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Allzeithochs der US-Indizes: Anmerkungen zur technischen Lage – es „riecht“ nach Korrektur!

In den Medien der USA heißt sie nur die „Trump-Rally“. Die Euphorie ist groß – und gleichzeitig mehren sich die Warnsignale!

Redaktion

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FMW-Redaktion

In den Medien der USA heißt sie nur die „Trump-Rally“. Die Euphorie ist groß, und es sind vor allem Aktien, die von dem angekündigten Infrastrukturprogramm Trumps profitieren, so etwa Caterpillar und John Deere, die Baumaschinen herstellen. Das Motto „Amerika first“ heißt vor allem, dass sich die US-Märkte auf den amerikanischen Binnenmarkt fokussieren – daher fließen Gelder in die „Industrials“ und tendentiell raus aus dem Tech-Sektor, der ja besonders von der Globalisierung profitierte in den letzten Jahren. Nicht zufällig war daher der Nasdaq schwächer als Dow Jones, S&P500 und vor allem der Russell2000, der gestern den 14.Handelstag in Folge (!) gestiegen ist (das gab es seit 1996 nicht mehr). Der Russell enthält Nebenwerte, die in der Regel stärker auf den US-Markt fokussiert sind, so vor allem auch regionale Banken (der Finanzsektor hat im Russel eine Gewichtung von 20%).

Der Optimismus, die Euphorie ist riesengroß derzeit in den USA: so sagte gestern ein Fondsmanager auf CNBC, dass der Dow Jones 1000 Punkte gestiegen sei, und nun noch einmal 1000 Punkte zulegen werde. Es sind nicht zuletzt diese Töne, die uns aufhorchen lassen – bekanntlich passiert ja meist das Gegenteil, wenn alle optimistisch sind!

Schauen wir uns einmal ein paar Fakten an:

1. Gemäß der IIAS (Investors intelligence Advisors Survey) ist der Anteil der Bullen mit 56% auf dem höchsten Niveau seit dem Hoch, das der S&P500 am 24.August ausgebildet hatte – Anfang September kam der Index dann unter Druck

2. Das 10-Tage Put/Call Ratio liegt bei 0,60 (auf 6 Puts kommen 10 Calls) – das ist der niedrigste Stand seit dem 24.August

3. Fällt derzeit der Volatitilitätsindex VIX (Vola auf den S&P500) nicht mehr – trotz des Anstiegs des S&P (normalerweise fällt die Vola, wenn die Kurse steigen). Der VIX bildet im Bereich 12,20 offenkundig derzeit einen Boden aus und dürfte von dort aus anziehen.

4. Der S&P stößt nun an die obere Begrenzung der Trendlinie an, die vom Hoch im April 2015 über das Hoch aus dem August 2016 bis zum aktuellen Kurs verläuft:

us50024-11-16

Das alles muß nicht heißen, dass die US-Indizes sofort fallen – aber die Menge der „Bausteine“ deutet doch darauf hin, dass in nicht allzu ferner Zukunft (spätestens in den nächsten zwei oder drei Wochen) eine größere Korrektur kommt. Die US-Indizes sind derzeit so überkauft wie seit Jahren nicht mehr, insofern wäre eben eine solche Korrektur alles andere als überraschend – und wahrscheinlich sogar gesund!

Der Markt wird sich schon einen Anlaß suchen für diese Korrektur – vielleicht das italienische Referendum am 04.Dezember?

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    back2life

    24. November 2016 14:40 at 14:40

    und eine Chance die Dips zu kaufen fürs das Endrally des Jahrhunderts. Also auf zu neue Höhen und eine Euphorie über Trump und seine Politik. Alle die Trump schlecht geredet haben werden jetzt reich. Konnte man Heuchlerei erste Schublade nennen´, oder wie hier am FMW aus dem USA angespielt wurde: „wanna be rich or you wanna be right“? passt schon..

  2. Avatar

    Hondo

    24. November 2016 14:44 at 14:44

    ….. oder aber Donald wird doch nicht Präsident. Weil die Computer sich verzählt haben, oder so?? Mfg

  3. Avatar

    Harry Pasiak

    24. November 2016 15:06 at 15:06

    Spätestens im Januar kommt die Korrektur und dann richtig heftig! Eine Jahresend-Rallye gibt es im DAX nicht… Der DAX wird die 10.800 nicht merklich überschreiten, eher klatscht er nach unten. Worauf meine Annahmen beruhen? Reine Intuition… :)

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Wie lange handeln Sie schon mit Aktien? – Werbung

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Lieber Börsianer,

sind Sie auch einer der zahlreichen Neu-Börsianer, die seit Ausbruch der Corona-Krise mit dem Aktienhandel begonnen haben? Wenn ja, dann beglückwünsche ich Sie zu diesem Entschluss.
Im Wesentlichen haben in diesem Jahr drei Faktoren zur Stärkung der Aktionärskultur beigetragen:

1) Die Niedrigzinsen lassen die Menschen nach Alternativen zum klassischen Sparkonto suchen.
2) Online-Broker machen den Aktienhandel auch mit kleinen Geldbeträgen attraktiv.
3) Während der Corona-bedingten Zwangspause des öffentlichen und oft auch beruflichen Lebens hatten viele Menschen erstmals Zeit, sich mit Ihrer Geldanlage und Altersvorsorge zu beschäftigen.

Die Millenials entdecken die Börse

In den vergangenen Monaten habe ich bemerkt, dass vor allem junge Menschen die Börse für sich entdecken. Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, zeigen ein großes Interesse an Geldanlagethemen. Das freut mich umso mehr, gelten die Deutschen doch oftmals als Aktienmuffel. Die Rendite der Anlageportfolios hinkte den Menschen in Aktienländern wie den USA deshalb oft deutlich hinterher. Das könnte sich jetzt mit einer neuen Generation von Aktionären ändern.

Doch es ist auch Vorsicht geboten. Viele Neu-Börsianer lassen sich vom Versprechen auf den schnellen Gewinn verführen. Manche vergessen, dass Sie mit echtem Geld agieren und lassen sich von den spielerisch gestalteten Apps der Online-Broker blenden.

Manchmal scheint es tatsächlich sehr einfach zu sein, an der Börse Geld zu verdienen. Doch vergessen Sie niemals: Die Flut hebt alle Boote. In Zeiten steigender Kurse, wie nach dem Corona-Crash am Anfang des Jahres, konnten Sie kaufen was…..

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Alternativlosigkeit zu Aktien sei zurück, sowie die Angst bei der Rallye Gewinne zu verpassen.

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Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

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Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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