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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Immobiliendaten katastrophal! Baubeginne erstmals seit 2009 dreimal hintereinander negativ

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Die US-Baubeginne (Mai) fielen um -5,5 % auf eine Jahresrate von 1,092 Millionen (Prognose war +4,1% auf 1,215 Millionen Jahresrate; Vormonat war -2,6% auf 1,172 Millionen Jahresrate – der Wert für April wurde nun auf -2,8% nach unten revidiert, auch der März nach unten revidiert auf nun -7,7%!).
Die heutigen Zahlen sind der schlechteste Wert seit September 2016.
Damit sind die US-Baubeginne erstmals seit Januar 2009 drei Monate hintereinander rückläufig!

Die US-Baugenehmigungen (Mai) fielen um -4,9% auf eine Jahresrate von 1,168 Millionen (Prognose war +1,8% auf eine Jahresrate von 1,250 Millionen; Vormonat war -2,5% auf 1,228 Millionen Jahresrate.)

Ganz schwache Daten, schon der Vormonat April war ein Schlag ins Kontor, jetzt die Fortsetzung des Abwärtstrend mit einer gravierenden Unterbietung der Prognose. Liegt der Hochpunkt des US-Immobilienmarkts hinter uns? Sieht so aus. Aber vermutlich war es das Wetter und die starken Schneefälle im Mai, die zu diesen Zahlen führten..

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Michael

    16. Juni 2017 14:45 at 14:45

    Das Wetter auf alle Fälle! Und keine Marktreaktionen auf das Desaster, weil man nun schon eine weitere Zinserhöhung im Juni 2018 und im September 2019 einpreisen muss ;)

  2. Avatar

    Michael

    16. Juni 2017 15:01 at 15:01

    Man sieht, die Strafzölle auf kanadisches Holz wirken! Das ist durchdachter Protektionismus vom Feinsten, Mr. Covfefe ;)

  3. Avatar

    masud79

    16. Juni 2017 15:37 at 15:37

    Feiern. Sofort!

    • Avatar

      Michael

      16. Juni 2017 16:13 at 16:13

      Wobei man heute erstaunlicherweise ausgefeiert hat und bisher eher in Katerstimmung ist.
      Bisher, aber kann es tatsächlich angehen, dass eine Woche nicht in einem ATH endet? Wo doch derzeit jeden zweiten Tag eines generiert wird.
      Es ist ja noch Zeit bis 23 Uhr, wir schaffen das! :)

    • Avatar

      Lars

      16. Juni 2017 21:29 at 21:29

      @masud79
      Man bemüht sich, aber heute wird es wohl kein neues ATH mehr geben.
      Die sensationellen Möglichkeiten, heuer noch maximal eine bereits mehrfach eingepreiste Zinserhöhung nochmals einzupreisen, aber in 2018 mindestens vier davon, müssen erst einmal in einer Party, die NY City angemessen ist, verarbeitet werden.

  4. Avatar

    Bernhard Zimmermann

    16. Juni 2017 15:48 at 15:48

    Ja, super. Dann kann es ja nur noch bessser werden. Wenn das kein Grund für steigende Kurse ist. Die US Aktein sind ja hoffnungslos unterbewertet. Man kann ja dem Treiben an den US Börsen nur noch mit Sarkasmus begegnen.

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Europa

ifo Index schwächer, erster Rückgang seit sechs Monaten

„Die Unternehmen blicken deutlich skeptischer auf die Entwicklung in den kommenden Monaten“

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Soeben hat das ifo Institut den ifo Index für Oktober veröffentlicht:

– ifo Geschäftsklimaindex 92,7 (Prognose war 93,0; Vormonat August war 93,4) – der erste Rückgang nach fünf Monaten Anstieg in Folge

– aktuelle Lage 90,3 (Prognose war 89,9 ; Vormonat war 89,2)

– Erwartungen: 95,0 (Prognose war 96,5; Vormonat war 97,7)

Dazu ifo in einer Pressemitteilung:

„Die Stimmung unter den Unternehmenslenkern hat sich eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Oktober auf 92,7 Punkte gesunken, nach 93,2 Punkten[1] im September. Dies ist der erste Rückgang nach fünf Anstiegen in Folge. Die Unternehmen blicken deutlich skeptischer auf die Entwicklung in den kommenden Monaten. Ihre aktuelle Situation beurteilten sie hingegen etwas besser als im Vormonat. Angesichts steigender Infektionszahlen nehmen die Sorgen der deutschen Wirtschaft zu.

Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Geschäftsklimaindikator erstmals seit Juni 2019 wieder im positiven Bereich. Deutlich mehr Firmen waren mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden. Die Unternehmen konnten ihre Kapazitätsauslastung im letzten Quartal deutlich von 75,3 auf 79,8 Prozent steigern. Der zuletzt aufgekommene Optimismus mit Blick auf die kommenden Monate hat aber einen merklichen Rückschlag erhalten.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima hingegen merklich verschlechtert. Die Dienstleister waren weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Lage. Zudem ist der Optimismus der Vormonate zur weiteren Geschäftsentwicklung wieder verschwunden.

Im Handel ist Geschäftsklimaindikator leicht gesunken. Während die Händler pessimistischer auf die kommenden Monate schauen, waren sie mit den laufenden Geschäften zufriedener.

Auch im Bauhauptgewerbe ist die Aufwärtsbewegung des Geschäftsklimas gestoppt. Die Unternehmen korrigierten ihre sehr guten Einschätzungen zur aktuellen Lage deutlich nach unten. Auch ihre Erwartungen fielen etwas pessimistischer aus.“

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Einkaufsmanagerindizes – anders als in Europa! Hoffnung auf Stimulus..

Markus Fugmann

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am

Soeben wurde die Einkaufsmanagerindizes für die USA (Markit PMI; Oktober) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe: 53,3 (Prognose war 53,4; Vormonat war 53,2)

Dienstleistung: 56,0 (höchster Stand seit 20 Monaten! Prognose war 54,6; Vormonat war 54,6)

Gesamtindex: 55,5 (Vormonat war 53,2)

Damit zeigt sich in den USA ein anderer Trend: Dienstleistung, in Europa ganz schwach und von der Coronakrise schwer getroffen, hat in den USA bislang kaum Probleme. Aber: man hält sich vor den US-Wahlen zurück, der Optimismus gründet vor allem auf Hoffnungen, bald neue Stimulus-Gelder zu erhalten. Dazu schreibt Markit, das die Daten erhebt:

“The US economy looks to have started the fourth quarter on a strong footing, with business activity growing at a rate not seen since early 2019. The
service sector led the expansion as increasing numbers of companies adapted to life with COVID19, while manufacturing continued to report solid
growth amid rising demand from households and businesses.
“A slowdown in hiring and weaker new order inflows were in part attributable to hesitancy in decision making ahead of the presidential election. More encouragingly, business optimism surged higher, indicating that firms have become increasingly positive about prospects for the coming year amid hopes of renewed stimulus, COVID-19 containment measures gradually easing and greater certainty for businesses and households after the presidential elections.”

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Schwache Dienstleister, starkes Gewerbe

„Dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Oktober) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Wirtschaft:

Gesamtindex: 54,5 (Prognose war 53,2; Vormonat war 54,7)

Verarbeitendes Gewerbe: 58,0 (Prognose war 55,1; Vormonat war 56,4)

Dienstleistung: 48,9 (Prognose war 49,2; Vormonat war 50,6)

Damit bestätigt sich der Trend der letzten Zeit: Dienstleistung leidet, Gewerbe bleibt robust (noch?)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 47,3 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 48,0)

(Hinweis: das ifo Institut hat soeben mitgeteilt, dass die ifo Umfrage erst am Montag veröffentlicht wird, im Videoausblick hatte ich gesagt, dass die Zahlen heute um 10Uhr veröffentlicht werden).

Dazu kommentiert Phil Smith von Markit, das die Daten erhebt: „dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger“

„Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle erfreulicherweise ziemlich wacker, wie der Oktober-Flash zeigt.
Obwohl einige Dienstleistungsunternehmen unter den neuen Restriktionen und der zunehmenden Unsicherheit im Zusammenhang mit der ‘zweiten Welle’ leiden, hielten sich die Geschäftseinbußen hier insgesamt noch in Grenzen. Gleichzeitig hat die boomende Industrie der Konjunktur ordentlich Auftrieb verliehen. Folglich sieht es zunehmend nach einer Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten aus. Das verarbeitende Gewerbe ist bisher weniger stark von den neuen Restriktionen betroffen als der Servicesektor und hat zudem enorm vom wieder
florierenden Welthandel profitiert. Da sich immer mehr Industrieunternehmen dem Wachstumsniveau von vor der CoronavirusPandemie nähern oder es sogar schon erreicht haben, wird ein dauerhafter Aufschwung ab jetzt zunehmend schwieriger. So sind die Erwartungen der Hersteller im Oktober auch erstmals seit siebenMonaten wieder leicht gesunken. Dennoch, Sorgenkind Nummer eins bleibt der Dienstleistungssektor.”

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