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Alarmglocken an bei Vapiano-Aktie, Zalando mit Zahlen

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Zalando hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich von 1,2 auf 1,38 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) steigt von 0,4 auf 6,4 Millionen Euro. Das nicht bereinigte (also reale) EBIT liegt aber bei -18,4 Millionen Euro (Vorjahr -15,2). Die Zahl aktiver Kunden steigt von 23,9 auf 27,2 Millionen. Die Zahl der Bestellungen steigt von 25,4 auf 31,4 Millionen. Der operative Cashflow liegt bei -58,6 Millionen Euro nach -75,9 Millionen Euro vor einem Jahr. Licht und Schatten also!

Die Prognose für 2018 belässt Zalando gegenüber der Veröffentlichung der 2018er-Zahlen unverändert. Das Umsatzwachstum soll am unteren Ende der Spanne von 20-25% liegen. Das EBIT soll bei 175-225 Mllionen Euro liegen. Die Aktie von Zalando notiert aktuell gegenüber gestern Abend mit einem Minus von 1,7%. Man hat weiter gutes Wachstum, aber die Finanzdaten bleiben aktuell weiter an der Null-Linie (grob vereinfacht ausgedrückt). Die Aktie konnte zwar seit Jahresanfang von 22 auf 41 Euro steigen. Aber ob das nicht eher am Gesamtmarkt lag? Für Erstkäufer der Aktie aus dem Jahr 2014 hat sich die Investition bis jetzt aber mehr als verdoppelt.

Zalando Quartalszahlen

Alle Alarmglocken an bei Vapiano

Vapiano ist für Börsianer bis dato ein Voll-Desaster. Wer beim Börsenstart 2017 bei 24 Euro kaufte, hat jetzt einen gigantischen Verlust, weil die Aktie jetzt nur noch bei 5,93 Euro notiert. Der Chart spricht für sich selbst. Aber das an sich wäre ja aktuell keine Meldung wert. Mehrmals schon musste Vapiano seine Erwartungen absenken.

Außerdem war der Termin für die aktuell anstehende Verkündung der Zahlen schon mal auf den morgigen 3. Mai verschoben worden. Und jetzt? Vapiano verschiebt den Termin erneut, und zwar auf den 24. Mai. Da sollten bei den Börsianern alle Alarmglocken schrillen! Gibt es negative Überraschungen am 24. Mai? Man darf gespannt sein.  Heute notiert die Aktie „nur“ mit -1,6%. Weil sie vorher schon so kräftig gefallen war? Vapiano hier im Wortlaut aus der Veröffentlichung von Dienstag Abend:

Die Vapiano SE (ISIN: DE000A0WMNK9) führt derzeit Verhandlungen über eine Refinanzierung mit den finanzierenden Banken und unter Beteiligung der Großaktionäre Mayfair Beteiligungsfonds II GmbH & Co. KG, VAP Leipzig GmbH & Co. KG und Exchange Bio GmbH im Gesamtvolumen von rund 30 Mio. EUR. Die Refinanzierung soll eine finanzielle Restrukturierung der Gesellschaft sowie die weitere Umsetzung der strategischen Neuakzentuierung ermöglichen. Die Parteien beabsichtigen die Verhandlungen in Kürze abzuschließen. Da der Abschluss einer Refinanzierungsvereinbarung jedoch Voraussetzung für die abschließende Aufstellung und Testierung des Jahres- und Konzernabschlusses ist, werden die Abschlüsse voraussichtlich erst am 24. Mai 2019 und nicht wie angekündigt am 3. Mai 2019 veröffentlicht werden. Vor diesem Hintergrund wird die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft nicht wie angekündigt am 5. Juni 2019 stattfinden können; einen neuen Termin wird die Gesellschaft gesondert ankündigen.

Vapiano-Aktie

Vapiano Filiale Bochum
Vapiano-Restaurant in Bochum. Foto: Georg Bodenstein – Vapiano SE CC BY-SA 4.0

Ein Kommentar

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    Marcus

    2. Mai 2019 13:23 at 13:23

    Vapiano ist halt auch nichts mehr als nur heiße Luft, ohne gewinnbringendes Geschäftsmodell. Wenn man schon über eine Refinanzierung verhandelt und auch noch die Bilanzvorlage verschiebt, da muss ja selbst dem naivsten Menschen klar sein das da ganz gewaltig was nicht stimmt !

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Mastercard betritt China – der Aktienmarkt bleibt aber noch gelassen!

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Im Trubel rund um das Corona-Virus ging eine Meldung etwas unter, die das Zeug dazu hat, Mastercard einige Jahre mit außerordentlichem Wachstum zu bescheren. Nach jahrelanger Wartezeit beginnt China endlich, den eigenen Markt für ausländische Zahlkartenanbieter zu öffnen. Und das erste Unternehmen, das davon profitiert, ist Mastercard!

In China ist bargeldloses Bezahlen der Normalfall

Für nicht-chinesische Zahlkartenanbieter ist China ein riesiger, unerschlossener Markt. Denn bis vor kurzem war es ausländischen Unternehmen schlicht nicht erlaubt, Kreditkartendienstleistungen in China anzubieten. Alle Zahlungen mussten über die staatliche Clearinggesellschaft UnionPay abgewickelt werden. Dabei ist China ein hoch attraktiver Markt. Nicht nur, dass es dort 1,4 Milliarden potentielle Kunden gibt. Diese 1,4 Milliarden Menschen sind auch noch besonders „Bargeldersatz-affin“. In den Großstädten benutzen 92% der Menschen die Mobile Payment Lösungen von WeChat oder Alipay. 83% aller Zahlungen werden inzwischen über Mobile Payment abgewickelt.

Auch der Onlinehandel boomt und wächst mit 16% pro Jahr. Er wird 2020 wahrscheinlich 6 Billionen US-Dollar Marktvolumen erreichen! Die Affinität der Chinesen für elektronische Bezahlung ist das eine. Sie für neue Angebote zu begeistern, das andere. Wenn schon heute 92% der Menschen bestehende Angebote benutzen, wird es für Mastercard nicht leicht werden, in diesen bereits unter chinesischen Unternehmen aufgeteilten Markt einzubrechen. Andererseits ist es vermutlich leichter, Menschen, die ohnehin bargeldloses Bezahlen bevorzugen, vom Anbieterwechsel zu überzeugen als ihnen das elektronische Bezahlen überhaupt erst einmal schmackhaft zu machen.

Mastercard wird in ein Joint Venture gezwungen

Wie meistens in China, läuft ohne ein Joint Venture mit einem chinesischen Partner nichts für ausländische Unternehmen. So musste auch Mastercard mit NetsUnion Clearing Corp zusammenarbeiten, um in China Kreditkarten-Dienstleistungen anbieten zu dürfen. Mastercard hält am Gemeinschaftsunternehmen 51%. Doch noch darf Mastercard nicht damit beginnen, Banken die Ausgabe von Mastercard-Kreditkarten anzubieten. Erst einmal hat das Gemeinschaftsunternehmen nun ein Jahr Zeit, alle regulatorischen Vorgaben umzusetzen.

Mastercard ist nicht allein in China. Auch American Express gründete bereits ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem lokalen Partner. Das geschah sogar schon 2018. Die Erlaubnis zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit bekam American Express im Gegensatz zu Mastercard jedoch noch nicht.

Nachdem Mastercard alle Vorgaben der Regulierungsbehörden umsetzte, kann das Unternehmen damit beginnen, an Banken heranzutreten und denen die Herausgabe von Kreditkarten mit Mastercard-Branding anzubieten. Mastercard selbst gibt keine Karten aus, sondern übernimmt nur gegen Entgelt von Geschäftsbanken die Abwicklung der Zahlungsströme. American Express ist hingegen in der Regel selbst der Herausgeber der Kreditkarte.

China zögerte die Öffnung ewig hinaus, doch jetzt dürfen Deutschland und die USA starten

Für China ist die Öffnung des heimischen Marktes das Ende eines schon achtjährigen Prozesses. Bereits 2012 urteilte die Welthandelsorganisation, dass China ausländische Zahlungsdienstleister diskriminiere. Die Abstellung der Diskriminierung folgt nun sicherlich nicht zufällig kurz nach Unterzeichnung des Phase-1-Handelsabkommens mit den USA. Es kann auch als Zugeständnis an die USA angesehen werden, die mit Visa, Mastercard und American Express gleich drei Kreditkartengiganten hat, die sehnsüchtig auf die Öffnung des Marktes warten.

Der deutsche Zahlungsdienstleister WireCard konnte den chinesischen Markt bereits 2019 betreten, gibt allerdings auch keine Kreditkarten aus. Schon seit geraumer Zeit wickeln chinesische Unternehmen bargeldlose Zahlungen über die Systeme von WireCard ab. Doch bis Ende 2019 beschränkte sich die Dienstleistung darauf, für zum Beispiel Alipay und WeChat Zahlungen im Ausland abzuwickeln. Wenn ein chinesischer Kunde in einem Berliner Restaurant mit WeChat bezahlen kann, dann nur deshalb, weil die Zahlung über die Systeme von WireCard läuft.

Anfang November 2019 konnte WireCard schließlich den chinesischen Anbieter AllScore übernehmen und wickelt jetzt auch Zahlungen auf chinesischen Webseiten ab. Damit war der deutsche Anbieter noch vor den US-amerikanischen Finanzriesen in China aktiv! WireCards Lizenz beschränkt sich in China jedoch auch ausschließlich auf eCommerce, während Mastercard dieser Beschränkung nicht unterliegen wird.

Wie reagiert Mastercards Aktie auf die Nachricht? Sie notiert heute auf einem Allzeithoch. Doch das ist keine Reaktion auf die Erlaubnis aus China, sondern vielmehr das Ergebnis einer ohnehin seit Anfang 2019 bestehenden Entwicklung. Solange in China nur Kosten aber keine Umsätze anfallen, bleibt der Markt gelassen!

Die Metropole Shenzhen in China
Shenzen in China.

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart an der Wall Street – gute Zahlen

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Markus Koch berichtet im folgenden Video LIVE zum Handelsstart an der Wall Street. Es gibt gute Quartalszahlen! Und dank Feiertag in den USA am Montag könnte Markus Koch sich vorstellen, dass es heute Abend zu Gewinnmitnahmen in den US-Märkten kommen könnte.

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Neu: Warum Disruptoren für Sie so lukrativ sind – Werbung

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Lieber Börsianer,

US-Investoren lieben diese neue Aktiengattung. Die Rede ist von den sogenannten Disruptoren. Was ist das? Den Begriff des Disruptors prägte vor einigen Jahren der US-Ökonom Clayton M. Christensen. Er meint damit Unternehmen, die das bestehende Marktgleichgewicht in aller Regel mit großer Dynamik kreativ zerstören. Anders formuliert: Hier werden Erfolgsserien bereits bestehender Technologien oder etwa Produktionsverfahren unterbrochen (englisch: to disrupt). Im deutschsprachigen Raum sprechen wir dann von disruptiven Technologien.

Landläufig verstehen viele Anleger darunter vor allem Neuerungen im Bereich Software oder Internet. Tatsächlich ist das faszinierende Feld dieser Disruptoren vieler größer. Auch nicht-technische Innovationen können einen Markt erheblich verändern.

Ein Beispiel aus der Vergangenheit: Nach dem Zweiten Weltkrieg startete ein Einzelhändler, den wir heute unter dem Namen Aldi kennen, ein gänzlich neues Geschäftsmodell. Man setzte nicht mehr auf Frischprodukte wie Obst und Gemüse, sondern lang haltbare Konserven und ähnliches. Das Modell des Lebensmittel-Discounters war geboren. In der jüngeren Vergangenheit etwa sorgte die US-Kaffeehauskette Starbucks für Furore und konstruktive Unruhe im Markt. Die Performance dieser Disruptor-Aktie…

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