegung im Dax. Auch im Dow sieht es ganz gut aus. Aber kommt es kurz vorm Wochenende noch zu Gewinnmitnahmen? Im heutigen Trade des Tages (hier einsehbar) haben wir ein nicht ganz alltägliches Währungspaar rausgesucht.

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EURUSD: Stillstand oder Ausbruch nach oben

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Irgendwie kommt das Währungspaar EURUSD nicht von der Stelle. Seit den Absturz vom 15. Januar knabbert er an seiner engen Seitwärtsbewegung herum, ohne entsprechende Impulse zu geben. Sind die Händler eingeschlafen? So rangiert er gerade einmal zwischen 1,1380 Dollar und 1,1415 Dollar. Kommt heute zum Wochenschluss endlich der Durchbruch nach oben? Zumindest erwies sich die Marke von 1,1380 Dollar als sehr stabil. Somit könnte man davon ausgehen, dass er wenigstens versucht den Weg nach Norden einzuschlagen. Aktuell befindet er sich zumindest im Aufwind und versucht wieder an die obere Begrenzung heran zulaufen. Vielleicht kommen heute die entscheidenden Impulse für einen Durchbruch.

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Heutiger Handel beim EURUSD

Im 4 Stunden-Chart sieht es so aus als würde der Euro einen Boden ausbilden. Wie auch schon oben geschrieben, bewegt er sich aktuell wieder in Richtung der oberen Begrenzung. Das lässt auf gute Vorzeichen eines Durchbruches an der Marke von 1,1415 Dollar hoffen. Für die entsprechenden Impulse könnte um 16:00 Uhr das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan sorgen. Sollte ihm der Durchbruch gelingen, könnte er rasch wieder die 1,1450 Dollar erreichen.

EURUSD

Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Pfund und Brexit: „Experten“ zocken auf Luft und Liebe

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Sie kennen den Spruch „von Luft und Liebe allein kann man nicht leben“? Tja, im Augenblick zocken die großen Devisen-Experten (die angeblichen Experten) in London wohl genau darauf. Der Brexit-Deal von Theresa May wurde im Parlament in London abgelehnt. Sie bleibt im Amt, und wird definitiv keine neue Volksabstimmung durchführen lassen.

Keine Hoffnung in London, aber man hofft das Beste

Am Montag den 21. Januar will Theresa May dem Parlament einen neuen beziehungsweise abgewandelten Plan vorstellen, damit es dem Deal mit der EU zustimmt. Nur: Bevor May dies tut, müsste sie einen neuen Deal ja erst mit Brüssel besprechen und von Brüssel auch genehmigen lassen. Und Brüssel hat schon diverse Male signalisiert, dass man keine weiteren substanziellen Zugeständnisse machen wird. Und wo soll in drei, vier Tagen ein neuer Deal herkommen?

Aber (wir wiederholen uns diese Woche), sollte May tatsächlich einen neuen für Großbritannien besseren Brexit-Deal rausschlagen können (wie auch immer), würde sie damit eventuell die Opposition milde stimmen. Aber gleichzeitig würde sie damit die Brexit-Hardliner in der eigenen Partei vergraulen. Wie ein veränderter Deal im Parlament angenommen werden soll, und wo ein neuer Deal überhaupt hergezaubert werden soll – niemand weiß es.

Britisches Pfund notiert viel zu hoch bei der politischen Lage?

Allein die großen Player, die als virtuelle Community (der Herdentrieb) am Interbankenmarkt in London das Pfund bewegen, scheinen zu wissen oder besser gesagt zu glauben, dass es eine tolle neue Lösung geben wird, die für Großbritannien positiv ausfallen wird. Hört man sich um, dann ist es in der Tat diese (für uns Kleingläubige bei FMW) undefinierbare Hoffnung, die das Pfund oben hält.

Aktuell notiert das Pfund gegen den US-Dollar auf dem höchsten Stand seit Mitte November 2018. Von dem Zeitpunkt kurz vor der Brexit-Abstimmung bis jetzt gab es ein Plus von 140 Pips für das Pfund. Völlig unerklärlich,  zumindest für uns Kleingläubige! Denn die Lage ist definitiv unklarer und hoffnungsloser als je zuvor. Denn es ist keine Lösung in Sicht. Man darf vermuten, das das Pfund eine tickende Zeitbombe ist, nur viele wollen es (noch) nicht wahrhaben.

Nochmal wie schon vor Kurzem unser Hinweis: Wir wollen Sie als Trader nicht stumpf Short in das Pfund treiben, denn auch wir haben keine Glaskugel. Aber als Spekulant könnte man sich seine eigene Meinung bilden, und ein Short-Trade für den kurz- oder mittelfristigen Horizont als Idee interessant sein könnte. Nochmal unser Hinweis: Auch wir wissen nicht, was in den nächsten Tagen in London passieren wird. Aber dieser optimistische Kursverlauf der letzten Tage im Pfund ist mehr als merkwürdig bei den politischen Ereignissen!

Britisches Pfund vs USD seit Anfang November
Britisches Pfund vs USD seit Anfang November.

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