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Amazon-Quartalszahlen: Vorschau auf heute Abend

Claudio Kummerfeld

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Smartphone mit Amazon App - heute Abend Amazon-Quartalszahlen

Heute Abend werden die Amazon-Quartalszahlen veröffentlicht. Kurz nach 22 Uhr ist es soweit, und wir werden dann umgehend berichten. An dieser Stelle bieten wir eine kurze Vorschau. Vor genau einem Jahr lag der Quartalsumsatz von Amazon bei 56,6 Milliarden Dollar. Für heute liegen die Erwartungen bei 68,5 Milliarden Dollar.

Beim Gewinn lag Amazon vor einem Jahr bei 5,75 Dollar pro Aktie. Für heute wird ein Ergebnis um die 4,50 Dollar erwartet. Also, deutlich weiter steigende Umsätze, aber sinkender Gewinn? Die Investitionen in die Lieferung zum Kunden innerhalb eines Tages soll das Umsatzwachstum deutlich angekurbelt haben. Aber wie gesagt, der Gewinn sollte unter diesem Service-Ausbau wohl spürbar gelitten haben. In den letzten zwei Quartalen gab man dafür wohl jeweils 800 Millionen Dollar aus. Also, wie schon so oft die letzten Jahre? Immer weiter wachsen, mit voller Brutalität? Hauptsache den Umsatz raufpushen und die Konkurrenz bei Seite fegen? Ob die Gewinne leiden ist egal, solange man die Konkurrenz zerstören kann in diesem mörderischen Wettbewerb? Bis jetzt hat diese Philosophie ja auch funktioniert.

Bei der wichtigen und profitablen Sparte „Amazon Web Services“ (AWS) liegen die Schätzungen für heute Abend bei um die 9 Milliarden Dollar Umsatz, nach 6,68 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Die Aktie von Amazon hat dieses Jahr gut 17% gewonnen. Aber wie der folgende Chart zeigt: Die Aktie ist zwar gestiegen seit Ende 2018, der Nasdaq (blaue Linie) als Vergleichsindex lief aber noch besser.

Amazon-Aktie vs Nasdaq seit Ende 2018

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen wird die derzeit riskante Euphorie an der Wall Street.

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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