Folgen Sie uns
  • Club der Trader
  • Börsenseminar
  • marketsx

Europa

Aktuelle Daten zu Industrie und Einzelhandel in Italien: Gruselig

Veröffentlicht

am

Heute haben die staatlichen Statistiker für Italien die aktuellsten Daten zur Industrieproduktion und zu Einzelhandelsumsätzen veröffentlicht. Es sieht weiterhin gruselig aus, aber so richtig scheint das in der hohen Politik in Europa niemand wahrnehmen zu wollen.

Die Industrieproduktion ging im März im Monatsvergleich um 0,9% zurück. Im wirklich wichtigen Jahresvergleich zu März 2018 ging sie um 1,4% zurück. In den Vormonaten Februar, Januar und Dezember lagen die Jahresvergleiche bei +0,9%, -0,8% und -5,5%. Es geht also weiter bergab! Und bei diesen Daten handelt es sich um für bessere Vergleiche „angepasste“ Daten. Das tatsächliche Jahres-Minus im März liegt nicht bei 1,4%, sondern es sind -3,1%. Kommen da noch ein paar weitere Monate mit starken Rückgängen hinzu, dann geht schon mal ein sehr spürbares Stück der italienischen Industrieproduktion in kurzer Zeit verloren!

Man bedenke: Was in Deutschland derzeit noch bei den Auftragseingängen in der Industrie verloren geht, ist in Italien schon wirksam in den realen Produktionsdaten. Der Konjunkturabschwung wirkt in Italien also mehrere Monate früher als in Deutschland!

Auch abseits der Produktionsdaten sieht es in Italien nicht gut aus. Die Einzelhandelsumsätze wurden heute ebenfalls veröffentlicht. Sie fallen im März im Jahresvergleich um 3,3%. In den Vormonaten gab es hier mal Zuwächse, mal Rückgänge. Aber logisch wäre, dass die Konsumenten sich in Zurückhaltung üben, wenn die Ängste um Jobverluste zunehmen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Europa

ZEW Index besser als befürchtet, aktuelle Lage aber schwächer

Veröffentlicht

am

Der ZEW Index (September; Konjunkturerwartungen) ist mit -22,5 weniger schlecht ausgefallen als befürchtet (Prognose war -38,0; Vormonat war -44,1, das war der schlechteste Wert seit Mai 2010!).

Dazu kommentiert ZEW: die Aussichten für die deutsche Wirtschaft bleiben negativ, die leichte Verbesserung bedeute keine Entwarnung..

Die Einschätzung der aktuelle Lage aber schwächer als erwartet, sie liegt bei -19,9 (Prognose war -37,4, Vormonat war -43,6, das war der schlechteste Wert seit Dezember 2011).

Einige Analysten hatten die schwächere Einschätzung der aktuellen Lage bereits antizipiert:

weiterlesen

Europa

EU-Handelsbilanz aktuell: Lieber Donald, bitte nicht weiter lesen…

Veröffentlicht

am

Die EU-Handelsbilanz für den Warenverkehr im Monat Juli wurde vor wenigen Minuten veröffentlicht. Bevor wir zu den Gesamtzahlen kommen, widmen wir uns den derzeit so extrem im Fokus stehenden Handelsbeziehungen mit den USA. Und da schauen wir uns mal den Gesamtsaldo der EU-Handelsbilanz für den Zeitraum Januar-Juli an im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr. Und siehe da. In 2018 lag der Überschuss der EU gegenüber den USA bei 80 Milliarden Euro. In 2019 ist es ein Überschuss von 90,9 Milliarden Euro – ein kräftiger Anstieg im Überschuss für die EU, und das Defizit der USA steigt deutlich. Diese Daten sollte Donald Trump besser nicht zu lesen bekommen. Sonst gibt es doch noch bald neue Autozölle gegen die EU? Im Gegenzug ist das Defizit in der EU-Handelsbilanz gegenüber China deutlich angestiegen, von -98,6 auf jetzt -109,2 Milliarden Euro. Man kann also deutlich simplifiziert sagen: Was die EU gegenüber den USA gewinnt, verliert sie wieder gegenüber China.

EU-Handelsbilanz Detaildaten

Aber nun zu den Gesamtzahlen. Die Eurozone erzielte im Juli einen großen Handelsbilanzüberschuss von 24,8 Milliarden Euro nach vormals 20,6 Milliarden Euro. Aber: Die Gesamt-EU liegt an der Nullschwelle. Sie erzielt ein Minus von 0,1 Milliarden Euro nach +0,2 Milliarden Euro im Juli 2018. Was für ein Unterschied. Aber man wird es sehen. Wenn Großbritannien (eines Tages?) aus der EU ausscheiden sollte, wird auch die Gesamt-EU plötzlich deutliche Überschüsse erzielen, weil die Briten ein deutlicher Netto-Importeur von Waren sind. Von Januar-Juli 2018 erzielten die Briten beim Export in Länder außerhalb der EU ein Defizit von 26,7 Milliarden Euro. In 2019 war es schon ein Defizit von 43,3 Milliarden Euro!

Hier die Eurozone (oben) im Vergleich zur Gesamt-EU:

EU-Handelsbilanz Relation zur Eurozone

weiterlesen

Europa

Aktuell: Großhandelspreise rauschen kräftig in die Deflation

Veröffentlicht

am

Soeben hat das Statistische Bundesamt die deutschen Großhandelspreise für den Monat August veröffentlicht. Im Vergleich zu August 2018 sinken sie um 1,1%. Im Juli waren es bereits -0,1%. Davor waren es im Jahresvergleich Veränderungen von +0,3%, 1,6%, 2,1% usw. Also: Binnen weniger Monate sind die Großhandelspreise schnell in die Deflation gerauscht. Im letzten Jahr lagen die Steigerungsraten oft sogar bei über +3% (Grafik). Aktuell ist das der schlechteste Wert seit drei Jahren! Die schwachen Großhandelspreise für Öl knallen voll rein in den Gesamtschnitt. Hier die Statistiker im Wortlaut:

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat hatten im August 2019 die um 6,1 % niedrigeren Preise im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen. Ebenfalls kräftige Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr gab es im Großhandel mit Altmaterial und Reststoffen (-10,0 %), mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln (-9,0 %) sowie mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software (-6,3 %). Dagegen waren insbesondere die Preise für lebende Tiere (+13,7 %) sowie für Fleisch und Fleischwaren (+5,4 %) auf Großhandelsebene höher als im August 2018.

Großhandelspreise Langfristchart

Großhandelspreise Tabelle

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen