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Aktuell: USA bereit auf Dezember-Zollanhebung aufzuschieben, aber nicht bestehende Zölle zu streichen

Markus Fugmann

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am

Laut Aussagen des Wirtschaftsberaters von Donald Trump, Peter Navarro, sind die USA bereit, die für den 15.Dezember geplante Einführung weiterer Zölle aufzuschieben als Entgegenkommen für China bei Abschluß des Phase1-Deals. Dies sagte Navarro gegenüber Edward Lawrence von Fox TV, der zu den Journalisten mit dem besten Zugang zum Weißen Haus gilt (weil Fox tendentiell Trump-freundlich berichtet):

Wenn das auch die Position von Trump ist, dürfte das in den Augen Pekings viel zu wenig sein! China fordert, dass nicht nur zukünftige Zölle abgesagt werden, sondern erwartet die schrittweise synchrone Abschaffung der bereits bestehenden Zölle, wie gestern auch der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, Gao Feng, klar formuliert hatte:

“If China and the US reach a phase one deal, both sides should roll back existing additional tariffs in the same proportion simultaneously.”

Die Aussagen von Peter Navarro implizieren jedoch keine einzige Aufhebung von bereits bestehenden Zöllen. Gestern war über den „erheblichen Widerstand“ bei Mitgliedern der Trump-Administration berichtet worden gegenüber der Aufhebung bereits eingeführter Zölle.

Wenn das nun die offizelle Position der USA ist, dürfte die Reaktion Pekings nicht lange auf sich warten lassen, wie bereits Hu Xijin, Chefredakteur der Global Times, formuliert hat:

„Attitude of the Chinese side is clear that the two sides must simultaneously, proportionally remove the existing additional tariffs in order to reach phase 1deal. This is also a realistic way to de-escalate the trade war. Hope it’s also attitude of the US side.“

Soeben hat der Pressesprecher des Weißen Hauses Grisham gesagt, er sei „sehr optimistisch“, dass es den Phase1-Deal geben werde:

Dieser Optimismus dürfte jedoch eher Zweck-Optimismus sein. Man darf auf die Reaktion Pekings gespannt sein..

Abschließend die Aussagen von Peter Navarro zum nach-Hören:


3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Pascal

    8. November 2019 14:37 at 14:37

    Kurze Anmerkung: in dem Tweet von Edward Lawrence steht „to postpone“ und das heißt laut Googleübersetzer bzw. PONS: verschieben bzw. aufschieben.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      8. November 2019 14:45 at 14:45

      @Pascal, danke, Sie haben völlig recht – ist jetzt geändert

  2. Avatar

    slash

    8. November 2019 15:12 at 15:12

    es ist ein Wunder das die Kurse nicht steigen…. denn in letzter Zeit wurde jede Meldung gefeiert als gäbe es kein Zuhause ;)

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Manuel Koch bespricht im Video auch zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Die Aktien der Allianz seien eine Short-Chance per Stop-Sell-Order. Die Aktien von SAP seien ein Kauf per Stop-Buy-Order. Beide Ideen werden ausführlich begründet.

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Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

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Indizes

Aktienmärkte: Stimulus – so sicher wie das Amen in der Kirche

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Im Artikel von Hannes Zipfel („Der Stimulus kommt garantiert!“) wird auf die überragende Bedeutung der Stimuli seitens der US-Regierung sowie der Federal Reserve hingewiesen: Ohne diese Billionen würden die so essenziellen Aktienmärkte der USA auf ganz anderen Höhen (oder besser: Tiefen) stehen.

Hierzu noch ein paar ergänzende Bemerkungen: Die Stimuli müssen kommen, angesichts der aufflammenden Pandemie, so dass der neuen (oder alten) US-Regierung sowie der Notenbank gar nichts anderes übrig bleibt, als zu „stimulieren und zu drucken“, was das Zeug hält.

Warum die Aktienmärkte Recht haben, wenn sie den Stimulus als sicher ansehen

Die offizielle Zahl der US-Arbeitslosen beträgt derzeit immer noch um die 11 Millionen Menschen. Wenn deren Unterstützung ausbleibt, wird der Konsum leiden, der 70 Prozent des US-BIP ausmacht. Die Erholung des Arbeitsmarkt wird durch die Infektionszahlen bestimmt,  und Fed-Chef Jerome Powell betont es immer wieder gebetsmühlenartig: Seinen gesetzlichen Auftrag, die Erreichung von „Maximum Employment.“

Die Coronakrise hat die amerikanischen Aktienmärkte in Mitleidenschaft gezogen: diese haben immer mehr an Marktkapitalisierung hinzugewonnen in den letzten Jahren und bringen inzwischen fast 40 Billionen Dollar auf die Waage und sind somit eine wichtige Quelle der US-Macht.

Dementsprechend ist ein nachhaltiges Absacken der Aktienmärkte nicht nur ein Problem für die oberen 50 Prozent und die Wall Street, sondern auch für die Renten-Sparpläne 401k, die Millionen Pensionäre versorgen müssen. Das ist also eine Doppel-Achillesferse der Vereinigten Staaten.

Sollte es nach einem Regierungswechsel zu einer Verweigerung der Unterstützung durch den Staat kommen, hat die blockierende Partei meiner Meinung nach bereits jetzt den schwarzen Peter für die nächsten (in 23 Monaten stattfindenden) Midterm Elections. Man hätte dann einen Schuldigen für das Elend der unteren Schichten – und was wird die Wall Street und das große (Spenden)Kapital machen für die Gouverneure und Senatoren, die mit dafür verantwortlich sind? Den Kapitalhahn zudrehen, beziehungsweise dies androhen, so wie man es im Dezember vor der großen Steuerreform gemacht hat. Ruckzuck war die Reform vor Weihnachten durch.

„Money makes the world go round“, …..wenn Konsum und Wall Street tangiert werden….auch die Demokraten und selbstverständlich die Republikaner sitzen auf Bergen von Aktien und profitieren direkt, wenn die Aktienmärkte steigen.

Die Wahl rückt angesichts der Situation im vierten Quartal 2020 fast ein bisschen in den Hintergrund.

Die Aktienmärkte erwarten weitere Stimulus-Maßnahmen

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