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Aktuell: Wirecard-Aktie fällt erneut kräftig dank neuem FT-Artikel

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Die Wirecard-Aktie fällt in den letzten Minuten zügig nach unten von 127 auf jetzt 109,60 Euro. Zum dritten Mal (!) innerhalb weniger Tage hat die Financial Times (FT) vorhin einen Artikel veröffentlicht, in dem sie massiv gegen Wirecard schießt. Diesmal trägt er die Überschrift „Wirecard: inside an accounting scandal“. Und wie bei den ersten beiden Malen ist der Artikel verfasst worden vom selben Autor, nämlich Dan MacCrum.

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Dort zitiert er angebliche Infos eines Insiders, der zum Beispiel von einem Meeting bei Wirecard in Singapur berichtet. Dort soll der Leiter der Buchhaltung für den Bereich Asien-Pazifik mehrere Kollegen in einen Konferenzraum zitiert und dort erklärt haben, wie das mit dem „Cook the books“ funktioniere, also das Frisieren von Zahlen. Auch sollen zwei Führungskräfte in der Zentrale in München offenbar ein „gewisses Bewusstsein“ für eine Methode namens „round-tripping“ gehabt haben.

Ob das alles stimmt? Oder ob es frei erfunden ist? Also geht der Streit zwischen Wirecard und FT nun in die dritte Runde. Wer hat Recht? Wer lügt? Wer arbeitet mit falschen Infos, oder wer präsentiert Falschaussagen? Immer noch tappt man als Außenstehender im Dunkeln. Die Wirecard-Aktie jedenfalls hat nun zum dritten Mal mit Angst reagiert (alle drei Abstürze im Chart eingezeichnet). Die Aktie bleibt eine extrem heiße Nummer! Im Chart sieht man den Kursverlauf seit Ende Januar.

Wirecard-Aktie seit Ende Januar

8 Kommentare

8 Comments

  1. Columbo

    7. Februar 2019 15:40 at 15:40

    Eine kleine Entscheidungshilfe:
    „Es ist zwar nur ein Gerücht, aber wahr ist es trotzdem“ 😄

  2. Prognostiket

    7. Februar 2019 15:53 at 15:53

    Nicht nur Statistiken u. Studien kann man aufschönen, auch Buchhaltungen , wo ja eigentlich klare Fakten sind, kann man kreativ gestalten.

  3. leftutti

    7. Februar 2019 16:28 at 16:28

    @Prognostiket, unser geschätzter Bundessuperminister für Statistik und Fakten hat heute einen interessanten Kommentar gepostet. Dank dafür!
    https://finanzmarktwelt.de/wirecard-shortattacke-oder-neues-enron-marktgefluester-video-115958/#comment-53794

    Nachdem nun klar ist, dass das Bureau of Labor Statistics ebenso wie das U.S. Department of Commerce, Economics and Statistics Administration, U.S. CENSUS BUREAU, seine Zahlen und Fakten aufgrund von (telefonischen) Interviews erhebt und auswertet, wundere ich mich über die regelmäßigen Wunder noch viel weniger als bisher schon.
    Das beginnt schon beim Fragebogen: Wie eine Frage gestellt wird und in welcher Reihenfolge die Fragen kommen, kann das Ergebnis verändern. Auch die pure Tatsache, dass jemand an einer Umfrage teilnimmt, kann seine Antworten beeinflussen, ebenso wie die Art, wie ein Interviewer eine Frage vorliest.
    Dies und mehr interessante Fakten zu Umfragen finden sich in folgendem Artikel:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/manipulation-in-der-marktforschung-wie-umfragen-gefaelscht-werden-a-1190711.html

  4. Bundessuperminister für Statistik und Fakten

    7. Februar 2019 16:55 at 16:55

    😄 Aha, achja, hm, interessant, und nur weil der Spiegel Zehntausende E-Mails, Fragebögen, Anweisungen für Interviewer, Quotenpläne und Datensätze ausgewertet und mit Menschen gesprochen hat, die früher in Unternehmen der Marktforschung tätig waren oder es noch sind und weil eine amerikanische Statistikbehörde Fehler einräumt, zweifeln Sie an offiziellen Daten und Fakten? Dies zeigt mir wieder mal, dass Sie kein Interesse an einer sachlichen Diskussion haben.

    • Moritz

      7. Februar 2019 18:18 at 18:18

      Der Kommentar hat mich gekillt 😀

  5. Prognostiker

    7. Februar 2019 18:19 at 18:19

    Aha, achja, hm, dieser Superminister redet ja wie ein Klon vom berüchtigten Statistiker.
    Kein Interesse an einer sachlichen Diskussion ? Sachlich ist eben wahrheitsgetreu, u.die Wahrheit ist eben,dass man Studien u.Statistiken erwiesenermassen zurechtbiegen kann.
    @ Leftutti, nicht nur Studien, Statistiken, u.Buchhaltungen kann man kreativ konstruieren.Gemäss eines Berichts einer unabhängigen Ratingagentur haben in der Krise 2008 bekannte Ratingagenturen eine ganz schlechte Rolle gespielt u. wegen Interessenkonflikten für Bezahlung schöne Ratings geliefert. Ich glaube sogar, dass es um die Verschuldung von Griechenland ging.
    Also wer noch immer vorbehaltlos an diese Institutionen glaubt ,kann sich immer noch für den „NOBELPREIS DER NAIVITÄT ANMELDEN“

    • Bundessuperminister für Statistik und Fakten

      7. Februar 2019 18:58 at 18:58

      @Prognostiker, ich hoffe, Sie haben erkannt, dass mein Kommentar als Mini-Satire mit dem sprachlichen Stilmittel triefender Ironie gemeint war? Schließlich war es meine Bundessuperbehörde, die hier auf FMW aufgezeigt hat, dass unsere amerikanischen Kollegen Fehlerquellen einräumen, wenn die Befragten die Fragen missverstehen oder die Interviewer die Antworten falsch aufzeichnen. Jedoch werden nach gängiger Praxis die offensichtlich falschen Daten der Umfragen als korrekt erfasst verbucht und nicht nachträglich berichtigt, um die Datenintegrität zu wahren.

  6. Prognostiker

    7. Februar 2019 18:50 at 18:50

    Wenn wir schon bei den Ratings sind ,könnte man sich fragen, wie seriös sind die Ratings der Firmenanleihen?
    Wie allgemein bekannt ist gibt es Riesensummen von Firmenanleihen mit BBB -Ratings, = Investment Grade. Könnte es sein ,dass bei genauem Hinsehen bei jetzt verschlechterten Aussichten Einige in die BB Klasse fallen würden, was gemäss Fachleuten der Auslöser für etwas GRÖSSERES sein könnte.
    Gibt es jemand der sagen kann ,wie seriös u.unabhängig diese für die Börsen lebenswichtigen Rater sind u.von wem sie bezahlt werden?
    Kann auch sein, dass wir erst nach dem Crash wissen wer vorher schon nicht lebensfähig war.

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Der „Buffett-Indikator“? Warten auf den großen Knall?

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Warren Buffett hatte schon mehrmals in den letzten Jahren „gejammert“ (auf verdammt hohem Niveau), dass er zwar extrem viel liquide Mittel in seinem gigantischen Gemischtwaren-Konzern „Berkshire Hathaway“ habe. Aber es würden sich keine lohnenswerten Investitionsziele mehr finden lassen.

Wenn die Aktienkurse einfach zu lange zu sehr gestiegen sind, dann sind Bewertungen von normalen Aktiengesellschaften für normal denkende Langfrist-Investoren eben zu teuer. So hatte Buffett sich jahrelang zurückgehalten. Locker könnte er mehrer große Konzerne ohne Kredit und ohne Aktientausch kaufen, sondern einfach mit dem vorhandenen Kontoguthaben. Laut WSJ hat er aktuell 103,6 Milliarden Dollar in der Kasse, und findet keine Unternehmen, dass er für kaufenswert hält.

Jedenfalls nicht zu den aktuellen Börsenkursen, möchten wir hinzufügen! Die letzte große Übernahme tätigte Buffet vor drei Jahren mit dem Luftfahrt-Zulieferer Precision für 32 Milliarden Dollar. Kann oder darf man den stetig wachsenden Cash-Berg von Warren Buffett´s Unternehmen als „Buffett-Indikdator“ bezeichnen? Je länger er wartet und nichts mehr dazukauft, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es kräftig knallt an der Börse?

Nein, diese Analogie ist wohl nicht ganz passend. Aber egal. Fakt ist, dass er wartet. Und er ist Fundamental-Investor. Er will also Unternehmen kaufen, bei denen die Relation von Unternehmenswert und Gewinn (KGV) stimmt. Also sind ihm diese aktuellen Bewertungen zu teuer. Wenn die Gewinne der Konzerne nicht gerade reihenweise explodieren, bekommt Buffett nur wieder bessere Bewertungen für Käufe nach stark gefallenen Aktienkursen.

Vor dem Platzen der Dotcom-Blase hatte er sich auch mit Käufen zurückgehalten. Buffett erwähnt auch aktuell, dass es jede Menge Leute aus der Private Equity-Branche gebe, die die Preise extrem in die Höhe treiben würden. Und natürlich verfügen sie insgesamt gesehen über viel gigantischere Geldsummen als Warren Buffett. Und woher kommen diese Gelder seit ein paar Jahren vermehrt? Von großen Kapitalsammelstellen wie Fonds, die dank Abschaffung von Zinsen (vereinfacht ausgedrückt) nach Anlageobjekten suchen, wo es noch Rendite zu holen gibt.

Und so haben diese Private Equity-Jungs jede Menge Geld, und wissen nicht mehr wohin damit. Also wird gekauft was zu bekommen ist? Da will Buffett wohl nicht mit machen. Sollte der normale gediegene Privatinvestor, der auf lange Sicht orientiert ist, mit neuen Aktienanlagen warten bis nach dem großen Knall? So wie es Warren Buffett vermeintlich auch tut?

Warren Buffett
Warren Buffett.

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Aktien

Zwei Aktien im Fokus: Wirecard und Tesla

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Seit dem 8. Februar hat Wirecard keine offizielle Erklärung mehr zum Thema Financial Times, angebliche Buchungstricks und Kursmanipulationen veröffentlicht. An dem Tag hatte Wirecard übrigens verkündet, dass man rechtlich gegen die FT und ihre „unethische Berichterstattung“ vorgehen werde. Auch wies man die Anschuldigungen eindeutig zurück.

In einem heutigen Interview des Wirecard-Chefs Markus Braun mit der „FAZ“ heißt es plötzlich nicht mehr, dass man gegen die FT rechtlich vorgehe. Die Formulierung lautet aktuell, dass man „prüfe“, ob die Form der Berichterstattung der FT angemessen war, gerade im Hinblick darauf, wie man gegen die Verleumdung von Mitarbeitern vorgehen könne. Aha. Auf einmal will man prüfen statt klagen. Auch eine klare Zurückweisung der FT-Vorwürfe gibt es jetzt auf einmal nicht mehr. Jetzt heißt es nämlich nur noch, man müsse untersuchen, ob die Darstellung in den Artikeln (der FT) stark übertrieben waren. Ah ja, ok. Das heißt? War doch was dran an den Vorwürfen?

Immer noch betont Braun, dass nach einer internen Untersuchung an den Vorwürfen nichts dran sei. Die Veröffentlichung des externen Prüfberichts könne sehr schnell gehen. Bislang war da aber von mehreren Wochen die Rede. Er werde aber keinen Zeitraum nennen. Aber es werde (bei der Anwaltskanzlei in Singapur) mit Hochdruck am Bericht gearbeitet.

Zum Aktienkurs zeigt sich Braun nach wie vor mehr als optimistisch. Das Geschäft laufe super. Und er sei sicher, dass sich die Unternehmensentwicklung auch bald wieder im Aktienkurs zeigen werde, wenn die Vorwürfe aufgeklärt seien. Diese Aussage (so meinen wir) lässt darauf deuten, dass er sich wirklich sicher zu sein scheint, dass die Prüfung der Anwälte positiv für Wirecard ausfällt. Sonst hätte er wohl ein echtes Rechtfertigungsproblem. Die Wirecard-Aktie hat sich seit ein paar Tagen über 100 Euro beruhigt, und notiert aktuell bei über 114 Euro. Nach wie vor warten die Börsianer auf die Veröffentlichung der Kanzlei-Analyse aus Singapur (Chart seit Dezember).

Wirecard

Tesla

Das in den USA stark beachtete Verbrauchermagazin „Consumer Reports“ hat seine Empfehlung für das Modell 3 von Tesla zurückgezogen. Als Grund nennt man Probleme mit dem Lack, nicht fest sitzenden Außenteilen und defekte Scheiben. Tesla selbst sagt dazu, dass man bereits Fortschritte bei der Behebung solcher Mängel erzielt habe. Das Problem ist, dass der E-Autohersteller seine Produktionsmenge quasi mit Brachialgewalt hochgefahren hatte, um eigene Ziele zu erreichen und vor allem die Erwartungen der Börse zu befriedigen. Denn die Börsianer hatten sensationelle Mengensteigerungen schon lange im Vorweg im Aktienkurs von Tesla eingepreist, und machen daher logischerweise Druck.

So hatte Tesla auf seinem Produktionsgelände nahe San Francisco beispielsweise eine zusätzliche Fertigungslinie in einem großen Zelt hochgefahren (kein Witz). Zahlreiche Berichte und Aussagen ehemaliger Mitarbeiter aus den letzten Monaten zeichnen ein chaotisches Bild. Dass deshalb die Qualität leidet, ist nicht zwangsläufig zu erwarten, aber dennoch ist dies keine Überraschung. Elon Musk hatte quasi das Blaue vom Himmel versprochen, und musste irgendwann auch mal liefern.

Im vorletzten Quartal hatte Musk völlig überraschend einen fetten Gewinn für Tesla präsentiert, und vor drei Wochen für das letzte Quartal erneut. Ob die glanzvolle Gewinnstrecke anhält, darf bezweifelt werden. Aber zumindest die letzten beiden Quartale stach Musk seine Kritiker aus. Aktuell aber reist die Verkündung von „Consumer Reports“ die Tesla-Aktie nach unten. Gestern verlor sie im laufenden Handel von 301 auf 291,23 Dollar zum  Handelsschluss. Laut ganz aktueller Indikation soll die Aktie heute bei 294,50 Dollar in den US-Handel starten. Im Chart sieht man die Tesla-Aktie seit Juni. Die beiden Aufwärtspfeile zeigen den Verlauf nach der Verkündung der letzten beiden Quartalszahlen. Aktuell sieht die Tendenz zumindest negativ aus. Aber man unterschätze nie das Potenzial der Musk-Jünger, die den Kurs immer wieder hochbringen.

Tesla-Aktie

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Deutsche Telekom: Erwartungen leicht übertroffen und höhere Dividende

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Die Deutsche Telekom hat heute früh ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 20,26 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 19,16/erwartet ca 20).

Der Gewinn (EBITDA bereinigt) liegt bei 5,649 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 5,015/erwartet 5,6).

Der „bereinigte Konzernüberschuss“ sinkt im Jahresvergleich aber von 2,66 Milliarden auf 796 Millionen Euro. Grund dafür ist, dass man im 4. Quartal 2017 aufgrund der US-Steuerreform von einem positiven Einmaleffekt in Höhe von 1,7 Milliarden Euro profitierte. Deswegen der große Gewinn im Vorjahresquartal. Rechnet man die 1,7 Milliarden Euro raus, ist die Differenz zum aktuellen Ergebnis kaum noch vorhanden.

Die Dividende soll von 65 Cent auf 70 Cent je Aktie steigen.

Der freie Cashflow steigt im Jahresvergleich von 1,09 auf 1,47 Milliarden Euro.

Die Anzahl der Mitarbeiter sinkt binnen 12 Monaten von 217.349 auf 215.675.

Im Unternehmen zeig man sich zufrieden. Zitat:

„Wir haben unsere Versprechen gehalten und sind auch 2018 weiter gewachsen“, sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. „Unser Wachstumsprofil mit einer starken Präsenz auf beiden Seiten des Atlantiks zusammen mit unserer enormen Investitionskraft ist in der Branche einzigartig.“ Erneut stiegen die Investitionen des Konzerns auf einen Rekordwert. Der Cash Capex vor Ausgaben für Mobilfunkspektrum erreichte 12,2 Milliarden Euro. Damit investierte der Konzern in den vergangenen vier Jahren weltweit mehr als 46 Milliarden Euro. Davon rund 21 Milliarden Euro in Deutschland. Hinzu kamen mehr als 14 Milliarden Euro für Mobilfunklizenzen. Der Erfolg dieser massiven Investitionen zeigt sich an den zahlreichen gewonnenen Netztests in den vergangenen Jahren und vor allem im ungebrochen starken Kundenwachstum, auf beiden Seiten des Atlantiks.

Deutsche Telekom
Foto: Qualle CC BY-SA 3.0

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