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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbraucherpreise (PCE) wie erwartet – aber ganz schwacher Konsum der Amerikaner!

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Die US-Verbraucherpreise (PCE, Personal Consumption Expenditure; Dezember – erst jetzt veröffentlicht aufgrund des government shutdowns) sind mit +0,2% ausgefallen wie erwartet (Prognose war +0,2%; Vormonat war +0,1%).

Zum Vorjahresmonat stiegen die Preise um +1,9% (Prognose war +1,9%; Vormonat war +1,9%).

Die privaten Einkommen der Amerikaner (Dezember) stiegen zum Vormonat um +1,o% (Prognose war +0,5%; Vormonat war +0,2%), die privaten Ausgaben aber liegen bei -0,5% (Prognose war -0,2%; Vormonat war +0,4%). Damit steigt die Sparquote der Amerikaner stark an!
Im Januar fielen die Einkommen der Amerikaner um -0,1% (Prognose war +0,3%).

Die PCE-Verbraucherpreise werden nur in der Kernrate (also ohne Energie und Nahrung) berechnet und sind seit dem Jahr 2000 die von der Fed erklärtermaßen wichtigste Inflationskennzahl für ihre Geldpolitik..

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Europa

Aktuell: ifo Index besser als befürchtet – aber Gewerbe weiter fallend, starke Dienstleister retten

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Der ifo Index (Januar) ist mit 99,8 besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 98,7; Vormonat war 98,5). Das ist der erste Anstieg seit sechs Monaten!

Das Verarbeitende Gewerbe hat jedoch laut ifo weiter nachgegeben! Die Erwartung fiel auf den niedrigsten Stand seit November 2012. Vor allem der Handel aber bleibt robust, daher die Gesamtzahl besser als im letzten Monat..

Die Geschäftserwartungen liegen bei 95,6 (Prognose war 94,0; Vormonat war 93,8)

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 103,1 (Prognose war 102,9; Vormonat war 103,4).


ifo-Chef Clemens Fuest
Von Institut der deutschen Wirtschaft Köln – Flickr: Wissenschaftliche Round-Table-Jahrestagung 2012, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32259341

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Europa

Wird das wichtigste deutsche Industriebarometer, der Ifo-Index, gleich nochmals Öl ins Feuer gießen?

Es ist nicht von der Hand zu weisen: der Ifo-Index hätte einem langfristig agierenden Anleger bisher gute Dienste geleistet..

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Der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Monat März) ist mit seinen Teilindizes für das verarbeitende Gewerbe (44,7 Punkte) und die Industrieproduktion 45,0 Punkte) am vergangenen Freitag auf Sechseinhalbjahrestiefs gefallen und hat nicht nur Investoren in Deutschland und Europa geschockt, nein, die Wellen erreichten auch die Wall Street, die sich sonst nicht so sehr um Daten aus Übersee kümmert.

Heute, um 10:00 Uhr, wird der neueste Ifo-Index veröffentlicht und in der angespannten Lage könnte das Ergebnis für den Dax für etwas Entspannung sorgen oder ihm einen weiteren Nackenschlag versetzen.

 

Die Aussagekraft von Frühindikatiren

Manch einer wird sagen, ein weiterer Index, na und! Aber diese monatliche Umfrage unter 9000 deutschen Unternehmen hat schon eine besondere Aussagekraft, jedenfalls mehr als der Mannheimer ZEW, einer Umfrage von 300 Analysten von Banken, Versicherungen und Industriekonzernen.

Der ifo-Geschäftsklimaindex fällt schon seit November 2017, der Dax hatte sein Hoch am 23.November 2018 bei 13559 Punkten erreicht und war in Schüben bis Dezember bis auf unter 10300 Zähler abgestürzt.

Der letzte ifo-Geschäftsklimaindex aus dem Februar betrug 98,5 Punkte, der schlechteste Wert seit Dezember 2014. Wenn man bedenkt, dass bis zum August des letzten Jahres noch gute Stimmung in der Wirtschaft geherrscht hat, ist dies schon eine deutliche Kehrtwende. Nach einem kurzen Hüpfer nach oben im Juli 2018 ist der ifo-Geschäftsklimaindex seither permanent gefallen.


source: tradingeconomics.com

Vor allem die Prognose der kommenden sechs Monate wird zunehmend skeptisch gesehen. Der ermittelte Wert ist mittlerweile bereits bei 93,8 Punkte angelangt. Zum Vergleich: Im Oktober 2018 lag der Wert noch bei 101,1. Noch ein paar Zahlen zur historischen Einordnung:

Im Dezember 2009 lag der ifo-Geschäftsklimaindex in Folge der globalen Wirtschaftskrise bei 84,6 Punkten. Sein Allzeithoch hatte der ifo-Geschäftsklimaindex im Februar 2011 – 115,4 Punkte.

Berechnet wird dieser Index seit dem Jahr 1972.

Wie könnte man diesen Index nutzen?

Es ist nicht von der Hand zu weisen. Der Ifo-Index hätte einem langfristig agierenden Anleger bisher gute Dienste geleistet. Allerdings sollte man sich nicht auf eine einzelne Indikation verlassen. Aber in Kombination mit dem Baltic Dry Index (Frachtraten auf hoher See), dem US-Transport-Index und der US-Yield-Curve wäre das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer (bei dreimonatiger Richtungsänderung) schon ein guter Signalgeber für ein konservatives Anlagedenken. Natürlich spielt die konjunkturelle Entwicklung im Riesenreich China eine ganz entscheidende Rolle.

Aber sollte der aktuelle Ifo jetzt gleich weiter fallen, tja dann…..!

Ein siebter Rückgang in Folge könnte die Frage nach einer kommenden Rezession in Deutschland eigentlich schon beantworten.

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verkäufe bestehender Häuser deutlich besser

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Die Verkäufe bestehender US-Häuser (Existing Home Sales; Februar) sind mit +11,8% auf eine Jahresrate von 5,51 Millionen deutlich ausgefallen als erwartet (Prognose war +2,2% auf eine Jahresrate von 5,10 Millionen; Vormonat war -1,2% auf eine Jahresrate von 4,94 Millionen). Zum Vorjahresmonat fielen die Verkäufe dennoch um -2%!

Die Verkäufe bestehender Häuser umfassen ca. 90% des US-Immobilienmarkts und sind daher von besonderer Bedeutung!

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