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Aktuell: Zwei Wackelkandidaten bei US-Republikanern sagen „ja“ zur Steuerreform

Zwei Senatoren der US-Republikaner, die der US-Steuerreform bisher kritisch gegenüber standen, haben nun erklärt, für den Plan des US-Senats für die Steuerreform zu stimmen: Steve Daines (Montana) und Ron Johnson (Wisconsin). Damit verbessern sich die Chancen weiter für die später anstehende Abstimmung!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Zwei Senatoren der US-Republikaner, die der US-Steuerreform bisher kritisch gegenüber standen, haben nun erklärt, für den Plan des US-Senats für die Steuerreform zu stimmen: Steve Daines (Montana) und Ron Johnson (Wisconsin). Damit verbessern sich die Chancen weiter für die später anstehende Abstimmung!

Steve Daines erklärte vor wenigen Minuten, dass er zustimmen werde, weil auch kleinere Firmen („Main Street businesses“) weniger Steuern zahlen würden (und nicht die größeren Firmen, die sog. „corporations“):

„After weeks of fighting for Main Street businesses including Montana’s farmers and ranchers, I’ve decided to support the Senate tax cut bill which provides significant tax relief for Main Street businesses“.


Steve Daines

Was Steve Daines mit „Main Street businesses“ bezeichnet, wird ansonsten als „Pass-through businesses“ bezeichnet. Damit sind etwa Selbständige oder sehr kleine Firmen gemeint, es kann sich aber auch um Teilhaber von (sehr großen) Firmen handeln – so fällt etwa auch Donald Trump unter diese Kategorie! Dieses „Pass-through businesses“ zahlen normalwerweise den Einkommenssteuersatz von Privatpersonen (natürliche Personen), der in der Regel deutlich höher ist als der Steuersatz für (größere) Firmen (die „juristische Personen“ sind). Diejenigen Amerikaner, die zu den Top 1% bei den Einkommen gehören, fallen fast alle unter die Besteuerung der „Pass-through businesses“.

Die neueste Fassung der US-Steuerreform des Senats sieht offenkundig vor, dass die Abzugsfähigkeit von lokalen Steuern und Steuern an die US-Bundeststaaten von der an das US-Finanzministerium zu zahlenden Steuer (der federal tax) von 17,4 auf nun 23% erhöht wird, was die faktische Besteuerung der „Pass-through businesses“ unter die Marke von 30% drücken würde. Bezeichend ist, dass „normale“ Privatpersonen, die keine Firma besitzen oder Anteilseigner einer Firma sind, mit der US-Steuerreform überhaupt keine lokalen Steuern von der federal tax absetzen können! Das bedeutet: Unternehmen werden grundsätzlich besser gestellt als „natürliche Personen“..

Unterdessen hat Ron Johnson ebenfalls seine Zustimmung für die neueste Fassung der Steuerreform erklärt. Johnson war die treibende Kraft für eine bessere Behandlung der „Pass-through businesses“ gewesen und hatte daher zunächst erklärt, nicht zustimmen zu wollen.


Ron Johnson (Wisconsin)

Nachdem John McCain (Arizona) und Lisa Murkowski (Alaska) ebenfalls ihre Zustimmung erklärt haben, kommen als Opponenten noch mindestens vier weiter republikanische Senatoren in Frage, die die Steuerreform noch kippen lassen könnten: Collins, Corker, Flake, und Lankfort..

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Angelo Franke

    1. Dezember 2017 16:02 at 16:02

    haha, es ist sooo ein Theater, wie ich schon sagte :-)
    Auf einmal entdecken alle „Kritiker“, dass ja doch für alle ihre Bürger (oder warens doch die Unternemhen, die den Wahlkampf bezahlen?), für die sie ja so eintreten, alles enthalten ist, was sie vorher irgendwie im Text nicht gefunden oder verstanden haben :-)))

    Herrliches Schauspiel :-)

  2. Avatar

    Macwoiferl

    1. Dezember 2017 16:46 at 16:46

    Ja, freilich.
    Nur in Fugmanns Märchen Welt (FMW) gibt es den Politiker, der seine Bedenken aufrecht erhält („Kritiker“)
    Real exisistieren Volksverdreher, die sich den bestmöglichen Platz an den Fleischtöpfen sichern, gestern „niemals GroKo“, brüllen, heute „vielleicht GroKo“, morgen „schon immer GroKo“.
    Schulz hier, Mc Cain dort, Tsipras erst links, plötzlich Statthalter der Finanz in G., alle sind sie gleich!
    Gründe? Was darf es sein, sucht sie euch aus, Bürgerwohl, Weltfrieden, Blümchenwiese.
    Natürlich aber: die Villa am Comer See. Die ist zu verlockend!
    Mein Tipp:
    Steuerreform mit 1 Enthaltung durch
    Dax heute noch tiefgrün
    Dow…
    Tanzt noch, ihr Bärchen, in 30 Minuten ist wieder „grün“ angesagt!

    • Avatar

      Zinsangst

      1. Dezember 2017 17:12 at 17:12

      Ja, genau wie bei der Gesundheitsreform.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      1. Dezember 2017 17:37 at 17:37

      @Macwoiferl, alle Indizes jetzt, wie von Ihnen vorhergesagt, „tiefgrün“! :)

      • Avatar

        Macwoiferl

        1. Dezember 2017 17:40 at 17:40

        Noch ist nicht Abend, Herr Fugmann… ;-)
        Weder Sie noch ich hatten Flynn auf dem Radar.
        Mal schauen, ob man diesen Herrn auch noch „nachbearbeiten“ kann im Sinne der Märkte.
        Ich bin mir sicher ein freundlicher Aussageberater der Fa. GoSa wird bei Herrn Flynn zu Hause mal vorbeischauen und nach den Kindern sehen…

        • Avatar

          Macwoiferl

          1. Dezember 2017 19:22 at 19:22

          Und schööön langsam, genussvoll arbeitet es sich nach oben!
          Sehen Sie, Herr Fugmann!
          Und das schon VOR der Abstimmung, da bleibt dann noch Luft für einen weiteren Sprung. Um danach zu kaufen bis der Arzt kommt, erst recht.
          Börse ist ganz, ganz einfach geworden! Noch schneller berechenbar als die FMW-Captchas :-)
          Gier plus Gier plus Notenbank-kauft-ständig-alles plus Nullkommanix Risiko.
          Aber ja, ich lag daneben mit tiefgrün heute noch.
          Es wird Montag werden, verflixt.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            1. Dezember 2017 19:27 at 19:27

            @Macwoiferl, wir werden sehen..

  3. Avatar

    baeuerin

    1. Dezember 2017 17:13 at 17:13

    Ohhh …jetzt ratterts aber noch schnell nach unten!
    Dunkelgruen…..
    I dad a moi song,dass der Dow mit der heitigen Kerz’n,
    a Doppetop macht…..
    Der DAX hot’s ja scho hintersich,ne wa…..
    So schaut eine Umverteilung aus…LIVE dabei am Schirm..
    Unter die Ersten muass ma sei!

  4. Avatar

    PK

    1. Dezember 2017 17:14 at 17:14

    der Rückgang gerade hat mit Flynn zu tun, der aussagen will, daß Trump ihn beauftragt hat die Russen zu kontaktieren…

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

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