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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Erstanträge schwach, Philly Fed stark, NY Empire schwächer

Markus Fugmann

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am

Die US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen um 898.000 (offizielle Prognose war 825.000, Vorwoche war 840.000, nun auf 858.000 nach oben revidiert).

Die fortgesetzen Anträge (continuing claimes) liegen mit 10,018 Millionen unter der Erwartung (Prognose war 10,70 Millionen; Vorwoche war 10,976 Millionen, nun auf 11,183 Millionen nach oben revidiert).

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Der Philadelphia Fed Index (März) ist mit 32,3 deutlich besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 14,0; Vormonat war 17,0)

Die Komponenten:

Beschäftigung: 12,7 (Vormonat war 15,7)
Neue Aufträge: 42, 6(Vormonat war 25,5)
Preise: 28,1 (Vormonat war 25,1)

Der New York Empire State Index (Oktober) ist mit 10,5 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 15,0; Vormonat war 17,0).

Dazu schreibt die New Yoek Fed, die die Daten erhebt:

„Business activity expanded modestly in New York State, according to firms responding to the October 2020 Empire State Manufacturing Survey. The headline general business conditions index fell seven points to 10.5, pointing to a slower pace of growth than in September. New orders and shipments continued to increase, while unfilled orders continued to decline. Inventories moved lower, and delivery times were little changed. Manufacturers reported a small increase in employment, and a significantly longer average workweek. Input prices increased at about the same pace as last month, and selling prices continued to increase slightly. Looking ahead, firms remained optimistic that conditions would improve over the next six months, though optimism was somewhat lower than last month.“

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Torsten

    15. Oktober 2020 17:37 at 17:37

    Die Konjunkturdaten kommen mir immer gewürfelt vor, es gibt nie ein einheitliches Bild bei den Amerikanern.

    PS: Tesla wurde das Wasser auf der Baustelle abgestellt 😜

    Das Unternehmen sei mehrfach gemahnt worden mit Androhung einer Sperrung. Die Frist von 14 Tagen sei abgelaufen. „Da wird Tesla nicht anders behandelt als andere“, sagte die Sprecherin.
    Peinlich für ein Unternehmen das mit 300 Mrd USD bewertet wird.

    • Avatar

      Michael

      15. Oktober 2020 21:49 at 21:49

      @Torsten, Tesla hat seine Wasserrechnung nicht bezahlt, Tesla baut von Anfang an auf Verdacht und ohne endgültige Genehmigungen. So macht man das in US-Denkweise: Tatsachen schaffen, alle anderen ignorieren und am Ende alle mit Milliardenklagen überziehen, wenn die unvermeidbaren und folgerichtigen Probleme Realität werden.

      • Avatar

        Torsten

        16. Oktober 2020 07:25 at 07:25

        ..es war bestimmt ein interner Fehler, der Mitarbeiter wurde gefeuert. Überhaupt Tesla eine Rechnung zu senden zeigt die Feinseligkeit ggü dem Unternehmen. Bin gespannt auf die Ausrede.
        Als nächstes schalten sie den Strom ab weil Baustriom nicht bezahlt? 😜

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Europa

Deutsche Wirtschaft „auf schwachem Fuß gestartet“: Einkaufsmanager

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Januar) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Konjunktur:

Gesamtindex: 50,8 (Prognose war 50,3; Vormonat war 52,0)

Verarbeitendes Gewerbe: 57,0 (Prognose war 57,5; Vormonat war 58,3)

Dienstleistung: 46,8 (Prognose war 45,3; Vormonat war 47,0)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 51,5 für Gewerbe (Prognose war 50,5; Vormonat war 51,1) und mit 46,5 für Dienstleistung (Prognose war 48,5; Vormonat war 49,1) veröffentlicht worden.

Zu den Daten aus Deutschland kommentiert Phil Smith von Markit, das die Umfrage ausgeführt hat:

„Die deutschen Januar-Flashes sind keine große Überraschung. So lieferte die Industrie trotz leichter Abschwächung wieder starke Zahlen, während die Geschäftstätigkeit im Servicesektor infolge des Mitte Dezember eingeführten Lockdowns erneut rückläufig war. Alles in allem ist Deutschland auf schwachem Fuß ins neue Jahr gestartet und die Verlängerung der jüngsten Eindämmungsmaßnahmen bis mindestens Mitte Februar bedeutet, dass sich daran auch in den kommenden Wochen nicht viel ändern dürfte. Die Industrie ist weiter der Lichtblick, unterstützt vom nachhaltigen Wachstum der Exporte. Die Hersteller strotzen nur so vor Zuversicht, wie der Rekordwert bei den Geschäftsaussichten zeigt. Anscheinend lassen sie sich dabei auch nicht von den zunehmenden Unterbrechungen in den Lieferketten abschrecken, die im Januar zu einer beispiellosen Verlängerung der Lieferzeiten führte. Wir sehen jedoch bereits einen entsprechend kräftigen Anstieg der Kosten, wenngleich es angesichts stagnierender Verkaufspreise momentan keine Anzeichen für einen generell steigenden Inflationsdruck gibt.“

 

 

Die EInkaufsmanagerindizes als Parameter für die deutsche Wirtschaft

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Konjunkturdaten

US-Erstanträge wie erwartet, Philly Fed besser

Markus Fugmann

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am

Die US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen um 900.000 (offizielle Prognose war 910.000, Vorwoche war 965.000, nun auf 926.000 nach unten revidiert).

Die fortgesetzen Anträge (continuing claimes) liegen mit 5,054 Millionen niedriger als die Erwartung (Prognose war 5,40 Millionen; Vorwoche war 5,271 Millionen, nun auf , Millionen nach 5,181 nach unten revidiert).

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Der Philadelphia Fed Index (Januar) ist mit 26,5 besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 20,0; Vormonat war 26,3)

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Europa

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkaufprogramme für Anleihen und Liquiditätsspritzen für die Banken werden wie bisher fortgesetzt.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

Zweitens wird der EZB-Rat die Ankäufe im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme – PEPP) fortsetzen. Dies hat einen Gesamtumfang von 1 850 Mrd €. Der EZB-Rat wird die Nettoankäufe im Rahmen des PEPP mindestens bis Ende März 2022 und in jedem Fall so lange durchführen, bis die Phase der Coronavirus-Krise seiner Einschätzung nach überstanden ist. Die Ankäufe im Rahmen des PEPP werden durchgeführt, um während der Pandemie die günstigen Finanzierungsbedingungen aufrechtzuerhalten. Wenn mit Ankäufen, die den Gesamtumfang des PEPP über den Zeithorizont der Nettoankäufe hinweg nicht voll ausschöpfen, günstige Finanzierungsbedingungen aufrechterhalten werden können, muss dieser Gesamtumfang nicht vollständig genutzt werden. Genauso kann der Umfang erforderlichenfalls auch rekalibriert werden, um günstige Finanzierungsbedingungen aufrechtzuerhalten und so dem negativen Schock der Pandemie auf die Inflationsentwicklung entgegenzuwirken.

Der EZB-Rat wird die Tilgungsbeträge der im Rahmen des PEPP erworbenen Wertpapiere mindestens bis Ende 2023 weiterhin bei Fälligkeit wieder anlegen. Das zukünftige Auslaufen des PEPP-Portfolios wird in jedem Fall so gesteuert, dass eine Beeinträchtigung des angemessenen geldpolitischen Kurses vermieden wird.

Drittens werden die Nettoankäufe im Rahmen des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme – APP) in einem monatlichen Umfang von 20 Mrd € fortgesetzt. Der EZB-Rat geht weiterhin davon aus, dass die monatlichen Nettoankäufe von Vermögenswerten im Rahmen des APP so lange fortgesetzt werden, wie dies für die Verstärkung der akkommodierenden Wirkung seiner Leitzinsen erforderlich ist, und dass sie beendet werden, kurz bevor er mit der Erhöhung der EZB-Leitzinsen beginnt.

Der EZB-Rat beabsichtigt, die Tilgungsbeträge der im Rahmen des APP erworbenen Wertpapiere weiterhin bei Fälligkeit für längere Zeit über den Zeitpunkt hinaus, zu dem er mit der Erhöhung der Leitzinsen beginnt, vollumfänglich wieder anzulegen und in jedem Fall so lange wie erforderlich, um günstige Liquiditätsbedingungen und eine umfangreiche geldpolitische Akkommodierung aufrechtzuerhalten.

Schließlich wird der EZB-Rat weiterhin reichlich Liquidität über seine Refinanzierungsgeschäfte zur Verfügung stellen. Insbesondere stellt die dritte Serie gezielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO III) nach wie vor eine attraktive Finanzierungsquelle für Banken dar, wodurch deren Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte unterstützt wird.

Der EZB-Rat ist nach wie vor bereit, alle seine Instrumente gegebenenfalls anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Teuerungsrate – im Einklang mit seiner Verpflichtung auf Symmetrie – auf nachhaltige Weise seinem Ziel annähert.

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