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Amazon, Google, Facebook: Ein gemeinsames Erfolgsgeheimnis!

Von Claudio Kummerfeld

Amazon, Google und Facebook sind in ihren Bereichen „die“ Weltkonzerne und Marktführer schlechthin. Warum sind sie so erfolgreich, und wachsen selbst bei ihrer jetzigen Größe dennoch immer weiter? Was ist ihr Erfolgsgeheimnis? Gibt es bei allein drei Unternehmen vielleicht Gemeinsamkeiten? Ich meine JA. Da gibt es nämlich eine entscheidende Gemeinsamkeit. Hierzu erst einmal ein kurzer Ausflug ins Fernsehen.


Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Foto: Presidência do México/Wikipedia (CC BY 2.0)

Haben Sie schon mal die Sendung „Die Höhle des Löwen“ gesehen, wo mehrere Investoren Geschäftsmodelle von Gründern bewerten und entscheiden, ob sie in deren Unternehmen investieren? Da gab es nämlich mal Gründer, die eine Webseite aufgebaut hatten, über die sie Nachhilfestunden anboten. Der Kommentar eines des potenziellen Investoren hierzu war letztes Jahr sinngemäß: Er investiere bei Internetprojekten nicht in Inhalte, sondern nur in Marktplätze.

Und genau das ist meiner Meinung nach das Erfolgsgeheimnis der großen drei, Amazon, Google und Facebook. Alle drei produzieren selbst nichts. Sie forschen nicht nach neuen Produkten, sie entwickeln nichts, die vermarkten nichts. Auch wenn beispielsweise Amazon eigene Lager hat, so stellt die Firma selbst nichts her. Auch nimmt man immer mehr externe Onlinehändler in sein Angebot auf, von daher ist Amazon ein echter Marktplatz.

Man kann es gut vergleichen mit dem Betreiber eines Flohmarkts oder Wochenmarkts. Der Veranstalter kassiert von jedem Standbetreiber eine Gebühr. Ob die einzelnen Standbetreiber mit ihren Produkten auf dem Markt Gewinn machen, ist dem Veranstalter herzlich egal. Er muss nur dafür sorgen, dass der Marktplatz selbst möglichst groß ist, dass viele Anbieter da sind, dass die Kunden einfach dorthin finden, immer wieder kommen und ihn weiter empfehlen.

Der Veranstalter des Marktplatzes muss also eine einfache, gut erreichbare und benutzbare Infrastruktur zur Verfügung stellen. Amazon bietet einen Marktplatz für Waren. Google bietet einen Marktplatz für Informationen. Facebook bietet einen Marktplatz für Menschen. Auch wenn es komisch klingen mag, aber so ist es eben. Alle drei produzieren aber letztlich nichts! Die Angebote und Produkte auf diesen Marktplätzen kommen von externen „Produzenten“. Blendet man bei Google mal die aus heutiger Sicht erfolglosen Vorgänger wie Yahoo und Webcrawler aus, dann waren alle drei Giganten (Amazon, Facebook, Google) die ersten Anbieter in ihrer Branche, und sind möglichst rasch und kräftig gewachsen.

Ob sie die besten Anbieter sind, spielt keine Rolle. Denn wer der erste ist, schnell wächst, stetig besser wird und die Konkurrenz platt macht (oder einfach aufkauft), hat seinen Platz an der Sonne sicher. Ob das ewig so bleibt, weiß im Augenblick niemand. Aber beispielsweise Facebook entwickelt seine Oberfläche stetig weiter, wird immer besser und interaktiver nutzbar. Auch die Vernetzung der Mitglieder wird immer größer, und immer mehr Menschen und Firmen sind dort mit ihren Inhalten präsent. Das macht es zukünftigen Konkurrenten immer schwieriger mit eigenen Plattformen überhaupt noch gegen Facebook antreten zu können.

Der Betreiber eine Flohmarkts hat in der Theorie gar keine Fixkosten, außer der eintägigen Miete für die Fläche, auf der der Flohmarkt stattfindet. Wenn er die Miete kennt und dann die Standgebühren dagegen rechnet, kann er sich seinen Gewinn gut kalkulieren. Natürlich ist es bei den drei großen Konzernen etwas komplizierter. Aber vom Grundprinzip her ist es ähnlich. Man muss keine Fabriken mit zehntausenden Mitarbeitern bezahlen, keine teuren Industrieprodukte entwickeln, keine Rohstoffe einkaufen, die dann erst weiter verarbeitet werden müssen.

Man muss lediglich seine Kosten für IT (Server-Farmen) und Personal im Blick behalten. Wächst der Marktplatz auf der Einnahmenseite aber ständig weiter, kommen am Ende tolle Gewinne heraus. Und genau das scheint hier der Grund zu sein, warum die drei Großen so gute Gewinne machen, und diese auch stetig ausbauen können. Man muss eben nur am Ball bleiben, den „Marktplatz“ stetig weiter entwickeln und Käufer/Anbieter des Marktplatzes immer bei Laune halten. Wie gesagt: Ob die drei die besten sind, weiß niemand. Sie waren aber die ersten, und haben mit Kraft und Geschwindigkeit ihre Nische besetzt.

Das Marktplatzmodell kann man auf andere Branchen übertragen. So zum Beispiel auf eBay. Was könnte für eBay oder Amazon eine Gefahr sein? Dass sich das Konsumentenverhalten ändert, und die Kunden auf den Online-Portalen der einzelnen Produktanbieter shoppen. Die Gefahr besteht, aber momentan hat Amazon beispielsweise in den USA schon einen Marktanteil von mehr als 50%. Es ist zu vermuten, dass die Bequemlichkeit des Online-Käufers Amazon weiter in die Hände spielen wird. Weil man wie gesagt als erster da war, profitiert man von der Bequemlichkeit der Kunden. Wer hat schon Lust sich bei jeden neuen Klamotten-Kauf jedes Mal in einem einzelnen Onlineshop neu zu registrieren? Man hat doch seinen Amazon-Account. Da kriegt man doch eh alles, werden sich viele Konsumenten sagen.

Das Prinzip „Marktplatz“ ist zumindest ein Erfolgsgeheimnis. Das haben alle drei gemeinsam!



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14 Kommentare

  1. „Die“ Weltkonzerne und Marktführer in Steuervermeidung! …. Das Prinzip“ Steuervermeidung“ ist zumindest ein Erfolgsgeheimnis. Das haben alle drei gemeinsam! ?

  2. fugi, was sagt uns das für deinen laden? du musst marktplatz sein anstatt uns jeden tag deine bärensicht vorzukauen. hol noch mehr borns, rißes, losslesses etc auf deine seite und knall uns die birne zu a la godmodetrader. irgendein huhn findet immer ein korn.

    1. Wie höflich, respektvoll und sachlich. Hört sich an wie ein Klempner mit Vierkantschlüssel-Kopf (frei nach Konstantin Wecker) ;)

  3. <>

    Nein.
    In aller Kürze:
    Beispiel Amamzon:
    <>

    Beispiel google:
    <>

    Facebook ist ebenfalls auf dieser Schiene:
    https://www.forbes.com/sites/bernardmarr/2016/12/29/4-amazing-ways-facebook-uses-deep-learning-to-learn-everything-about-you/3/#29fc8d5a23c2

    Genau diese genannten Drei sitzen auf den Resourcen der Zukunft und entwicken das Know-How, dieses wirklich zu nutzen…
    Oder wie es Andrew Ng, einer der angesehenen Experten für artificial intelligence ausdrückt: „AI is the new electricity…“

    1. Tja, da wurden einige Zitate ausgefiltert:

      „Alle drei produzieren selbst nichts. Sie forschen nicht nach neuen Produkten, sie entwickeln nichts, die vermarkten nichts“

      Amazon ist einer der weltgrössten Cloudservice-Anbieter:
      „Amazon Web Services (AWS) ist ein US-amerikanischer Cloud-Computing-Anbieter, der 2006 als Tochterunternehmen des Online-Versandhändlers Amazon.com gegründet wurde. Zahlreiche populäre Dienste wie beispielsweise Dropbox, Netflix, Foursquare oder Reddit greifen auf die Dienste von Amazon Web Services zurück. AWS ist Stand 2017 der führende internationale Anbieter im Cloud Computing“

      Google hat neben vielen anderen Projekten Tensorflow, ein hervorragende Bibliothek für AI:
      „TensorFlow ist eine plattformunabhängige Open-Source-Programmbibliothek für künstliche Intelligenz bzw. maschinelles Lernen im Umfeld von Sprache und Bildverarbeitungsaufgaben. In der Forschung und im Produktivbetrieb wird sie derzeit von verschiedenen Teams in kommerziellen Google-Produkten wie Spracherkennung, Gmail, Google Fotos und der Google Suche verwendet[1]. Viele dieser Produkte benutzten früher die Vorgängersoftware DistBelief. TensorFlow wurde ursprünglich vom Google-Brain-Team für den Google-internen Bedarf entwickelt und später unter der Apache-2.0-Open-Source-Lizenz veröffentlicht.“

      Tatsächlich gehen viele der besten Leute in diese Firmen, weil sie führend in der Entwicklung sind…

      1. Und wer genau benötigt eigentlich essentiell Cloud-Computing, außer Datenschnüffler, Datensammler als Konsequenz Spam-Werbemail-Schleudern?
        Was und wem nutzt AI zur Spracherkennung, wenn es perfektes Hochdeutsch voraussetzt und bei kleinsten Dialekten komplett versagt?

        Welchen prozentualen Anteil an den Konzernumsätzen haben die genannten Randsparten AWS und TensorFlow?

  4. Amazon, Google und Facebook sind Unternehmen. Das war’s. Keine Beziehung zur Wirtschaft, reine Statistik, nichts lebendiges, alle tote Unternehmen. Amazon nie einen Gewinn, Google ? fraglich, Facebook User 1:10. Alles Fake.

    1. Keine Beziehung zur Wirtschaft??? Schau mal nach mit welchem CMS FMW betrieben wird. Schau Dir die enge Verflechtung von Google und Webentwicklern an. Noch mehr Leben geht da nicht mehr.

      1. @Dieter G.
        Ich bin Webentwickler und kann Ihnen daher (noch) lebhaft versichern, dass man bei der Verflechtung von Google zu uns nicht wirklich von Leben sprechen kann.
        Das CMS, von dem Sie sprechen, wurde vom bunten Hai kurzerhand geschluckt und dafür missbraucht, „neue, tolle, unwiderstehliche“ Standards beim Webdesign zu schaffen.
        Google bindet und verflechtet Kunden von uns Webentwicklern und -designern, indem Websites nicht mehr gefunden werden, sofern diese dem „Leben“ nicht mehr entsprechen, wie es sich Google vorstellt.
        Kunden setzen uns Webdesigner und -entwickler unter Druck, die Seiten für Goooooooooooooogle, und sonst keine andere Suchmaschine umzusetzen.

        Als das Internet noch frei und voller Leben war, hat man nach Themen und verschiedenen Meinungen in zahlreichen Suchmaschinen geforscht. Heute googelt man…
        Googeln Sie mal danach, ob Google ein angehobener Monopolist ist ;)

        Das ist keine freie Marktwirtschaft, das ist keine Chance für andere! Das ist dichtester Filz im Beziehung zur Wirtschaft.

        Aber: Noch mehr Leben geht da nicht mehr?????????????

  5. markus, problematisch ist deine vermischung von nachricht und meinung. deine nachrichten sind gut, deine meinung schlecht. die mischung ist für trader tötlich. bitte trenn beides sauber.

    1. Trader sollten schon soweit erwachsene Menschen sein, dass sie
      – Meinungen von Nachrichten unterscheiden können
      – sich auf mehreren Portalen ihre Informationen holen

      Außerdem wurde dieser Artikel von Claudio Kummerfeld, und nicht von „Fugi“ verfasst und ist Meinung nach ein Marktkommentar und keine Nachricht. Hier werden ja ganz eindeutig keine Zahlen, Daten, Fakten gelistet.

    2. mensch klempner ich liege auch falsch mit meinen trades. suche aber keinen schuldigen.

  6. ich weiss noch, wie falsch ich damals beim GOOGLE IPO deren Marktentwicklung eingeschätzt hab und den Aktienkurs für überteuert gehalten hab nach dem Motto, eine Suchmaschine ist doch völlig austauschbar…

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