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Konjunkturdaten

Aktuell: Verkäufe bestehender US-Häuser erstmals seit 17 Monaten wieder über Vorjahresmonat

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Die Verkäufe bestehender US-Häuser (Existing Home Sales, Juli) sind mit +2,5% auf eine Jahresrate von 5,42 Millionen ausgefallen als erwartet (Prognose war +2,5 auf eine Jahresrate von 5,39 Millionen; Vormonat war -1,7% auf eine Jahresrate von 5,27 Millionen). Das ist damit der erste Monat, dass die Verkäufe wieder steigen nach 17 Monaten in Folge, als die Verkäufe zum jeweiligen Vorjahresmonat rückläufig waren!

Die Verkäufe bestehender Häuser umfassen ca. 90% des US-Immobilienmarkts und sind daher von besonderer Bedeutung!

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Europa

Importpreise den achten Monat in Folge deflationär

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Das Statistische Bundesamt hat heute früh die Importpreise für den Monat Dezember veröffentlicht. Und siehe da, sie sind inzwischen den achten Monat in Folge in der Deflation, wenn man die Zahlen mit dem Wert des Vorjahres vergleicht. Jetzt sind es -0,7% nach vormals -2,1%, -3,5% usw. Importiertes Rohöl verteuerte sich im Dezember im Jahresvergleich um satte 17,6%. Das ist wohl auch ein Grund dafür, dass das Minus kleiner geworden ist. Der Gesamtschnitt der Importpreise wird damit wohl hochgezogen. Energie-Importpreise insgesamt lagen noch mit 3,8% im Minus. Importierte Verbrauchsgüter ziehen den Schnitt nach oben mit +1,8%, darunter zum Beispiel Schweinefleisch mit gigantischen +46% im Jahresvergleich. Landwirtschaftliche Importgüter verteuern sich insgesamt um 6,5%. Man bedenke: Jetzt im Januar ist der Ölpreis am Terminmarkt deutlich gefallen! Darf man daher für Januar wieder von deutlich gefallenen Importpreisen ausgehen, weil Öl den Schnitt wieder stärker runterzieht?

Chart der Importpreise seit 2015

Weitere Details der Importpreise hier im Wortlaut von den Statistikern:

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter sanken im Dezember 2019 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,0 % und gegenüber dem Vormonat um 0,3 %. Im Vergleich zu Dezember 2018 verbilligten sich unter anderem elektronische Bauelemente (-12,1 %) sowie Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (-8,9 %). Dagegen lagen die Preise für Edelmetalle und Halbzeug daraus (+32,9 %) sowie für Eisenerze (+19,7 %) erheblich über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Preise für importierte Investitionsgüter lagen im Dezember 2019 um 0,4 % unter denen von Dezember 2018 und blieben gegenüber dem Vormonat November 2019 unverändert. Während unter anderem Tablets (-9,9 %) und Smartphones (-9,1 %) billiger waren, wurden Maschinen (+1,3 %) zu höheren Preisen als im Dezember 2018 importiert.

Verbrauchsgüter waren im Vergleich zum Vorjahr 1,8 % teurer. Die Importpreise für Gebrauchsgüter stiegen leicht um 0,1 %.

Die Preise für landwirtschaftliche Güter lagen 6,5 % höher als im Dezember 2018 (+2,0 % gegenüber dem Vormonat). Während sich insbesondere lebende Schweine (+69,0 %) und Rohkaffee (+11,6 %) stark verteuerten, wurden vor allem Getreide (-7,2 %) und Eier (-5,8 %) zu niedrigeren Preisen importiert.

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Konjunkturdaten

USA: Sind die offiziellen Konjunkturdaten wirklich falsch?

Immer wieder gibt es Zweifel an den offiziellen Konjunkturdaten aus den USA. Regelmäßig wird dabei auf die Seite shadowstats verwiesen

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Immer wieder gibt es Zweifel an den offiziellen Konjunkturdaten aus den USA: In volkswirtschaftlichen Diskussionen werden regelmäßig mit einem Verweis auf die Seite shadowstats die offiziellen Daten zu Inflation, Arbeitslosenquote und BIP-Wachstum angezweifelt. Nach Angaben der Seite werden dort zur Berechnung dieser Größen die Berechnungsmethoden genommen, wie sie bis in den 1980er und zum Teil bis 1994 auch offiziell angewendet wurden. Kernaussage ist also letztlich, dass die (US-)Statistikbehörden über eine schrittweise Änderung der Methodik die offiziellen Kennziffern soweit manipuliert haben, dass die Werte weit besser aussehen, als sie es eigentlich sind.

USA: Stimmen die offiziellen Inflationsdaten?

Gemäß shadowstats lag die Inflationsrate in den USA zuletzt bei rund 6%, die Arbeitslosenquote bei knapp über 20% und das reale BIP ist in Q3 2019 gegenüber Q3 2018 um rund 2% gefallen. Die genauen Daten erfahren nur zahlende Kunden und die Berechnungsmethodik wird grundsätzlich nicht veröffentlich, also auch für zahlende Kunden nicht.

Direkt auf den ersten Blick fällt auf, dass sich die US-Wirtschaft bei shadowstats seit 2001 in einer Dauerrezession und sogar seit Ende der 1980er in einer Dauerflaute befindet. Die Arbeitslosigkeit steigt aber trotzdem nicht kontinuierlich an, sondern verläuft zumindest bis 2009/10 relativ parallel zur offiziellen Rate, nur höher (und steigt seitdem aber auch trotz Rezession nicht weiter) – und trotz dieser katastrophalen Konjunktur schaffen es die Unternehmen, die Verbraucherpreise Jahr für Jahr kräftig zu erhöhen. Eigentlich ein erklärungsbedürftiges Phänomen, das aber weder John Williams von shadowstats noch seine Kunden zu interessieren scheint.

Das ist allerdings nicht die einzige Merkwürdigkeit in den Daten. John Williams behauptet, die Berechnung der Inflation habe sich seit 1980 so extrem verändert, dass die Inflation um rund 4 Prozentpunkte unterschätzt wird. Bei einer kompletten Veränderung der Methodik hätte ich erwartet, dass nicht nur die Höhe der Inflation anders ist, sondern auch der Inflationsverlauf deutlich anders aussieht. Doch das ist nicht der Fall. Die shadowstats-Inflationskurve sieht aus wie die parallel nach oben verschobene offizielle Kurve.

Weiter erstaunlich ist die große Differenz, obwohl sich die Methodik gar nicht so extrem geändert hat. Es gab immer mal wieder kleinere Anpassungen, die alle dokumentiert sind – also beim Bureau of Labour Statistics, das für die Inflationsberechnung zuständig ist  (nicht bei shadowstats) – und mit der Methodik von 1980 wäre die Inflation tatsächlich 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte höher. Das ist also zum einen weit entfernt von den shadowstats-Werten und zum anderen wurden diese Veränderungen zumeist aus durchaus nachvollziehbaren Gründen durchgeführt, d.h. die neue Methodik ist die akkuratere.

Da John Williams seine Methodik nicht offenlegt, sind seine Zahlen nicht im Detail nachvollziehbar. Der kurze Text bei seinen BIP-Daten legt allerdings nahe, dass er seine Inflationsdaten nimmt, um damit die offiziellen BIP-Werte zu verändern. Tatsächlich scheint er das offizielle BIP-Wachstum um die von ihm ermittelte Inflationsdifferenz zu reduzieren. Die Inflation ist bei ihm um 4 Prozentpunkte höher als offiziell, also ist das reale BIP-Wachstum um 4 Prozentpunkte niedriger.

Das ist gleich doppelt wirr. Zum einen spielt die Verbraucherpreisinflation für die BIP-Berechnung gar keine Rolle, da das BIP nicht nur aus Verbrauchsgütern für die privaten Haushalte besteht. Da kommt der BIP-Deflator zum Tragen, der jedoch ohnehin ganz anders ermittelt wird als die Verbraucherpreisinflation. Es ist zudem fraglich, wieso bei einer höheren Preissteigerung das nominale BIP unverändert bleiben sollte. Konsequenterweise müsste dann das nominale BIP schneller steigen als offiziell unterstellt und die realen Wachstumsraten blieben mehr oder weniger unverändert.

US-Arbeitslosenquote: offiziell und bei shadowstats

Und während Trump sich selbst in Davos für eine extrem niedrige Arbeitslosenquote feiert, liegt sie gemäß shadowstat bei gut 20%, also bei Werten, wie in der Weltwirtschaftskrise 1929/33. Von den 15- bis 64-jährigen US-Amerikanern haben aber 74,4% einen Job (https://fred.stlouisfed.org/graph/fredgraph.png?g=pYYW). Da wäre also nur rein theoretisch Platz für eine derart hohe Arbeitslosenquote, wobei in dieser Altersgruppe viele Schüler und Studenten dabei sind. Im sog. Prime Alter zwischen 25 und 54 sind 89,1% der Männer (https://fred.stlouisfed.org/graph/fredgraph.png?g=mNKW) und 76,2% der Frauen (und das sehr stabil seit über einem Vierteljahrhundert) erwerbstätig (https://fred.stlouisfed.org/graph/fredgraph.png?g=pUqs).

Selbst wenn man unterstellt, das alle nicht Erwerbstätigen arbeitslos sind – es gibt also keine Hausfrauen/-männer, keine Arbeitsunfähigen, keine Studierenden über 25 etc. – läge die Arbeitslosenquote in den USA nicht so hoch wie bei shadowstat behauptet. Die Zahlen können also schlicht nicht stimmen, was seine Behauptungen, er würde mit alten Methodiken arbeiten, als Lüge entlarvt.

Es spricht also viel dafür, dass shadowstats nicht wie behauptet, eine ältere Methodik verwendet, sondern schlicht die sicherlich vorhandene Nachfrage nach schlechten Zahlen vor allem in den USA befriedigt und damit Geld verdient!

Die offiziellen Konjunkurdaten der USA und die Daten von shadowstats

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbrauchervertrauen – Amerikaner euphorisch

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Das US-Verbrauchervertrauen (Conference Board; November) ist mit 131,6 deutlich besser ausgefallen als erwartet (bester Wert seit August; Prognose war 128,0; Vormonat war 126,5).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 175,3 (Vormonat war 170,0) .

Die Erwartungen liegen bei 102,5 (Vormonat war 97,4)

Der Richmond Fed Index besser mit einem Wert von 20 (Prognose war 9; Vormonat war -5).

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