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Aktuell: Valneva meldet positive Booster-Daten – Aktie steigt 8,6 Prozent

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Die Valneva-Aktie ist heute vorbörslich früh 8,6 Prozent im Plus! Dies liegt an einer vor wenigen Minuten veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens. Man verkündet positive Booster-Daten für den inaktivierten COVID-19-Impfstoffkandidaten VLA2001. Erste Ergebnisse aus der Phase 1/2-Studie bestätigen demnach, dass VLA2001 die Immunität der Teilnehmer, die VLA2001 als Erstimpfung erhalten hatten, signifikant verstärkte.

77 der ursprünglich 153 Teilnehmer der Phase-1/2-Studie im Alter von 18 bis 55 Jahren erhielten sieben bis acht Monate nach Abschluss ihrer Grundimmunisierung eine Auffrischungsimpfung (Booster) mit einer niedrigen, mittleren oder hohen Dosis von VLA2001. Alle Teilnehmer erhielten laut Valneva eine einmalige Auffrischungsimpfung mit VLA2001 in der gleichen (hohen) Dosis wie in der zulassungsrelevanten Phase-3-Studie „Cov-Compare“. Die IgG-Antikörpertiter (auf der Basis von Spike-Protein) wurden sowohl zum Zeitpunkt der Auffrischung als auch zwei Wochen nach der Auffrischungsdosis gemessen. 45 der 77 geboosteten Teilnehmer wurden in die endgültige Analyse einbezogen.

Eine dritte Dosis VLA2001 löste laut Meldung von Valneva eine ausgezeichnete anamnestische Reaktion aus, wobei ähnliche Antikörperspiegel beobachtet wurden, unabhängig davon, ob die Teilnehmer ursprünglich mit einer niedrigen, mittleren oder hohen Dosis geimpft worden waren. Dies stellt laut Meldung einen starken Auffrischungseffekt dar, der die Antikörperspiegel gegen das Wuhan-Virus um das 42- bis 106-fache erhöht, je nachdem, wie hoch die Antikörperspiegel vor der Auffrischung waren. Die zwei Wochen nach der Auffrischungsdosis gemessenen Antikörperspiegel waren demnach etwa viermal so hoch wie die zwei Wochen nach der Grundimmunisierung beobachteten.

Juan Carlos Jaramillo, M.D., Chief Medical Officer von Valneva, kommentierte in der Meldung: „Wir freuen uns sehr unsere ersten Booster-Daten vorlegen zu können, die bestätigen, dass VLA2001 die Immunität bei Teilnehmern, die VLA2001 als Erstimpfung erhalten hatten, signifikant verstärkte, und zwar unabhängig von den anfänglichen neutralisierenden Antikörperspiegeln zum Zeitpunkt der Boosterung. Bei inaktivierten, adjuvantierten Impfstoffen ist eine Auffrischung mehrere Monate, in der Regel sechs oder mehr Monate, nach der Erstimpfung in der Regel wirksam. Unsere Teams arbeiten fleißig an den Zulassungsanträgen für die fortlaufende Überprüfung, damit wir unseren Impfstoff schnell einsetzen und sicherstellen können, dass er die Menschen erreicht, die ihn brauchen. Ich möchte mich nochmals bei den Prüfärzten, Teilnehmern und Mitarbeitern der Studie bedanken, insbesondere beim National Institute for Health Research und den klinischen Teams der NHS-Forschungszentren.“

Zusätzlich zu diesen ersten Booster-Daten erwartet Valneva die Veröffentlichung weiterer Booster-Daten aus der Phase-3-Studie Cov-Compare. Parallel dazu bereite man den Start einer speziellen heterologen Booster-Studie vor, in der eine VLA2001-Booster-Impfung mindestens sechs Monate nach der Erstimpfung mit anderen Impfstoffen oder nach einer natürlichen Infektion untersucht werden soll. Der Beginn dieser Studie wird für Anfang 2022 erwartet. Valneva wird auch die Seren der geboosteten Teilnehmer auf Kreuzneutralisation gegen bedenkliche Varianten, einschließlich Omikron, untersuchen.



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9 Kommentare

  1. Erfreuliche Nachrichten. Hoffentlich wird der impfstoff von der EMA bald zugelassen.

  2. Es wird aber vollkommen verschwiegen, dass es sich bei Valneva genau so wenig um einen klassischen Totimpfstoff handelt wie bei Novovax.
    Nämlich um ein Genprodukt.
    Die wollen uns verarschen.
    Es wird jetzt seit etwa genau einem Jahr geimpft und es infizieren sich aber täglich doppelt so viel Menschen, als noch vor einem Jahr, in Frankreich 4 x so viel. England 5 x so viel.
    Die Übersterblichkeit liegt jetzt in Deutschland bei 28%.
    Mehr als 30 % höher als vor einem Jahr ohne Impfe.
    Was machen die Inder und die Chinesen anders?
    Ja ich weiß, das ist die Schuld der Ungeimpften, und ich habe einen Aluhut auf.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Valneva ist zumindest das, was einem Totimpfstoff am nächsten kommt. Die „Impfpartikel“ sind Totviren bzw Teile davon. Wo es dann freaky wird ist der Wirkverstärker CpG 1018. Jedoch ist dessen Sinn nicht wie bei mRNA oder Vektor in die Zellen einzudringen und die Zelle umzuprogrammieren, sondern mehr Antikörper zu stimulieren. Aber da CpG 1018 experimentell ist, ist natürlich auch hier viel Vorsicht geboten. Auch hier würde ich nicht ohne mehrjährige Erfahrungswerte und empirisch gezeigte Unbedenklichkeit zugreifen (bei mRNA und Vektor hatte sich das ja schnell selbst erledigt…)

      Grüße
      Noch ein ungeimpfter Aluhutträger

    2. Erstens ist es bei sog. „Totimpfstoffen“ heute gängige Praxis, nicht mehr ganze inaktivierte Erreger zu verwenden, sondern einzelne Proteine. Das hat den Vorteil, dass die immunogenen Bestandteile des Impfstoffs besser definiert sind und erhöht grundsätzlich die Sicherheit. Dass diese Proteine gentechnisch hergestellt werden, ist egal, weil das fertige Proteine keine „bösen Gene“ mehr enthält. (Übrigens ist jedes Protein, das in Menschen, Tieren, Pflanzen oder Mikroben entsteht, ein „Genprodukt“, nämlich durch DNA kodiert.)

      Zweitens haben Totimpfstoffe den Nachteil, dass das Immunsystem häufig nicht besonders stark auf sie reagiert. Deswegen werden vielfach Wirkverstärker benötigt. Da muss der Aluhutträger dann überlegen welchen Tod er sterben will, durch die „experimentelle Gentherapie“ oder durch den bösen Wirkverstärker.

      1. Das ist bereits durch die Realität widerlegt also was sollen diese Behauptungen? Durch natürliche Infektion erzeugte Immunität ist der durch Impfung erzeugten um Potenzen überlegen. Das erkennt man an den (anteilsbereinigten) Status der Infizierten (Geimpft oder Genesen?).

        Das ist ja auch völlig klar, eine Immunität gegen ein spezifisches Spike-Protein kann niemals so gut sein wie gegen 100te unterschiedliche Merkmale einer Virushülle. Genau das ist das Problem bei neuen Varianten, wie bereits Delta eine war. Der Impfstoff wurde gegen Alpha (teilweise Beta) gemacht. Dass die Wirkung bei Delta bereits lachhaft schlecht ist, lässt sich überall beobachten. Natürlich passt das nicht ins Narrativ.

  3. Es wird so sein wie bei der Notenbankpolitik, es wird geimpft und geimpft,auch Kind und Kegel , und erst wenn die Nebenwirkungen die Wirkungen deutlich übersteigen wird man merken dass es keine Lösung ist.In der Zwischenzeit sind weiter die Zweifler und Ungeimpten die Bösen.Das Virus mutiert ständig und hat immer einen Vorsprung auf die SCHNELLSCHUSS- IMPFSTOFFE.Die täglich ändernden Meldungen beweisen dass es hauptsächlich um die Börsenkurse der Gifthersteller geht und verunsichern total.

  4. Ich bin wirklich überrascht, wie viele Impfstoffexperten es mittlerweile in Deutschland gibt. Und fast alle haben ihr Wissen bis dato nicht preisgegeben.

    Das ist der Wahnsinn.

    An potentiellen Fachkräften und Experten wird es den Impfstoffherstellern daher wohl nicht mangeln.

    Von wegen Fachkräftemangel ;-)

    Viele Grüße,

    euer Heini

    1. P.S.

      Last aber bitte die Alluhüte fürs Vorstellungsgespräch zu hause.

      Das könnte unseriös wirken ;-)

    2. @Williams, wir leben im Land der 80 Mio Bundestrainer, schon vergessen? Nun ist Fussi weit weniger spannend als COVID, daher die Reorientierung.

      Haben Sie schon mitbekommen, dass des Deutschen oberster Impfexperte, Karl Lauterbach, zum Gesundheitsminister ernannt wurde? Man sollte zufrieden sein, mit dem was man bekommt, aber weltliche Macht scheint nicht mehr zu genügen. Man will auch geistliche Macht, den Glauben. Aber den bekommt man nur, wenn man Wunder wirken kann und wo sind sie jetzt, die Wunder?

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