Folgen Sie uns

Anleihen

Aktuelle Daten zeigen Flucht von Auslandsinvestoren vor der US-Wahl!

Im September sind US-Staatsanleihen und sonstige Wertpapiere im Wert von 152,9 Milliarden Dollar netto von ausländischen Investoren verkauft worden. Netto! Davon waren 115,2 Milliarden…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Das US-Finanzministerium veröffentlicht Daten zu Kapitalflüssen immer erst mit einer gewissen Verzögerung. So liegen ganz frisch die Daten aus September vor, während die Oktober-Daten im Dezember veröffentlicht werden. Im September sind US-Staatsanleihen und sonstige Wertpapiere im Wert von 152,9 Milliarden Dollar netto von ausländischen Investoren verkauft worden. Netto! Davon waren 115,2 Milliarden Dollar private und 37,7 Milliarden Dollar staatliche Investoren.

Die insgesamt von Ausländern gehaltenen US-Staatsschulden sanken im September um 37 Milliarden Dollar. Allein China hat in den letzten drei Monaten offiziell 57 Milliarden Dollar an US-Staatspapieren abgebaut. Offiziell, wie gesagt! Auffällig weiterhin: Belgien, das die Märkte für ein „Schattenkonto“ Chinas halten, hat zum Vormonat 14,3 Milliarden an US-Staatsanleihen verkauft!

Saudi-Arabien hat aus verständlichen Gründen (Haushaltsloch) seit Januar nur verkauft, von Januar bis September von 123,7 auf 89,4 Milliarden Dollar im September. Der Trend dürfte sich beschleunigen, so dass man irgendwann ganz raus ist aus den US-Staatsanleihen. Die Saudis haben der Obama-Regierung den Atom-Deal mit dem Iran nicht verziehen – das dürfte neben dem Haushaltsloch ein weiterer Grund für die Verkäufe sein.

Daten der Fed wiederum zeigen, dass vor allem auch Zentralbanken ihre Bestände an US-Staatsanleihen abgebaut haben – die Notenbanken dieser Welt halten nun mit einem Volumen von 2,788 Billionen Dollar so wenige US-Anleihen wie seit dem Jahr 2012 nicht mehr. Im Zeitraum Juli 2015 bis August 2016 haben damit die Zentralbanken dieser Welt US-Staatsanleihen im Volumen von 343 Milliarden Dollar verkauft – so viel wie noch nie in einem Jahres-Zeitraum!

Blickt man auf den Abverkauf der US-Staatsanleihen nach dem Wahlsieg Donald Trumps, haben also viele ein gutes Timing bewiesen, indem sie sich von diesen Anleihen trennten!

Viel interessanter als die September-Daten dürften aber die Werte für Oktober und dann für den Zeitraum kurz nach der US-Wahl sein! Es geht das Gerücht, dass China US-Anleihen im großem Umfang verkauft hatte, als Trump die zentralen Bundesstaaten Ohio und Florida gewonnen hatte – also noch vor Bekanntgabe des offiziellen Endergebnisses der US-Wahl..

 

usa

usa-2

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

weiterlesen

Anleihen

Andre Stagge: Steigende US-Rendite, US-Wahl, Aktienmarkt – sein aktuelles Trading

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Der Experte Andre Stagge spekuliert aktuell auf die steigende Rendite für US-Staatsanleihen, und hat daher den Future für Staatsanleihen geshortet (Renditen und Kurse bewegen sich logischerweise immer exakt gegenläufig). Im folgenden brandaktuellen Video erklärt er die derzeitigen Zusammenhänge am Kapitalmarkt. Als da wäre die heutige Wichtigkeit der US-Wahl in Georgia und deren Folgewirkungen auf die US-Politik und die Kapitalmärkte. Auch geht es darum, dass steigende Aktienmärkte und steigende Anleiherenditen dauerhaft nicht parallel existieren können. Denn es ist, wie es ist. Deutlich höhere Renditen machen Anleihen attraktiver und sorgen eigentlich für einen Geldfluss raus aus Aktien.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anleihen

Hellmeyer, Halver, Leber und Co – optimistisch ins neues Jahr!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Wie wird das Börsenjahr 2021 laufen, und wie werden einzelne Anlageklassen wie Aktien, Gold oder Anleihen performen? Dazu äußern sich im folgenden Video Folker Hellmeyer von Solvecon Investment, Robert Halver von der Baader Bank, Frank Fischer von Shareholder Management, Thomas Romig von Assenagon, Dr. Hendrik Leber von ACATIS und Johannes Hirsch von antea. Natürlich hat jeder der hier gezeigten Personen im Detail unterschiedliche Standpunkte. Aber wenn man das große Bild betrachtet, dann herrscht für den Aktienmarkt doch ein recht großer Optimismus. Klar, die Coronakrise scheint mit dem Impfungen ein Ende zu finden, und Joe Biden bringt Ruhe in die Kiste, nach vier chaotischen Trump-Jahren. Aber gelten „Experten“ mit ihren Jahresaussichten nicht oft als Kontra-Indikatoren? Aber gut, bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Die Begründungen der Experten sind jedenfalls inhaltlich schlüssig und durchaus nachvollziehbar.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage