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Amex, GE und Honeywell spüren den Gegenwind des starken Dollar

Von Claudio Kummerfeld

American Express hat gestern Abend nach Marktschluss Quartalszahlen gemeldet, die die Erwartungen übertroffen haben. Man verkündete einen Umsatzrückgang aufgrund des starken US-Dollar, aber pro Aktie fiel der Gewinn mit 1,48 Dollar höher aus als erwartet. Die Aktie notiert vorbörslich mit 2% im Minus.

Vor wenigen Minuten meldete General Electric mit 0,31 Dollar „operativem“ Gewinn je Aktie ziemlich genau im Rahmen der Markterwartungen. Der Umsatz der Industriesparte fiel um 1% – laut GE wirkte sich der Effekt des starken Dollar nachteilig für GE in Höhe von 950 Millionen Dollar aus. Tatsächlich hat die Firma im 1. Quartal einen Verlust von 13,6 Milliarden Dollar gemacht, weil im Zusammenhang mit dem Verkauf von „GE Capital“ 16 Milliarden Dollar Kosten entstanden sind. Diese werden aber von Marktteilnehmern als Sondereffekt herausgerechnet, womit die Welt im großen und ganzen in Ordnung ist bei GE. Die Aktie notiert derzeit vorbörslich mit 0,5% im Plus.

Der Industriekonzern Honeywell, der stark auslandslastig ist, meldet einen Umsatzrückgang von 5% im Vergleich zum 1. Quartal 2014, und verweist in seiner Mitteilung direkt auf den starken Dollar. Der Gewinn pro Aktie stieg von 1,28 Dollar auf 1,41. Das mag zwar für den Augenblick erfreulich sein, aber das Unternehmen senkte gleichzeitig die Umsatzerwartung für das laufende Jahr – zwar nur minimal, aber der starke Dollar macht gerade den auslandslastigen US-Konzernen immer mehr zu schaffen. Es ist durchaus denkbar, dass Honeywell wie auch viele andere global tätige Konzerne aus den USA ihre Umsatz- und Gewinnprognosen im laufenden Jahr nochmal absenken müssen, wenn der Dollar weiterhin so stark bleibt. Die Honeywell-Aktie notiert vorbörslich noch praktisch unverändert zu gestern Abend.



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