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Alibaba crasht nach Zahlen vorbörslich – „sell the shit..“

Markus Fugmann

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am

Von Markus Fugmann

Alibaba hat vorbörslich Zahlen gemeldet, die den Markt stark enttäuscht haben: die Aktie fällt vor Handelsbeginn um satte 8%. Dabei ist die Aktie – ein Spiegelbild der Entwicklung Chinas – schon länger im Sinkflug:

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Alibaba leidet offenkundig stark unter Preisnachlässen, die man in einem gesättigten Markt geben muss. Ausserdem hat sich viel auf Smartphones verlagert, und das schmälert Werbeeinnahmen auf der Alibaba-Seite. Und nun ja, die chinesische Wirtschaft ist jetzt auch nicht so bombig derzeit. Der Umsatz lag mit 3,27

Schon vor dem heutigen Abverkauf hatte die Aktie seit November letzten Jahres 100 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verloren. Die Aktie ist nun seit September vorigen Jahres am Markt und ist noch nie unter den IPO-Preis von damals 68 Dollar gefallen. Das könnte sich aber heute ändern.
Im Mai vorigen Jahres schrieben wir unter dem Titel „Fakten zu Alibaba: „Sell the shit to Americans“ – als sich die Abkühlung Chinas bereits andeutete, aber von kaum jemand zur Kenntnis genommen werden wollte aufgrund der damalig vorherrschenden „China-wächst-ewig“-Ideologie:

„Dass Alibaba es jetzt offenkundig sehr eilig hat mit dem Börsengang, könnte auch daran liegen, dass es mit der Wirtschaft im Reich der Mitte recht eindeutig bergab geht – und da möchte man noch einmal schnell Kasse machen..
Und damit dreht sich jetzt etwas. Bei einem Besuch auf dem Parkett der Chicago Mercantile Exchange (CME) vor ein paar Jahren sagte mir ein Händler auf dem Parkett: „We sold the shit to the japanese, now we sell the shit to the chinese. That´s it!“ Und jetzt verkaufen die Chinesen „the shit“ an die Amerikaner – das ist die Ironie der Geschichte schlechthin!“

Was aber macht man als großes Unternehmen, wenn man Sorge um den eigenen Aktienkurss hat und in den USA gelistet ist? Man kauft eigene Aktien zurück – Alibaba will jetzt in den nächsten zwei Jahren eigene Aktien im Umfang von vier Milliarden Dollar zurück kaufen. Das ist eine tolle Idee – wen sonst schon keiner mehr kauft..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Max

    12. August 2015 17:28 at 17:28

    Was für ein Schwachsinn Sie von sich geben? Ehrlich, Sie sollten sich mal die Zahlen anschaun, bevor solche Aussagen von Ihnen kommen.

    Alibaba ist im Wachstum begriffen. Letztes Quartal wurden 1,5 Mia Gewinne gemacht. Was hatte nochmal Amazon verdieent?

    Ihre Bemerkung hinsichtlich des Aktienrückkaufprogramms ist schon ziemlich lächerlich. Zeigt aber ihre oberflächliche Natur und ihre negative Einstellung zu Alibaba von grundauf. Vielleicht sollten sie dann unterlassen, eine anscheinend neutrale Stellungsnahme von sich zu geben.

    Gehen Sie und beschäftigen Sie sich mit den Zahlen erneut, bevor sie so einen Bull-Shit von sich geben.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      12. August 2015 17:34 at 17:34

      @Max, wenn die Zahlen so toll sind, warum fällt die Aktie dann so stark, obwohl die Firma eine massives Aktienrückkaufprogramm beschlossen hat? Ist eben alles relativ zur Markkapitalisierung, und die wird seit eingen Monaten deutlich geringer, falls Ihnen das nicht entgangen ist. Ist Ihnen aber vermutlich nicht entgangen, denn Sie haben den Duktus eines gekränkten Aktionärs, der die Welt nicht mehr versteht weil seine Lieblingsaktie fällt..

      • Avatar

        Max

        12. August 2015 22:49 at 22:49

        Zunächst einmal ist das Aktienrückkaufprogramm angekündigt undzwar für die nächsten 2 Jahre. Da werden zu jetzigen Kursen etwa 55 Mio Aktien zurückkekauft werden. Auch sollte dieses Programm Leerverkäufer abschrecken, die allzusehr in China austoben, zumindest auf die chinesischen Aktien hauen.

        Desweiteren, wenn Sie sich die Alibaba Zahlen mal anschauen, sind die Zahlen einfach mehr als gut. Nur mal als Zitat..“Revenue was RMB20,245 million (US$3,265 million), an increase of 28% year-over-year. Excluding the effect of the suspended online lottery business and the SME loan business we transferred to Ant Financial, revenue would have increased by 36% year-over-year;“

        Aha…das was in den Medie als Quartalsschwäche bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit nicht so. Da wurde ein Unternehmensbereich in Ant Financial ausgegliedert. Gut, diesen Transfer kann man wirklich kritisieren.

        Aber…das Geschäftsmodell und die Quartalszahlen sind einfach super….Amazon um Vielfaches überlegen. Was hat Amazon letztes Quartal gemacht? Was hat Alibaba verdient? Einfach lächerlich, was da abläuft….Amazon legt nachbörslich um +20% zu und Alibab fällt? Das sind richtig schön manipulierte Märkte. Zurzeit wird mächtig China Bashing betrieben.

        Ansonsten ist da noch eine Lock-up Periode im September. Im Übrigen sollte man sich nie in eine Aktie verlieben, und Alibaba ist nicht meine Lieblingsaktie.

        Ich sehe es kritisch an, wenn man so mit der Herde am China-Bashing mitmacht. Man macht die Chinesen für alles verantwortlich: Preisanstiege für Milch, Knappheit von Eiern, höherem Benzinpreis. Jetzt auch noch angeblich für den Kursverfall bei den Autowerten. Entschuldigung, VW produziert in China und VW profitiert von China….BMW und Daimler im Luxussegment juckt das nicht mal die Währungsabwertung….Wer sagt denn nicht, dass z.B. bei VW Piech zurzeit verkauft?

        Bisschen objektiv sollte man schon bleiben und nicht an die Speerspitze der anglo-sächsischen Presse werden…

      • Avatar

        Max

        12. August 2015 22:58 at 22:58

        Im Übrigen ist es ein IPO im September 2014 gewesen. Die lock-up Perioden fallen nun im September weg. Dann stellt sich erst ein vernünftiges Preisniveau basierend auf Angebot und Nachfrage ein.

        Diese Aktie braucht eben ein wenig Zeit. Zurzeit hat man sich mit Unternehmensbeteiligungen für die Zukunft gut eingestellt. Bis die Ernte eingefahren wird, dauert es eben ein wenig.

        Wenn man Alibaba mit Amazon vergleicht: Amazon hat bisher keine Gewinne gezeigt, ausser in den letzetn Quartalen…einfach mickrige Gewinne im Vergleich zu MK.
        Alibaba bringt jedes Quartal Milliardengewinne und ist dabei, die Hälfte der Menschheit in Indien, China und Südamerika zu bedienen.

        Wohl gibt es auch Kritikpunkte an Jack Ma zu äussern: Seine Art, einfach Unternehmensbereiche auszugliedern oder Cash für seine eigenen Unternehmungen aus Alibaba herauszunehmen ohne Vorabsprachen mit Alibaba Grossaktionären, ist schon fragwürdig und nicht angemessen.

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Aktuell: Lufthansa veröffentlicht Maßnahmen für weiteren Kahlschlag

Claudio Kummerfeld

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am

Der Lufthansa A380 wird wohl nicht mehr fliegen

Die Lufthansa hatte bereits Maßnahmen zum Kahlschlag angekündigt. Aber es ist wie es ist. Die Fluggastzahlen erholen sich nicht V-förmig wie (auf den ersten Blick) die Gesamtkonjunktur. Weltweit gibt es ständig neue Corona-Restriktionen und viele Unklarheiten. Und offenkundig haben zu viele potenzielle Flugreisende wohl einfach keine Lust auf diese ganze Unsicherheit und dazu noch auf stundenlanges Maskentragen an Flughäfen und im Flugzeug. Jetzt hat die Lufthansa vor wenigen Minuten die nächsten Maßnahmen zum Kahlschlag verkündet. Weiter Runter-Schrumpfen, um nicht in den Kosten zu versinken, so könnte man es ausdrücken. Hier drucken wir die wichtigsten Infos von der Lufthansa im Wortlaut ab. Die Headline-Aussagen:

– Erholung des Luftverkehrs deutlich langsamer als noch im Sommer erwartet
– Tiefere Einschnitte bei Flottengröße und für Personal
– Langfristig geparkte sowie zur Ausflottung vorgesehene Flugzeuge werden im dritten Quartal mit bis zu 1,1 Mrd. EUR wertberichtigt
– Operative Mittelabflüsse sollen um 100 Mio. EUR pro Monat reduziert werden

Details:

Der Kapazitätsausblick für die Passagierairlines wird deutlich nach unten korrigiert; die bisherige Annahme, im vierten Quartal des Jahres ein durchschnittliches Produktionsniveau von 50 Prozent des Vorjahreswertes zu erreichen, erscheint nicht mehr realistisch. Bei Fortsetzung des aktuellen Trends werden die angebotenen Sitzkilometer im Vorjahres-vergleich voraussichtlich nur noch in einer Spanne zwischen 20 und 30 Prozent liegen.

Die mittelfristige Flottenplanung wird angepasst und sieht aktuell ab Mitte des Jahrzehnts eine dauerhafte, konzernweite Kapazitätsreduktion von 150 Flugzeugen vor .

In Ergänzung der bereits kommunizierten Flottenentscheidungen wurde folgendes beschlossen: Nachdem bereits im Frühjahr sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden die verbleibenden acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren, in einen sogenannten Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen.

Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Mrd. EUR ergeben. Der Betrag soll noch im dritten Quartal des laufenden Jahres verbucht werden.

Der bisher avisierte rechnerische Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen erhöht sich in Folge der Entscheidungen für das dritte Paket des Restrukturierungsprogramms. Die Anpassung der dauerhaften Personalstärke in den Flugbetrieben wird an die weitere Marktentwicklung angepasst.

Die überarbeitete Finanzplanung sieht trotz des eingetrübten Ausblicks vor, die Mittelabflüsse durch striktes Kostenmanagement weiter zu senken. Der Liquiditätsabfluss soll von aktuell rund 500 Mio. EUR pro Monat auf durchschnittlich 400 Mio. EUR pro Monat im Winter 2020/21 gesenkt werden. Das kommunizierte Konzernziel, im Jahresverlauf 2021 wieder operativ positive Mittelzuflüsse zu erwirtschaften, wird bekräftigt.

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Markus Koch vor dem Handelsstart in New York – Abverkauf bei Tech geht weiter

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Der Abverkauf bei Tech geht weiter, und der Value-Bereich profitiert.

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Deutsche Bank: Übernahme durch UBS? Geldwäsche in Russland? Aktie dick im Minus

Claudio Kummerfeld

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am

Deutsche Bank Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank könnte heute mit einem kräftigen Plus in den Handel gehen. Würde man meinen, wenn man die Nachricht betrachtet, dass die große Schweizer UBS womöglich die Deutsche Bank kaufen will. So zumindest sagte es am Samstag die Schweizer „Sonntagszeitung“. Aber beim zweiten Blick weiß man: Die UBS wollte ja auch mit der Credit Suisse fusionieren – diese Idee sll offenbar schon gescheitert sein. Und auch die Commerzbank wie die Lloyds Banking Group sollen für die UBS interessante Kaufkandidaten sein. Also ist dies doch eher eine ziemlich unklare Lage. Außerdem wären die Hürden, die größte Bank Deutschlands kaufen zu können, wohl ziemlich groß. Aber dennoch, die Deutsche Bank-Aktie könnte heute aufgrund dieser Meldung gut im Plus eröffnen.

Deutsche Bank mit neuem Geldwäsche-Horror in Moskau?

Aber sie geht mit minus 3,6 Prozent in den Handel. Denn gestern gab es neue konkrete Berichte zu möglichen Geldwäsche-Vorgängen in Russland. Konkrete Auswertungen (hier die Details) sollen zeigen, dass die Deutsche Bank-Filiale in Moskau wohl eine Art Wild-West-Filiale gewesen sein soll, und dass trotz Aufsehern in Sachen Geldwäsche wohl kaum Kontrolle stattfand. Man wollte wohl nicht hinsehen und ließ viel womöglich mehr zweifelhafte Transaktionen zu als bislang bekannt. Pikant dabei ist, dass im betreffenden Zeitraum auch der heutige Deutsche Bank-Chef Sewing als Chef der Revision für die Kontrolle zuständig war, aber dass trotz Prüfungen sogenannte Mirror Trades nicht entdeckt wurden. Dabei wurden für Kunden Aktien in Rubel gekauft, und danach gleich wieder in US-Dollar verkauft.

Drohen der Deutschen Bank nach diesen neuen Enthüllungen weitere Geldstrafen? Fängt auch der Stuhl vom angeblich so sauberen Herrn Sewing an zu wackeln? Auf jeden Fall könnte der geneigte Börsianer das Grausen kriegen, dass diese jahrelange Horror-Show mit nicht enden wollenden Geldstrafen, Verfahren und Prüfungen weiter geht. Die Deutsche Bank-Aktie jedenfalls, die notiert heute wie gesagt mit mit minus 3,6 Prozent bei 7,41 Euro. Die Deutsche Bank hat dazu folgendes Statement veröffentlicht. Zitat:

„Die Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche und Kapitalflucht hat für die Ermittlungsbehörden und Finanzinstitute gleichermaßen Priorität. Die weltweit führenden Finanzinstitute, einschließlich der Deutschen Bank, haben Milliarden von Dollar investiert, um die Behörden bei diesen Bemühungen effektiver zu unterstützen. Dies führt natürlich zu einer höheren Zahl von Feststellungen.

Wir bei der Deutschen Bank haben in den letzten Jahren massiv in die Verbesserung der Kontrollen investiert, und wir konzentrieren uns mit Nachdruck darauf, unseren Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen nachzukommen. Dazu gehört auch, dass wir Maßnahmen ergreifen, um Risiken zu minimieren, und Beziehungen zu Kunden oder Korrespondenzbanken beenden, wenn dies angezeigt ist.

Das ICIJ hat über eine Reihe historischer Themen berichtet. Soweit sie sich auf die Deutsche Bank beziehen, sind sie den Aufsichtsbehörden bekannt. Die Themen wurden bereits untersucht und führten zu Einigungen mit den Behörden, in denen die Zusammenarbeit und die Mängelbeseitigung der Bank öffentlich anerkannt wurden. Wo nötig und angemessen, haben wir Konsequenzen gezogen. Soweit die vom ICIJ verwendeten Informationen aus Verdachtsmeldungen (sogenannten SARs) stammen, wurden diese Informationen von einer Bank gemäß der gesetzlichen Regelung aktiv identifiziert und den Behörden mitgeteilt. SARs enthalten Warnungen vor möglichen Probleme, können aber nicht mit einer Tatsachenbehauptung gleichgesetzt werden.“

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