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Aktuell: Wichtige Wirtschaftsdaten aus Großbritannien

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Soeben wurden für Großbritannien wichtige Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Hier die Daten in Kurzform für den Monat August im Jahresvergleich.

Verbraucherpreise +1,7% (erwartet +1,8%).

Einfuhr-Erzeugerpreise -0,8% (erwartet -0,5%).

Einzelhandelspreise +2,6% (erwartet +2,5%).

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Europa

Arbeitsmarkt im Mai: Deutlich mehr Arbeitslose, neue Erstanträge auf Kurzarbeit

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Bundesagentur für Arbeit Beispielfoto

Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich im Mai wie erwartet schlecht entwickelt. Das zeigt die aktuelle Veröffentlichung der Mai-Daten durch die Bundesagentur für Arbeit. Die Coronakrise sorgt für eine steigende Arbeitslosigkeit, und auch für weitere neue Anmeldungen zur Kurzarbeit. Von April auf Mai ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland um 169.000 auf 2,81 Millionen gestiegen, was einer Quote von 6,1 Prozent entspricht, nach 5,8 Prozent im April und 5,1 Prozent im März. Die offizielle Arbeitslosigkeit lag im Mai diesen Jahres um 577.000 Arbeitslose höher als im Mai 2019. Die tatsächliche Arbeitslosigkeit, von der Bundesagentur als “Unterbeschäftigung” klassifiziert, liegt bei 3,57 Millionen Personen nach 3,28 Millionen im März. Die Quote stieg in zwei Monaten von 7,1 auf 7,7 Prozent.

Neue Erstanträge auf Kurzarbeit

Das Thema Kurzarbeit bleibt brisant, und wirkt auf den ersten Blick auch unübersichtlich. Nachdem es im März und April “im Vorhinein erst einmal” Anträge auf Kurzarbeit für insgesamt 10,66 Beschäftigte gab, kamen laut Agentur im Mai 1,06 Millionen Personen hinzu. Lauf gestriger Veröffentlichung des ifo-Instituts waren bislang von den knapp über 10 Millionen beantragten Kurzarbeitern 7,3 Millionen Arbeiter tatsächlich in Kurzarbeit (mehr dazu hier). Hier auch die heutige Info der Bundesagentur für Arbeit zur Kurzarbeit, Zitat:

Vor Beginn der Kurzarbeit müssen Betriebe Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitszeitausfall erstatten. Nach aktuellen Daten zu geprüften Anzeigen wurden vom 1. bis einschließlich 27. Mai für 1,06 Millionen Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt, nach zusammen 10,66 Millionen im März und April. Das heißt aber nicht, dass diese Menschen schlussendlich auch alle kurzarbeiten werden. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis März zur Verfügung und umfassen damit zeitlich den ersten Monat der Verschärfung der Corona-Krise. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im März für 2,02 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit lag damit schon im März weit über den Werten zur Zeit der Großen Rezession 2008/2009.

Arbeitsmarkt stabilisiert sich auf diesem Niveau?

Wird sich der Arbeitsmarkt nach den “wenigen” Entlassungen der letzten beiden Monate (in Relation zu anderen Ländern ist das wenig) auf diesem Niveau fangen? Oder werden aus den Millionen von in Kurzarbeit befindlichen Arbeitnehmern, die de facto Schein-Arbeitslose sind, in einigen Monaten noch reale Arbeitslose? Puhhhhhh, so eine Krise gab es ja noch nie in dieser technisierten modernen Gesellschaft. Schwer zu sagen. Hier die Headline-Aussage der Agentur:

Der Arbeitsmarkt ist wegen der Corona-Pandemie weiterhin stark unter Druck. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind auch im Mai gestiegen, allerdings nicht mehr so stark wie im April. Bei der Beschäftigung sind erste Spuren sichtbar. Die Kurzarbeit hat das Niveau der Krise von 2009 deutlich überschritten. Die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin rückläufig, hat sich aber immerhin gefangen.

Die Bundesagentur für Arbeit ist nach eigener Meinung in der Lage die Auswirkung der Coronakrise auf den Arbeitsmarkt ziemlich genau ermitteln zu können. Dazu hier im Wortlaut:

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Arbeitslosigkeit werden von der Statistik der BA mit einer einfachen Methode ermittelt, die gleichartig für alle Regionen und Merkmale durchgeführt werden kann. Dabei wird unterstellt, dass sich die Arbeitslosigkeit ohne Corona im bisher üblichen Maße verändert hätte. Als bisher üblich wird die Entwicklung im April und Mai 2019 herangezogen. Für den Mai 2019 wird zudem berücksichtigt, dass die Arbeitslosigkeit sich damals aufgrund eines Sondereffekts infolge von Prüfaktivitäten zum Arbeitsvermittlungsstatus von Arbeitslosengeld II-Berechtigten um schätzungsweise 30.000 bis 40.000 erhöht hat. Als Korrekturwert für den Mai wird der Mittelwert von bundesweit 35.000 veranschlagt. Alternativ hätten auch saisonbereinigte Werte verwendet werden können, auf deren Grundlage man den bisher üblichen Effekt noch genauer hätte bestimmen können. Saisonbereinigte Werte stehen aber nicht für alle Regionen und Merkmalsausprägungen zur Verfügung, so dass je nach Fragestellung der Corona-Effekt unterschiedlich hätte berechnet werden müssen. Nach der einfachen Methode errechnet sich der Corona-Effekt der Arbeitslosigkeit für den Mai 2020 als Differenz der Vormonatsveränderung von +169.000 im Mai 2020 und der Vormonatsveränderung von +7.000 im Mai 2019. Inklusive des Korrekturfaktors von 35.000 aufgrund des o.g. Sondereffekts im Mai 2019 beläuft sich der Corona-Effekt damit für den Mai auf 197.000, nach 381.000 für den April. Der GesamtCorona-Effekt als Summe der Monate April und Mai beträgt 578.000.

Daten vom deutschen Arbeitsmarkt für Mai

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Einkaufsmanagerindex Deutschland für Dienstleistungen veröffentlicht

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für Deutschland (Markit PMI für Mai) veröffentlicht – sie sind trotz Erholung immer noch schlimm!

Gesamtindex: 32,3 (Prognose war 31,4; Vormonat war 17,4)

Dienstleistungen: 32,6 (Prognose war 31,4 / Vormonat war 16,2)

Hier der aktuelle Kommentar von IHS Markit im Wortlaut:

Phil Smith, Principal Economist bei IHS Markit, kommentiert die aktuellen PMI Daten:

“Die PMI-Daten entsprechen bislang weitestgehend den Erwartungen. So wurde im April die Talsohle des Rückgangs erreicht, gefolgt von nun abgeschwächtem Abschwung im Mai, als mehr und mehr Unternehmen ihre Arbeit wieder aufnahmen. Nichtsdestotrotz signalisieren die jüngsten Auswertungen noch immer eine beträchtliche Wirtschaftsflaute und lassen eine zweistellige Schrumpfung im zweiten Quartal vermuten. Weiterhin zeichnete sich eine Verlangsamung der Inflation im Privatsektor ab. Der verschärfte Wettbewerb unter den Firmen drückte die Verkaufspreise für Güter und Dienstleistungen. Allerdings waren viele Entscheider noch in der Lage, durch gesunkene Kosten Nachlässe zu gewähren. Schlechte Nachrichten gab es erneut vom Arbeitsmarkt. Jobverluste häuften sich weiter, wenngleich sich der Servicesektor, der zu Beginn des Lockdowns die meisten Stellenstreichungen verzeichnet hatte, im Berichtsmonat etwas beruhigt hat. Dafür wurde er im Mai in puncto Personalabbau von der Industrie überholt.”

Einkaufsmanagerindex Mai

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Verbraucherpreise Eurozone jetzt direkt an der Schwelle zur Deflation!

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Soeben wurden die Verbraucherpreise für die Eurozone für den Monat Mai als Vorabschätzung veröffentlicht. Im Jahresvergleich steigen sie nur noch um 0,1 Prozent, nach +0,3 Prozent, +0,7 Prozent und +1,2 Prozent in den Vormonaten. Der Grund für den Absturz ist eindeutig. Die Verbraucherpreise für Energie reißen den Gesamtschnitt brutal nach unten. Jetzt wirkt der Ölpreis-Crash mit gut zwei Monaten Verzögerung auch voll auf die Preise an der Tankstelle.

Die Energiepreise für die Verbraucher sinken im Jahresvergleich um 12 Prozent nach -9,7 Prozent und -4,5 Prozent in den Vormonaten. Die Lebensmittelpreise können mit +3,3 Prozent den Gesamtschnitt gerade so noch vor dem Abrutschen in die Deflation retten! Aber Rettung naht, womöglich! Denn wie wir es gestern bereits für die deutschen Verbraucherpreise erwähnten, so gilt wohl das selbe auf Eurozonen-Ebene. Der Ölpreis ist die letzten Wochen wieder gestiegen, und so könnte sich die Inflation wieder etwas nach oben bewegen.

Schaut man auf die einzelnen Länder, dann sieht man, dass beispielsweise Länder wie Spanien oder Griechenland längst deutlich in der Deflation sind mit Werten von -0,9 Prozent und -0,7 Prozent.

Statistik der Mai Verbraucherpreise für die Eurozone

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