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Alle Großzocker noch schnell aufspringen auf den fahrenden Zug? Das ging beim Öl im Februar auch schon schief!

Der Ölpreis (WTI) ist fünf Wochen lang von 42 auf 50,40 Dollar gestiegen. Letzte Woche legte er dann eine Verschnaufpause ein, und schwankte zwischen 50 und 48,40 Dollar. Wie geht es weiter? Oft geben die Daten der...

FMW-Redaktion

Der Ölpreis (WTI) ist fünf Wochen lang von 42 auf 50,40 Dollar gestiegen. Letzte Woche legte er dann eine Verschnaufpause ein, und schwankte zwischen 50 und 48,40 Dollar. Wie geht es weiter? Oft geben die Daten der US-Börsenaufsicht CFTC eine Art Anhaltspunkt im Sinne eines Kontraindikators. Denn vor allem Hedgefonds haben oft die Angewohnheit mit ihren Positionierungen in den letzten Monaten gerne mal falsch zu liegen.

Sie ändern ihre Meinung oft erst dann, wenn es schon zu spät ist. So vielleicht auch dieses Mal? Wie aus der wöchentlichen Erhebung vom Freitag Abend hervorgeht, haben die Großspekulanten (vor allem Hedgefonds) die fünfte Woche in Folge ihre Long-Positionen im WTI-Öl ausgebaut. Und das in einem gigantischen Ausmaß. Auf Wochenbasis geht es um 63.427 Futures-Kontrakte rauf auf eine Netto-Long-Position von 486.765 Kontrakte.

Das ist der zweithöchste Wert nach einem kurzen Peak im Februar mit 557.000 Long-Positionen. Dem nähert man sich nun zügig an. Und es ist aktuell der höchste Wochenanstieg seit Dezember 2016. Damit nimmt der Optimismus Überhang! Und schauen wir doch mal zurück in den Februar mit Hilfe des Öl-Charts (WTI). Und was sehen wir da? Blau eingekreist haben wir markiert, wie der Markt in wenigen Tagen Anfang März gut sieben Dollar verlor, und sich in den folgenden Monaten auf eine lange Abwärtsfahrt begab. Zwar war es eine wellenförmige Bewegung, aber sie ging abwärts.

Wenn Trader gerade mit großen Kontraktblöcken viel zu optimistisch sind, und wie eine Herde alle in einen Markt gehen, fehlen irgendwann die Anschlusskäufer. Dann verkaufen sie panisch, und lösen damit noch mehr Abwärtsdynamik in einem Kurs aus. Und genau das könnte hier auch bevorstehen. Ein viel zu schnell gestiegener Markt, und wichtige Trader, die viel zu stark long im Markt sind.


Der WTI-Ölpreis seit Dezember 2016.

Ebenfalls am Freitag wurden die wöchentlichen Zahlen zu den aktiven Öl-Bohrstellen in den USA veröffentlicht. Die Veränderung liegt bei -1 auf 765. Also von der Seite gibt es für die Öl-Bullen erstmal eine kleine Entwarnung. Von der aktuell anlaufenden OPEC-Konferenz in Abu Dhabi ist bisher noch nichts nach außen gedrungen.



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2 Kommentare

  1. Öl wird aufgrund des Zwangs einiger Öl-Staaten, immer mehr zu prduzieren, immer billiger werden.
    Die Saudis ringen mit einer extremen Einnahmebaisse und werden auf Teufel komm raus fördern.
    Der Iran nähert sich einem nie gekannten Produktionsmaximum.
    Der Irak wird nach Ausschalten des IS seine Produktion hochfahren um die von den USA angerichteten Schäden reparieren zu können.

  2. Und wenn dann die ganze westliche Welt auf Elektroautos umstellt u.das Öl Nichts mehr kostet,können die Ost- u.Südeuropäer am Meer Schweröl verbrennen u.Strom produzieren u.wir kaufen den billigen Strom weil die Energiewende nicht funktioniert.Spass beiseite,das ist nur eine von vielen möglichen schlechten Lösungen.

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