Gold/Silber

Aktuell: Warum der Goldpreis nach den US-Arbeitsmarktdaten fällt

Ein Barren Gold

Der Goldpreis war am Mittwoch nach den ADP-Arbeitsmarktdaten abgerutscht von 1.703 auf 1.685 Dollar. Wir fragten, ob das eine Kaufchance sei. Seitdem war der Goldpreis auf 1.716 Dollar gestiegen bis heute um 14:29 Uhr. Dann folgte ab 14:30 Uhr der schnelle Abrutsch auf bis zu 1.706 Dollar. Grund dafür waren die um 14:30 Uhr veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten der staatlichen Arbeitsmarktbehörde in den USA.

US-Arbeitsmarktdaten „besser“ als erwartet

Mit 20,5 Millionen abgebauten Stellen im April ist dies der schlimmste Absturz am US-Arbeitsmarkt in der Geschichte. So ein Krisenszenario müsste den Goldpreis doch eigentlich nach oben schießen lassen? Denn in Krisenzeiten ist Gold doch allgemein bekannt als der letzte Hort der Sicherheit. Aber nein, es kam anders. Denn dieser schlimme Absturz am US-Arbeitsmarkt war dank der ADP-Daten und der wöchentlich vermeldeten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe schon erwartet worden. Markus Koch erwähnte vorhin Erwartungen von 22 Millionen verlorenen Stellen. Andere Schätzungen lagen bei -21 Millionen. Von daher waren die katastrophalen -20,5 Millionen zwar wirklich ein totales Debakel. Aber es war halt etwas „weniger schlimm“ als erwartet. Tja, alles einer Frage der Erwartungshaltung?

Goldpreis reagiert

Und weil es „besser“ kam als gedacht, ist der Krisen-Fluchthafen Gold nicht mehr so stark gefragt? Diese Logik haben die automatischen Handelsprogramme (ALGOS) vieler Hedgefonds und Banken wohl ab 14:30 Uhr sofort in die Tat umgesetzt, und so den Goldpreis mal eben 10 Dollar fallen lassen. Der Dow 30 hat seit 14:30 Uhr gerade mal 90 Punkte zulegen können. Also hält sich auch die Euphorie am Aktienmarkt in Grenzen. Und siehe da. Inzwischen ist auch der Goldpreis von seinem Tief bei 1.706 Dollar schon wieder auf 1.717 Dollar gestiegen. Also, hat man die US-Arbeitsmarktdaten in den letzten 90 Minuten verdaut, und schielt nun wieder nach oben? Schaut man auf den Chart, dann sieht es gar nicht mal so schlecht aus.

Wir sehen hier den Goldpreis in US-Dollar im Verlauf seit Mitte Januar. Im April gab es zwei Hochs um die 1.730 Dollar herum. Schafft Gold es dieses Niveau nach oben zu durchbrechen, könnte mehr Platz sein für die Bullen. Naeem Aslam von Avatrade hat in einem Schnell-Kommentar 5 Minuten nach der Veröffentlichung der heutigen Daten zum Rückfall bei Gold Stellung genommen. Der Goldpreis bewegte sich zunächst nach unten. Aber man müsse bedenken, dass die Arbeitslosenquote in den USA unglaublich hoch ist. Daher ist jede Schwäche des Goldpreises eine Chance zurück ins Spiel zu kommen, so Naeem Aslam.

Goldpreis Verlauf seit Januar



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5 Kommentare

  1. Weil jeder der bis 5 zählen kann, schon in Gold investiert ist, deshalb steigts nicht.

    1. @mike lohmann, glaube sie sind noch neu hier auf fmw. ich bin ein paar jahre dabei und glauben sie mir, herr kummerfeld schaut nicht in den rückspiegel. mit diesen artikeln von herr kummerfeld können sie viiiel geld verdienen.
      paar beispiele: artikel über wti (ca. 70 usd ) veröffentlicht, das dieser fallen müsste, und wie er gefallen ist. dann wieder bei ca 50 drauf aufmerksam gemacht das es bergab gehen muss.
      bei gold schon einigemale goldrichtige artikel veröffentlicht.
      er sxhreibt am sxhluss immer das es keine empfehlung ist aber man kann guten gewissens die trades machen.

      ich wäre ihnen dankbar keine zu schnellen fehlschlüsse zu ziehen, das reizt mich als fmw anhänger.

      vg md

  2. Es muss für Journalisten eine besondere Herausforderung sein, jede kleine Bewegung der Börse mit seitenlangen Argumentationen mit Blick in den Rückspiegel zu füllen.

  3. Pingback: Why the Gold Price Falls According to US Labor Market Data | En24 News

  4. Pingback: Aktuell: Warum der Goldpreis nach den US-Arbeitsmarktdaten fällt - finanzmarktwelt.de - 24einkaufen

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