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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter

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US-Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter (April) ist mit -1,7% leicht schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war -1,4%; Vormonat war -0,1%).

In der weniger volatilen und daher mehr beachteten Kernrate (ohne Transport und Verteidigung) liegen die Aufträge dagegen höher als erwartet mit +0,9% (Prognose war +0,5%; Vormonat war -0,1%, nun auf +0,4% nach oben revidiert).

Zu langlebigen Wirtschaftsgütern zählen Erzeugnisse wie Waschmachinen etc., also Gegenstände, die in größeren Intervallen (mindestens drei Jahre) neu angeschafft werden..


Waschmaschinen gelten als langlebiger Wirtschaftsgüter (also Güter, die eine „Lebenszeit“ von mindestens drei Jahren haben)
Von Bin im Garten – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11452111

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Bademeister

    25. Mai 2018 16:00 at 16:00

    USA……vermutlich das Land mit den meisten Waschsalons

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Europa

Die Inflation kommt – wichtigster Vorlaufindikator mit kräftigem Sprung

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Die Verbraucherpreise in Deutschland sind deutlich angesprungen, und auch die Vorlaufindikatoren wie Großhandelspreise und Importpreise deuten für die nächsten Monate auf weitere Steigerungen hin. Heute früh wurde der wichtigste Vorlaufindikator für die Verbraucherpreise veröffentlicht. Die Erzeugerpreise für Mai steigen im Vergleich zu Mai 2017 um 2,7% nach 2,0% im April. Die Inflation kommt also in deutlichen Schritten!

Die Erzeuger reichen ihre höheren Preise an den Großhandel weiter, der sie dann wiederum an den Einzelhandel weiterleitet. Dort enstehen dann wohl in den nächsten Monaten die spürbar steigenden Verbraucherpreise. Wie auch bei den aktuellen Verbraucherpreisen und Vorlaufindikatoren sind es auch bei den Erzeugerpeisen die Energiepreise, die für den Sprung nach oben sorgen. Zitat Statistisches Bundesamt:

Die Preisentwicklung bei Energie wirkte sich im Mai 2018 am stärksten auf die Entwicklung der Erzeugerpreise insgesamt aus. Energie war um 5,5 % teurer als ein Jahr zuvor. Eine höhere Teuerungsrate gegenüber dem Vorjahr hatte es letztmalig im März 2012 gegeben (+ 6,0 %). Gegenüber April 2018 stiegen die Energiepreise um 1,3 %.

Aber nicht nur Energie, auch andere GĂĽter sind teilweise deutlich im Preis angesprungen. Hier weitere Details:

Vorleistungsgüter waren im Mai 2018 um 2,6 % teurer als im Mai 2017. Gegenüber dem Vormonat April stiegen diese Preise um 0,4 %. Metalle kosteten 5,4 % mehr als im Mai 2017. Die Preise stiegen gegenüber dem Vormonat um 1,0 %. Walzstahl war im Vorjahresvergleich um 7,2 % teurer. Betonstahl verteuerte sich sogar um 17,6 %, hier fielen die Preise gegenüber April 2018 jedoch um 1,0 %. Papier, Pappe und Waren daraus kosteten 4,8 % mehr als ein Jahr zuvor. Billiger als ein Jahr zuvor waren unter anderem nichtmetallische Sekundärrohstoffe (– 9,6 %) und synthetischer Kautschuk, der 10,7 % weniger kostete als im Mai 2017.

Die Preise für Verbrauchsgüter waren im Mai 2018 um 0,8 % höher als im Mai 2017, im Vergleich zum Vormonat April stiegen sie geringfügig um 0,1 %. Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 0,7 % mehr. Gegenüber dem Vormonat April erhöhten sich hier die Preise um 0,2 %. Butter war 27,0 % teurer als im Mai 2017, deren Preise stiegen allein gegenüber dem Vormonat April um 9,8 %. Milch kostete 6,8 % mehr als im Vorjahresmonat, Backwaren 3,6 % mehr. Schweinefleisch war hingegen 12,4 % billiger als ein Jahr zuvor. Die Preise für Zucker waren um 24,2 % niedriger als im Mai 2017, lagen jedoch gegenüber dem Vormonat April um 0,5 % höher.

InvestitionsgĂĽter waren im Mai 2018 um 1,2 % teurer als im Mai 2017 (+ 0,1 % gegenĂĽber April 2018), GebrauchsgĂĽter kosteten 1,6 % mehr als im Vorjahresmonat (+ 0,3 % gegenĂĽber April 2018).

Erzeugerpreise Inflation

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Immobiliendaten stark gemixt, insgesamt aber schwach..

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Die US-Baubeginne (Mai) sind mit +5,0% auf eine Jahresrate von 1,310 Millionen besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +1,4% auf eine Jahresrate von 1,310 Millionen; Vormonat war -3,7% auf eine Jahresrate von 1,287 Millionen, nun auf -3,1% nach oben revidiert). Insgesamt also eigentlich ein Nullsummenspiel..

Die US-Baugenehmigungen (Mai) dagegen sind mit -4,6% auf eine Jahresrate von 1,301 Millionen deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war -1,4% auf eine Jahresrate von 1,35 Millionen; Vormonat war -1,8% auf eine Jahresrate von 1,364 Millionen).

Insgesamt eher maue Daten – die Baubeginne faktisch so wie erwartet (wenn man die Revision berĂĽcksichtigt), aber die Genehmigungen sehr schwach. Damit setzt sich der zuletzt nicht wirklich gute Trend am US-Immpbilienmarkt fort!

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Europa

Deutschland vor dem Konjunkturabschwung – so redet sich die Bundesbank das schön

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Die Zahlen sind rĂĽckläufig, weil… und auĂźerdem ist ja zu beachten, dass… und im Vergleich zu der anderen Zahl ist es ja nur halb so schlimm. Eigentlich sind ja die US-Statistiker Meister darin schlechte Zahlen gut zu reden (spöttisch gesagt „im August fiel zu viel Schnee“). Aber auch hierzulande gibt es Experten, die einige Dinge gut relativieren können!

Aber erst einmal ein Hinweis: Wir haben aktuell in Deutschland in der Tat eine sogenannte Phase der „Hochkonjunktur“. Alles läuft also in den groĂźen wichtigen Kennzahlen total super, und das schon eine ganze Weile. Ignorieren wir hier mal „lästige Randerscheinungen“ wie zunehmende Leiharbeit, Altersarmut, RentenlĂĽge etc. Die groĂźen wichtigen Zahlen wie BIP, Beschäftigung, Steueraufkommen etc sehen mehr als gut aus. Das ist positiv, und sollte als solches auch als gut befunden werden.

Doch die Schönredner, die am Liebsten jeden Konjunktuabschwung mit frischen Notenbank-Euros ersticken möchten, können noch so viel tun. Einen zukĂĽnftigen Abschwung können sie vielleicht verzögern oder schön reden – aber es gibt nun mal Konjunkturzyklen – es geht rauf, runter, rauf, runter. Das lässt sich nicht ändern. Und es läuft schon viel zu lange viel zu gut. Also ist der Abschwung schon längst ĂĽberfällig.

Ob er hunderprozentig bald ins Haus steht, wissen auch wir nicht. Aber die Wahrscheinlichkeit nimmt doch immer mehr zu, dass es Ende 2018 losgehen könnte. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe, die in den letzten Monaten hereinkamen, zeigten immer deutlicher, dass der deutschen Industrie demnächst Aufträge fehlen werden – was weniger Produktion und weniger Bedarf an Arbeitskräften bedeutet. Dieser Effekt wird sich wohl erst in mehreren Monaten zeigen, wenn die neuen Aufträge in tatsächliche Produktion umgewandelt werden – dann wird der RĂĽckgang erst real sichtbar.

Heute hat die Bundesbank ihren Monatsbericht für Juni veröffentlicht. Darin nimmt sie nochmal Stellung zur ihrer stark nach unten revidierten BIP-Prognose vom letzten Freitag. Auch bespricht sie die rückläufigen Auftragseingänge der Industrie. Die Aussagen deuten auf einen spürbaren Konjunkturabschwung hin, so meinen wir es zumindest. Aber lesen Sie selbst, wie die Bundesbank versucht das alles als nur halb so schlimm hinzustellen. Zitat auszugsweise au dem aktuellen Bundesbank-Bericht:

Der Auftragseingang in der Industrie sank im April 2018 saisonbereinigt im Vormonatsvergleich kräftig (– 2½%). Gegenüber dem Durchschnitt der ersten drei Monate des Jahres gingen die neuen Bestellungen noch deutlich stärker zurück (– 3¼%). Ausschlaggebend dafür war die schwache Nachfrage nach Industrieerzeugnissen aus dem Inland (– 4¼%) und insbesondere aus dem Euroraum (–10½%), während der Orderzufluss aus Drittstaaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets mit 2¾% merklich zulegte.

Werden die recht unregelmäßig eingehenden Großaufträge herausgerechnet, fiel der Rückgang insgesamt geringer aus (– 2¼%). Außerdem ist dann die Diskrepanz zwischen der Entwicklung im Euroraum, aus dem besonders wenige Großbestellungen eingingen, und dem übrigen Ausland deutlich weniger ausgeprägt. Nach Branchen aufgegliedert sah sich vor allem das Investitionsgütergewerbe (– 6½%), aber auch die Konsumgüterbranche (–1¾%) einem verminderten Kaufinteresse gegenüber. Einer spürbaren Mehrnachfrage erfreuten sich dagegen die Produzenten von Vorleistungsgütern (+ 1¾%).

Insgesamt setzte sich die Abwärtsbewegung bei den Auftragseingängen aus dem Winterquartal fort. Der besonders starke Rückgang im April dürfte aber wohl als Ausreißer anzusehen sein. Dafür spricht jedenfalls, dass die Unternehmen laut ifo Institut ihren Auftragsbestand im Mai deutlich positiver beurteilten als im Vormonat und damit wieder fast so gut wie im Januar 2018, als ein Rekordwert erreicht wurde. Auch die Auftragsreichweite verweilte im März auf dem höchsten Wert seit Beginn der Datenerhebung im Jahre 2015, den sie infolge des sehr lebhaften Orderzuflusses in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres erreicht hatte. Damit bleibt die Auftragslage in der deutschen Industrie bis jetzt wohl noch recht günstig.

Konjunkturabschwung? Arbeiter bei Siemens
Beispielfoto: Arbeit an einer Turbine von Siemens. Foto: Siemens (CC BY-SA 3.0)

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