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Amazon überdeckt die schwachen Q-Zahlen der letzten Tage

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Die gestern sensationell guten Quartalszahlen von Amazon decken den Schmerz zu, den die Zahlen der breiten Masse an Unternehmen bereiten, die diese Woche gemeldet haben. Die Hauptindizes (Dax/Dow) sind die ganze Woche über gefallen, Stück für Stück, und spiegeln damit diese Enttäuschung wieder.

Dax
Dax und Dow im Vergleich – Absturz fünf Tage in Folge praktisch im Gleichschritt.

Der Kurseinbruch spiegelt die Angst wieder, dass das Debakel in China mit Verzögerung in der Realwirtschaft in Europa und den USA ankommen könnte. Amazon hingegen überstrahlt als Einzelaktie heute alles. Abgesehen von nicht vorhandenen Dividenden und einem Gewinn, den man mit der Lupe suchen muss, lagen die Zahlen in allen Bereichen über den Erwartungen. Nach einem gigantischen Aufwärtsgap von 482 auf 579 Dollar zum Handelsstart um 15:30 Uhr notiert die Aktie jetzt bei 560 Dollar. Immer noch eine phantastische Steigerung.

Gold hat im Zuge der Abwärtsspirale der Rohstoffe heute weiter abgegeben, aber nur weitere 5 Dollar. Öl ist ebenfalls im Abwärtstrend und pendelt derzeit über der 48 Dollar-Marke (WTI).

Wie wir heute früh schon sagten: Griechenland ist nicht wirtschaftlich, aber politisch bedeutend. China ist wirtschaftlich bedeutend! Wenn chinesische Investoren in großem Umfang ihre Gelder zurück in die Heimat holen und Chinesen keine VW und BMW mehr kaufen, sieht es irgendwann auch für deutsche Konzerne schlecht aus. Das wirkt sich gerade auf alle Bereiche aus, Aktien und vor allem Rohstoffe.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen wird die derzeit riskante Euphorie an der Wall Street.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

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