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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Handelsbilanz wird immer schlechter – größtes Defizit seit 10 Jahren

Claudio Kummerfeld

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Die US-Handelsbilanz wird immer schlechter. Das Defizit steigt immer weiter. Aktuell drückt Donald Trump ja mit voller Kraft dagegen, und die Chinesen sicherten gerade heute erst zu, deutlich mehr Waren aus den USA kaufen zu wollen. Aber all die Bemühungen der letzten 1 1/2 Jahre verliefen bislang im Sande, und das Defizit wird immer schlimmer. Es ist sogar das größte Defizit seit zehn  Jahren!

So zeigen es ganz frische Daten der US-Statistiker. Die gesamte US-Handelsbilanz (Waren + Dienstleistungen) für den Monat Oktober liegt bei -55,5 Milliarden Dollar. Das sind nochmal 0,9 Milliarden Dollar mehr als im September. Die Grafik zeigt, dass auch der Negativ-Rekord aus letztem Jahr nun überschritten wurde.

Wie immer in den letzten Monaten tritt der Doppel-Effekt ein. Die Exporte sinken um 0,3 auf 211 Milliarden Dollar. Die Importe steigen um 0,6 auf 266,5 Milliarden Dollar. Bei den Dienstleistungen hat sich nichts verändert. Die um 900 Millionen Dollar verschlechterte Bilanz liegt alleine am Warenhandel. Das dürfte Donald Trump überhaupt nicht gefallen.

Von Januar bis Oktober addiert stieg das Defizit um 51,3 Milliarden Dollar gegenüber dem selben Zeitraum 2017. Nur im Oktober stieg das US-Defizit gegenüber der EU um 0,9 auf 15,1 Milliarden Dollar. Das Defizit gegenüber China stieg um 0,7 auf 38,2 Milliarden Dollar (Allzeithoch). Die beiden wichtigsten „gegnerischen Märkte“ von Donald Trump konnten also gegen die USA spürbar zulegen. Gemindert wurde dies unter anderem, weil das US-Defizit mit Mexiko um 1,2 auf 6,4 Milliarden Dollar abgenommen hat.

US-Handelsbilanz Defizit Oktober

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Konjunkturdaten

Aktuell: Aufträge langlebiger US-Wirtschaftsgüter schwächer

Markus Fugmann

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Die US-Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter (Durable Goods Orders; August) sind mit +0,4% schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +1,5%; Vormonat war +11,4%, nun jedoch auf +11,7% nach oben revidiert).

In der weniger volatilen und daher mehr beachteten Kernrate (ohne Transport und Verteidigung) liegen die Aufträge bei +0,4% (Prognose war +1,2%; Vormonat war +2,6%, nun auf +,% nach en revidiert).

Ohne Verteidigung liegen die Aufträge bei +1,8% (Vormonat war +2,5%)

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Europa

Exporte: Die Stimmung ist prächtig! Alles eitel Sonnenschein?

Claudio Kummerfeld

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Viele deutsche Exporte laufen über den Hamburger Hafen

Die deutschen Exporte sind ein Hort der Glückseligkeit, zumindest wenn man nach den aktuellen Exporterwartungen der deutschen Industrie geht. Heute ganz frisch für den Monat September veröffentlichte Umfragedaten vom ifo-Institut (2.300 befragte Unternehmen) zeigen, dass der Index der Exporterwartungen aktuell bei einem Wert von +10,4 liegt, nach +5,5 im August. Im absoluten Tief der Coronakrise im April war es ein Wert von -49,6. Der Chart, der bis 2014 zurückreicht, zeigt den Verlauf der Erwartungen an die Exporte sehr gut. Das Tal ist in V-Form durchschritten, und die Erwartungen steigen weiter an. Die Stimmung ist so gut wie seit Oktober 2018 nicht mehr. Der Aufschwung der Industrieproduktion in vielen wichtigen Abnehmerländern kommt der deutschen Exportwirtschaft dabei zu Gute, so das ifo-Institut.

Diese prima Stimmung bei den Erwartungen an die Exporte ist schon erstaunlich, so möchten wir anmerken, bei den aktuellen Massenentlassungen bei den Auto-Zulieferern (hier eine kleine Übersicht). Und auch die großen Autohersteller selbst bauen weiter ab, siehe aktuell MAN und Daimler. Hier weitere aktuelle Detailaussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

In der Chemischen Industrie erwarten deutlich mehr Unternehmen im vierten Quartal, dass ihre Exporte zunehmen. Gleiches gilt für die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen. Auch die Automobilbranche rechnet mit Umsatzzuwächsen beim Auslandsgeschäft. Der Maschinenbau hingegen erwartet vorerst keine größeren Sprünge, dort zeigen sich die Unternehmen eher zurückhaltend. Mit deutlichen Einbußen beim Export rechnen die Hersteller von Bekleidung, Lederwaren und Schuhen.

Chart zeigt Erwartungen an die deutschen Exporte

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Konjunkturdaten

Aktuell: Verkäufe neuer US-Häuser extrem stark

Redaktion

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Von

Die Verkäufe neuer US-Häuser (New Homes Sales; August) sind mit +4,8% auf eine Jahresrate von 1.011 Millionen deutlich besser ausgefallen als erwartet (Prognose war -0,1% auf eine Jahresrate von 895.000; Vormonat war +13,9% auf eine Jahresrate von 901.000, nun jedoch auf +14,7% auf eine Jahresrate von 965.000 nach oben revidiert).

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