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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Einzelhandelsumsatz und Philly Fed

Redaktion

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am

Der US-Einzelhandelsumsatz (Dezember) ist mit +0,3% ausgefallen wie erwartet (Prognose war +0,3%; Vormonat war +0,2%, nun aber auf +0,3% nach oben revidiert). Ohne Benzin und Autos liegen die Umsätze bei +0,7% (Vormonat war +0,2%, nun aber auf -0,2% nach unten revidiert).

Die Umsätze im Weihnachtsgeschäft sind extrem wichtig für die amerikanische Konsum-Ökonomie – daher gelten die Dezember-Daten als die Wichtigsten des ganzen Jahres!

Die control group, also der Teil der Einzelhandelsumsätze, der in das US-BIP einfließt, liegt bei +0,5% (Prognose war +0,4%; Vormonat war +0,1%, nun aber auf -0,1% nach unten revidiert).


source: tradingeconomics.com

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Der Philadelphia Fed Index (Januar) ist mit 17,0 besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 3,8; Vormonat war 10,4).

Die Komponenten:

Beschäftigung: 19,3 (Vormonat war 16,8)

Neue Aufträge: 18,2 (Vormonat war 11,1)

Preise: 22,1 (Vormonat war 15,9)

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Sven

    16. Januar 2020 14:47 at 14:47

    Na geht doch, die 30K im Dow damit fix als erste Zwischenstation. Morgen nach dem Verfall zieht der DAX dann bald mit Allzeithoch und 14K nach. Und dann geht mir Phase 2 die Party erst richtig los. Hier muss langsam mal eingesehen werden, dass diesmal doch alles anders ist.

  2. Avatar

    Marcus

    16. Januar 2020 15:50 at 15:50

    Selbstverständlich. Ich bleibe dabei, das der Dow spätestens Ende Februar die 30.000 überwindet, und bis 30.06.2020 dank Trump Magie Richtung 40.000 Punkte läuft. Jetzt hören wir dann wieder wochenlang Phase 2 Deal Optimismus, dann Phase 3 Deal Optimismus, dann umfangreiches Abkommen Optimismus. Später kommt dann die Stimulierungsnummer „Steuersenkungen“ siehe Kudlow gestern, und zwischendurch wird die Fed dann gnädigerweise QE 4 offiziell starten sodass es eigentlich nur noch bergauf gehen kann.

    Ich persönlich habe meine Investment-Arbeit am Jahresanfang eigentlich gleich wieder eingestellt, da sowieso alles steigt und das vergeudete Zeit ist irgendwas zu machen. Würde ich FMW und den Mitforisten auch empfehlen: Wir machen einfach Urlaub bis Jahresende und kommen erst dann wieder um mal zu schauen.

    • Avatar

      Sven

      16. Januar 2020 16:25 at 16:25

      Du hast vollkommen recht, allerdings wird der Dow Jones wohl schon nächste Woche die 30K sehen, Ende Februar ist eine andere Höhe angesagt.

      • Avatar

        Marcus

        16. Januar 2020 17:11 at 17:11

        Darauf läuft es vermutlich hinaus, von daher müsste ich meine Prognose für Ende Februar auf 40.000 Punkte korrigieren, und für den 30.6.2020 auf 50.000 Punkte. Dann stünden wir zum Jahresende ja schon bei 100.000 Punkten…

        Wahnsinn, Arbeit lohnt nicht mehr wir werden alle durch die Börse reich sein Ende 2020.

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Konjunkturdaten

Aktuell: ISM Index (Gewerbe) schwächer

Markus Fugmann

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am

Der ISM Index (Gewerbe; November) ist mit 57,5 etwas schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 58,0; Vormonat war 59,3).

Die Komponenten – vor allem Beschäftigung enttäuschend:

– Beschäftigung 48,4 (Vormonat war 53,2)

– Auftragseingang 65,1 (Vormonat war 67,9)

– Preise 64,5 (Vormonat war 65,5)

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Allgemein

Arbeitsmarkt im Corona-Märchenland – weniger Arbeitslose!

Claudio Kummerfeld

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Eingang zu einer Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin im Märchenland-Zustand, aber nur auf den ersten Blick. Man kann in der schlimmsten Rezession der letzten Jahrzehnte eine weiterhin sehr geringe Arbeitslosigkeit präsentieren, weil es hierzulande anders als in vielen anderen Ländern das Instrument der Kurzarbeit gibt. Zählt man diesen Ersatz für die Arbeitslosigkeit nicht zur offiziellen Arbeitslosenquote hinzu, dann kommt der deutsche Arbeitsmarkt derzeit ganz wunderbar durch die Coronakrise und den zweiten Lockdown.

Im November ist die offizielle Arbeitslosigkeit gemäß heute veröffentlichten Daten sogar rückläufig. Im Monatsvergleich sinkt sie von 2,76 auf 2,70 Millionen arbeitslose Personen. Die offizielle Arbeitslosenquote sinkt von 6,0 Prozent auf 5,9 Prozent. Gegenüber November 2019 steigt die Arbeitslosigkeit um 519.134 Personen an (Quote damals 4,8 Prozent). Die tatsächliche Arbeitslosigkeit (ohne Kurzarbeit) namens „Unterbeschäftigung“ sinkt von 3,56 auf 3,52 Millionen, oder von 7,6 Prozent auf 7,5 Prozent.

Kurzarbeit steigt

Tja, die zweite Corona-Welle und der „sanfte Lockdown“ beschert dem Arbeitsmarkt auf den ersten Blick keine Verschlechterung, dafür aber der Kurzarbeit. Letztlich in der Realität arbeitslos, werden viele Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie „geparkt“ als Kurzarbeiter. Laut heutiger Aussage der Bundesagentur für Arbeit wurde im Zeitraum vom 1. bis einschließlich 25. November für 537.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vormonat erklärt sich laut der Bundesagentur mit dem seit Anfang November bestehenden Teil-Lockdown.

Endgültige Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit stehen bis September zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im September für 2,22 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds hat nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp 6 Millionen sukzessive abgenommen. Das ifo-Institut hatte gestern zum Thema Kurzarbeit im November berichtet. Demnach steige die Kurzarbeit spürbar an. Der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit ist demnach im November erstmals seit Monaten wieder angestiegen, und zwar von 24,8 Prozent im Oktober auf 28,0 Prozent im November. Die Bundesagentur für Arbeit sagt zu den Zahlen heute im Wortlaut:

Der Arbeitsmarkt hat auf die Einschränkungen im November reagiert – glücklicherweise aber im Moment nicht mit einer Zunahme von Entlassungen. Allerdings sind die Betriebe wieder zurückhaltender bei der Personalsuche und haben im November wieder für deutlich mehr Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt.

Grafik zeigt aktuelle Details aus November zum deutschen Arbeitsmarkt

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone November: Deflation den vierten Monat in Folge!

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse wird zusammengepresst

Soeben hat Eurostat als Vorabschätzung die Verbraucherpreise der Eurozone für den Monat November veröffentlicht. Im Jahresvergleich ist es ein Wert von -0,3 Prozent nach ebenfalls -0,3 Prozent im Oktober. Erwartet für heute wurde eine Veränderung von -0,2 Prozent. Damit erlebt die Eurozone (basierend auf dem Modell des Harmonisierten Verbraucherpreisindex) den vierten Monat in Folge Deflation! Dies hängt natürlich auch mit der seit Juli geltenden Mehrwertsteuersenkung in Deutschland zusammen, welche in vier Wochen wieder rückgängig gemacht wird.

Man sieht: Die Preissteigerung bei Lebensmitteln bleibt relativ konstant mit +1,9 Prozent. Ebenfalls ändern sich die Verbraucherpreise im Negativen auch relativ konstant. Die Energiepreise sinken um 8,4 Prozent – das sind ähnlich hohe negative Werte wie in den Vormonaten. Wie gesagt, ab Januar könnte der Gesamtschnitt wieder Richtung Null-Linie tendieren mit den steigenden deutschen Mehrwertsteuersätzen.

Datenblatt zeigt aktuelle Verbraucherpreise in der Eurozone

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