Konjunkturdaten

Aktuell: US-Konjunkturdaten – Importpreise steigen stärker

FMW-Redaktion

Der New York Empire State Index (Februar) ist mit 22,5 besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 15,2, Vormonat war 13,1).

Die US-Exportpreise (Februar) stiegen um 0,2% (Prognose war +0,3%; Vormonat war +0,8%)

Die (wegen der Auswirkung auf die Inflation in den USA als wichtiger erachteten) US-Importpreise stiegen um +0,4% (Prognose war +0,3%; Vormonat war +1,0%, nun auf +0,8% nach unten revidiert).

Die US-Erstanträge liegen bei 226.000 (Vorwoche war 225.000)

Der Philadelphia Fed Index (März) ist mit 22,3 leicht schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 23,2; Vormonat war 25,8)

Die Komponenten:

– Auftragseingang 35,7 (Vormonat war 24,5)

– Beschäftigung 25,6 (Vormonat war 25,2)

– Preise 42,6 (Vormonat war 45,0)



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4 Kommentare

  1. Ich glaube dass viele Leute die Funktionsweise von Zöllen nicht verstehen. Zölle sind für das Inland das Pendant zu Sanktionen für das Ausland und zwar im Sinne eines Regelinstrumentes für die Grenzüberschreitung von Waren. Wenn die Amerikaner nicht wollen, dass Waren nach China geliefert werden, dann verhängen sie Sanktionen über China und fordern ihre „Partner“ auf sich daran zu beteiligen. Wenn Amerika nicht will, dass Waren aus China importiert werden, dann verhängen sie Zölle auf chinesische Produkte. Um die Sache für die US-Wirtschaft maximal positiv zu gestalten, hält sich Amerika selbst nicht an die Sanktionen und liefert seine Waren fleißig weiter in die sanktionierten Länder. So schaltet man Wettbewerb politisch aus. Um ein Land gezielt zu treffen, lässt man bei den Zöllen Ausnahmen zu, wie jetzt bei Stahl und Aluminium z.B. China gezielt getroffen werden soll, nicht aber Kanada und Mexiko. So betreibt man wirtschaftlich Politik. Dass jetzt die Importpreise steigen ist also nur eine logische Konsequenz der Zölle, denn warum sollen die Kanadier und die Mexikaner jetzt plötzlich ihren teuren Stahl billiger verkaufen, nur weil der Konkurrent China temporär ausfällt? Zahlen wird das zunächst der weiter verarbeitende Stahlsektor innerhalb der USA und am Ende der Endkunde, d.h. wahrscheinlich wird der Umsatz der weiter verarbeitenden Industrie und somit der Umsatz der US Binnen-Industrie sinken und da diese Betrieb wahrscheinlich auch exportieren, wird das Defizit mittelfristig steigen und nicht sinken. Drei oder vier Videos von Peter Schiff und das kapiert jeder.

    1. @Axel Kreis, sehr gut erkannt!

      1. Also den Axel lasse ich jedem einmal durchgehen, aber das ist jetzt schon das zweite Mal, daher: ich heiße ALEX! :-) LOL …

    2. @Alex Kreis. Ihre Sichtweise über die Wirkung von Zöllen ist zweifellos richtig. Aber sind die USA im Jahr 2018 überhaupt noch in der Lage einen Handelskrieg gegen den Rest der Welt zu führen? Der US-Anteil am Welt BIP beträgt gerade noch gut 15%, der Rest hat also fast 85%. Wenn es Trump übertreibt, werden sich nicht die EU, China und Japan zusammen wehren? Wo wird z.B. das i-Phone X, mit welchen Teilen hergestellt (Korea, Taiwan), und in welchen Händen befinden sich denn gut 2 Bio $ US-Treasuries? Und kann ein US-Präsident gegen das Großkapital der Wall Street handeln? Bisher hat die Steuerreform mit den Milliardengeschenken für die Großfirmen für Stillhalten gesorgt. Wenn der beabsichtigte Protektionismus die Gewinne der Unternehmen beeinträchtigt, wird es vorbei sein mit den Alleingängen Trumps. Klar kann er das Näherkommen der anstehenden US-Rezession mit seinen Aggressionen beschleunigen. Größere Zollschranken in der globalisierten Welt kann es aber nicht geben, ohne dass sich die Kontrahenten ins eigene Bein schießen. Wir haben auch nicht die Situation von 1930 – allein das Internet und unendlich verschachtelte Wirtschaftsbeziehungen lassen damalige Verhaltensweisen gar nicht mehr zu. Im Land des Turbo-Kapitalismus kann m. E. nach kein Präsident lange gegen die Interessen des Großkapitals arbeiten. (Money makes the world go round!) Was nicht heißt, dass er nicht vorher die Börsen mit größenwahnsinnigen Aktionen in die Tiefen reißen kann. Gruß

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