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Amazon-Effekt deutlich erkennbar im deutschen Einzelhandel

Der Amazon-Effekt ist aktuell im deutschen Einzelhandel mehr als deutlich spürbar. Wie aktuelle Daten von heute früh zeigen, stiegen die Einzelhandelsumsätze in Deutschland im Juli im Vergleich zum...

FMW-Redaktion

Kennen Sie das auch? Gefühlt machen in Deutschland ständig irgendwo neue Supermärkte auf. Auf Dauer geht das aber nur gut, wenn auch das gesamte Umsatzvolumen im Einzelhandel steigt. Aber dazu gleich mehr. Der Amazon-Effekt ist aktuell im deutschen Einzelhandel mehr als deutlich spürbar. Wie aktuelle Daten von heute früh zeigen, stiegen die Einzelhandelsumsätze in Deutschland im Juli im Vergleich zum Juli 2016 um 2,7% (preisbereinigt). So weit, so gut.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren (also Supermärkte etc) als Teilbereich aller Einzelhandelsumsätze legte aber nur um 0,1% zu. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten preisbereinigt um 0,3% höher. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde preisbereinigt sogar 1,6 % weniger umgesetzt. Die Supermärkte hängen also in der Luft mit einem Nullwachstum.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze im Jahresvergleich preisbereinigt 4,7% zu. Den höchsten Umsatzzuwachs erzielte dabei der Internet- und Versandhandel mit +11,4%. Man sieht also: Der alltägliche Konsum bei Lebensmitteln stagniert, die Shoppinglawine bei Amazon, Zalando und Co rollt aber weiter auf vollen Touren. Nach wie vor ein zweistelliges Wachstum beim Onlineshopping! Vor Kurzem haben Amazon und einige andere Wettbewerber auch angefangen frische Lebensmittel zu liefern als direkte Konkurrenz zu den Supermärkten.

Es ist kaum anzunehmen, dass eine riesige Masse an Menschen jetzt nur noch online Obst und Gemüse einkauft. Aber bei dem jetzigen Nullwachstum im stationären Einzelhandel reicht schon ein kleiner Teil der Kundschaft aus, die zukünftig online bestellt, und schon haben die Supermärkte insgesamt minimal rückläufige Umsätze.

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1 Kommentar

  1. „Kennen Sie das auch? Gefühlt machen in Deutschland ständig irgendwo neue Supermärkte auf.“

    Nein, das kenn ich nicht! Im Gegenteil, seit etlichen zurückliegenden Quartalen stehe gefühlt doppelt solange an der Kasse in der Schlange wie noch vor zwei Jahren. Und es sind nicht weniger Kassen geöffnet, aber die Läden sind viel voller.
    Beim Lidl gibt es Zeiten, da habe ich den Eindruck vor mir waren bereits die Heuschrecken da. Und komme ich etwas früher habe ich zu bestimmten Stunden mitunter den Eindruck, es geht es zu wie bei Reinhards Mays Schlacht am kalten Buffet.
    Kauf dir ne Metro, dachte ich da immer. Aber nein, hier gehts ja um Lebensmittel. Was gibts denn da für ne Aktie? Mir fiel für Deutschland keine ein.

    Nun schreibt ihr der Umsatzzuwachs gegenüber 2016 wäre minimal.
    Ich lege mein Hand dafür in den Kühlschrank, dass der große Umsatzsprung bereits in den Jahren 2016 und 2015 stattgefunden hatte und die Umsätze sich auf dem erfreulich hohen Niveau halten.

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