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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbraucherpreise fallen – Zinsanhebung unwahrscheinlicher

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Die US-Verbraucherpreise sind überraschenderweise zurück gegangen im August mit Minus -0,1%. Erwartet war ein unveränderter Wert. Das ist der erste Rückgang der Verbraucherpreise seit Januar diesen Jahres. Besonders stark gefallen sind Benzinpreise und die Preise für Flugtickets.

In der Kernrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) sind die US-Verbaucherpreise wie prognostiziert um 0,1% gestiegen.

Die Realeinkommen der Amerikaner sind dagegen um 0,7% gestiegen.

In einer ersten Reaktion kann der Euro zum US-Dollar deutlich zulegen, zeigen die Daten doch, dass in den USA keinerlei Inflationsdruck herrscht. Damit wird eine Zinsanhebung aus Sicht der Märke wieder unwahrscheinlicher. Die Aktienmärkte sind dagegen unverändert.

eurusd1609152

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Jörg

    16. September 2015 17:51 at 17:51

    Was FÜR eine Zinsanhebung spricht.
    1.) Auf diesen Seiten war vor kurzem mal erwähnt worden, daß ‚man‘ (gemeint wohl die großen Häuser) die Märkte doch runterbringen müßte – und nicht wieder rauf – wolle man die Fed unter Druck setzen, die Zinsanhebung zu unterlassen.
    Ein völlig richtiger Hinweis. Denn Yellen hatte (zu Anfang des Jahres?) darauf hingewiesen. daß die Aktienmärkte ihrer Meinung nach eine übertriebene Höhe erreicht hätten. Diese Äußerung dürfte einmalig sein in der Geschichte der Fed. Ich meine, daß auch Greenspan sich nie so geäußert hatte (obwohl im Jahr 2000 dazu durchaus Anlaß gewesen wäre).
    Und nun steht der Dow praktisch wieder da, wo er schon vor einem Jahr stand. Nach Yellen also doch nach wie vor ‚zu hoch‘.
    Auf den Verzicht einer (sicherlich nur winzigen) Zinsanhebung darf also der Aktienmarkt gerade nicht hoffen.

    2.) Zinssenkung und -anhebung sind ein bedeutender – auch psychologischer – wirtschaftlicher Stimulus. Bei 0 % verfügt die Fed aber nicht mehr über dieses Werkzeug. Das Mitte des QE wurde ebenfalls bereits verheizt..
    Die Fed hat ein Interesse, sich wieder manövrierfähig zu machen, um in der Lage zu sein, die Zinsen auch mal wieder senken zu können!
    .
    3.) Die Fed darf nicht abhängig sein (daß sie skandalöser Weise nicht in Staatshand ist, sondern ein paar Privatbanken gehört, spreche ich jetzt nicht an).
    Dieses „nicht abhängig“ sein weist aber nicht nur gegen die Regierung, sonder auch gegen die Finanzwirtschaft und sogar gegen den zornigen Mob (mit Mistgabeln und Fackeln) der vielen, vielen Kleinanleger in den USA.
    Die Fed muß aus Prestigegründen nun sogar beweisen, daß sie auch nicht gegenüber der geballten Stimmungsmache von Finanzkonzernen und Kleinanlegern einknickt.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      16. September 2015 17:56 at 17:56

      @Jörg, sehr gute Argumentation! Erst wenn man die Zinsen anhebt, kann man sie dann wieder senken! Und der Druck der Lobby ist groß (heute Goldmans Blankfein) – das könnte die Fed noch mehr anspornen. Was aber fast noch wichtiger ist: morgen folgt nach der Entscheidung eine PK von Janet Yellen – auf der sie nach einer Anhebung die Märkte wieder beruhigen könnte. Das wäre das ideale Forum, um in die Märkte zu kommunizieren – die nächste PK wäre dann erst wieder im Dezember – und da ist der Wahlkampf in den USA schon wieder sehr viel heißer als derzeit, das macht es für die Fed dann schwierig anzuheben..

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Konjunkturdaten

Aktuell: Aufträge langlebiger US-Wirtschaftsgüter schwächer

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Ohne Verteidigung liegen die Aufträge bei +1,8% (Vormonat war +2,5%)

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Europa

Exporte: Die Stimmung ist prächtig! Alles eitel Sonnenschein?

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Viele deutsche Exporte laufen über den Hamburger Hafen

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Diese prima Stimmung bei den Erwartungen an die Exporte ist schon erstaunlich, so möchten wir anmerken, bei den aktuellen Massenentlassungen bei den Auto-Zulieferern (hier eine kleine Übersicht). Und auch die großen Autohersteller selbst bauen weiter ab, siehe aktuell MAN und Daimler. Hier weitere aktuelle Detailaussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

In der Chemischen Industrie erwarten deutlich mehr Unternehmen im vierten Quartal, dass ihre Exporte zunehmen. Gleiches gilt für die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen. Auch die Automobilbranche rechnet mit Umsatzzuwächsen beim Auslandsgeschäft. Der Maschinenbau hingegen erwartet vorerst keine größeren Sprünge, dort zeigen sich die Unternehmen eher zurückhaltend. Mit deutlichen Einbußen beim Export rechnen die Hersteller von Bekleidung, Lederwaren und Schuhen.

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Die Verkäufe neuer US-Häuser (New Homes Sales; August) sind mit +4,8% auf eine Jahresrate von 1.011 Millionen deutlich besser ausgefallen als erwartet (Prognose war -0,1% auf eine Jahresrate von 895.000; Vormonat war +13,9% auf eine Jahresrate von 901.000, nun jedoch auf +14,7% auf eine Jahresrate von 965.000 nach oben revidiert).

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