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Alles schön im Bayer-Land?

FMW-Redaktion

Bayer hat heute seine Zahlen vorgelegt. Alles schön soweit. Einen Haken für die Zukunft kann man benennen, aber dazu am Ende des Artikels mehr. Der Bayer-Umsatz steigt vom Gesamtjahr 2015 auf 2016 von 46,08 auf 46,77 Milliarden Euro, und soll in 2017 auf über 49 Milliarden Euro klettern. (alle Details unten in Grafik). Der Gewinn steigt von 4,1 auf 4,5 Milliarden Euro. Die Dividende will man wie gestern verkündet von 2,50 Euro für 2015 auf jetzt 2,70 Euro für 2016 anheben. Der Gewinn pro Aktie lag aber bei satten 7,32 Euro. Na gut, die Nettofinanzverschuldung von Bayer leigt bei satten 11,7 Milliarden Euro – das sind aber immerhin fast 6 Milliarden Euro weniger als in 2015. Bei Bayer scheint alles rund zu laufen. Umsatz und Gewinn sind so hoch wie nie zuvor, freut sich Bayer-Chef Baumann. Im Kerngeschäft sieht es super aus, denn Präparate wie die Lungenhochdruckarznei Adempas, das Krebsmedikament Stivarga, das Schlaganfallmittel Xarelto und das Augenpräparat Eylea laufen bestens. Wir lassen hier mal Bayer zu Wort kommen in den zwei folgenden Absätzen. Zitat:


Das Jahr 2016 war für Bayer strategisch und operativ sehr erfolgreich. „Mit unserer operativen Performance haben wir ein neues Rekordniveau erreicht – und auch bei der vereinbarten Übernahme von Monsanto kommen wir gut voran“, sagte Vorstandsvorsitzender Werner Baumann am Mittwoch auf der Bilanz-Pressekonferenz in Leverkusen. Pharmaceuticals konnte erneut mit erfreulichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen überzeugen. Consumer Health verzeichnete währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) einen Umsatzanstieg, während das Ergebnis rückläufig war. Bei Crop Science waren der wpb. Umsatz und das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA – trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds – konstant. Animal Health verzeichnete wpb. Umsatzzuwächse und ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Covestro erhöhte das Ergebnis kräftig, während der Umsatz wpb. das Niveau des Vorjahres erreichte. „Wir haben allen Grund, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken, und wir sind gut ins neue Geschäftsjahr gestartet“, sagte Baumann. Für 2017 stellte er ein weiteres Wachstum von Umsatz und Ergebnis in Aussicht.

Mit der vereinbarten Übernahme von Monsanto habe Bayer im vergangenen Jahr auch strategisch einen weiteren großen Schritt nach vorn gemacht, betonte Baumann. „Die Übernahme passt perfekt zu unserer Strategie, mit unseren Life-Science-Geschäften auf attraktiven, innovationsgetriebenen Märkten führende Positionen einnehmen zu wollen.“ Nach Vollzug des Zusammenschlusses wäre Bayer in der Lage, durch mehr Innovation, stärkeres Wachstum und größere Effizienz langfristig erheblichen zusätzlichen Wert zu schaffen. Die Monsanto-Aktionäre hatten im Dezember 2016 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Transaktion zugestimmt. Auch bei den erforderlichen behördlichen Verfahren macht Bayer Fortschritte. Bei etwa zwei Dritteln der rund 30 Behörden wurden die Genehmigungen bereits beantragt. Bayer und Monsanto arbeiten eng mit den Behörden zusammen. Bayer erwartet weiterhin, die Transaktion bis Ende 2017 abschließen zu können.


Die Aktie läuft… ist sie jetzt ein Kauf? Da ist immer noch die gigantische Monsanto-Übernahme, die anscheinend wohl durchkommt bei den Kartellbehörden. Zum Problem könnte die gigantische Kaufsumme werden, die man nämlich größtenteils mit Schulden finanziert. Der Schuldenberg wächst also extrem stark an, aber durch Monsanto kommt ja auch mehr Umsatz in den Konzern. Man kann es also so oder so sehen. Glaubt man an einen kräftigen Schub durch das Monsato-Geschäft für den Bayer-Konzern, und daran dass Bayer mit den Schulden gut umgehen kann, dann wird alles gut.

Bayer dazu heute im Zitat:

„Mit der Refinanzierung der vereinbarten Monsanto-Übernahme komme Bayer gut voran, sagte Dietsch weiter. Die Akquisitionsfinanzierung über 57 Milliarden US-Dollar sowie die erste Eigenkapitalmaßnahme in Höhe von 4 Milliarden Euro hat Bayer erfolgreich umgesetzt. „Ein Gelingen derartig großvolumiger Transaktionen ist nicht selbstverständlich. Dass wir die Aufgaben so erfolgreich gemeistert haben, ist auch ein Beleg für das hohe Ansehen von Bayer am Kapitalmarkt“, so Dietsch. Für weitere Ausfinanzierungen der Akquisitionsfinanzierung plant Bayer Unternehmens- und Hybridanleihen sowie die zusätzliche Aufnahme von Eigenkapital über eine Bezugsrechtskapitalerhöhung. Sollten sich Möglichkeiten für eine Optimierung der Finanzierungsstruktur, der eingesetzten Instrumente oder des Zeitplans der Finanzierungsschritte ergeben, wird Bayer diese Möglichkeiten in Betracht ziehen.“



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