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Alles oder Nichts bei Toshiba? Der aktuelle Stand

Toshiba vor dem Ende? So hört man es aktuell gerüchteweise. Aber was ist da los? Wir geben einen aktuellen Überblick. Da ist mal ganz schön was los in der Konzernzentrale, mag man meinen. Das Folgende drang zumindest heute offiziell...

FMW-Redaktion

Toshiba vor dem Ende? So hört man es aktuell gerüchteweise. Aber was ist da los? Wir geben einen aktuellen Überblick. Da ist mal ganz schön was los in der Konzernzentrale, mag man meinen. Das Folgende drang zumindest heute offiziell nach außen:

Zunächst veröffentlichte die Firma heute ein Statement, wonach man ankündigte die offizielle Meldung der Quartalszahlen verschieben zu wollen. Als Grund nennt man, dass ein interner Bericht klar gemacht habe, dass die Wertermittlung der in den USA zugekauften Kraftwerkstochter „CB&I Stone and Webster“ unpassend gewesen sei, um es mal sinngemäß zu übersetzen. Den gesamten Text können Sie hier auf Seite 2 der Datei nachlesen. Dass dieses Problem heute die pünktliche Meldung der Quaratlszahlen verhindert, verwundert doch sehr. Denn das Thema war eigentlich schon abgefrühstückt, und der Aktienkurs von Toshiba hatte dieses Thema schon längst berücksichtigt (Crash gut sichtbar im Dezember-Absturz).


Der Kurs der Toshiba-Aktie seit August.

Kurz darauf teilt Toshiba mit, dass man die Genehmigung erhalten habe seine Zahlen erst am 14. März zu veröffentlichen – also ein Aufschub von vier Wochen. Kurz danach vermeldet Toshiba, dass der Verwaltungsratsvorsitzende Shigenori Shiga morgen zurücktreten werde. Der Grund: Er übernehme die Verantwortung für Verluste und Abschreibungen resultierend aus dem US-Geschäft, das wir vorhin genannt hatten. Aber auch das ist merkwürdig. Warum tritt er deswegen nicht schon im Dezember zurück, wo die Angelegenheit die Aktie zum großen Absturz brachte?

Die Vermutung liegt daher nahe, dass aktuell intern entdeckt wurde, dass da noch weitaus Schlimmeres vorliegt als bisher angenommen. Nur was? Ungewissheit ist das Schlimmste für die Börse, und daher stürzte der Aktienkurs heute weitere 10% ab.

Aber auch damit war heute noch nicht Schluss. Nach der Rücktrittsvermeldung dachte man bei Toshiba wohl man müsse die Öffentlichkeit noch schnell mit einem provisorischen Ausblick beruhigen. Wie die Übersicht unten zeigt, hat man die bisher erwarteten Zahlen für 2016 noch mal nach unten korrigiert. Die Abschreibung liege umgerechnet bei gut 5,9 Milliarden Euro, und für 2016 erwarte man einen Nettoverlust von 3,2 Milliarden Euro nach 3,8 Milliarden Euro in 2015. Das zweite Jahr in Folge so ein sattes Minus, dazu das heutige Chaos. Das kommt dem geneigten Beobachter doch sehr merkwürdig vor. Und der heutige provisorische Ausblick ist ja nur eine wage Vorschau. Erst am 15. März kommen die offiziellen Zahlen. Von daher ist es schon erstaunlich, dass man heute im Aktienkurs „nur“ 10% verliert. Also alle bitte festhalten, ob bis 15. März noch außergewöhnliche Dinge passieren (Firmenpleite, wie gemunkelt wird?).


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