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Aktuell: Wirecard-Aktie fällt erneut kräftig dank neuem FT-Artikel

Claudio Kummerfeld

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am

Die Wirecard-Aktie fällt in den letzten Minuten zügig nach unten von 127 auf jetzt 109,60 Euro. Zum dritten Mal (!) innerhalb weniger Tage hat die Financial Times (FT) vorhin einen Artikel veröffentlicht, in dem sie massiv gegen Wirecard schießt. Diesmal trägt er die Überschrift „Wirecard: inside an accounting scandal“. Und wie bei den ersten beiden Malen ist der Artikel verfasst worden vom selben Autor, nämlich Dan MacCrum.

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Dort zitiert er angebliche Infos eines Insiders, der zum Beispiel von einem Meeting bei Wirecard in Singapur berichtet. Dort soll der Leiter der Buchhaltung für den Bereich Asien-Pazifik mehrere Kollegen in einen Konferenzraum zitiert und dort erklärt haben, wie das mit dem „Cook the books“ funktioniere, also das Frisieren von Zahlen. Auch sollen zwei Führungskräfte in der Zentrale in München offenbar ein „gewisses Bewusstsein“ für eine Methode namens „round-tripping“ gehabt haben.

Ob das alles stimmt? Oder ob es frei erfunden ist? Also geht der Streit zwischen Wirecard und FT nun in die dritte Runde. Wer hat Recht? Wer lügt? Wer arbeitet mit falschen Infos, oder wer präsentiert Falschaussagen? Immer noch tappt man als Außenstehender im Dunkeln. Die Wirecard-Aktie jedenfalls hat nun zum dritten Mal mit Angst reagiert (alle drei Abstürze im Chart eingezeichnet). Die Aktie bleibt eine extrem heiße Nummer! Im Chart sieht man den Kursverlauf seit Ende Januar.

Wirecard-Aktie seit Ende Januar

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    7. Februar 2019 15:40 at 15:40

    Eine kleine Entscheidungshilfe:
    „Es ist zwar nur ein Gerücht, aber wahr ist es trotzdem“ ?

  2. Avatar

    Prognostiket

    7. Februar 2019 15:53 at 15:53

    Nicht nur Statistiken u. Studien kann man aufschönen, auch Buchhaltungen , wo ja eigentlich klare Fakten sind, kann man kreativ gestalten.

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    leftutti

    7. Februar 2019 16:28 at 16:28

    @Prognostiket, unser geschätzter Bundessuperminister für Statistik und Fakten hat heute einen interessanten Kommentar gepostet. Dank dafür!
    https://finanzmarktwelt.de/wirecard-shortattacke-oder-neues-enron-marktgefluester-video-115958/#comment-53794

    Nachdem nun klar ist, dass das Bureau of Labor Statistics ebenso wie das U.S. Department of Commerce, Economics and Statistics Administration, U.S. CENSUS BUREAU, seine Zahlen und Fakten aufgrund von (telefonischen) Interviews erhebt und auswertet, wundere ich mich über die regelmäßigen Wunder noch viel weniger als bisher schon.
    Das beginnt schon beim Fragebogen: Wie eine Frage gestellt wird und in welcher Reihenfolge die Fragen kommen, kann das Ergebnis verändern. Auch die pure Tatsache, dass jemand an einer Umfrage teilnimmt, kann seine Antworten beeinflussen, ebenso wie die Art, wie ein Interviewer eine Frage vorliest.
    Dies und mehr interessante Fakten zu Umfragen finden sich in folgendem Artikel:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/manipulation-in-der-marktforschung-wie-umfragen-gefaelscht-werden-a-1190711.html

  4. Avatar

    Bundessuperminister für Statistik und Fakten

    7. Februar 2019 16:55 at 16:55

    ? Aha, achja, hm, interessant, und nur weil der Spiegel Zehntausende E-Mails, Fragebögen, Anweisungen für Interviewer, Quotenpläne und Datensätze ausgewertet und mit Menschen gesprochen hat, die früher in Unternehmen der Marktforschung tätig waren oder es noch sind und weil eine amerikanische Statistikbehörde Fehler einräumt, zweifeln Sie an offiziellen Daten und Fakten? Dies zeigt mir wieder mal, dass Sie kein Interesse an einer sachlichen Diskussion haben.

    • Avatar

      Moritz

      7. Februar 2019 18:18 at 18:18

      Der Kommentar hat mich gekillt :D

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    Prognostiker

    7. Februar 2019 18:19 at 18:19

    Aha, achja, hm, dieser Superminister redet ja wie ein Klon vom berüchtigten Statistiker.
    Kein Interesse an einer sachlichen Diskussion ? Sachlich ist eben wahrheitsgetreu, u.die Wahrheit ist eben,dass man Studien u.Statistiken erwiesenermassen zurechtbiegen kann.
    @ Leftutti, nicht nur Studien, Statistiken, u.Buchhaltungen kann man kreativ konstruieren.Gemäss eines Berichts einer unabhängigen Ratingagentur haben in der Krise 2008 bekannte Ratingagenturen eine ganz schlechte Rolle gespielt u. wegen Interessenkonflikten für Bezahlung schöne Ratings geliefert. Ich glaube sogar, dass es um die Verschuldung von Griechenland ging.
    Also wer noch immer vorbehaltlos an diese Institutionen glaubt ,kann sich immer noch für den „NOBELPREIS DER NAIVITÄT ANMELDEN“

    • Avatar

      Bundessuperminister für Statistik und Fakten

      7. Februar 2019 18:58 at 18:58

      @Prognostiker, ich hoffe, Sie haben erkannt, dass mein Kommentar als Mini-Satire mit dem sprachlichen Stilmittel triefender Ironie gemeint war? Schließlich war es meine Bundessuperbehörde, die hier auf FMW aufgezeigt hat, dass unsere amerikanischen Kollegen Fehlerquellen einräumen, wenn die Befragten die Fragen missverstehen oder die Interviewer die Antworten falsch aufzeichnen. Jedoch werden nach gängiger Praxis die offensichtlich falschen Daten der Umfragen als korrekt erfasst verbucht und nicht nachträglich berichtigt, um die Datenintegrität zu wahren.

  6. Avatar

    Prognostiker

    7. Februar 2019 18:50 at 18:50

    Wenn wir schon bei den Ratings sind ,könnte man sich fragen, wie seriös sind die Ratings der Firmenanleihen?
    Wie allgemein bekannt ist gibt es Riesensummen von Firmenanleihen mit BBB -Ratings, = Investment Grade. Könnte es sein ,dass bei genauem Hinsehen bei jetzt verschlechterten Aussichten Einige in die BB Klasse fallen würden, was gemäss Fachleuten der Auslöser für etwas GRÖSSERES sein könnte.
    Gibt es jemand der sagen kann ,wie seriös u.unabhängig diese für die Börsen lebenswichtigen Rater sind u.von wem sie bezahlt werden?
    Kann auch sein, dass wir erst nach dem Crash wissen wer vorher schon nicht lebensfähig war.

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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