Folgen Sie uns

Allgemein

Aktuell: Was bringt uns Christine Lagarde?

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

ich fasse mich kurz: Die vergangene Woche brachte wenig neue Impulse für die internationalen Aktienmärkte. Die Grundstimmung bleibt positiv. So kamen die wichtigen westlichen Aktienmärkte leicht voran. Der DAX verteuerte sich um 0,5 %, während der US-Leitindex S&P 500 um 0,8 % vorrückte. Lediglich an der Börse Hongkong haben wir stärkere Abschläge gesehen. So verlor der Hang-Seng-Index rund 2 %, nachdem die pro-demokratischen Kräfte bei den dortigen Kommunalwahlen obsiegt hatten und nun erstmals alle Bezirksräte besetzen werden.

Diese Bezirksräte sind politisch nicht allzu einflussreich und sind vor allem mit administrativen Fragen des Alltags befasst. Gleichwohl zeigte die Wahl, dass die junge Demokratiebewegung in der Stadt breite Zustimmung genießt. Börsianer folgern daraus nicht ganz zu Unrecht: In der asiatischen Metropole wird es weiterhin politisch unruhig zugehen. Unterdessen warten die Investoren weiterhin auf einen Durchbruch im us-chinesischen Handelskonflikt. Rhetorisch haben sich beide Seiten zuletzt durchaus angenähert. Gleichwohl die harten Taten, sprich ein neues Handelsabkommen, lassen weiter auf sich warten.

Das bringt die aktuelle Woche

Die neue Woche sollte für uns als Börsianer etwas ereignisreicher werden. Heute trifft die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments zusammen. Es wird erwartet, dass die Französin erstmals den künftigen…..

Den gesamten Artikel können Sie lesen, wenn Sie sich für den Newsletter „Profit Alarm“ anmelden. Sie erhalten dann täglich per Email eine exklusive Analyse. Der Service ist für Sie völlig kostenfrei!

21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    asisi1

    2. Dezember 2019 18:08 at 18:08

    Was will an von einer Kriminellen erwarten?
    Mehr Kriminalität!

  2. Avatar

    Knasti

    2. Dezember 2019 18:39 at 18:39

    Ja diese ämtersüchtigen verfilzten Egos wie auch der heute gehörte Marcel Quatscher tun doch Alles für die eigene Karriere. Sie gehen auch über Leichen u.da ihre Leistung nicht messbar ist werden sie immer gebührend verabschiedet. ( Juncker, Draghi u.s.w.)
    Jeder Kleinkrminelle der fürs Überleben ein kleines Vergehen begeht, muss sich verarscht vorkommen.

  3. Avatar

    barthez72

    2. Dezember 2019 21:41 at 21:41

    NEWS NEWS NEWS NEWS / Handelsblatt von C.L. vor der EU

    „Inflationserwartungen an Finanzmärkten im Blick, die nicht aus dem Ruder laufen sollen.“ !!

    „Das Mandat der EZB sei Preisstabilität, aber das Thema Klimawandel werde bei der Strategieüberprüfung eine wichtige Rolle spielen, sagte Lagarde. Beim Kampf dagegen seien zwar in erster Linie die Regierungen gefragt. “Aber das stoppt uns nicht, auf unsere eigenen Operationen zu schauen.” Dies betreffe die Einbeziehung des Klimawandels in die Konjunkturanalyse, in die Aufsicht über Banken oder in die eigenen Investments. Auch müsse geschaut werden, wo und wie der Klimawandel das laufende Anleihenkaufprogramm beeinflussen könnte und sollte, sagte sie. Das Thema steht weltweit ganz oben auf der Agenda“

    Hört,Hört vielleicht fällt ja Jemanden was dazu ein.

    • Avatar

      Columbo

      2. Dezember 2019 22:35 at 22:35

      Die schwarze Schwänin…

  4. Avatar

    barthez72

    2. Dezember 2019 23:59 at 23:59

    So und dazu kommt heute noch die Rede beim Klimagipfel in Madrid,gesprochen von der Herrin der krummen Gewehrläufe v.d.L. Ich kann hier leider keine Quelle bringen,aber eins ist klar, es wird
    sehr teuer.Eine grüne Bank mit Steuerbürschaften wirds wohl auch geben. Call war mind. 1 BIO/Dekade
    .Schnallt euch schon mal an,es wird nicht nur der Sog von altem Geld werden,nein es werden auch die nächsten EU Generationen abkassiert.Wohlgemerkt für ein klar globales Problem.Die Sozialisten der Franfurter Schule leisten ganze Arbeit.Ich wünsche euch und euren Familien viel Glück.

    • Avatar

      leftutti

      3. Dezember 2019 09:46 at 09:46

      Da klingt einer aber verärgert und frustriert ;) Vielleicht wäre es besser gewesen, man hätte die letzten 30 bis 40 Jahre bereits etwas unternommen und auf die warnenden Stimmen gehört. Aber da es ein klar globales Problem ist, warten wir jetzt noch, bis auch Trump und Bolzo vernünftig werden, und erst dann legen wir los. Brillante Idee!

      • Avatar

        Quintus

        3. Dezember 2019 10:01 at 10:01

        @leftutti
        Wohl niemand kann den Klima-Wahnsinn besser beschreiben als Dietmar Tischer:

        Wer genau wissen willen, wie es China mit der Energiegewinnung durch Kohle hält, findet hier aktuelle Zahlen:

        https://endcoal.org/wp-content/uploads/2019/11/Out-of-Step-English-final.pdf

        Executive Summary genügt, um zu verstehen, wohin die Reise geht.

        Besonders interessant für uns:

        China baut im eigenen Land 147.7 GW Kohlekraftwerksleistung auf (unter Konstruktion und wieder aufgenommene Planung) und damit fast genauso viel wie in der gesamten EU mit 150 GW besteht.

        Heißt:

        China baut bei sich auf, was die EU abbauen will.

        Saldo für den Klimaeffekt:

        NULL.

        Noch einmal ganz langsam, weil das eigentlich nicht zu begreifen ist:

        Tag für Tag von früh bis abends Anstrengungen ohne Ende mit Summen, die durch die Decke schießen – für Zielerreichung NULL.

        • Avatar

          leftutti

          3. Dezember 2019 12:31 at 12:31

          Und wie sähe der Saldo aus, wenn auch die EU weitermachen würde, wie bisher? +100% !!! Was soll eigentlich dieses Argument aussagen? Weil andere nichts tun, müssen auch wir nichts tun? Außerdem heißt geplant nicht, dass es auch realisiert wird. Dazu müsste erst einmal das Wirtschaftswachstum wieder die utopischen Höhen erreichen, wie vor einigen Jahren. China investiert auch gleichzeitig in enormem Ausmaß in Erneuerbare Energien.

          Was solls, da können Sie jetzt alle schimpfen und jammern, soviel Sie wollen :)
          Der menschgemachte Klima-Wahnsinn ist da, mit all seinen fatalen Folgen und Auswirkungen, die noch viel mehr durch die Decke schießen.

        • Avatar

          Stina

          3. Dezember 2019 21:32 at 21:32

          Und einmal wieder das große Schweigen im Walde.

          Besonders interessant für uns: Wohl niemand kann den Klima-Wahnsinn besser beschreiben als Greta Thunberg in ihrer ganz eigenen Art. Leider im Sinne der Leistungsträger ist sie auch noch rechtzeitig in Europa eingetroffen. Ich persönlich freue mich schon auf ihre sehr einfachen und für jedermann verständlichen Aussagen, wohin die Reise geht.

      • Avatar

        barthez72

        3. Dezember 2019 13:16 at 13:16

        Ich bin genau ihrer Meinung.Man hätte nicht nur ,sondern musste.Da ich nicht in Deutschland wohne kann ich mir ,aufgrund der Sonnenscheinstunden hier ,leisten mit 3 Personen in meinem völlig autark funktionierenden Haus zu leben. Das kann die Allgemeinheit aber noch nicht.Was
        die Mittelschicht aber kann ist um 6.00 Uhr aufstehen und zahlen ,warum?,tja weil das der einfachste Weg ist. Kennen Sie den Satz “ Haste das nur in deinem Kopf oder auch auf der Bank“
        Gilt für jeden normalen Menschen im Leben,nur grundsätzlich für Politiker nicht,egal welcher Farbe.Weil man gegen 2,5 Mrd Menschen in China und Indien kein Gesetz machen kann ,aber gegen die eigenen Leute schon.Wer gibt den Politikern eigentlich das Recht dazu ?? Und das ist es auch schon,bei schlauen Lösungen wäre ich begeistert ,doch wo sind die ? Und zu frustriert: lieber Leftutti ,sorry jetzt wird es sehr arrogant,ich habe es geschafft seit ich 35 Jahre alt bin,von mir gibt es zu dem Spektakel keinen einzigen Cent.Ich bin sozusagen unabgreifbar,egal was passiert, ich werde daran verdienen.Ich schade damit aber Niemand.
        Bei den hohen Herren ist es aber andersherum,sie gehen offensiv vor und stehlen anderen Menschen unwiederbringbare Lebenszeit. Jetzt kommt normalerweise das Zitat aus PulpFiction mit den „Freveleien böser Männer“.Das klemm ich mir aber.So ist das ,wenn Politiker den Zugriff auf die Notenpresse erlangen. Und am Ende werden sie an der Wand des Eigentums zerschellen.Die Frage ist nur, wieviele Unbescholltene dabei übervorteilt werden.
        sorry ,ich habs nicht erfunden.

        • Avatar

          leftutti

          3. Dezember 2019 13:31 at 13:31

          Sie werden am Klimawandel und seinen enormen Schäden verdienen und schaden dabei aber niemandem? Oder was genau meinen Sie?

        • Avatar

          Michael

          3. Dezember 2019 13:43 at 13:43

          @barthez72, ich habe ein Haus in Deutschland, und wohne dennoch fast autark, auf alle Fälle aber 99,8% klimaneutral. Und das ohne idiotische Dreifachverglasung und ohne sich in 20 cm dickes, aufgeschäumtes Plastik einzuhüllen. Ein bisschen Hirn, gute Planung, mit den richtigen Fachleuten reden, und schon ist das alles keine Hexerei.

          Aber Sie haben natürlich recht: Was Politiker, deren Problemlösungsstrategien, Vorschläge und Förderprojekte angeht, führt der Weg immer wieder in den ultimativen Wahn- und Unsinn.

          • Avatar

            Klimasünder

            3. Dezember 2019 15:05 at 15:05

            @ Michael. Ich nehme an es ist ein älteres Haus. ( keine Dreifachverglasung) Da ich bald auch etwas machen muss, nähme mich Wunder wie ihr Konzept aussieht.
            Eine Kurzanwort würde mich freuen.

        • Avatar

          Stina

          3. Dezember 2019 19:37 at 19:37

          Da sehe ich einen Mann, der in klimatisch bevorzugten Regionen im Ausland lebt und ständig über Volk und Politiker in Deutschland und EU lästert. Und lese über einen sehr arroganten Mann, der finanzielle Unabhängigkeit und den Abschluss der männlichen Adoleszenz als Maß aller Dinge verkauft. Ich hoffe, es war keine Erbschaft im Spiel, um die eigene Leistung nicht zu schmälern.

          Falls Sie nicht in EU leben, was kümmern Sie sich so sorgenvoll und ständig mahnend um die Bürger mit Familie in Europa? Leben Sie als Flüchtling in Südostasien, Ozeanien oder Südamerika, wo alles so toll ist? Ich glaube aber nicht, weil Sie immer zu MEZ Zeit aktuell schreiben und antworten.

          Aber wenn Sie in EU leben, warum dann „Ich wünsche euch und euren Familien viel Glück“ und „jetzt wird es sehr (bei anderen) arrogant,ich habe es geschafft seit ich 35 Jahre alt bin,von mir gibt es zu dem Spektakel keinen einzigen Cent.Ich bin sozusagen unabgreifbar,egal was passiert, ich werde daran verdienen“?
          Arrogant klingt genau so!

  5. Avatar

    Green- Span

    3. Dezember 2019 09:35 at 09:35

    @ Columbo,eher graue Krähe als schwarze Schwänin.Was könnte sie machen?
    Im Gegensatz zu Fratzscher der sagt, auch gesunde Firmen,nicht nur Zombis profitieren von Gratisgeld, könnte man nur noch grüne ( nachhaltige ) Zombis durchwursteln.Welche Argumentation eines „Wissenschafters „ der Friedrich „Nicht- Wissenschaftlichkeit“ vorwirft.
    Sehr bald wird sicher Flugsprit besteuert werden müssen, auch wenn das bisher vor allem von der vielfliegenden Elite bekämpft wurde.D.h.Mobilität wird teurer werden ,der Tourismes eher gebremst u.irgendwann wird die von Allen ersehnte Inflation auftauchen.
    Da Christine auch einen grossen Gerechtigkeitssinn hat, wird sie auch andere nicht eindeutig Kriminelle
    mit weniger Beziehungsnetz entsperren.

  6. Avatar

    Columbo

    3. Dezember 2019 11:19 at 11:19

    Green-Span

    „…die Mobilität wird teurer werden, der Tourismus eher gebremst…“

    Die Mobilität und der Tourismus haben inzwischen aber auch Ausmaße angenommen, die mit Lebens/Urlaubsqualität nicht mehr viel zu tun haben. Man braucht nur in die genervten Touristengesichter schauen, wenn sie massenhaft die Skipisten hinunterstürzen oder frustriert in der Warteschlange in den Klettersteigen herumhängen.
    Die Urlaubs-Fernziel-Herumreiserei scheint auch nicht mehr alle glücklich zu machen, mich jedenfalls nicht. Aber die Tourismusindustrie muß Bedürfnisse schaffen, immer neue. Demnächst vielleicht Nordpolreisen zum Eisschmelzeschaun oder Venedigreisen zum Hochwasserwandern, das besondere Klimawandelerlebnis life.

    • Avatar

      leftutti

      3. Dezember 2019 12:48 at 12:48

      @Columbo
      Demnächst vielleicht Nordpolreisen zum Eisschmelzeschaun…, da müssen die sich aber beeilen, denn viel gibt es nicht mehr zum schauen. Es gibt kaum mehr Eisschollen, die stabil genug sind, um gefahrlos neue Basisstationen für einen mehrmonatigen Zeitraum zu errichten. Die Eisbrecher für die Nordostpassage können demnächst auf hölzerne Ruderboote umgestellt werden ;)

  7. Avatar

    Green- Span

    3. Dezember 2019 12:17 at 12:17

    @ Columbo. vollkommen richtig, ich habe auch kein Problem damit, ich habe nämlich schon Heimweh wenn ich den Kirchturm der Wohngemeinde nicht mehr sehe.Aber erstaunlich, dass die extrem grüne Welle bis jetzt bei den Reisebüros ( Buchungen) noch keine Spuren hinterlassen hat.
    Die Gesellschaften ,die die super „klimafreundlichen „ Kreuzfahrten verkaufen sind gerade daran ihre umgerüsteten SAUBEREN SCHWERÖLVERBRENNER zu vermarkten. Was die Autohersteller nicht können, können anscheinend diese Marketingleute mit Installieren einiger Filter verkaufen.( Wer es glaubt ? )
    Bevor man den einfachen Leuten den einfachen VW Golf mit 4 Liter Dieselverbrauch verbietet ,sollte man
    wirklich bei den grossen Brocken anfangen.In diesem Sinne ist das Zurückfahren der Globalisierung nicht schlecht. Müssen denn alle Produkte tausende von Km herumgeschoben werden , nur weil andere Länder mit Kinderarbeit u.Tiefstlöhnen billiger sind.Müssen Sojabohnen von den USA nach China transportiert werden .Könnten nicht die Schweine dort gefüttert werden wo die Bohnen wachsen? Oder haben die Amis schon genug Schweine? Es gäbe da noch tausend irrwitzige Beispiele.
    Generell in der Sport- u.Vergnügungsindustrie gäbe es viele Beispiele, deren Mobilitätskonsum man hinterfragen könnte.Ein Beispiel das ich nie vergesse , als Claudia Schiffer beim WEF in Davos, als Person mit einigen hunderttausend wichtigen Flugkilometern der Weltelite erklärte, dass man mit 30 Gradwäsche sehr viel fürs Energiesparen tun könnte! !

  8. Avatar

    Michael

    3. Dezember 2019 16:27 at 16:27

    @Klimasünder, unser Haus ist jetzt 15 Jahre alt. Ob sich unser Konzept auf ein bestehendes Haus zur Sanierung/Modernisierung umsetzen lässt, kann ich natürlich nicht beurteilen. In unserem Fall wurde das Konzept bereits vor dem Bau entwickelt und auch an den Standort angepasst. Auch die Standortwahl spielte im Vorfeld eine nicht unbedeutende Rolle (Südhang, keine typische Winternebel-Region bei Hochdrucklagen). Ich liste mal kurz die wichtigsten Punkte auf:

    Zweifachverglasung mit großen Fensterflächen dort, wo viel Sonneneinstrahlung vorliegt.
    Kleine Fensterflächen in Richtung Nordwest-Nord-Nordost.
    Der höhere G-Wert gleicht im Gesamtergebnis den schlechteren U-Wert gerade in der Zeit von Mitte Februar bis April und von September bis Mitte November mehr als aus (tiefer Sonnenstand, volle Einstrahlung).
    Hochwertige Fensterrahmen, um hier Schwachpunkte zu vermeiden.
    Wände mit Flachsdämmung innen und zusätzlicher Holzweichfaserplatte außen. Der langsame Temperaturdurchgang aufgrund der niedrigen Temperaturleitzahl a und der hohen spezifischen Wärmespeicherkapazität sorgt für hervorragenden Hitzeschutz im Sommer und wenig Wärmeverlust im Winter. Wenn die Hitze im Sommer auf der Süd- und Westseite eindringt bzw. die Wärme im Winter außen ankommt, ist es bereits längst Schlafenszeit. Geschlafen wird im Norden und Nordosten, wo keine Sonneneinstrahlung erfolgt ist.
    Wandheizung in Niedertemperatur, die über Strahlungswärme statt Konvektion wirkt.
    https://www.variotherm.com/de/service/fragen-antworten-faq/strahlungswaerme-versus-konvektionswaerme.html
    https://www.kesselheld.de/strahlungswaerme/
    Fast 20 qm Solarthermie, die einen sehr gut gedämmten 3000-Liter-Pufferspeicher speist.
    Der Pufferspeicher kann einige Tage ohne Sonnenschein überbrücken.
    Als Zentralheizung für sonnenlose Perioden reicht ein wassergeführter Holzpelletofen in der Größe eines Schwedenofens.
    Jährliche Heizkosten für Pellets und 190 qm: 225 EUR brutto.
    Holzpellets sind CO2-neutral, der relativ kleine Vorratsraum für 3 to muss nur alle 3 Jahre aufgefüllt werden. Für den Transport der Pellets zu uns habe ich ich die geschätzten 0,2% von den 100% klimaneutral abgezogen. Die Lkw haben sehr kurze Anfahrtswege (BayWa vor Ort, ebenso ein Pelletwerk in einer Entfernung von wenigen Kilometern).

    Es würde mich freuen, wenn ich Ihnen etwas weiterhelfen konnte ;)

  9. Avatar

    Klimasünder

    3. Dezember 2019 19:07 at 19:07

    @Michael ,viel Dank für Ihre Mühe.Sehr interessant, vielleicht kann ich Einiges aus ihrem Projekt anwenden.
    Das mit der 2 – fach – Verglasung habe ich ach schon gelesen.Leider ist diese Theorie noch nicht in alle Fachköpfe geflossen. Werden doch noch viele Eigentümer gezwungen 2- fach -Verglasungungen zu ersetzen.Mit der Klimaerwärmung wird auch die Kühlung im Sommer immer mehr ein Thema.( Altersheime,
    Dachwohnungen u.s.w.
    Gruss

    • Avatar

      Michael

      3. Dezember 2019 19:54 at 19:54

      @Klimasünder, eine Dreifachverglasung macht in vielen anderen Szenarien ja auch durchaus etwas Sinn, auch wenn die Energieeinsparungen eher gering sind. Dann müssen aber auch die Wände und Dächer als flächenmäßig überwiegender Anteil dazu passen. Sonst wird es eher kontraproduktiv und bringt ganz andere Nachteile. Niemand zwingt jedoch irgendjemand, eine ansatzweise moderne 2-fach-Verglasung zu ersetzen, solange diese unter einem U-Wert von 1,3 W/m²K liegt!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

So brutal ist der Umsatzeinbruch in der Reisebranche

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Malediven

Die Reisebranche (Reisebüros, Veranstalter und Reservierungsdienstleister) wurden ähnlich wie Airlines, Hotels und Gastronomie extrem hart von der Coronakrise getroffen. In diesem Winter dürfte der erneute und auch längere Lockdown für die Branche erneut ein kräftiger Nackenschlag sein. Aktuell liegen uns offizielle Statistikdaten vor zu Ende des dritten Quartals 2020, also bis zum Stichtag 30. September 2020.

Demnach lagen die Umsätze der Reisebranche von Januar bis September 2020 um 61 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Besonders groß war der Umsatzeinbruch im 2. Quartal, in das ein großer Teil des ersten coronabedingten Lockdowns fiel. Von April bis Juni 2020 setzte die Branche 91 Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. Im 3. Quartal hat sich der Rückgang etwas abgeschwächt: Von Juli bis September 2020 setzten die Reiseanbieter noch 75 Prozent weniger um als von Juli bis September 2019. Im Chart sieht man seit 2015 die Umsätze der Reisebranche als Index. Im 4. Quartal 2019 lag er noch bei 132 Punkten. Ende Juni 2020 waren es nur noch 11,5 Punkte, und Ende September 31,3 Punkte. Man darf annehmen, dass der Wert zu Ende Dezember 2020 wegen des neuen Lockdowns erneut abgesackt ist?

Chart zeigt Verlauf der Umsätze der Reisebranche seit 2015

Hier weitere Details der Statistiker im Wortlaut:

Übernachtungen ausländischer Gäste gingen im Sommerhalbjahr 2020 um 68 % zurück

Wie stark sich die Corona-Krise auf den Tourismus auswirkt, zeigt auch die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland im für den Wirtschaftsbereich besonders wichtigen Sommerhalbjahr. Von Mai bis Oktober 2020 gab es in den Beherbergungsbetrieben hierzulande insgesamt 209,6 Millionen Gästeübernachtungen; das waren 31 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Besonders bemerkbar machten sich die coronabedingten Reisebeschränkungen bei den Gästen aus dem Ausland. Hier ging die Zahl der Übernachtungen im Sommerhalbjahr 2020 um 68 % auf 17,2 Millionen zurück.

Weniger Übernachtungen in Hotels, mehr in Ferienwohnungen und auf Campingplätzen

Dabei waren die Beherbergungsbetriebe je nach Größe und Ausrichtung unterschiedlich stark vom Ausbleiben der Gäste betroffen. So mussten beispielsweise Hotels, Gasthöfe und Pensionen im Sommerhalbjahr 2020 einen Rückgang der Übernachtungen um 40 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum verkraften, weil dort inländische Gäste (-31 %) sowie ausländische (-72 %) fernblieben. Dagegen konnten die Anbieter von Ferienhäusern und -wohnungen ein leichtes Plus an Übernachtungen von 1 % verzeichnen, weil sie zwar weniger ausländische Gäste beherbergten (1,8 Millionen Übernachtungen, -41 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum), aber dafür mehr aus dem Inland (33,3 Millionen Übernachtungen, +5 %). Ein ähnliches Bild zeigen die Übernachtungszahlen der Campingplätze in Deutschland: Sie konnten von Mai bis Oktober 2020 das Fernbleiben ausländischer Gäste (rund 2,1 Millionen Übernachtungen, -50 %) durch ein Plus von inländischen Gästen kompensieren (31,0 Millionen Übernachtungen, +15 %) und verzeichneten so insgesamt einen Anstieg der Gästeübernachtungen um 6 %.

weiterlesen

Allgemein

US-Dollar: Sein Fall – und das Comeback der Emerging Markets

Auf den Fall des US-Dollar zu wetten, ist derzeit eine große Investmentidee. Die US-Währung sackt weiter ab. Wer profitiert von der Schwäche?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Auf den Fall des US-Dollar zu wetten, ist derzeit eine große Investmentidee, wie die letzte Umfrage der Bank of America im Fund Manager Survey gezeigt hat. Doch ist jederzeit eine Gegenbewegung möglich, weil Vorsicht geboten ist, wenn es eine Massenmeinung gibt und ein Renditeanstieg zunächst viele Käufer anlocken und dem Kurs Auftrieb geben könnte. Dennoch zeigen viele Indikatoren, dass es der US-Dollar auch in einer Ära Biden schwer haben könnte, Stärke zu bewahren. In den USA türmt sich ein Schuldengebilde auf, in Relationen, wie es diese noch nicht einmal zum Ende des Zweiten Weltkriegs gegeben hat. Damit stellt sich die Frage: Wer profitiert von einer anhaltenden Dollarschwäche?

Gesponserter Inhalt

Wollen Sie aktiv Devisen oder Rohstoffe handeln? bietet ein besonders hochwertiges Trading-Tool für Sie! Je enger die Spreads sind, also je geringer der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs, desto schneller kommen Sie bei einem positiven Trade in die Gewinnzone. Sichern Sie sich für bestimmte Märkte besonders günstige Sonderkonditionen für ihren aktiven Börsenhandel, . Eröffnen Sie hier ein Konto und starten Sie Ihr Trading. Viel Erfolg!

US-Dollar und US-Verschuldung

„The dollar is our currency and your problem!“ Dieser alte und ständig zitierte Spruch des US-Finanzministers Conolloy aus dem Jahr 1971 kann nicht mehr so flapsig dahergesagt werden, denn die USA machen Schulden, viele Schulden – und brauchen daher Abnehmer für ihre Anleihen. Der Kurs der zugrundeliegenden Währung spielt hierbei schon eine Rolle, denn was nutzt ein Zinsvorteil, wenn die Währung permanent abwertet.

Infolge der Pandemie haben die USA bereits fünf Rettungspakete aufgelegt, das letzte im Dezember in Höhe von 900 Milliarden US-Dollar und bereits unmittelbar will der neue US-Präsident noch einmal 1,9 Billionen drauflegen.

Das bedeutet, dass das US-Defizit nicht nur im Jahr 2020 bei 15,5 Prozent gelegen hat, sondern, dass man auch für 2021 mit 14 Prozent rechnet, eine Überziehung des Haushalts, den es in keinem anderen Industrieland geben sollte (Berechnungen Deutsche Bank).

Hierzu ein paar Defizite zum Vergleich:

  • Großbritannien 2020: -19,5 Prozent, 2021: -8,7 Prozent
  • Japan 2020: -14,4 Prozent, 2021: -11 Prozent
  • EU-Zone 2020: -9 Prozent, 2021 -6 Prozent
  • Italien 2020: -11,5 Prozent, 2021 – 8,4 Prozent
  • Deutschland 2020: -6,4 Prozent, 2021 -4,2 Prozent

Sollte dies so eintreten, würden sich die Schuldenstände im Vergleich zum Vor-Coronajahr wie folgt entwickeln:

  • USA von 108,7 auf 134 Prozent im Vergleich zum BIP
  • Großbritannien von 85,4 auf 111,5 Prozent
  • Japan von 238 auf 264 Prozent
  • EU-Zone von 90 auf 111 Prozent
  • Italien von 134,8 auf 158 Prozent
  • Deutschland von 59,5 auf 72,2 Prozent

Aus jetziger Sicht wohlgemerkt, aber die Pandemie ist noch nicht besiegt.

Was bedeutet diese fiskalpolitische Keule für die US-Wirtschaft? Natürlich Wachstum, schließlich gießt man Öl ins Feuer. Aber was macht das mit dem US-Dollar? Einige Ökonomen rechnen mit einem weiteren Verfall des Dollars, auch wenn bei einem Zinsanstieg Geld in den Dollar-Raum fließen sollte. Seit der Wahl in Georgia – also seit klar ist, dass die Demokraten die Mehrheit auch im Senat haben – hat der US-Dollar auch wieder etwas zugelegt. Das Konjunkturprogramm ist eher positiv für den Dollar zu sehen – bessere US-Wirtschaft = höhere Inflationserwartungen = höhere Zinsen und damit eine Stütze für den Greeenback, so die Rechnung.

Aber die Konjunktur wird auch weltweit besser, so dass Geld aus dem sicheren Hafen wiederum abfließen könnte – und damit aus den USA.

Das andere Argument: Die US-Staatschulden sind von 23,3 Billionen Dollar (2019) auf fast 28 Billionen (2020) gestiegen und sollen 2021 um weitere zwei Billionen Dollar steigen. Was für ein Bedarf an Anleihen, zumal noch auslaufende Bills ersetzt werden müssen.

Deshalb sehen Ökonomen wie Stephen Roach die Gefahr eines weiteren heftigen Verfalls beim US-Dollar in zweistelliger prozentualer Höhe. Ein höheres Budgetdefizit würde dazu führen, dass sich das Außenhandelsdefizite der USA weiter ausweitet.

Natürlich ist der US-Dollar noch die sehr dominante Weltleitwährung mit über 60 Prozent Anteil, es werden Rohstoffe zu über 80 Prozent in Dollar frakturiert, allein schon der über 10 Billionen Dollar pro Jahr schwere Ölmarkt. Aber eine weitere Abwertung dieser Leitwährung wäre ein Segen für die Länder, die starke Schulden in dieser Währung haben!

Das Comeback der Emerging Markets

Wenn man sich die Entwicklung an den Finanzmärkten seit der Finanzkrise betrachtet, so ist eines ohne Zweifel auffällig: Es ist bisher eine Dekade der großen Hightech-Werte und damit des technologielastigen Nasdaq. Sehr anschaulich an seiner Performance auch im Vergleich zu S&P 500 oder auch des MSCI World – seit dem Tief bei der Finanzkrise erkennbar:

  • Nasdaq plus 1020 Prozent
  • MSCI World plus 407 Prozent
  • MSCI Emerging Markets plus 293 Prozent

Die letztgenannte Anlageregion, die hier nicht mithalten konnte, obwohl Wachstum und das Alter der Bevölkerung eigentlich klar für sie sprächen, sind die 27 Länder, die in dem Index für Entwicklungsländer zusammengefasst sind. Viele diese Länder sind stark verschuldet, vor allem in US-Dollar, und dessen Abwärtsentwicklung ist eine starke Erleichterung für deren Haushalte (allerdings nicht für alle).

Wie stark die Emerging Markets auf die Abschwächung der Weltleitwährung und der immer stärker werdenden Verschuldung der USA reagiert haben, zeigen Vergleichcharts. Die Outperformance der Emerging Markets in Relation zum S&P 500, besonders deutlich der steile Anstieg nach dem Sieg der Demokraten und die Aussicht auf große Konjunkturprogramme.

Die Emerging Markets proftitieren von der Schwäche beim US-Dollar

Fazit

Wird das Comeback der Emerging Markets Bestand haben? Vermutlich schon, schließlich gibt es auch im Verhältnis der großen Indizes MSCI World und MSCI Emerging Markets Zyklen. Immer wieder gibt es einen Ausgleich in der Entwicklung, deshalb empfehlen Finanzmathematiker auch ein Anlageverhältnis von 70 zu 30, aufgrund von Vergleichen über die Jahrzehnte. Aktuell kommt mit der Schuldenproblematik, dem Verfall beim US-Dollar und Entwicklungen wie die Freihandelszone in Asien, RCEP – Regional Comprehensive Economic Partnership, ein riesiger Wirtschaftsraum mit aufstrebenden Nationen hinzu, was einer Umleitung von Anlagekapital förderlich wäre.

Fahnenstangen werden immer korrigiert, auch bei Länderindizes..

Ein starker US-Dollar ist für viele Länder ein Problem

weiterlesen

Allgemein

Autoindustrie: Das Problem ist der Standort Deutschland

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Autoindustrie in Deutschland im Wandel

Steht die deutsche Autoindustrie vor einem Niedergang wie der Standort Detroit, die ehemalige Hochburg der Autoproduktion in den USA? Die Deutsche Bank (DB) hat ein hochinteressantes Research-Dokument dazu veröffentlicht. Darin wird die Branche nicht wirklich schlecht geredet. Aber schaut man genauer hin, geht es vor allem um den Standort Deutschland, der problematisch sein soll. Die deutsche Autoindustrie selbst sei relativ gut aufgestellt, aber eben nicht der Standort Deutschland. Vorab wollen wir aus der Analyse einige Aussagen erwähnen, was denn positiv am Standort Deutschland zu bewerten ist.

Der Automobilstandort Deutschland verfüge über außergewöhnliche Vorteile. Zu nennen sei vor allem die enge technologische und räumliche Verzahnung von Herstellern, industriellen Zulieferern, Ausrüstern (z.B. Maschinenbau), Entwicklungsdienstleistern, Logistikunternehmen sowie von universitären und sonstigen Forschungseinrichtungen. Von dieser vertikal integrierten Wertschöpfungskette sowie dem über Jahrzehnte gewachsenen Know-how der Beschäftigten könne der Standort zehren. Auch der intensive brancheninterne Wettbewerb war und ist ein Motor für stetige Innovationskraft und Produktivitätsfortschritte. Fasst man aber alle in der Analyse der DB skizzierten Faktoren zusammen, dann falle es jedoch schwer, die Zukunftsaussichten für den Automobilstandort optimistisch zu sehen.

Negative Standortfaktoren für die Autoindustrie in Deutschland

Negativ zu erwähnen hat die DB-Studie so einiges. Und dabei geht es überhaupt nicht um den Absturz während der Coronakrise, sondern um strukturelle Faktoren. Zum Beispiel würden strenge CO2-Grenzwerte für neue Pkw in der EU dazu führen, dass die Hersteller mehr Elektroautos auf den Markt bringen müssten. Der resultierende Kostenanstieg verschärfe den Strukturwandel in der Branche. Kaum jemand erwarte, dass die Netto-Bilanz dieses Strukturwandels für die Wertschöpfung und Beschäftigung der Automoindustrie in Deutschland positiv ausfallen wird.

Auch die Unsicherheiten hinsichtlich der Klima- und Energiepolitik hätten dazu beigetragen, dass der Kapitalstock in energieintensiven Branchen wie der Metallerzeugung oder der Chemieindustrie in Deutschland seit vielen Jahren sinke. Diese Sektoren zählen auch zur automobilen Wertschöpfungskette. Durch die Investitionszurückhaltung würden laut der Studie Teile dieser Kette geschwächt. Höhere Kosten kämen auf die Autoindustrie auch durch die geplante Verschärfung der europäischen Abgasnormen zu (Euro 7). Im Volumensegment dürfte der Kostenaufschlag pro Fahrzeug besonders ins Gewicht fallen. Dies setze die Produktion von „Autos für den Durchschnittsbürger“ in Hochlohnländern wie Deutschland, aber auch in Frankreich oder Italien unter Druck.

Bei klassischen Standortfaktoren wie der Steuerbelastung von Kapitalgesellschaften, Lohnhöhe oder der Flexibilität bei Arbeitszeiten habe sich Deutschlands Position laut der Studie der DB im internationalen Vergleich zuletzt eher verschlechtert. Auch die anhaltenden Handelskonflikte würden die Investitionsbereitschaft hemmen. Zudem ist die Pkw-Nachfrage im wichtigen westeuropäischen Absatzmarkt gesättigt. Schließlich bedeute die demografische Entwicklung eine Herausforderung, da sie zu einem sinkenden Erwerbspersonenpotenzial führe und die Nachfrage dämpft.

Angesichts der strukturellen Herausforderungen sei es fraglich, ob die früheren Produktionshöchststände am Standort Deutschland jemals wieder erreicht werden. Die DB befürchtet, dass es immer schwerer wird, eine konkurrenzfähige Produktion von Pkw im Volumensegment in Deutschland aufrechtzuerhalten. Der Anteil Deutschlands an der globalen, aber auch an der europäischen Autoproduktion könnte in den kommenden Jahren sinken. Ähnlich sei es der Autoindustrie im US-Bundesstaat Michigan (Detroit) ergangen, wo heute deutlich weniger Fahrzeuge gefertigt werden als zu Beginn des Jahrhunderts. Die deutsche Autoindustrie sei besser für die elektromobile Zukunft und andere strukturelle Herausforderungen der Branche gerüstet als der Automobilstandort Deutschland.

Autoindustrie wird sich anpassen – Standort mit Problem?

Wir wollen nur kurze und interessante Auszüge der DB-Studie zitieren. Zum Beispiel gehen wir nochmal auf den Detroit-Vergleich ein. Die DB sagt, dass dieser Vergleich vielleicht zunächst schockieren möge. Aber noch immer würden in Michigan viele Light Vehicles (LV) produziert. Allerdings waren es in den letzten Jahren etwa ein Drittel weniger Fahrzeuge als zu Beginn dieses Jahrhunderts. In der Folge ist der Anteil des Bundestaates an der gesamten LV-Produktion der USA von knapp 25 Prozent im Jahr 2000 auf deutlich weniger als 20 Prozent in den letzten Jahren gesunken. Profitiert hätten dagegen einige Südstaaten der USA, in denen auch deutsche Hersteller in neue Autofabriken investiert haben. Hohe Standortkosten in Michigan (z.B. Lohn- und Pensionskosten der angestammten Belegschaft) seien ein wesentlicher Grund für diese Verschiebung innerhalb der USA gewesen. Eine ähnliche Entwicklung sei für den Automobilstandort Deutschland nicht unwahrscheinlich. Auch in Deutschland könnten die Produktionszahlen der Branche dauerhaft unterhalb der früheren Niveaus verharren. Der Anteil Deutschlands nicht nur an der globalen, sondern auch an der europäischen Automobilproduktion drohe zu sinken.

Die DB-Studie geht an das gesamte Thema durchaus differenziert heran. Man schreibt die Branche nicht einfach pauschal ab. Unter dem Strich sei man davon überzeugt, dass die deutsche Autoindustrie besser für die „elektromobile“ Zukunft und andere strukturelle Herausforderungen der Branche gerüstet sei als der Automobilstandort Deutschland. Die Unternehmen könnten Standortentscheidungen frei treffen und sich im Laufe der Zeit anpassen, wenn sich die Rahmenbedingungen an einem Standort verschlechtern. Bei der Beurteilung der Zukunftsperspektiven des Standorts Deutschland würden aus heutiger Sicht jedoch die negativen Faktoren überwiegen. Bedauerlich dabei sei, dass ein Teil dieser Faktoren durch eine klimapolitische Regulierung begünstigt werde, die deutlich weniger effektiv als möglich und teurer als nötig sei.

Der Vorwurf an die deutsche Autoindustrie, technologische Trends zu verschlafen, werde auch beim Übergang zu E-Mobilität stetig wiederholt. Doch auch in diesem Fall sei er laut DB nicht pauschal zutreffend. Richtig sei, dass der Anteil deutscher Hersteller an den verkauften Elektroautos in vielen Märkten unter ihrem Marktanteil bei traditionellen Fahrzeugen liegt. Gleichwohl gleicht der Übergang vom Verbrennungsmotor zur E-Mobilität einem Langstreckenlauf und nicht einem Sprint. Kein Anbieter liege uneinholbar vorne. Zudem sei die Produktpipeline der deutschen Hersteller gut gefüllt. Die Deutschen seien eben lediglich später dran als manche Konkurrenten, aus Sicht der Autoren der Studie jedoch nicht zu spät.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage