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Amerikaner zuerst! Trump will die Vergabe des Arbeits-Visums für Ausländer erschweren

US-Präsident Donald Trump regiert am liebsten per Dekret. Als Erstes der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko, der Einreisestopp für Muslime aus einigen Ländern oder die Aufhebung von…

Redaktion

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Von Heba Traboulsi

US-Präsident Donald Trump regiert am liebsten per Dekret. Als Erstes der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko, der Einreisestopp für Muslime aus einigen Ländern oder die Aufhebung von Klimaschutzbestimmungen. Dieses Mal will Donald Trump die Ausstellung von Arbeitsvisa für hochqualifizierte Berufstätige aus dem Ausland erschweren, und unterzeichnete gestern beim Besuch eines Werkzeugherstellers in der Stadt Kenosha im Bundesstaat Wisconsin ein neues Dekret.


Donald Trump. Foto: Michael Vadon/Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Eines der zentralen Wahlversprechen von Donald Trump war es neue Arbeitsplätze in den USA zu schaffen. Nun hat der US-Präsident die neue Executive Order mit dem Titel „Buy American, Hire American“ („Kauft amerikanisch, stellt amerikanisch ein“) unterzeichnet. Das Dekret zielt darauf ab die Vergabe für die stark nachgefragten Einreisevisa der Klasse H-1B für Fachkräfte aus dem Ausland zu erschweren. Die derzeitige Praxis benachteiligt seiner Ansicht nach Amerikaner. In den vergangenen Jahren war es nämlich so, dass die US-Behörden zehntausende befristete Arbeitsvisa ausstellten. Das will Trump nun unterbinden – stattdessen möchte er, dass US-Bürger diese Top-Jobs übernehmen. Es handelt sich hierbei um das sogenannte H-1B-Visa, das es US-Unternehmen erlaubt, speziell qualifizierte ausländische Arbeitnehmer zu beschäftigen.Wissenschaftler, Ingenieure und Programmierer profitierten in der Vergangenheit davon. Jedes Jahr werden derzeit rund 85.000 H-1B-Visa vergeben.

Hier interessante Passagen der Executive Order im Original :

b) in order to promote the proper functioning of the H-1B visa program, the Secretary of State, the Attorney General, the Secretary of Labor, and the Secretary of Homeland Security shall, as soon as practicable, suggest reforms to help ensure that H-1B visas are awarded to the most-skilled or highest-paid petition beneficiaries. Unfair Visa Rules That Harm American Workers: H-1B visas are supposed to bring the highest skilled and paid labor to the United States, but according to studies, 80% of the approved applications were for the two lowest wage levels allowed. Currently, companies routinely abuse the H-1B visa program by replacing American workers with lower paid foreign workers.

A HIRE AMERICAN AGENDA: President Trump is making sure the immigration system isn’t abused to displace hard-working American workers for cheaper foreign labor. President Trump’s Executive Order also takes steps to stop the abuse of the immigration system and protect American workers. This Executive Order: Calls on the executive branch to fully enforce the laws governing the entry of foreign workers into the U.S. economy, to promote rising wages and more employment. Directs federal agencies to propose reforms to the H-1B program in order shift the program back to its original intent and prevent the displacement of American workers.

Mit dem Dekret ruft Trump die vier Ministerien dazu auf Vorschläge auszuarbeiten, um sicherzustellen, dass diese Visa künftig nur an Bewerber gehen, die am „begabtesten“ sind und „am besten bezahlt“ werden. Er möchte mit der Reform auch die einfache Vergabe von Aufenthaltsgenehmigungen erschweren, die in der Vergangenheit oft dazu genutzt worden seien Ausländer für niedrig Löhne in die USA zu holen, und so Amerikaner zu ersetzen. Betroffen von einer Neuregelung wären dann zum Beispiel Hightech-Unternehmen wie beispielsweise Apple oder Facebook. Arbeitsplätze sollten“zuerst amerikanischen Arbeitern“ angeboten werden, sagte Trump in Kenosha.




Quelle: whitehouse.gov

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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