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Konjunkturdaten

Aktuell: Verbraucherstimmung Uni Michigan schwächer – Trump-Euphorie verpufft, Demokraten depressiv

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Verbraucherstimmung Uni Michigan (Survey of Consumers University of Michigan) ist mit 95,7 schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 97,9; Vormonat war 98,5)

Während die Eischätzung der aktuellen Lage (current economic conditions) mit 111,2 leicht besser ist als erwartet (Prognose 110,9), bricht die Konjunkturerwartung mit 85,7 (Prognose war 89,0; Vormonat war noch 90,3) stark ein! Und der Grund dafür: die Anhänger der Demokraten sind geradezu depressiv.

So schreibt Chefvolkswirt Richard Curtin: „the Democrat’s Expectations Index is close to its historic low (indicating recession) and the Republican’s Expectations Index is near its historic high (indicating expansion)“.

Also totale Spaltung der Gesellschaft in ihrer Sicht auf die Dinge.

Hier die vollständige Einschätzung von Richard Curtin:

Consumer confidence retreated from the decade-peak recorded in January, with the decline centered in the Expectations Index. To be sure, confidence remains quite favorable, with only five higher readings in the past decade. Importantly, the data do not reflect any closing of the partisan divide. The Michigan survey includes several free-response questions which ask respondents to answer in their own words, without any prompting or proposed answer categories. When asked to describe any recent news that they had heard about the economy, 30% spontaneously mentioned some favorable aspect of Trump’s policies, and 29% unfavorably referred to Trump’s economic policies. Thus a total of nearly six-in-ten consumers made a positive or negative mention of government policies. In the long history of the surveys, this total had never reached even half that amount, except for five surveys in 2013 and 2014 that were solely dominated by negative references to the debt and fiscal cliff crises. Moreover, never before have these spontaneous references to economic policies had such a large impact on the Sentiment Index: a difference of 37 Index points between those that referred to favorable and unfavorable policies. These differences are troublesome: the Democrat’s Expectations Index is close to its historic low (indicating recession) and the Republican’s Expectations Index is near its historic high (indicating expansion). While currently distorted by partisanship, the best bet is that the gap will narrow to match a more moderate pace of growth. Nonetheless, it has been long known that negative rather than positive expectations are more influential in determining spending, so forecasts of consumer expenditures must take into account a higher likelihood of asymmetric downside risks.

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Europa

Gastgewerbe: So stark fiel der Umsatz im letzten Jahr

Claudio Kummerfeld

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Leere Stühle bei der Außengastronomie eines Restraurants

Das Gastgewerbe (Hotels, Restaurants, Catering) ist neben Reisebüros, Fluggesellschaften und anderen wohl mit am Schlimmsten betroffen von der Coronakrise. Heute hat das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung veröffentlicht, wie stark die Umsätze im Gastgewerbe im Gesamtjahr 2020 eingebrochen sind. Es ist ein Rückgang von 38 Prozent gegenüber 2019.

Für den Monat November liegen gesicherte Zahlen vor. Dazu drei Vergleiche: Im November 2020 fiel der Umsatz im Gastgewerbe gegenüber Oktober 2020 um 52,3 Prozent. Der Umsatz lag 67,4 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2019 war der Gastgewerbeumsatz 67,9 Prozent geringer.

Die Grafik ist aufschlussreich. Man sieht den ersten Absturz aus dem Frühjahr, von einem Normalwert bei 105,4 runter auf 26,2 Indexpunkte. dann im Jahresverlauf nach dem ersten Lockdown die Erholung auf 82,8 Punkte im August. Und dann folgt der zweite Absturz bei den Umsätzen im Gastgewerbe ab Oktober, runter auf 34,4 Punkte im November.

Grafik zeigt Verlauf der Umsätze im Gastgewerbe seit dem Jahr 2013

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Asien

Bruttoinlandsprodukt: China ist gewachsen, Deutschland und Europa hinken hinterher

Redaktion

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Shanghai ist die weltweit bekannteste Metropole in China

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im Gesamtjahr 2020 um 5 Prozent gesunken (wir berichteten). Dieses Ergebnis war besser als gedacht. Für die Eurozone liegen die Erwartungen bei -7,5 Prozent. Und China? Wohl dank der schnellen und extrem harten Lockdown-Maßnahmen (Millionen Menschen wurden quasi zuhause eingesperrt) kam das Land schnell aus der Coronakrise heraus, und Wirtschaft und Handel waren relativ gering beeinträchtigt.

Ganz aktuell liegen staatliche Aussagen aus China vor, wonach das Bruttoinlandsprodukt in 2020 im Jahresvergleich um 2,3 Prozent gestiegen ist! Während der Westen kräftige Rückgang der Wirtschaftsleistung verzeichnet, legt China als einziges bedeutendes Land also einen Zuwachs bei der Wirtschaftsleistung hin. Im 4. Quartal 2020 lag das BIP-Wachstum in China im Jahresvergleich sogar bei 6,5 Prozent! Im Chart sehen wir im Verlauf der letzten zehn Jahre in blau die prozentuale BIP-Wachstumsrate für China, und in schwarz die für Deutschland.

Die Industrie in Deutschland kommt zwar ziemlich gut durch die Coronakrise. Aber wir alle sehen es. Die Dienstleistungsbranche leidet massiv unter den monatelangen chaotischen Maßnahmen, dem zweiten Lockdown, und ständig geänderten Regeln. Ist für so einen Krisenfall eine Diktatur wie China besser aufgestellt, weil man Lockdown-Maßnahmen dramatisch restriktiver umsetzen kann als in Europa oder Nordamerika? Danach konnten sich Wirtschaft und Konsum sehr schnell wieder erholen, anders als hierzulande.


source: tradingeconomics.com

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Konjunkturdaten

Verbrauchervertrauen Uni Michigan – Amerikaner erwarten Inflation

Markus Fugmann

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Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (1.Veröffentlichung für Januar) ist mit 79,2 etwas schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose 80,0; Vormonat war 80,7).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 87,7 (Vormonat war 90,0)

Die Konsumentenerwartung liegt bei 73,8, (Vormonat war 74,6)

Die Inflationserwartungen für das nächste Jahr steigen auf +3,0% (Prognose war +2,5%) – die Amerikaner erwarten also ein deutliches Anziehen der Inflation in den nächsten Monaten..

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Anmeldestatus

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