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Europa

Alles wieder gut? Stärkster Job-Aufbau in der Eurozone seit Datenerhebungsbeginn vor 20 Jahren

Es war einmal ein Kontinent namens Europa, der litt sehr unter einer Krise, die andere verursacht hatten: der Schulden-Exportweltmeister USA mit dem Platzen seiner Immobilienblase! Kaum wartet man zehn Jahre, schon zeigen sich wieder erste Erholungstendenzen in der Eurozone..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es war einmal ein Kontinent namens Europa, der litt sehr unter einer Krise, die andere verursacht hatten, weil sie ein wenig über ihre Verhältnisse lebten: die USA und ihre Häuslebauer bekamen große Probleme, und weil der arme Kontinent Europa sein überschüssiges Geld in dubiose Produkte investiert hatte, die die Risiken geschickt kaschiert hatten, waren es die Europäer, die einen guten Teil der Zeche zahlen mussten. Es folgte mit der Finanzkrise ein immenser Abschwung auch in Europa, der erst jetzt, knapp zehn Jahre später, in einen neuen Aufschwung zu münden scheint – das zumindest legen die heute von Markit veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone (für den Mai) nahe!

Der Markit PMI stieg in der finalen Veröffentlichung auf den höchsten Stand seit 73 Monaten, sieben von acht untersuchten Ländern verzeichneten Wachstum. Die einzige Ausnahme: Griechenland, allerdings stieg auch dort der Index auf den höchsten Stand seit neun Monaten, blieb aber mit 49,6 knapp unter der Wachstumsschwelle von 50.

An der Spitze liegt einmal mehr (zum dritten Mal hintereinander) Deutschland mit 59,5 vor Österreich (58,0), Italien (55,1) und Frankreich (53,8) hinken hinterher.

Die neuen Aufträge liegen nun auf dem höchsten Stand seit 74 Monaten, und das macht sich im Aufbau neuer Beschäftigung bemerkbar, die so stark gestiegen ist, wie seit Beginn der Erhebung der Daten noch nie (also seit 20 Jahren). Das gilt vor allem für Deutschland mit dem höchsten Stand des Beschäftigungs-Aufbaus seit sechs Jahren, aber etwa auch für Italien, das den im Jahr 1999 erreichten Höchstwert nur knapp verfehlte. In Spanien liegt der Beschäftigungs-Aufbau so hoch wie seit 19 Jahren nicht mehr.

Der starke Eingang neuer Aufträge sorgte dabei dafür, dass sich die Lieferzeiten verlängerten – die Preise stiegen daher weiter an, allerdings mit verringerter Dynamik. Dazu bemerkt Chris Williamson, Chef-Volskwirt von Markit, süffisant:

„Der deutlich nachlassende Anstieg der Einkaufspreise dürfte die Geldpolitiker freuen, die ja nur darauf warten, dass sich die jüngste Beschleunigung der Verbraucherpreise als kurzfristig herausstellt.“

Haha, Humor ist wenn man trotzdem lacht!

Was wir derzeit in der Eurozone erleben, ist offenkundig zyklisch: die USA erholten sich schnell, auch weil es den Amerikanern beeindruckend gelungen ist, die Kosten für ihre Immobilienblase zu exportieren – zumindest im Export von Schulden sind die USA klarer Weltmeister!


Die Eurozone
Foto: Gemeinfrei

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    1. Juni 2017 11:59 at 11:59

    Werte FMW-Redaktion.Höchstwahrscheinlich ist es so,dass ich auf dem „Schlauch“ stehe und mir daher der Artikel irgendwie unvollendet vorkommt.Sollte ich mich jedoch irren und er ist genauso verwirrend geplant,so ersuche ich Sie, ihn mit covefe zu beenden.Dann weiss ich Bescheid!

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Deflation im Westen – Inflation nur in Osteuropa

Redaktion

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am

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Soeben wurden für die Eurozone für den Monat September die Verbraucherpreise veröffentlicht (2.Veröffentlichung). Sie gehen im Jahresvergleich um -0,3 Prozent zurück, nach -0,2 Prozent im August und +0,4 Prozent im Juli. Auffallend: Inflation gibt es nur im Osten, während der Westen eher unter Deflation leidet.
Zum Vormonat steigen die Verbraucherpeise um +0,2%, ebenso in der Kernrate (ohme Nahrung und Energie) um +0,2%.

Dazu schreibt Eurostat, das die Daten erhebt:

Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im September 2020 bei -0,3%, gegenüber -0,2% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 0,8% betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im September 2020 bei 0,3%, gegenüber 0,4% im August. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,2% betragen. .
Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Griechenland (-2,3%), Zypern (-1,9%) und Estland (-1,3%) gemessen.
Die höchsten jährlichen Raten wurden in Polen (3,8%), Ungarn (3,4%) und Tschechien (3,3%) gemessen.

Die Verbraucherpreise in den jeweiligen Ländern

 

Gegenüber August ging die jährliche Inflationsrate in dreizehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in sieben unverändert und stieg in sieben an.
Im September kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,34 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Dienstleistungen (+0,24 Pp.), Industriegütern ohne Energie (-0,08 Pp.) sowie Energie (-0,81 Pp.).

Die Verbraucherpreise in der EU und der Eurozone

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Europa

Aktuell: ZEW-Index schwach – neuer Realismus?

Markus Fugmann

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Jeden Monat wird der ZEW-Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Oktober) ist mit +56,0 Punkten deutlich schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +73,0; Vormonat war +71,5).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei -59,5 (Prognose war -60,0; Vormonat war -66,2) – damit sehen wir erneut eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage, wobei die aktuelle Lage nun jedoch skeptischer gesehen wird.

Dazu das ZEW: Erwartungen gehen erheblich zurück, große Unsicherheit wegen steigender Corona-Zahlen, dazu Unsicherheit vor US-Wahl..

Der ZEW-Index ist nach dem ifo Index der wichtigste Indikator für die deutsche Wirtschaft

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Devisen

Industrieproduktion in Italien: Ist das die große Wende für Europa? Euro steigt

Claudio Kummerfeld

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Italien-Flagge

Offizielle Daten zur Industrieproduktion in Italien für August wurden heute veröffentlicht. Und siehe da, was für eine Überraschung. Das übelst gebeutelte Italien feiert (zumindest gemäß dieser Daten) ein Comeback. Die Industrieproduktion steigt im Vergleich zu Juli um satte 7,7 Prozent, während ein Plus von lediglich 1 Prozent erwartet wurde. Im Durchschnitt der letzten drei Monate steigt sie im Vergleich zum Durchschnitt der vorigen drei Monate um 34,6 Prozent. Aber noch deutlich wichtiger ist, dass sie im Jahresvergleich zu August 2019 nur noch um 0,3 Prozent gesunken ist. Damit kann man sagen, dass die Industrie in Italien das Corona-Tal verlassen hat.


source: tradingeconomics.com


source: tradingeconomics.com

Gleich nach Veröffentlichung der Zahlen zur Industrieproduktion in Italien machte der Euro gegen den US-Dollar einen Sprung nach oben, von 1,1775 auf 1,1801. Das ist zwar nicht viel, aber bei der minimalen Volatilität der letzten zwei Handelstage war der Ausreißer nach oben direkt ab 10 Uhr heute Vormittag klar erkennbar. Der Devisenmarkt zeigt sich freudig überrascht von den Italien-Daten. Der kleine Euro-Anstieg ist derzeit auch ein Grund dafür, dass der US-Dollar heute insgesamt weiter fällt, was man in Form des US-Dollar-Index gut erkennen kann. Er ist ein Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen, wo der Euro das Hauptgewicht darstellt.

Frage: Wenn schon Italien mit seiner Industrieproduktion glänzen kann, schafft es dann ganz Europa in diesem Herbst wirtschaftlich wieder nach oben? Man weiß es immer erst hinterher.

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