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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Einzelhandelsumsätze, NY Empire, Außenhandelspreise

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Soeben wurden mehrere wichtige Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Am Wichtigsten sind die US-Einzelhandelsumsätze. Hier die wichtigsten Daten in Kurzform.

US-Einzelhandelsumsätze Oktober im Monatsvergleich +0,3% (erwartet +0,2%).

New York Empire Produktion Index November 2,90 (erwartet 5,00).

Exportpreise Oktober im Monatsvergleich -0,1% (erwartet -0,1%).

Importpreise Oktober im Monatsvergleich -0,5% (erwartet -0,2%).

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Europa

Exporte im Oktober höher als im Vorjahr – ein erstaunliches Lagebild

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Eine erstaunliche Lage zeichnet zeigt sich im September und Oktober im deutschen Außenhandel. Die deutsche Industrie, die extrem exportlastig ist, steckt derzeit in einer massiven Rezession. Die Auftragseingänge und die tatsächlichen Umsätze liegen dramatisch unter den Niveaus des Vorjahres, wie auch jüngste offizielle Daten zeigen. Daher müssten eigentlich auch die deutschen Exporte für den Monat Oktober niedriger sein als im Monat Oktober 2018? Aber nein. Wie das Statistische Bundesamt heute früh meldet, liegen die Exporte um 1,9% höher als im Oktober 2018 (schon im September gab es ein erstaunliches Plus von 4,6%). Die Importe fallen um 0,6%.

Die deutsche Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2019 mit einem Überschuss von 21,5 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2018 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz +18,7 Milliarden Euro betragen. Ganz eindeutig zeigt sich aus den Details: Der Anstieg der Exporte rührt her aus besseren Geschäften mit Handelspartnern außerhalb der EU! Zitat Statistisches Bundesamt:

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Oktober 2019 Waren im Wert von 70,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 55,2 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Oktober 2018 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 0,1 %, die Importe aus diesen Ländern nahmen um 0,2 % ab. In die Länder der Eurozone wurden im Oktober 2019 Waren im Wert von 43,8 Milliarden Euro (-0,9 %) exportiert und Waren im Wert von 35,5 Milliarden Euro (+0,1 %) aus diesen Ländern importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Oktober 2019 Waren im Wert von 26,2 Milliarden Euro (+1,7 %) exportiert und Waren im Wert von 19,6 Milliarden Euro (-0,7 %) von dort importiert.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Oktober 2019 Waren im Wert von 49,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 42,8 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Oktober 2018 nahmen die Exporte in die Drittländer um 4,6 % zu, die Importe von dort sanken um 1,0 %.

Exporte und Importe im Oktober

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Asien

China – Export leidet unter Handelskrieg

In den aktuellen Zahlen zum Außenhandel der Volksrepublik China werden die Schäden durch den Handelskrieg deutlich sichtbar

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In den aktuellen Zahlen zum Außenhandel der Volksrepublik China werden die Schäden durch den Handelskrieg deutlich sichtbar.

Der Einbruch der Exporte aus China verstärkt sich

Am Sonntagmorgen verkündete die chinesische Zollbehörde in Peking erneut rückläufige Außenhandelszahlen für den November. Die Ausfuhren Chinas fielen gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent und damit den vierten Monat in Folge. Die Markterwartung lag bei minus 1 Prozent, nach einem Rückgang von 0,9 Prozent im Oktober.

Der größte Einbruch erfolgte bei den Verkäufen in die USA. Um 12,5 Prozent gingen die Ausfuhren in den nach wie vor größten Absatzmarkt Chinas zurück. Die Importe aus den USA kollabierten sogar um fast ein Viertel (-23,3 Prozent). Der gesamte Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt schrumpfte im November auf Jahresbasis um 15,2 Prozent. Diese stark rückläufigen Zahlen relativieren die jüngst vermeldete Verbesserung der US-Außenhandelsbilanz. Die moderate Reduzierung des US-Defizits ist mit derartigen Verwerfungen im bilateralen Handel mit China sehr teuer erkauft.

Chinas Handelsüberschuss mit den USA ging im Gegenzug von 26,45 Mrd. US-Dollar im Oktober auf nur noch 24,60 Mrd. US-Dollar im November zurück.

Interessant ist der signifikante Zuwachs der chinesischen Ausfuhren im November von plus 18 Prozent in die ASEAN-Staaten (Verband 10 südostasiatischer Nationen). Diese starke Abweichung der ansonsten schwachen Daten legt nahe, dass chinesische Firmen die US-Zölle zu umgehen versuchen, in dem sie Waren und Güter über Drittstaaten, wie z. B. Vietnam, in die USA exportieren.

Gleichzeitig ist es ein Hinweis darauf, dass eine wachsende Zahl an Unternehmen ihre Standorte aus China weg in Richtung ASEAN-Markt verlagert, aber weiterhin Rohstoffe und Komponenten aus China bezieht. Der ASEAN-Markt ist wegen seiner jungen Bevölkerung und der aktuell noch deutlich günstigeren Arbeitskosten attraktiv für Unternehmen. In der jüngsten Umfrage (2019-20) hat die deutsche Handelskammer in China von 526 in dem Land tätigen deutschen Unternehmen erfahren, dass sich bereits 23 Prozent der Befragten dazu entschieden haben oder zumindest ernsthaft erwägen, ihre Produktion aus dem „Reich der Mitte“ abzuziehen.

Alles eine Frage der Kommunikation

Doch sind die aktuellen chinesischen Außenhandelsdaten wirklich so schlecht? Bezogen auf die Welthandelswährung US-Dollar und im Vergleich zum Vorjahresmonat schon. Schaut man sich aber die Interpretation der Zahlen durch die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua an, dann ist die Wahrnehmung der jüngsten Außenhandelsdaten in China eine völlig andere: „Der Außenhandel verzeichnete in den ersten elf Monaten des Jahres 2019 ein stetiges Wachstum und legte gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent zu, teilte die Zollverwaltung am Sonntag mit. Im Berichtszeitraum erreichte das gesamte Außenhandelsvolumen 28,5 Billionen Yuan. Die Exporte stiegen im Jahresvergleich um 4,5 Prozent auf 15,55 Billionen Yuan, während die Importe 12,95 Billionen Yuan erreichten. Der chinesische Handelsüberschuss stieg im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 34,9 Prozent auf 2,6 Billionen Yuan.“

Die entscheidenden beiden Unterschiede in der Meldung sind die Währungsbasis (Yuan statt US-Dollar) und der Betrachtungszeitraum (seit Jahresbeginn statt zum Vorjahresmonat). Ähnlich wie die USA versucht auch China jeden Anschein von Schwäche im Handelskrieg gegenüber der eigenen Bevölkerung zu vermeiden.

Tatsächlich geling es der Regierung in Peking mit fiskal- und geldpolitischen Stimuli auch ganz real, die heimische Wirtschaft zu stützen. Die Importe Chinas stiegen im November unerwartet um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markierten damit auf Jahresbasis das erste Wachstum seit April. Ein weiterer Hinweis auf eine Stabilisierung der chinesischen Binnenwirtschaft sind auch die zuletzt positiven Signale vonseiten der chinesischen Einkaufsmanager.

Fazit und Ausblick

Der seit 17 Monaten andauernde Handelskrieg der USA gegen China und anderen Staaten sowie zwischen Japan und Südkorea belastet den Welthandel zunehmend und in einer Dimension, die weit über die nominalen Zölle hinausgeht. Ein Großteil der Kosten resultieren indirekt aus dem Aufsprengen von Lieferketten, der durch die Zölle erzwungenen Verlagerung von Produktionsstandorten und v. a. durch die Zurückhaltung bei Investitionen in bestehende Standorte oder die Produktionserweiterung.

Diese Entwicklung erhöht das Risiko einer globalen Rezession, umso länger die bestehenden Zölle in Kraft bleiben. Daher ist auch der zuletzt von Analysten und Medien oft verwendete Begriff des „Waffenstillstands“ im Handelskrieg irreführend. Mit jedem Monat, in dem die bereits etablierten Zölle bestehen bleiben, steigen die wirtschaftlichen Schäden an.

Es bleibt zu hoffen, dass der jüngste Einbruch der US-Exporte nach China für die Trump-Administration ein Anlass dazu ist, von einer weiteren Eskalation im Handelskrieg abzusehen.

Ab Sonntag, den 15. Dezember 2019 sollen neue Zölle gegen chinesische Waren in Höhe von 15 Prozent auf ein jährliches Importvolumen von 150 Mrd. US-Dollar erhoben werden. Dies würde dann auch Konsumgüter wie Smartphones oder Notebooks betreffen und damit direkt den US-Konsumenten.

China mit gestiegenen Exporten und gefallenen Importen

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbraucherstimmung Uni Michigan besser – wegen der Aktienhausse!

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Die US-Verbraucherstimmung Uni Michigan (1.Veröffentlichung für Dezember) ist mit 99,2 besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 97,0; Vormonat war 96,8).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 115,2 (Prognose war 112,4; Vormonat war 111,6)

Die Konsumentenerwartung liegt bei 88,9 (Prognose war 88,0; Vormonat war 87,3)

Dazu schreibt Richard Curtin, der die Umfrage verantwortet: Die Wohlhabenden freuen sich über die Rekorde an der Wall Street!

„Consumer sentiment rose to the upper end of the favorable range it has traveled since the start of 2017. The Sentiment Index has averaged 97.0 in the past three years, the highest sustained level since the all-time record in the Clinton administration. Nearly all of the early December gain was among upper income households, who also reported near record gains in household wealth, largely due to increased stock prices. Indeed, among households with incomes in the top third of the distribution, their overall assessment of their current finances was the third highest in the past twenty years. These gains were aided by declining inflation expectations, with long term inflation expectations returning to an all-time low.

While impeachment has dominated the media, virtually no consumer spontaneously mentioned impeachment in response to any question in early December–just 1%. Nonetheless, the data indicate the strong impact of partisanship on economic expectations, which has widened in the past few months. Moreover, the gap has grown considerably in the past decade. The average gap between Democrats and Republicans was 18.7 points in the Obama administration and 41.6 points since Trump took office. Importantly, the views of Independents closely track the overall Sentiment Index, with a mean of 96.6 versus 97.0 for all consumers (see the chart). While the implications of the economic expectations of Democrats and Republicans are clearly exaggerated, the Independents, who represent the largest group and are less susceptible to maintaining partisan views, hold very favorable expectations, indicating the continuation of the expansion based on consumer spending.“

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