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Aktien

Alarmglocken an bei Vapiano-Aktie, Zalando mit Zahlen

Claudio Kummerfeld

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Zalando hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich von 1,2 auf 1,38 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) steigt von 0,4 auf 6,4 Millionen Euro. Das nicht bereinigte (also reale) EBIT liegt aber bei -18,4 Millionen Euro (Vorjahr -15,2). Die Zahl aktiver Kunden steigt von 23,9 auf 27,2 Millionen. Die Zahl der Bestellungen steigt von 25,4 auf 31,4 Millionen. Der operative Cashflow liegt bei -58,6 Millionen Euro nach -75,9 Millionen Euro vor einem Jahr. Licht und Schatten also!

Die Prognose für 2018 belässt Zalando gegenüber der Veröffentlichung der 2018er-Zahlen unverändert. Das Umsatzwachstum soll am unteren Ende der Spanne von 20-25% liegen. Das EBIT soll bei 175-225 Mllionen Euro liegen. Die Aktie von Zalando notiert aktuell gegenüber gestern Abend mit einem Minus von 1,7%. Man hat weiter gutes Wachstum, aber die Finanzdaten bleiben aktuell weiter an der Null-Linie (grob vereinfacht ausgedrückt). Die Aktie konnte zwar seit Jahresanfang von 22 auf 41 Euro steigen. Aber ob das nicht eher am Gesamtmarkt lag? Für Erstkäufer der Aktie aus dem Jahr 2014 hat sich die Investition bis jetzt aber mehr als verdoppelt.

Zalando Quartalszahlen

Alle Alarmglocken an bei Vapiano

Vapiano ist für Börsianer bis dato ein Voll-Desaster. Wer beim Börsenstart 2017 bei 24 Euro kaufte, hat jetzt einen gigantischen Verlust, weil die Aktie jetzt nur noch bei 5,93 Euro notiert. Der Chart spricht für sich selbst. Aber das an sich wäre ja aktuell keine Meldung wert. Mehrmals schon musste Vapiano seine Erwartungen absenken.

Außerdem war der Termin für die aktuell anstehende Verkündung der Zahlen schon mal auf den morgigen 3. Mai verschoben worden. Und jetzt? Vapiano verschiebt den Termin erneut, und zwar auf den 24. Mai. Da sollten bei den Börsianern alle Alarmglocken schrillen! Gibt es negative Überraschungen am 24. Mai? Man darf gespannt sein.  Heute notiert die Aktie „nur“ mit -1,6%. Weil sie vorher schon so kräftig gefallen war? Vapiano hier im Wortlaut aus der Veröffentlichung von Dienstag Abend:

Die Vapiano SE (ISIN: DE000A0WMNK9) führt derzeit Verhandlungen über eine Refinanzierung mit den finanzierenden Banken und unter Beteiligung der Großaktionäre Mayfair Beteiligungsfonds II GmbH & Co. KG, VAP Leipzig GmbH & Co. KG und Exchange Bio GmbH im Gesamtvolumen von rund 30 Mio. EUR. Die Refinanzierung soll eine finanzielle Restrukturierung der Gesellschaft sowie die weitere Umsetzung der strategischen Neuakzentuierung ermöglichen. Die Parteien beabsichtigen die Verhandlungen in Kürze abzuschließen. Da der Abschluss einer Refinanzierungsvereinbarung jedoch Voraussetzung für die abschließende Aufstellung und Testierung des Jahres- und Konzernabschlusses ist, werden die Abschlüsse voraussichtlich erst am 24. Mai 2019 und nicht wie angekündigt am 3. Mai 2019 veröffentlicht werden. Vor diesem Hintergrund wird die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft nicht wie angekündigt am 5. Juni 2019 stattfinden können; einen neuen Termin wird die Gesellschaft gesondert ankündigen.

Vapiano-Aktie

Vapiano Filiale Bochum
Vapiano-Restaurant in Bochum. Foto: Georg Bodenstein – Vapiano SE CC BY-SA 4.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marcus

    2. Mai 2019 13:23 at 13:23

    Vapiano ist halt auch nichts mehr als nur heiße Luft, ohne gewinnbringendes Geschäftsmodell. Wenn man schon über eine Refinanzierung verhandelt und auch noch die Bilanzvorlage verschiebt, da muss ja selbst dem naivsten Menschen klar sein das da ganz gewaltig was nicht stimmt !

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Big Tech mit „enttäuschend guten Ergebnissen“

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die großen Tech-Konzerne haben gestern sehr gute Quartalszahlen gemeldet. Er geht darauf ein, welche Haare in der Suppe die Anleger dennoch fanden, weshalb die Kurse dann nachbörslich fielen.

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Aktien

Experte Andre Stagge über die Tech-Zahlen, US-Wahl und EZB

Claudio Kummerfeld

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Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden Video mehrere aktuelle Börsenthemen. Vermutlich wird die EZB ab Dezember aktiver werden in Sachen Rettungsmaßnahmen. Gestern Abend haben die vier großen Tech-Konzerne Apple, Google, Amazon und Facebook ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Andre Stagge weist darauf hin, dass alle vier zwar die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen haben – und er geht auf die Gründe ein, warum die Aktien nachbörslich nicht entsprechend positiv reagierten. Auch wirft Andre Stagge einen Blick auf die große Wahrscheinlichkeit, dass Joe Biden die US-Wahl nächste Woche gewinnen könnte.

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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