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Allzeit-Rekordwerte des Dow Jones: Gründe des Höhenflugs

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Der Dow Jones erreichte zuletzt einen neuen Rekordwert. Lag der Kurs Anfang des Jahres noch bei 28.868,80 Punkten, überschritt er mittlerweile die Grenze von 29.500 Punkten und dürfte bald erstmals in der Geschichte die Schallmauer 30.000 brechen. Doch was treibt die Märkte hinter den im DJIA gelisteten 30 US-amerikanischen Konzernen an?

Coronavirus weniger einflussreich als gedacht

Ein Thema hält die Welt derzeit in Atem. Nach den Waldbränden in Australien sorgte das Coronavirus in China für Aufregung in aller Welt. Die fast vollständige Blockade zur Außenwelt von Städten wie Wuhan waren die Folge. Die Reisestopps, schwächere Produktion und geringere Verbrauchsumsätze haben in einer solchen Krisensituation einen entscheidenden Einfluss auf die Börsenkurse. Entsprechend negativ waren die Einschätzungen der Börsenexperten hinsichtlich der Dow Jones Entwicklung. Die Quartalsprognose für Q1 2020 wurde trotz neuer Rekordwerte deutlich zurückgefahren, doch diese Sorgen scheinen auf den ersten Blick der Vergangenheit anzugehören. Denn statt weiter anzusteigen, fielen die Anzahl der Neuinfektionen am Coronavirus in China zwei Tage in Folge. Experten warnen zwar davor, dass viele Fälle abseits der Metropolregionen vermutlich nicht in den Statistiken auftauchen, was der Stimmung an der Börse jedoch keinen Abbruch tat.

Über 29.550 Punkte erreichte der Dow Jones Mitte Februar kurzzeitig und erzielte damit ein Allzeit-Hoch. Vor allem vor Wochenenden erwarten die Experten aufgrund der unklaren Prognosen zum Virus in näherer Zukunft Verkaufswellen, um nicht am Montagmorgen von Negativschlagzeilen rund um den Coronavirus überrascht zu werden. Solche Schlagzeilen könnten etwa zunehmende Infizierten-Zahlen sein. Ein weiterer Grund für die positive Börsenentwicklung ist der Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Demokraten-Kandidat und Medicare-Verfechter Bernie Sanders sorgte mit Vorwahl-Siegen vor allem in der Gesundheitsindustrie für einen positiven Trend. Die gute Stimmung weitete sich ebenfalls auf andere Börsenkurse aus. Die Versicherungsfirmen würden sich schließlich einerseits über die Umsetzung von Medicare ärgern, allerdings gilt Donald Trump bei einem direkten Duell gegen Bernie Sanders als Favorit einer Präsidentschaftswahl.

Diese Unternehmen zeigten sich zuletzt besonders stark

Einen großen Beitrag zum Aufschwung des Dow Jones leistete angesichts der zurückliegenden Nachrichten vor allem das Unternehmen UnitedHealth Group (UNH). Der UNH-Preis entwickelte sich in den vergangenen drei Monaten um 32,94 $ nach oben und erreichte damit ein Plus von 12,96 %. Damit setzt der Konzern einen Trend fort, der schon deutlich länger anhält: Im gesamten letzten Jahr gab es bereits ein Plus von 11,62 %.

Die zwei größten Gewinner der vergangenen drei Monate stammen aus der Technologiebranche. Microsoft stürmt von einem Bestwert zum nächsten und hat dies vor allem den zurückliegenden Quartalsergebnissen zu verdanken, welche die Erwartungen sämtlicher Analysten weit übertrafen. Hinzu kommt die positive Stimmung rund um das Wachstum von LinkedIn sowie Azure, einem Cloud-Computing-Dienst. In den letzten drei Monaten stieg der Aktienwert von Microsoft um 42,58 $ und damit beeindruckende 29,15 %. Zu Microsoft gesellt sich mit Apple (APC) ein weiterer Technologieriese. Das neue iPhone 11 wurde gut aufgenommen und sorgte bei Apple für zufriedene Gesichter. Die Investoren quittierten dies entsprechend mit einem Aktienkauf. So stieg der APC-Aktienwert in den vergangenen drei Monaten um 59,35 $ oder auch 22,64 % an.

Andere Gewinner des Dow Jones beinhalten Goldman Sachs (+8,37 %), IBM (+14 %), Johnson & Johnson (+15,06 %), McDonald’s (+10,68 %) sowie Visa Inc. (+14,73 %).

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