Konjunkturdaten

Aktuell: Verkäufe bestehender US-Häuser besser – zum letzten Mal?

FMW-Redaktion

Die Verkäufe bestehender US-Häuser sind im Oktober um +2,0% auf 5,6 Millionen Jahresrate gestiegen (Prognose war -0,5% auf 5,43 Millionen Jahresrate).

Die Verkäufe bestehender Häuser sind die wichtigsten Daten des US-Immobilienmarkts, da der Markt für bestehende Immobilien 90% des amerikanischen Immobilienmarkts ausmacht. Die Daten stammen jedoch aus dem Oktober und reflektieren daher noch nicht die Tatsache, dass seit dem Sieg von Donald Trump die US-Renditen massiv nach oben geschossen sind – mit der Folge, dass sich auch Immobilienkredite deutlich verteuert haben seitdem. Derzeit liegt die „fixed mortgage rate“, also ein nicht Zins-flexibler Immobilienkredit, bei 4,0% in den USA. Vor den Wahlen waren es 3,4% – das ist in diesem Segment in so kurzer Zeit nicht weniger als ein Erdrutsch!

Es ist daher davon auszugehen, dass der amerikanische Immobilienmarkt seinen Hochpunkt bereits hinter sich hat, da der Erwerb einer Immobilie für Käufer durch die verschärften Kredit-Bedingungen inzwischen deutlich teurer geweorden ist! Es sei denn, dass die Zinsen wieder deutlihc sinken würden, was sich aber nicht wirklich abzeichnet..



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3 Kommentare

  1. Das wäre eine Überraschung, wenn Frau Yellen die Zinsen im Dezember doch nicht anheben würde!!!!
    Gründe dafür gäbs ungefähr genausoviele wie dagegen….und schwupdiwupp kann der Dollar wieder weicher werden.
    Wenn die halbe Börsenwelt um den 4. Dezember rum wieder einen kleinen Schwank hinlegen würde, wäre die FED sicher nicht abgeneigt, im letzten Moment…quasi als „Einstiegsgeschenk“ für den blonden Donald….noch nicht an der Zinsschraube zu drehen….und was bitteschön heisst schon „….relativ bald…“ Frau Yellen? Relativ ist halt relativ…..und nicht „ehestmöglich“ oder nicht mal „sehr bald“.
    Vielleicht wird der 4. Dezember ein kleiner bis mittlerer Meteoriteneinschlag. Sollte es so kommen, bekommen wir diesmal den Beginn der Druckwelle einige Tage später zu spüren.

    1. …und die Wahrscheinlichkeit, dass Hillary gewinnen würde, lag vor einigen Wochen noch bei gut über 90%.

  2. Was mir bei den Zahlen über den Verkauf der Bestehenden schon seit Jahren Rätsel aufgibt:
    Wieso wird aus einem Anstieg stets was Positives rausgelesen? Und umgekehrt.

    Da lässt sich doch vieles und auch ganz was anderes reininterpretieren!
    Z.B., dass Hausbesitzer g e z w u n g e n seien könnten, die Immobilie wegzutun, weil sie die Lasten nicht mehr bedienen können, wegen dem Wechsel in den Niedriglohnsektor.
    Oder weil sie heilfroh sind, bei den guten Preisen ein Schnäppchen zu machen und lieber vorübergehend zur Miete wohnen.
    Oder weil die Preise schon so tief gefallen sind, dass die Käufer endlich bereit sind, zuzugreifen.
    Oder weil die Bank bei gesunkenen Preisen zum Verkauf zwingt.

    Nur die Absatzzahlen – ohne die erzielten Preise zu kennen – ist für mich schon mal von vornherein ohne jede Aussagekraft hinsichtlich Konjunktur u.dgl.
    Und selbst bei Kenntnis der Preise können unterschiedliche Schlussfolgerungen gezogen werden.

    Ich persönlich würde den Neubaubeginnen und den Bauanträgen eine größere Bedeutung beimessen. Weil da was ganz Neues, was zusätzliches „produziert“ werden soll.

    Wäre schön, wenn mir @Markus Fugmann oder die Redaktion mal wieder ein bisschen auf die Sprünge helfen würden. Falls das überhaupt erklärbar ist.
    (Ich warte auch gerne bis die letzte Klappe gefallen ist und Marktgeflüster für heute abgedreht wurde)

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