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"Das Inflationsproblem in den USA gibt es gar nicht mehr" Andreas Beck kauft Aktien: „Die Trendwende ist da“

Der Portfolioverwalter Andreas Beck kauft seit Freitag wieder Aktien - aber warum?

Andreas Beck Trendwende Aktien

Der Portfolioverwalter Andreas Beck kauft seit Freitag wieder Aktien – aber warum? Für Andreas Beck ist ein Zeichen, dass auch Unternehmen abverkauft werden, die eigentlich von der Krise nicht wirklich betroffen sind – viele Investoren sind also offenkundig gezwungen, sich zu enthebeln. „In der Krise ist der König, der Liquidität hat – aber er muß das auch nutzen“ – so Andreas Beck.

Warum sollten Aktien steigen? Andreas Beck zu den Gründen

Aber normalerweise sind steigende Zinsen schlecht für Aktien – der „monetäre Klimawandel“ hat die Aktienmärkte seit Jahresbeginn stark unter Druck gebracht. Gift für die Aktienmärkte sind der starke Dollar sowie steigende Renditen – Dollar wie Renditen aber steigen aufgrund der von der Fed geschürten Erwartung, dass die Zinsen über 4% steigen werden und die US-Notenbank dann im Jahr 2023 die Zinsen auch nicht senken wird (so heute die Aussage von Fed-Mitglied Mester). Mit den gestiegenen Anleiherenditen sind Anleihen wieder eine echte Alternative zu Aktien – das Mantra „there is no alternative“ (TINA) ist inzwischen nicht mehr gültig.

Derzeit hat die Fed als Taktgeber der Märkte nur ein Ziel: die Inflation nach unten zu bringen. Also fährt sie einen so schnellen Zins-Anhebungszyklus wie noch nie in der US-Geschichte. Kann das gut gehen angesichts der massiven Verschuldung? Scott Minerd von Oppenheimer sagt: „The end of Fed tightening will come when something breaks, and from where I sit cracks are forming“.

Liegt die Fed richtig?

Der Faktor, der die Fed zum Umsteuern zwingen dürfte, sei der US-Arbeitsmarkt, so Andreas Beck. Daher dürften die heutigen US-Arbeitsmarktdaten wieder besondere Beachtung finden.

Aber liegt die Fed richtig? Dazu Andreas Beck: „Das Inflationsproblem gibt es in den USA gar nicht mehr“. Und Beck weiter: „Die Fed wird sich feiern lassen können in drei Monaten“! Was macht den Portfolio-Experten so optimistisch, dass er jetzt mitten in der Krise wieder für 15 Millionen Euro Aktien kauft? Der Mathematiker erklärt in folgendem Interview, warum das aus seiner Sicht die Wende in der Krise ist und die Inflation bald kein Problem mehr sein wird.

 



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4 Kommentare

  1. …sind denn 15 Mio. viel für diesen Fondsverwalter…klingt irgendwie wie eine erste Aufstockposition und nicht wie all in…

  2. Dieser Fonds ist immer zu 80% investiert und erhöht jetzt auf 90%.Da haben Sie ihre Größenordnung, etwa 150 Mio. Für einen Fonds normal und für einen selbständigen Fonds, der nicht am Tropf der ganz großen Gesellschaften hängt sehr ordentlich. Insbesondere, weil der Ansatz sehr passiv.

    1. danke für die Ausführung

    2. Das Fondsvolumen sind aktuell 322 Mio. EURO. Mit den 15 Mio. stockt er gerade von ca. 83 auf 88% auf, insofern wirklich erst ein erster Schritt. Ab ca. -40% stockt er dann von 90 auf 100% auf.

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