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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbrauchervertrauen euphorisch

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Das US-Verbrauchvertrauen (Conference Board; Mai) ist mit 134,1 ausgefallen als erwartet (Prognose war 130,1; Vormonat war 129,2). Das ist der höchste Wert seit November!

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 175,2  (Vormonat 168,3).

Die Erwartungen liegen bei 106,6 (Vormonat 103,0).

 

Dazu schreibt das Conference Board, das die Daten erhebt:

 

“Consumer Confidence posted another gain in May and is now back to levels seen last Fall when the Index was hovering near 18-year highs,” said Lynn Franco, Senior Director of Economic Indicators at The Conference Board. “The increase in the Present Situation Index was driven primarily by employment gains. Expectations regarding the short-term outlook for business conditions and employment improved, but consumers’ sentiment regarding their income prospects was mixed. Consumers expect the economy to continue growing at a solid pace in the short-term, and despite weak retail sales in April, these high levels of confidence suggest no significant pullback in consumer spending in the months ahead.” 

The monthly Consumer Confidence Survey®, based on a probability-design random sample, is conducted for The Conference Board by Nielsen, a leading global provider of information and analytics around what consumers buy and watch. The cutoff date for the preliminary results was May 16.

Consumers’ assessment of present-day conditions improved further in May. Those stating business conditions are “good” increased from 37.6 percent to 38.3 percent, while those saying business conditions are “bad” decreased from 11.3 percent to 10.2 percent. Consumers’ assessment of the labor market was also more positive. The percentage of consumers stating jobs are “plentiful” increased from 46.5 percent to 47.2 percent, while those claiming jobs are “hard to get” declined from 13.3 percent to 10.9 percent.

Consumers expressed greater optimism about the short-term outlook in May. The percentage of consumers expecting business conditions will be better six months from now increased from 19.4 percent to 21.9 percent, while those expecting business conditions will worsen declined from 9.0 percent to 8.4 percent.

Consumers’ outlook for the labor market was also more favorable. The proportion expecting more jobs in the months ahead increased from 16.7 percent to 19.2 percent, while those anticipating fewer jobs declined from 13.2 percent to 12.5 percent. Regarding their short-term income prospects, the percentage of consumers expecting an improvement increased from 21.5 percent to 22.6 percent, however, the proportion expecting a decrease rose from 6.8 percent to 8.2 percent.“

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Konjunkturdaten

Aktuell: Verkäufe neuer US-Häuser schwach

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Die Verkäufe neuer US-Häuser (New Homes Sales; Dezember) sind mit -0,4% auf eine Jahresrate von 694.000 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +1,5% auf eine Jahresrate von 730.000; Vormonat war +1,3% auf eine Jahresrate von 719.000, nun jedoch auf -1,1% auf eine Jahresrate von 697.000 nach unten revidiert).

Interessant ist, dass die Durchschnittspreise weiter steigen, das Angebot an Häusern aber größer geworden ist. Die Zahlen sind insbesondere schwach, weil die Finanzierungsbedingungen in den mortgage rates durch die fallenden Zinsen günstiger geworden sind!

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Europa

Aktuell: ifo Index schwächer als erwartet, „überraschende Eintrübung“

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Der ifo Index (wichtigstes deutsches Konjunkturbarometer) für den Monat Januar liegt nur bei 95,9 Punkten (Prognose war 97,0; Vormonat war 96,3).

Die aktuelle Lageeinschätzung liegt bei 99,1 (Prognose war 99,2; Vormonat war 98,8).

Die Geschäftserwartung deutlich schwächer, sie liegt bei 92,9 (Prognose war 95,0; Vormonat war 93,8).

Dazu kommentiert Klaus Wohlrabe (ifo): Deutsche Wirtschaft startet verhalten ins neue Jahr; überraschende Eintrübung der Konjunktur; verarbeitendes Gewerbe zeigt Zeichen der Erholung; Dienstleistungssektor aber spürbar schwächer, auch Bauindex hat nachgegeben

 

Dazu die Pressemitteilung des ifo:

 

„Die Stimmung in den deutschen Chefetagen ist zum Jahresstart leicht gesunken. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar auf 95,9 Punkte gefallen, nach 96,3 Punkten im Dezember. Dies war auf pessimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Der Indikator zur aktuellen Lage ist hingegen leicht gestiegen. Die deutsche Wirtschaft startet verhalten ins neue Jahr.

Das Verarbeitende Gewerbe zeigt Zeichen der Erholung. Das Geschäftsklima hat sich merklich verbessert. Insbesondere der Index zur aktuellen Lage legte deutlich zu. Ein stärkerer Anstieg war zuletzt im Februar 2017 zu beobachten. Zudem nahm der Pessimismus der Unternehmer mit Blick auf die kommenden Monate erneut ab. Die Kapazitätsauslastung stieg von 82,6 auf 83,1 Prozent.

Im Dienstleistungssektor ist der Indikator spürbar gefallen. Dies war auf merklich zurückhaltendere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Mit ihrer aktuellen Lage waren sie hingegen etwas zufriedener.

Im Handel hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Indikatoren zur aktuellen Lage und zu den Erwartungen lagen höher als im Vormonat. Dies war aber nur auf den Großhandel zurückzuführen. Die Einzelhändler äußerten sich zurückhaltender.

Im Bauhauptgewerbe hat der Index nachgegeben. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage fielen auf den niedrigsten Stand seit Juni 2018. Zudem nahm die Skepsis mit Blick auf die kommenden Monate erneut zu.“

Der ifo Index ist der wichtigste Konjunkturindikator für Deutschland

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Asien

Wie der Coronavirus Chinas Wirtschaft belastet

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Wuhan und 12 weitere Metropolen in der Provinz Hubai wurden bereits abgeriegelt – damit sind mehr als 43 Millionen Menschen in China direkt von dem Coronavirus betroffen.

Der Coronavirus legt das Verkehrs- und Industriezentrum Zentral-Chinas lahm

Über vierzig Millionen Chinesen, also die Hälfte der Bevölkerung Deutschlands, sind aktuell bereits von den Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit und akuter Ansteckungsgefahr durch den Coronavirus betroffen.

Zuletzt ist die Zahl der infizierten Personen auf über 900 angestiegen, 27 Menschen sind bereits an der Lungenkrankheit, die der Virus auslöst, verstorben. Erste Fälle aus Taiwan, Südkorea, Thailand, Japan, Hongkong und den USA sind ebenfalls bekannt.

Neben der Stilllegung des Fernverkehrs hat Peking nun auch eine weitere drastische Maßnahme zur Eindämmung der Epidemie ergriffen: Reisebüros in ganz China dürfen ab sofort keine Pauschalreisen mehr für das In- und Ausland anbieten. Damit ist neben dem Transport- und Fertigungssektor in der Industrieregion nun auch die gesamte chinesische Touristikbranche negativ betroffen.

In der elf Millionen Einwohner zählenden Stadt Wuhan, die das Verkehrs- und Produktionszentrum Zentral-Chinas ist, sind alle öffentlichen Verkehrsverbindungen in und aus der Stadt, also via Zug, Flugzeug, Fähre und Bus, stillgelegt worden. Die Stadt liegt an den Flüssen Jangtse und Han.

Die Ausbreitung des aktuellen Coronavirus erinnert an die SARS-Pandemie aus dem Winter 2002/2003, die etwa 1.000 Todesopfer forderte. Auch damals war zunächst ein bis dahin unbekanntes Coronavirus aufgetreten, das man später als SARS-assoziiertes Coronavirus (SARS-CoV) bezeichnete. SARS steht für „severe acute respiratory syndrome“. Das schwere akute Atemwegssyndrom stellt besonders für ältere und gesundheitlich angeschlagenen Personen eine lebensgefährliche Bedrohung dar.

Die Ansteckungsgefahr ist sehr hoch, da das Coronavirus nicht nur die Artenbarriere überwinden kann, sondern relativ leicht via Tröpfcheninfektion übertragbar ist. Der Virus kann zudem bis zu 24 Stunden außerhalb eines Wirtes überleben.

Ein weiteres Risiko ist die Inkubationszeit von zwei bis sieben Tagen, die dazu führt, dass die mit dem Coronavirus infizierten Personen erst nach einigen Tagen Symptome wie hohes Fieber, Husten, Heiserkeit und Halsentzündungen bemerken. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zur Entzündung der Lungenflügel und akuter Atemnot.

Da momentan in China eine erhöhte Reisetätigkeit im Rahmen des chinesischen Neujahrsfests stattfindet, besteht die Gefahr, dass sich das Coronavirus über Reisende weit über die betroffene Provinz Hubai hinaus ausbreitet.

Aktuell werden Passagiere an Flughäfen und Bahnhöfen an Hand von elektronischen Fieberthermometern und Wärmebildkameras überall in China überprüft. Aufgrund der Inkubationszeit kann aber nicht jeder Infizierte auf diese Art und Weise sofort entdeckt werden.

Eine heilende medikamentöse Therapie gegen die Viruserkrankung gibt es nicht. Die Patienten werden mit Cortison, Virostatika und Antibiotika behandelt. Letztere sollen die zusätzlich auftretende bakterielle Infektion der Atemwege lindern.

Wirtschaftliche Auswirkungen des Coronavirus

An den Aktienmärkten in China werden die ökonomischen Auswirkungen erst mit Verspätung ankommen, da im gesamten Reich der Mitte der Wertpapierhandel anlässlich der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest vom 24. bis zum 30. Januar pausiert.

Ersten Schätzungen zufolge könnte die Epidemie das Wirtschaftswachstum des Landes im Gesamtjahr 2020 um bis zu 1,2 Prozent schmälern. Bereits im letzten Jahr war die Konjunktur mit nur 6,2 Prozent mit der niedrigsten Rate seit 29 Jahren gewachsen. Für dieses Jahr wurde bereits vor dem Ausbruch der Epidemie mit einem schwächeren Wachstum unterhalb der Sechs-Prozent-Marke gerechnet (5,9 Prozent). Für die chinesische Wirtschaft könnte die Virus-Epidemie also je nach Verlauf zu einer spürbaren Zusatzbelastung mitten in einer ohnehin schon stattfindenden Wachstumsabkühlung werden.

Die Economist Intelligence Unit (EIU), ein Unternehmen der The Economist Group, warnt, dass die ökonomischen Auswirkungen über China hinaus erheblich sein können, wenn sich das Virus über China hinaus zu einer Pandemie ausbreitet. Die SARS-Krise im Jahr 2003 kostete die chinesische Wirtschaft 1 Prozent, die Weltwirtschaft lediglich 0,2 Prozent. Gleichwohl boomte China damals und wuchs noch mit zweistelligen Wachstumsraten pro Jahr. Heute ist die zweitgrößte Volkswirtschaft ökonomisch durch den Handelskrieg mit den USA, hohe Unternehmensschulden, eine grassierende Schweinegrippe und eine ausgeprägte Immobilienblase geschwächt. Dazu kommen noch die durch die Proteste leidenden wirtschaftlichen Aktivitäten im Tourismus, dem Handel und dem Finanzmarkt in Hongkong.

Ausbreitung als größtes Risiko für die Weltwirtschaft

Abgesehen von den Kosten für die Eindämmung der Epidemie und die Gesundheitskosten, wird es für verschiedene Bereiche der chinesischen Wirtschaft je nach Verlauf der Virusverbreitung zu Schäden kommen. So zum Beispiel in der Luftfahrt, dem Tourismus, dem stationären Einzelhandel sowie bei persönlichen Dienstleistungen. Hält die Epidemie über die Feiertage in China hinaus an, müssten auch Betriebe, Schulen, Universitäten und Behörden geschlossen bleiben.

Bei einer verstärkten Ausbreitung über die Landesgrenzen hinaus, wären ähnliche volkswirtschaftliche Schäden auch in den betroffenen Nachbarländern und anderen Ländern zu erwarten. Vor allem dann, wenn sich die Epidemie zu einer weltweiten Pandemie ausbreitet. Dies könnte die zuletzt leicht positiven Frühindikatoren der OECD für die Weltwirtschaft wieder zum Kippen bringen und eine milde und temporäre Rezession, u. a. in Deutschland und den USA, bewirken.

Fazit und Ausblick

Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Ort des Ausbruchs der Epidemie, Wuhan, wird kurzfristig schwerwiegend sein. Die 11 Millionen Einwohner zählende Metropole der Provinz Hubei ist Sitz der wichtigsten einheimischen Automobil- und Stahlindustrie. Die als „Durchgangsstraße Chinas“ bekannte Stadt fungiert als Verkehrs- und Industriezentrum für Zentral-China und ist das politische, wirtschaftliche und kommerzielle Zentrum der Region.

Kommt es im Zuge der alljährlichen Reisewelle anlässlich der chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten zu einer verstärkten Ausbreitung des Virus durch Personen, die nicht als infiziert identifiziert werden können (bedingt durch die Inkubationszeit) oder die individuell mit Fahrrädern, Motorrädern, Autos, Booten oder zu Fuß die Absperrungen umgehen, dann könnte das Thema noch für einige Zeit die Schlagzeilen beherrschen. Umso länger die Notfallmaßnahmen der Regierung die gesamte Industrieregion Hubai lahmlegen, umso größer wird der lokale Schaden am Ende sein.

Von Wuhan aus verbreitet sich das Coronavirus

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