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An Silvester: Goldpreis springt nach oben – ein klarer Grund

Claudio Kummerfeld

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Beispielfoto für Goldbarren

Den steigenden Goldpreis hatten wir zuletzt gestern thematisiert. Der Dow 30 ist seit gestern zur Markteröffnung in New York bis jetzt um gut 200 Punkte gefallen. Die Schwäche bei Aktien konnte Gold und Schweizer Franken als „Sichere Häfen“ etwas nach oben helfen. Aber so richtig hoch brachte den Goldpreis die Schwäche im US-Dollar. Im folgenden Chart sieht man seit zehn Tagen den steigenden Goldpreis und den fallenden US-Dollar (in Form des Dollar-Index, ein Währungskorb gegen andere Währungen). Der US-Dollar wird immer schwächer, und Gold steigt immer weiter. Allein seit letztem Donnerstag ist der Dollar-Index von 97,25 auf jetzt 96,10 gefallen – eine große Bewegung! Allein seit Freitag ist Gold um 15 Dollar gestiegen auf heute bis zu 1.525 Dollar (aktuell 1.521). Seit Freitag vor Heiligabend ist es ein Plus von 45 Dollar! Hier nochmal die gestrige Aussage von Markus Fugmann zur Dollar-Schwäche. Zitat:

Warum wird der Dollar abverkauft? Die Märkte ahnen, dass die Fed ihre Absichten in Sachen Zinsanhebungen komplett begraben hat und in 2020 die Füsse still halten wird. Wenn die Fed etwas unternimmt bei den Leitzinsen, dann eher eine Senkung als eine Anhebung. Und damit schwindet der Zinsvorteil des Dollars immer mehr im Vergleich zu anderen Währungen.

Laut aktuellen Berichten sagt derzeit auch FXTM-Analyst Lukman Otunuga, dass der steigende Goldpreis maßgeblich durch die Dollar-Schwäche verursacht wird. Der Goldpreis könne im kommenden Jahr weiter zulegen, wenn die Handelsgespräche zwischen China und den USA sich verschlechtern würden. Vom „Herdentrieb“ als verstärkenden Faktor für den derzeit starken Goldpreis spricht aktuell zum Beispiel investing.com. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Herdentrieb zum Jahreswechsel spielt sicherlich auch eine wichtige Rolle. Das Momentum bei Gold ist aktuell so gut wie zuletzt im August, als das Edelmetall kontinuierlich neue Jahreshochs erreichte. In der Regel springen mehr und mehr Anleger auf den Zug auf, sobald das Momentum zunimmt und dies führt zu weiter steigenden Preisen. Da das Volumen zum Jahresende jedoch gering ist, kann sich das Blatt im neuen Jahr aber auch schnell wieder wenden, weshalb weiterhin eine gesunde Portion Skepsis angebracht ist.

Klicken Sie gerne an dieser Stelle für einen hochinteressanten Artikel zum Thema Gold von Hans Zipfel von gestern.

Goldpreis steigt, weil der Dollar fällt

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Notenbank-Allergiker

    31. Dezember 2019 14:18 at 14:18

    Über Weihnachten pumpte FED dreistelligen Milliardenbetrag in den REPO-Markt, was laut Bloomberg maßgeblich zu USD-Entwertung beigetragen hat.

    • Avatar

      Lausi

      31. Dezember 2019 19:14 at 19:14

      Das dachte ich mir auch schon, dass der „Tarantel-Chart“ bei EUR/USD was mit dem REPO-Markt und der Gelddruckorgie der FED zu tun hat. Die US-Überschuldung macht sich also langsam bemerkbar? Dann wären die Aussichten für Dollar, US-Wirtschaft & Aktienmärkte nicht allzu rosig.

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Gold/Silber

Experte Andre Stagge: Trading kurz vor der US-Wahl

Redaktion

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So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

Der Börsenexperte Andre Stagge
Andre Stagge

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Goldpreis steigt nicht – Gründe, aktuelle Lage, Expertenkommentar

Claudio Kummerfeld

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Gold und US-Dollar mit Adler

Der Goldpreis war letzte Woche wacklig unterwegs (wir berichteten). Das gilt auch für diese Woche. Wird die runde Marke von 1.900 Dollar zur Dauer-Qual für die Gold-Bullen, weil der Goldpreis immer und immer wieder hierhin zurückfällt? Ganz aktuell fällt der Goldpreis wieder zurück von 1.910 Dollar heute früh auf jetzt 1.901 Dollar.

Zwar sind die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen seit letztem Freitag wieder gesunken von 0,86 auf 0,80 Prozent. Aber der US-Dollar (in Form des Dollar-Index) zeigt sich seit Freitag relativ stabil auf Niveaus um die 93 Indexpunkte. Der Rückfall im US-Dollar konnte letzten Mittwoch gestoppt werden, und ist seitdem abgesagt. Dies ist schlecht für den Goldpreis.

Goldpreis-Anstieg bei Verschärfung der Corona-Lage?

Wir empfehlen beim Klick an dieser Stelle die gestrige Analyse von CMC Markets-Analyst Jochen Stanz zu Gold. Er bespricht ausführlich die Frage, ob im Goldpreis der große Knall bevorsteht. Was, wenn der zweite globale Lockdown umfassend durchgeführt wird? Die Staatsausgaben zur Stützung von Bevölkerung und Wirtschaft überall auf der Welt würden die Staatsverschuldungen immens nach oben treiben, was eine große Chance für Gold darstellen könnte.

Aber im Augenblick klebt der Goldpreis weiter an der 1.900 Dollar-Marke. Die Aktienmärkte fallen, und der US-Dollar sackt nicht weiter ab. Wir erinnern uns. Im März, wo die Corona-Panik weltweit am Schlimmste war, schoss der Dollar-Index von 95 auf 103 Indexpunkte nach oben (Flucht in den Sicheren Hafen US-Dollar), und zwar sehr schnell. Der Goldpreis fiel von 1.700 auf 1.464 Dollar. Also: Könnte der Goldpreis bei einer dramatischen Verschärfung der Corona-Lage erneut nicht profitieren, weil der steigende US-Dollar Gold ausbremst?

Heutige Konjunkturdaten

Derzeit jedenfalls kann der Goldpreis als sicherer Fluchthafen in unsicheren Zeiten nicht von den weltweit stark zunehmenden Corona-Infektionszahlen profitieren. Heute um 13:30 Uhr werden in den USA die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht, und vermutlich um 12 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht der weltweit größte Baumaschinenhersteller Caterpillar seine Quartalszahlen. Beide Ereignisse könnten Aktienkurse und US-Dollar in Bewegung bringen, wie auch den Goldpreis. Genauso kann auch das um 15 Uhr veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen die Kurse bewegen.

Aktueller Analystenkommentar

Die Experten der Commerzbank haben vor wenigen Minuten einen Researchbericht auch zu Gold veröffentlicht. Hier auszugsweise im Wortlaut:

Heute Morgen notiert Gold weiter in unmittelbarer Nähe der 1.900 USD-Marke, die eine starke Anziehungskraft auf den Preis ausübt. Gold in Euro gerechnet notiert seit etwa vier Wochen knapp oberhalb von 1.600 EUR je Feinunze. Eine nennenswerte Preiskorrektur wird unseres Erachtens durch die anhaltend solide Investmentnachfrage verhindert. Gestern verzeichneten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs Zuflüsse von 3,5 Tonnen. Auch wenn die Dynamik der Zuflüsse in den letzten Wochen nachgelassen hat, erachten offenbar viele Marktteilnehmer den aktuellen Goldpreis noch als attraktive Kaufgelegenheit. In China hat sich die Goldnachfrage gemäß Angaben des Verbands der chinesischen Goldproduzenten zuletzt offenbar erholt: Sie ist demnach im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 29% gestiegen. Der Verband führt dies auf die Erholung der Wirtschaft und auf eine schnelle Rückkehr des Hochzeitsmarktes zurück.

Chart zeigt Kursverlauf im Goldpreis in den letzten 30 Tagen

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Gold/Silber

Gold: Die Korrektur ist noch nicht vorbei, ausser das passiert..

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Die sehr schwache Performance, welche sich in der vergangenen Handelswoche bei Gold eingestellt hat, konnte die jüngste Betrachtung gut nachvollziehen. Mit dieser Performance folgt das Edelmetall meiner letzten Sichtweise, wie diese im Chart dargestellt ist. Das Tragische daran ist, dass sich Gold nach wie vor im Korrekturmodus befindet und aller Voraussicht nach diesen Zustand zeitnah auch nicht verlassen wird. Die im Chart dargestellte größere Trendwende ist mit der aktuellen Korrektur noch nicht gemeint.

Ausblick für Gold:

Das mehrfache Überschreiten des Widerstandes bei 1.910 USD (0.50-Retracement) ist für sich genommen ein positives Vorzeichen auf die zu erwartende Entwicklung. Doch wurden diese Schritte immer wieder abverkauft, sodass sich der positive Effekt in sehr engen Grenzen hält. Im weiteren Verlauf von Welle (x) wird Gold noch bis zur 0.76-Linie (1.943 USD) steigen; für wesentlich mehr wird die Kraft indes nicht reichen. Die auf dem gleichen Niveau liegende Trendkanallinie unterstützt dieses Szenario zusätzlich und zudem noch sehr massiv.

Gold befindet sich nach wie vor in der Korrektur
Mit der sich anschließenden zweiten Welle (a), der komplexen Korrektur (abc-x-abcde), wird der übergeordnete Abwärtstrend bei Gold wieder aufgenommen. Das Potenzial dieser Korrektur wird sich nicht dramatisch darstellen und sollte bereits auf dem Niveau des 0.38-Retracements (1.810 USD) erschöpft sein. Andererseits würde sich erst durch einen signifikanten Sprung über den 0.76-Widerstand bei 1.943 USD ein positives Signal generieren. Diesen Schritt erwarte ich für den hier abgebildeten Zeitraum nicht.

Fazit:

Die derzeit noch laufende Korrektur steht einem Engagement bei Gold, besonders auf längere Sicht, entgegen. Ein kleines Signal würde über der 0.76-Linie (1.943 USD) entstehen.

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