Folgen Sie uns

Aktien

Amerikaner kaufen sich in russsiche Öl-Industrie ein

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Geht das überhaupt? Trotz der westlichen Sanktionen will die amerikanische Firma Schlumberger, das weltweit größte Unternehmen für Erdölexplorations – und Ölfeldservice, die größte russische Bohrfirma Eurasia kaufen. Kaufpreis: 1,7 Milliarden Dollar oder umgerechnet 22 Dollar pro Aktie (und damit 46% an dem Unternehmen). Die Aktionäre der (noch) in London gelisteten Eurasia Drilling Co. Ltd. sind begeistert:

Eurasia

In drei Jahren kann Schlumberger dann den Rest der Firma übernehmen. Der Deal ist nicht nur wirtschaftlich interessant, sondern vor allem ein Politikum: wie wird die amerikanische Regierung reagieren? Was sagt Putin dazu? Ist das der Beginn einer Übernahmewelle?

Erst letzte Woche hatte Schlumberger 9000 Mitarbeiter angesicht der gefallenen Ölpreise und sinkender Aufträge entlassen. Die Begründung Schlumbergers für diesen Schritt klang wie Hohn: man habe sich entschlossen „die Belegschaft abzubauen, um sie besser an das erwartete Umfeld anzupassen“. Also entlässt man Belegschaft, um die Belegschaft zu schützen?? Und geht wenig später eine Wette ein, die nur funktionieren kann, wenn der Ölpreis nachhaltig steigt – sonst muss man dann auch die Belegschaft zum Schutz der Belegschaft entlassen..

Man darf gespannt sein, wie die Aktionäre von Schlumberger, die zum überwiegenden Teilen wohl noch in ihren Betten weilen, auf die Nachricht reagieren werden:

Schlumberger

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    20. Januar 2015 12:05 at 12:05

    So geht erfolgreiche Sanktionspolitik ihr europäischen Stümper!

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

weiterlesen

Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage