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Amazon-Quartalszahlen: Schwere Enttäuschung – UPDATE 22:37 Uhr

Der Gewinn liegt bei 0,52 Dollar pro Aktie. Eine herbe Enttäuschung, denn die Erwartungen lagen bei 0,85 Dollar pro Aktie. Im 3. Quartal 2015 lag der Gewinn bei 0,17…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Soeben wurden die Amazon-Quartalszahlen bekanntgegeben.

Der Gewinn liegt bei 0,52 Dollar pro Aktie. Eine herbe Enttäuschung, denn die Erwartungen lagen bei 0,85 Dollar pro Aktie. Im 3. Quartal 2015 lag der Gewinn bei 0,17 Dollar pro Aktie. Der Umsatz lag bei 32,71 Milliarden Dollar. Die Erwartungen lagen um die 32,6 Milliarden Dollar. Amazon selbst war von 31,33,5 Milliarden ausgegangen. Im 3. Quartal 2015 lag der Umsatz bei 25,35 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert nachbörslich nur mit einem Verlust von 4,8%. Bei so einem hohen KGV und so hohen Erwartungen ist der kleine Rückfall erstaunlich.

UPDATE 22:37 Uhr:

Operativer Gewinn statt erwartet ca. 700 Mio gemeldet mit nur 575 Mio Dollar.

Amazon sieht laut aktueller Meldung den Gewinn für das aktuelle Quartal bei 0-1,25 Milliarden Dollar, was unter der Erwartung der Analystengemeinde liegt (über 1,5 Mrd).

Amazon erwartet für das lautende Quartal einen Umsatz von 42-45,5 Milliarden Dollar (Weihnachts-Quartal). Das liegt im Rahmen der Markterwartungen. Aber die Gewinne, das sieht nicht gut aus!

Schnell-Fazit: Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar um gute 29% gestiegen, aber die Erwartungen der Börsianer steigen anscheinend schneller als Umsatz + Gewinn. Daher wird das KGV für Amazon jetzt noch mehr ein Problem als ohnehin schon. Es muss nach unserer Meinung relativiert werden, entweder durch steigende Gewinne, oder einen sinkenden Aktienkurs. Aber was wissen wir Kleingläubigen schon! Der Gewinn ist im Jahresvergleich zwar von 0,17 auf 0,52 Dollar sehr gut gestiegen, aber der Aktienkurs von Amazon war eben schon auf einen Gewinn von 0,85 Dollar eingestellt. Das ist das Problem!

amazon-quartalszahlen
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8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    KarlM

    27. Oktober 2016 22:28 at 22:28

    Leute – Danke für die Infos zu so später Stunde.

    Schon morgen steht das KGV-Monster wieder bei +/- 0 im Preis, wetten…

    Q3 mies? – Kein Problem! Q4 wird dann halt alles toppen…

    Hier fällt nixx mehr … leider.

    VG Karl

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      27. Oktober 2016 22:29 at 22:29

      @Karl, unwahrscheinlich, Nasdaq-Future tief rot!

      • Avatar

        KarlM

        27. Oktober 2016 22:37 at 22:37

        Danke für die aufbauende Antwort. ;-)

        Schaun mer mal. AMZ bin ich nicht short – mehr als einmal da die Finger verbrannt. Dafür Netflix … mal sehen ob das was wird.

        FGBL Short nach Draghi zu früh verkauft – ärgerlich. Vonovia-Short nicht getraut … wäre aber nur logisch gewesen bei den Veränderungen im Zinsumfeld. Najo – wie sagen Sie immer so schön: Erst kein Glück und dann auch noch Pech dazu ;-)

        Gute Nacht – Karl

        P.S. Bin ein Fan ihrer Seite. Lange nicht so berflächlich wie die restliche Finanz-System-Infosphäre (um es mal so despektierlich zu nennen). Bitte weiter so und dranbleiben!

  2. Avatar

    gerd

    27. Oktober 2016 22:30 at 22:30

    Danke, dass Sie die Leser auch zu so später Stunde noch informieren.

  3. Avatar

    m.d

    27. Oktober 2016 22:47 at 22:47

    Auch ich finde das FMW eine super Arbeit an den Tag legt und das täglich.
    Träumt schön – M.D

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      27. Oktober 2016 22:53 at 22:53

      @m.d, vielen Dank für Ihre Worte – der Dank gebührt aber eigentlich Claudio Kummerfeld!

  4. Avatar

    Bernhard Zimmermann

    28. Oktober 2016 00:13 at 00:13

    Also mich würde es doch sehr wundern, wenn vor den Wahlen irgend etwas stark abstürzt. Das kommt erst nach den Wahlen und dabei spielt es überhaupt keine Rolle ob Clinton oder Trump das Rennen macht.

  5. Avatar

    Feldmaen

    28. Oktober 2016 07:17 at 07:17

    Es könnte aber auch sein, dass viele vor den Wahlen ihre Eisen aus dem Feuer holen wollen. Auf jeden Fall könnte es bald ordentlich rappeln! Wenn man mal die amerikanischen Märkte in einem längeren Zeitfenster betrachtet, insbesondere den sehr hoch bewerteten Nasdaq, dann wäre eine ordentliche Korrektur mehr als überfällig. Bullenmarkt seit acht Jahren!

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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