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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbraucherpreise (PCE) wie erwartet – aber ganz schwacher Konsum der Amerikaner!

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Die US-Verbraucherpreise (PCE, Personal Consumption Expenditure; Dezember – erst jetzt veröffentlicht aufgrund des government shutdowns) sind mit +0,2% ausgefallen wie erwartet (Prognose war +0,2%; Vormonat war +0,1%).

Zum Vorjahresmonat stiegen die Preise um +1,9% (Prognose war +1,9%; Vormonat war +1,9%).

Die privaten Einkommen der Amerikaner (Dezember) stiegen zum Vormonat um +1,o% (Prognose war +0,5%; Vormonat war +0,2%), die privaten Ausgaben aber liegen bei -0,5% (Prognose war -0,2%; Vormonat war +0,4%). Damit steigt die Sparquote der Amerikaner stark an!
Im Januar fielen die Einkommen der Amerikaner um -0,1% (Prognose war +0,3%).

Die PCE-Verbraucherpreise werden nur in der Kernrate (also ohne Energie und Nahrung) berechnet und sind seit dem Jahr 2000 die von der Fed erklärtermaßen wichtigste Inflationskennzahl für ihre Geldpolitik..

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbrauchervertrauen schwächer; Verkäufe neuer Häuser steigen wundersamerweise

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Die Verkäufe neuer US-Häuser (April) sind mit +0,6% auf eine Jahresrate von 623.000 deutlich besser ausgefallen als erwartet (Prognose war -21,9% auf eine Jahresrate von 490.000; Vormonat war -15,4% auf eine Jahresrate von 627.000, nun auf -13,7% auf eine Jahresrate von 619.000 nach oben revidiert).

Im April unter totalem lockdown haben also die Amerikaner mehr Häuser gekauft als im März mit nur halbem lockdown – ein Wunder ist geschehen!

—–

Das US-Verbrauchervertrauen (Conference Board; Mai) ist mit 86,6schwächer ausgefallen als ohnehin befürchtet (Prognose war 88,0; Vormonat war 86,9).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 71,1 (Vormonat war 73,0).

Die Erwartungen liegen bei 96,9 (Vormonat war 94,3)

Dazu schreibt das Conference Board, das die Daten erhebt:

“Following two months of rapid decline, the free-fall in Confidence stopped in May,” says Lynn Franco, Senior Director of Economic Indicators at The Conference Board. “The severe and widespread impact of COVID-19 has been mostly reflected in the Present Situation Index, which has plummeted nearly 100 points since the onset of the pandemic. Short-term expectations moderately increased as the gradual re-opening of the economy helped improve consumers’ spirits. However, consumers remain concerned about their financial prospects. In addition, inflation expectations continue to climb, which could lead to a sense of diminished purchasing power and curtail spending. While the decline in confidence appears to have stopped for the moment, the uneven path to recovery and potential second wave are likely to keep a cloud of uncertainty hanging over consumers’ heads.”

Consumers’ assessment of current conditions declined further in May. The percentage of consumers claiming business conditions are “good” decreased from 19.9 percent to 16.3 percent, while those claiming business conditions are “bad” increased from 45.3 percent to 52.1 percent. Consumers’ appraisal of the job market was mixed. The percentage of consumers saying jobs are “plentiful” decreased from 18.8 percent to 17.4 percent, however those claiming jobs are “hard to get” decreased from 34.5 percent to 27.8 percent.

Consumers, however, were moderately more optimistic about the short-term outlook. Those expecting business conditions will improve over the next six months increased from 39.8 percent to 43.3 percent, while those expecting business conditions will worsen decreased, from 25.1 percent to 21.4 percent.

Consumers’ outlook for the labor market was mixed. The proportion expecting more jobs in the months ahead declined from 41.2 percent to 39.3 percent, however those anticipating fewer jobs in the months ahead also decreased, from 21.2 percent to 20.2 percent. Regarding their short-term income prospects, the percentage of consumers expecting an increase declined from 17.2 percent to 14.0 percent, however the proportion expecting a decrease declined from 18.4 percent to 15.0 percent.”

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Konjunkturdaten

Coronakrise: Die unsinnigen Vergleiche mit den jüngsten Wirtschaftsdaten

Die Coronakrise wird demnächst zu großen Sprüngen und Verzerrungen in den Konjunkturdaten führen. Aber es Daten, die jetzt wirklich aussagekräftig sind!

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Die Coronakrise wird demnächst zu großen Sprüngen und Verzerrungen in den Konjunkturdaten führen – negativ wie positiv! Der sehr beachtete Ifo-Index etwa ist gestern von seinem Allzeittief von 74,3 auf 79,5 Punkte gestiegen. Keine Überraschung, denn was sollte denn anderes herauskommen, schließlich vergleicht man in Deutschland ab sofort jedes Monat mit dem Tiefpunkt im April, mit einer historisch einmaligen, noch nie dagewesenen Situation. Auch die vom Ifo-Institut befragten 9000 Unternehmenslenker konnten im April nicht wissen, wie tief und wie langwierig der weltweite Einbruch durch die Coronakrise werden wird. Deshalb sind auch die meisten Konjunktur- und Wirtschaftsdaten als Vergleichsparameter nicht besonders werthaltig. Anders für die Politik, die manche Daten benötigt, und die Rettungspakete für die betroffenen Menschen und Firmen schnürt, um die besondere Lage zu überbrücken.

Coronakrise: Der Basiseffekt

Wie bereits mehrfach in Artikeln angedeutet, stellt die ökonomische Situation eines weltweiten Lockdowns eine absolute Ausnahmelage dar. In Deutschland ab dem 22. März bis Anfang Mai, in Asien schon um einiges früher. Denn was muss denn mit Wirtschaftsdaten passieren, wenn ich staatlicherseits ganze Industriebereiche von einem Tag auf den anderen dichtmache? Wenn zwei Drittel der werktätigen Bevölkerung weltweit in eine häusliche Quarantäne versetzt werden? Wirtschaftsdaten müssen in Tiefen abgleiten, wie es dies noch nicht einmal in der Weltwirtschaftskrise 1929 ff gegeben hat.

Beispiel deutsche Gastronomie: Als man ab 22.März bis in den Mai hinein alle Gaststättenbetriebe bis auf den Lieferservice schloss – laut statista 71.800 Restaurants, rund 35.500 Imbissstuben, über 4.300 Bars, Diskotheken, Tanz- und Vergnügungslokale und etwa 11.600 Cafés, mit immerhin 1,09 Millionen sozialpflichtig Beschäftigten – so hatte dies bereits im März 45 Prozent an Umsatzeinbußen zur Folge, und jetzt kommt erst noch der April! Aber wie sehen dann die Zahlen ab Mitte Mai aus, als die Ministerpräsidenten den Beschluss gefasst haben, unter Auflagen allen Betrieben innerhalb des Monats die Wiedereröffnung zu gestatten? Die Zahlen müssen prozentual nach oben schnellen – es ist schlicht der Basiseffekt.

Wie schnell sich Wirtschaftsdaten aus einem Lockdown erholen können, sieht man mit Abstrichen in China, welches bereits im Januar große Teile der Produktion lahmlegen musste. Automobilproduktion: Von über 90 Prozent minus im Januar, über minus 40 Prozent im März bis zu minus 5 Prozent im April. Dass dies nicht nur geschönte Zahlen sein können, beweist Volkswagen, das im April alle 23 Werke in China bereits in Betrieb genommen hatte und sogar einen Zuwachs der Produktionszahlen im Vergleich zum Vorjahr vermelden konnte.

Was bedeutet das für die Indikatoren?

Bei einer Datenerhebung auf Monatsbasis müssen sich nach dem Lockdown der Coronakrise geradezu seltsame Steigerungsraten ergeben. Besonders deutlich wird dies seIbst im Rohstoff- und Energiesektor. Die Ölnachfrage hatte im Jahr 2019 die 100 Millionen-Barrel-Grenze pro Tag überschritten, ein gigantischer Verbrauch, der infolge des Lockdowns um geschätzt 35 bis 40 Prozent nach unten gekracht ist. Da man sich dummerweise von Seiten der OPEC + nicht zu Förderkürzungen durchringen konnte – den Höhepunkt bildete Saudi-Arabien, das seine Ölförderung während der Krise sogar auf die Rekordhöhe von 13 Millionen Barrel pro Tag erhöhen wollte, um die Konkurrenten aus dem Markt zu drängen –, so musste dies zu einem Ölpreiskollaps führen. Jetzt deutet sich eine Wende an, die Ölförderstaaten kürzten erzwungenermaßen radikal, während China der große Ölnachfrager der Welt seinen Ölhunger bereits wieder auf über 13 Millionen Barrel pro Tag gesteigert hat.

Eine Eintagsfliege? Wohl kaum. Der Transportsektor macht fast 60 Prozent der Nachfrage aus, der Produktionssektor nur 20 Prozent, es gibt 1,3 Milliarden Kfz weltweit und stellt man stellt in allen Ländern bereits wieder die Weichen für einen Beginn des Sommertourismus. Wenn noch nicht mit dem Flugzeug, dann mit den virengeschützten eigenen vier Rädern. Außerdem sind von den über vier Milliarden Werktätigen im Lockdown anscheinend schon wieder zwei Milliarden an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt. Produktion und Mobilität steigen in Relation zum Hochpunkt der Coronakrise – und damit auch der Energieverbrauch.

Klar hinkt Energieverbraucher Nummer eins in der Welt – die USA – noch hinterher, aber Donald Trump setzt alle Hebel in Bewegung, um die Gouverneure in den Bundesstaaten zur Aufhebung des Lockdowns zu animieren.

Deshalb sind alle Steigerungsraten von Indikatoren derzeit mit Vorsicht zu genießen. Nach und nach werden die Zahlen aus ihren Untergeschoßen wieder nach oben klettern – aber was bedeutet dies zur Beurteilung der Gesamtlage? Was sind die Schlüsselzahlen für die Beurteilung der Konjunktur?

Aus meiner Sicht sind die bedeutendsten Zahlen derzeit Daten, die darauf hinweisen, wie es künftig um die Firmen und deren Beschäftigte bestellt ist. Welche Firmen können nach Ende des Lockdowns am Leben erhalten werden (auch Zombiefirmen) und wie viele der Beschäftigten, die derzeit arbeitslos sind oder sich in Kurzarbeit befinden, werden zu Dauerarbeitslosen (sichtbar in den USA anhand der fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe)?

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Allgemein

Konsumklima in Deutschland: V-förmige Erholung bleibt aus

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Einkaufsstraße - Konsumklima bleibt getrübt

Erholt sich das Konsumklima bei den deutschen Verbrauchern ebenso schnell, wie es abgestürzt ist? Die inzwischen für viele Bereiche der Wirtschaft erhoffte V-förmige Erholung, wird sie kommen? Nein, das wird wohl nichts. Ganz frische heute veröffentlichte Daten zum GfK-Konsumklima zeigen, dass sich die Laune der Deutschen nun minimal gebessert hat. Sie liegt immer noch auf einem desaströs niedrigen Niveau.

Die Verbraucher in Deutschland erholen sich im Mai ein wenig vom Schock, der durch die COVID-19-Pandemie ausgelöst wurde. Sowohl Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch Anschaffungsneigung legen leicht zu. Folglich prognostiziere man für Juni 2020 einen Wert von -18,9 Punkten beim Konsumklima, und damit 4,2 Punkte mehr als im Mai dieses Jahres (revidiert -23,1 Punkte), so die GfK. In den Daten für das Konsumklima im April hätten sehr viele Verbraucher durch die schrecklichen Bilder aus Norditalien, New York und Spanien unter Schock gestanden. Dies hätte zu einem beispiellosen Absturz der Konsumstimmung beigetragen. Ein weiterer Fall des Konsumklimas sei im Monat Mai nicht zu beobachten. Dennoch sei der Wert von -18,9 Punkten der zweitniedrigste Wert, der jemals für das GfK Konsumklima gemessen wurde. Dass sich das Konsumklima so schnell nicht auf alte Niveaus erholt, zeigen auch die folgenden Worte der GfK:

Dennoch ist die Verunsicherung unter den Konsumenten groß. Sie sehen die deutsche Wirtschaft bei Weitem noch nicht über den Berg und eine schwere Rezession auf sich zukommen. Die Angst vor Jobverlust bleibt hoch und dies erweist sich neben den Einkommenseinbußen derzeit als ein wichtiges Konsumhemmnis. Darauf müssen sich Händler und Hersteller weiterhin einstellen.“

Noch viel interessanter als das aktuelle GfK-Konsumklima finden wir eine gestrige Veröffentlichung der GfK, wo das generelle Konsumverhalten der Deutschen für die kommenden 12 Monate untersucht wurde. Hier die Headline-Aussage:

Laut einer aktuellen GfK-Studie zur Konsumentenstimmung in der COVID-19 Epidemie glauben 33 Prozent der Befragten in Deutschland, dass sich ihre finanzielle Situation in den nächsten zwölf Monaten verschlechtern wird. Dies hat natürlich auch Einfluss auf ihr zukünftiges Konsumverhalten: Während ein Viertel auf ihren geplanten Urlaub verzichtet, wollen beispielsweise sieben Prozent den Kauf von Kleidung, Autos und Luxusgütern verschieben. GfK-Experten gehen davon aus, dass Verbraucher in Zukunft noch bedarfsorientierter einkaufen werden und digitale Services weiter an Bedeutung gewinnen.

Den gesamten Text finden Sie hier.

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