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Aktueller Pfund-Anstieg wertlos – Blick auf Johnson und Jucker!

Redaktion

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Das britische Pfund stieg vorhin ein wenig. Möglicherweise steigt es gleich noch weiter? Falls Sie als Forex-Trader darauf bauen und GBPUSD Long gehen möchten, an dieser Stelle ein wichtiger Hinweis von uns! Dieser Anstieg ist ziemlich wertlos.

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Was ist passiert? Boris Johnson, einer der absoluten Brexit-Hardliner bei den Konservativen in London, beginnt gerade seine parteiinterne Werbekampagne. Er hat ziemlich gute Chancen Theresa May als Premier zu beerben. Wohl um nicht zu viele EU-freundliche Tories zu verschrecken, sagte er vor wenigen Minuten, dass er keinen harten Brexit (also ein Brexit ohne Deal) anstrebe. Es sei zwar notwendig sich auf so ein Szenario vorzubereiten, aber er strebe an einen besseren Deal für UK rauszuschlagen in Verhandlungen mit der EU (als May es bisher konnte). Daraufhin ist das Pfund von 1,2738 auf 1,2756 gestiegen.

Aktuell kommt der Pfund-Kurs etwas zurück. Aber nochmal ausdrücklich Achtung unsererseits. Diese Aussage von Boris Johnson ist wirklich wertlos. Denn EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte bereits gestern Abend gegenüber „Politico“, dass das Abkommen zwischen UK und EU nicht nachverhandelt werde. Es sei kein Vertrag zwischen Juncker und May, sondern ein Vertrag zwischen Großbritannien und der EU, so Juncker. Der Vertrag müsse respektiert werden, egal wer der nächste britische Premier sei! Also kann ein möglicher neuer Premier Johnson nicht darauf hoffen, dass man ihm in Brüssel auch nur einen Zentimter entgegen kommt. Etwas politisch korrekter klingt die Juncker-Absage in einem heutigen offiziellen EU-Text. Zitat auszugsweise:

Die Kommission gelangte zu dem Ergebnis, dass keine Notwendigkeit besteht, Maßnahmen inhaltlich zu ändern, und dass sie weiterhin ihren Zweck erfüllen. Vor dem neuen Austrittsdatum plant die Kommission keine neuen Maßnahmen.

An dieser Stelle möchten wir an unseren Artikel vom Dienstag erinnern (hier zu lesen). Drei Gründe sprechen für das weiter fallende Pfund. Den schwachen Dollar, der das Pfund vorübergehend etwas entspannen ließ, sollte man nicht dauerhaft als stützenden Faktor für das Pfund betrachten. Also, unser Hinweis: Weiterhin alle Augen offen halten, das Pfund bleibt ein Abwärts-Kandidat (bitte, das ist keine Handelsempfehlung!).

Pfund vs USD seit März
Pfund vs USD seit März.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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