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Andreas Beck über Crashpropheten und Weltuntergang

Der Portfoliomanager Andreas Beck möchte im folgenden aktuellen Gespräch mit Mario Lochner die sogenannten Crashpropheten entlarven, aber auch die Weltuntergangsängste entlarven. Es geht hierbei nicht nur um das Thema Börse, sondern auch um allgemeine wirtschaftliche Themen, oder auch die Klimakrise. Es gebe Modelle und Erwartungen, basierend auf vergangenen Ereignissen. Nun erwarte man erneut das Eintreten zum Beispiel einer Rezession, weil die Zinskurve invers ist. Aber ist das ein Automatismus? Wenn alle eine Rezession erwarten, kommt sie auch? Bei der Klimadebatte ärgert ihn beispielsweise die ganz konkrete Vorhersage, dass bei einer bestimmten Temperaturerwärmung bestimmte Ereignisse eintreten werden. Wie man dazu auch stehen mag -auf jeden Fall ein sehenswertes Video.



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40 Kommentare

  1. Leider werden auch hier mal wieder falsche Behauptungen in den Raum gestellt: Keiner sagt, dass die Welt in zwei, drei Jahren untergeht – auch nicht die Kleber! Das zeigt nur, dass man die grundlegende Logik der Klimakrise nicht verstehen will. Beispiel: Wenn mein Frachter auf die Hafenmauer zusteuert, dann steuer ich auch nicht erst zwei Sekunden vor dem Aufprall um. Das Ding ist träge – also muss ich sehr früh umsteuern wenn ich nicht voll gegen die Wand fahren will. Nicht anders wird es bei der Klimakatastrophe, weshalb es eben notwendig ist heute oder besser vorgestern deutlich umzusteuern, denn in 10, 20 Jahren bringt es nicht mehr viel.
    Aber wenn ich heute was grundlegendes tun muss, dann müsste auch ein Herr Beck sein Geschäftsmodell infrage stellen – also lieber weiter so und Zweifel sähen – ich erlebe es ja sowieso nicht mehr und nach mir die Sintflut.
    Dass grundlegende Klimamodelle der 1980er und 90er den derzeitigen Temperaturanstieg schon sehr genau prognostiziert haben, wird ignoriert. Und ebenso die Auswirkungen wie die derzeitige historisch schon herausragende Trockenperiode in Europa – geschenkt. Dass, das Ganze mit 1,2°C erst der Anfang ist und schon jetzt enorme volkswirtschaftliche Schäden verursacht – geschenkt.
    Aber wir sind nicht die erste Hochkultur oder Spezies derer sich die Welt entledigt hat – die Erde interessiert es reichlich wenig wer auf ihr rumtanzt und fegt uns halt weitestgehend weg wenn wir unsere Lebensgrundlagen abschaffen.

    1. Anscheinend fahren auf allen anderen Planeten auch Autos und die Industrie dort gibt Vollgas, wie lässt es sich sonst erklären das auch dort die Temperaturen ansteigen? Oder sind da auch die SUV Fahrer schuld ;)

      https://www.google.com/search?q=temperaturen+steigen+auf+planeten+an&oq=temperaturen+steigen+auf+planeten+an&aqs=chrome..69i57j33i160l2j33i22i29i30.7268j1j7&sourceid=chrome&ie=UTF-8

      1. @Ulf, danke für den Link zur Google-Suche. Dort findet sich ganz weit vorne ein Treffer, der alles bestens erklärt. Warum also nur auf sechs von über 100 Himmelskörpern die Temperaturen steigen.
        https://skepticalscience.com/arg_globale-erwaermung-andere-planeten-sonnensystem.htm

        Der Schuss ging wohl nach hinten los!

        1. Für Laien findet sich immer eine glaubhaft schlüssige Erklärung. Sie interessieren sich nur einseitig

          1. @ottonorma
            Absolut korrekt! Genau das zelebrieren Sie Tag für Tag aufs Neue, und das nicht nur einmal pro Tag…

      2. Äpfel mit Birnen vergleichen war ja schon immer sehr zielführend Ulf. Oder sind alle Planeten doch gleich? – Dann kannst du ja gerne auf die Venus (sehr lauschigen) oder den Mars ziehen wenns dort so gemütlich ist.
        Der momentane rapide CO2 Anstieg auf der Erde wird uns auf die Füße fallen, denn sowas gab es in der belebten Erdgeschichte nicht. Da können sich kaum ein Lebewesen oder ganze Ökosystem so schnell dran anpassen.

    2. Andreas Beck hat die grundsätzlich die Logik (Modellierung) schon sehr gut verstanden, deshalb auch das Interview.

      Seine Kritik beruht darauf, dass diese Logik grundsätzlich falsch sein muß, da Wirklichkeit und Labor nicht in Übereinstimmung gebracht werden kann. Daher sollte man kritisch alle Maßnahmen erörtern und nicht in moralischen Überschwang das Falsche tun, wie die deutsche Klimapolitik. Und damit das Problem noch verstärken oder andere schwerwiegende Umweltprobleme hervorrufen, die vermeidbar wären.

  2. Sitze heute um 17:30 noch auf der Terrasse in Südspanien.
    19,5 Grad. Könnten ruhig ein paar Grad mehr sein. Dann müssten in Spanien auch nicht die Unmengen Tonnen an Plastikfolie verwendet werden, um die Treibhäuser zu bauen, weil die Temperatur zum Tomatenanbau nicht ausreicht.
    Gut, dann wären es im Sommer auch 2 bis 3 Grad mehr. Aber das wäre mir recht, wenn dafür die Winter so sein würden wie im Moment.
    Außerdem könnte bei 2 bis 3 Grad mehr, europaweit eine Menge Heizenergie eingespart werden.
    Unser Holzofen wird nur noch morgens im Bad benötigt.
    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Domi… glaube da hast du den Herrn Beck nicht verstanden. Die Hafenmauer entspricht dem Untergangsszenario! Du weißt also schon den Ausgang und das die Menschheit 2 Sekunden vor Aufprall ist. Genau das wurde ja schon x Mal prognostiziert. Aber demnächst tritt dieses Szenario bestimmmmmt ein!

      1. Markus, nein, so habe ich das nicht geschrieben. Das Untergangsszenario wird in wenigen Jahrzehnten allmählich eintreten wenn wir nicht spätestens jetzt anfangen grundlegende Änderungen einzuleiten. In zehn, zwanzig Jahren (entsprechend den den 2 Sek mit dem Frachter) werden wir keinen nennenswerten Einfluss auf das weitere Geschehen haben, da können wir nur noch zusehen, wie wir auf die Mauer drauf fahren.
        Ich kritisierte v.a. dass von ihm Modelle recht pauschal als untauglich dargestellt werden. Wie ich bereits geschrien habe beschreiben ältere Modelle den jetzigen Ist-Zustand ziemlich gut. Modelle sind nun mal in dem Zusammenhang das einzige was wir haben. Eigenartigerweise verlassen wir uns auch ständig auf Modelle. Bspw. wenn die Wettervorhersage Regen prognostiziert, nehm ich ne Regenjacke mit – wenns dann nur Nieselt – Glück gehabt. Ich kann die Wettervorhersage natürlich auch ignorieren, dann sollte ich mich aber nicht darüber beschweren, dass ich nass werde – denn die Warnung hat es ja gegeben. Ich kann auch das Navi ignorieren, obwohl es sagt der Stau in ein paar km Entfernung wird die Fahrt voraussichtlich um 1 Stunde verlängern….
        Abwarten, nichts tun und schauen wie die Welt in ein paar Jahrzehnten aussieht ist die denkbar schlechteste und naivste Option – fahrlässig und verantwortungslos obendrein.

    2. Hallo Helmut, hier einfach noch mal ein kurzes Beispiel, warum ein paar Grad mehr in Südspanien einigermaßen folgenschwer werden: https://www.wetteronline.de/wetterticker/schlimme-duerre-in-spanien-in-barcelona-wird-das-trinkwasser-knapp–673ac552-0e6a-4744-a2bb-292480ffabf2
      Mit Gemüseanbau wird es dann generell schwieg

      1. Hallo Domi, Spanien hat Wasser genug, auch wenn es wärmer wird. Es wird sowieso wärmer, egal was wir machen.
        Es wird viel darüber eschrieben, dass in Spanien mal wieder das Wasser knapp wird.
        Kann sich Jemand nur ansatzweise vorstellen, wie die Wasserversorgung in Deutschland aussehen würde, wenn eine Landwirtschaft ohne Bewässerung unmöglich wäre,
        fasst so viele Touristen wie Einwohner im Jahr zusätzlich Wasser benötigten,
        Millionen von großen Pools gefüllt würden, und hunderte von Golfplätze auch viel Wasser benötigen, usw.

        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

        1. Natürlich wird es wärmer, aber wieso sollten wir nichts an etwas ändern können was wir maßgeblich verursacht haben? Wir haben es in der Hand ob es „nur“ wärmer oder noch sehr viel wärmer wird. Und natürlich wird viel darüber geschrieben weil das insgesamt wohl nicht die beste Entwicklung ist. Italien wird dieses Jahr aufgrund der anhaltenden Trockenheit zig Milliarden an Einbußen in der Landwirtschaft zu verkraften haben. Auch in Deutschland sind die Ernterträge deutlich geringer als üblich. – An Beispielen mangelt es nicht. Also immer weiter so als wäre nichts?
          Die enorme Wasserverschwenung in unserer ohnehin verschwenderischen Gesellschaft ist ja nur ein Punkt um das überhaupt in Griff zu bekommen. Wir müssen Grundsätzliches ändern, da wir uns solche Späße nicht mehr erlauben können. Lebensmittel? – egal, Hauptsache der Pool ist voll und der Rasen grün beim meinem 28. Spanienurlaub.
          Viele Grüße aus dem trockenen Frankenland

  3. Das ist alles kein Weltuntergang; da ging es Deutschland schon schlechter. Es wird nur einen Menge Wohlstandsverluste geben. Und das natürlich besonders in den unteren Einkommensgruppen.
    Im Moment sind den Sparern schon hunderte vor Milliarden an Zinsen verloren gegangen. Wie sich das auf ihre Lebensversicherungen ausgewirkt und auf ihre privaten Renten, werden sie erst später merken. Und gleichzeitig müssen sie hunderte von Milliarden mehr für Strom und Heizung aufbringen; und für den Ankauf von dreckiger Kohle und umweltfeindliches Frackinggas. Plus die Dreckschleudern mit Braunkohle. Steigenden Heizkosten, und Sprit fürs Auto.
    Und wofür?
    Für eine durchgeknallte Energiepolitik, die wirklich mit den Bürgern von Schilda verglichen werden kann.
    Und das nicht nur für dieses Jahr, sondern für so lange, bis ausreichend Wind und Solar mit ausreichend Speichern zur Verfügung stehen, um Energie für die Dunkelflauten zusätzlich herzustellen und für Wochen oder Monaten zu speichern.
    Also zwar so lange, bis genügend AKW zur Vergügung stehen. Geschätzte 15 bis 20 Jahre.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Hallo Domi.
      Sie verwechseln 2 Länder.
      Wo Berge sind, ist immer Wasser.
      Wenn es in der Sierra Nevada schneit, dann haben wir wieder für 7 Jahre Wasser. Das Wasser läuft durch unterirdische Formationen, und kommt vor der Küste im Meer als Süßwasserquellen zu Tage.
      Das Wasser ist also zur Bewässerung oder als Trinkwasser verloren.
      Wir pumpen aus einem 150 m tiefen Brunnen das Wasser ab, und die öffentliche Wasserversorgung pumpt aus 600 m. Es ist „unendlich“ vorhanden.
      Das meiste Wasser läuft aber ungenutzt unterirdisch ins Meer.
      1 m3 gepumptes Wasser kostet uns etwa 9 Cent an Strom. Unseren 80.000 Liter Pool füllen kostet somit etwa 8 Euro.
      Im Herbst lassen wir das Wasser wieder auf unser Grundstück laufen ( 28.000 qm) und es versickert wieder im Boden.
      Wir versorgen noch 2 Nachbarn mit Pumpenwasser.
      Das Wasser aus der öffentlichen Wasserleitung kostet etwa 70 Cent/m3.
      warum sollten wir Wasser sparen?
      Wenn überhaupt, dann den Strom um das Wasser zu pumpen.
      Übrigens hat Spanien alleine auf dem Festland etwa 900 Meerwasserentsalzungsanlagen.
      Aber Sie haben recht damit, das in Spanien das Wasser vergeudet wird.
      Wir benötigen schon alleine für unsere Grünanlagen auf den etwa 4.000 qm eingezäunten Grundstück im Sommer etwa 3 m3 pro Tag. Und ggf. für 300 qm Gemüsegarten, nochmals etwa 2 m3.

      Viele Grüße aus Andalusien Helmut

      1. Hallo noch mal,
        ich verwechsel keine Länder, sondern führe nur Beispiele aus unterschiedlichen Regionen Europas an um zu zeigen, dass der übergeordnete Trend sehr ähnlich ist. Und Berge bedeuten nicht automatisch Wasser. Berge in der Atacama gehören zu den trockensten Flecken des Planeten – aber das nur am Rande.
        Wenn ich im Land 800 Entsalzungsanlagen habe, dann zeigt das jedenfalls alleine schon klar, dass nicht überall ausreichend Wasser verfügbar ist!? – vom hohen Energieaufwand und den Folgen durch die Rückleitung der konzentrierten Salzlauge ganz abgesehen.
        Nach dem Motto „Was nix kost ist nix wert“ zu handeln wird in Zukunft zum Problem werden, wobei sich das irgendwann selbst regulieren wird wenn nicht mehr genug für alles da ist. Auch wenn jetzt in Ihrem Fall regional sehr begrenzt noch ausreichend Wasser bzw. Niederschlag vorhanden sind, lässt sich davon in Zukunft nicht mehr ausgehen. Der Mittelmeerraum hat sich im Mittel schon über 1,5°C aufgeheizt – also jetzt schon mehr als der Rest der Welt. Genauso gehen auch schon die Niederschläge seit Jahrzehnten langsam aber dem Trend folgend stetig zurück – auch in der Sierra Nevada. Bei einigen Grad mehr wird es dann auch deutlich weniger Niederschläge, heftiger Hitzewellen etc. geben und Landwirtschaft teuer bis unwirtschaftlich bzw. unmöglich machen. Nur weil es jetzt noch geht bedeutet das eben nicht, dass es für immer so bleibt. Klar ist es nicht einfach zu akzeptieren, dass die schöne Party auch mal ein Ende hat und man daher jetzt adäquat Handel sollte, aber Augen zu und durch wird nicht funktionieren.

        Schöne Grüße aus dem jahreszeitlich viel zu warmen Franken

        1. Hallo Domi,
          in Deutschland muss aufwendig Grundwasser, oder Uferfitrat aus dem Rein sogar mit Kohlefilter von Medikamentenrückständen und Nitrat gereinigt werden. Was mehr Energie kostet als eine Entsalzungsanlage mit der Umkehrosmose, und die liefert Wasser in der Qualität von destillierten Wasser.
          Spanien hat etwa 380 Stauwerke. Auf Deutschland umgerechnet wären das 760.
          Wir pumpen Wasser, was sowieso sonst ins Meer läuft, und können damit etwa 300 qm Gemüsegarten bewässern. Unsere 3 Toiletten in 3 Badezimmern werden mit Brunnenwasser versorgt.
          Natürlich wird die Erde wärmer. Sie wurde auch schon mal 8 bis 10 Grad wärmer, als es noch keine Menschen gab. 3 bis 4 Grad wärmer, und die riesigen Gebiete in Sibirien können als Ackerfläche genutzt werden. Natürlich gibt es auch Verlierer.
          Bevor Sie nach Spanien schauen, und dort Dinge bemängeln, sollten Sie mal versuchen vor der eigenen Haustür zu kehren.
          Spanien könnte sich leicht mit Energie und mit Lebensmitteln selbst versorgen. Ich kenne keine Wohnung in Spanien, die nicht mit einer Wärmepumpe beheizt werden kann.
          Wir selbst heizen zu etwa 95 % mit Holz vom eigenen Grundstück.
          Warmwasser zu 99 % über Solar.
          Wenn Sie aber weiter an die menschengemachte Klimaerwärmung glauben wollen, dann möchte ich Sie dabei nicht behindern, auch nicht mit Argumenten über mehrere Seiten.

          Viele Grüße aus Andalusien Helmut

          1. Hallo Helmut,
            keine Sorge, ich kehre, natürlich im übertragenen Sinne, mehr als genug vor der eigenen Tür. Und ich kritisiere keineswegs explizit Spanien. Ich war bspw. schon vor über 20 Jahren begeistert als sich um Pamplona herum zig Windräder gedreht haben. Die Herausforderung bekommt kein einzelnes Land in Griff. Aber immer auf das verweisen was die anderen nicht tun bringt uns kein Stück weiter.
            Der Temperatuvergleich ist aber mal wieder ein außergewöhnliche guter Vergleich von Äpfeln und Birnen: Es war auf der Erde auch schon 100e Grad heißer. Aber auch zu den Zeiten von 10 Grad mehr waren die Rahmenbedingungen völlig anders und die Ökosystem genau darauf angepasst. Wir können uns global jedoch nicht auf einen derart schnellen Temperaturanstieg einstellen – wünschen kann man sich da natürlich viel.
            Dass ein paar Grad mehr so unproblematisch sind erklären Sie dann auch bitte mal den Menschen in Indien, die, egal welchen Alters, bei der letztjährigen Hitzewelle mit 50°C tot umgefallen sind wie die Fliegen. Nach Ihrer Logik also 1,4 Mrd Verlierer – zugegebenermaßen schon recht egoistisch.
            Aber der Klimawandel ist ja zum Glück keine Glaubensfrage, weshalb ihn ziemlich jeder auf kurz oder lang mehr oder weniger zu spüren bekommt. Bin gespannt wie Sie das Ihren Enkelkindern erklären, die Sie hoffentlich haben (werden). Vermutlich „hat ja keiner gesagt, dass das wirklich so kommen wird, damals war das alles ja nur Panikmache“. In diesem Sinne belasse ich es nun an dieser Stelle.

        2. @Domi
          Wieso viel zu warm in Franken ? Gibt es dafür eine DIN die das vorgibt ? Ich bin froh das es wärmer ist und nicht mehr so kalt wie noch 1850 oder 1880 (da war es kälter wie 1850).

          1,2°C mehr ? wie kommen Sie darauf ? Welche Daten verwenden Sie ? Von GISS, MetOffice also HaDCRUT 4 oder 5, oder die Satelittendaten des UAH ? HaDCRUT 4 gibt 0,91°C an von 1850 bis 2020.
          https://wattsupwiththat.com/2021/02/21/hadcrut5-shows-14-more-global-warming-since-1850-than-hadcrut4/

          1. @ottonorma: Gerade finde ich es auch angenehm, jedoch bedeutet das umgekehrt auch 40 °C im Sommer, und darauf kann ich wie auch der die allermeisten Menschen hier sehr gut verzichten.
            Natürlich verlasse ich mich bei den 1,2° auf die völlig unfähige Mainstream-Wissenschaft (Achtung: Ironie). Aber um das hier in Franken beurteilen zu können brauche ich noch nicht mal das oder irgendwelche andere Zeitreihen etc, denn ich weiß ganz einfach, dass es vor 30, 40 Jahren keine Sommertemperaturen bis 40° gab, das mittlerweile aber praktisch jedes Jahr erreicht wird. Und genauso gab es über mehrere Tage geschlossene Schneedecken – die letzten Jahre nicht mal für einen Tag.

          2. @domi,
            Es freute mich wenn es früher im Nürnberger Stadion mal bis 33, 35° hoch ging. 40°. Nürnbergs Hitzerekord 35,1° im Juni 2013. Jetzt dann 2019 mal bis 38°. Wie lange ? Rekord in Bayern in Kitzingen 40,3°. ja 15 Minuten lang. Habe das Temperaturprotokoll der Messung, Vorher und nachher waren es noch 39°.Die Meßstation stand auf freier Wiese, also nicht im Schatten.
            Hier wird Panik gemacht als wenn diese Temperaturen 2 Wochen anhalten würden. Aber im Sommer fahren dann die Deutschen in den Süden. da macht die hohe Temperatur nichts aus ??
            Ja wir haben wie immer Klimawandel. Das Klima steht nicht still. Und jetzt wird es eben wärmer und nicht mehr so kalt wie noch bis 1850.
            Die 1,2°C stimmen schon, aber wie gesagt kommt darauf an welches Institut sie misst. Ich habe die 3 genannt die vom IPCC anerkannt und in den Berichten genommen werden. Nur unterscheiden die sich auch. Und unsere Medien suchen sich eben für ihre Argumentation den höchsten Wert raus. Kommt auch darauf an in welchem Jahr die Messung beginnt. HaDCRUt beginnt als einziges Institut 1850. Die anderen später. Heißt auch bis 1880 sind die Temperaturen um ca. 0,3° gefallen. Hier beginnt auch der DWD. Somit ist natürlich die Temperaturerhöhung höher als wenn man 1850 beginnt. Auch werden die Temperaturen nachträglich aktualisiert, heißt neu justiert. GISS macht dies besonders. Mir bisher 2x bekannt. Ein Prof. der Physik aus Braunschweig (Name momentan nicht parat) hatte dies schon vor 11 Jahren nachgewiesen. GISS hatte die Temp. Daten vergangener Jahre um 0,1 bis 0,2°C nach unten „justiert“ wie sie sagen. Somit war der Temperaturanstieg bis heute größer. Lies sich ganz einfach nachweisen, weil die Temp.datenreihen im Netz waren, die alten und die Neuen. Und somit konnte nachgeweisen werden, daß die manipuliert werden. HaDCRUt hat dies jetzt auch gemacht. Und der Temp.Anstieg ging von 0,91°C auf 1,04C. Oder haben unsere Vorfahren nicht Temperatur messen können ? Hinzu kommt noch, daß die Quecksilberthermometer ein paar zehntel Grad geringer messen wie die modernen.
            Und ob es 38 oder 40°C hat ? merkt man nur wenn man aufs Thermometer guckt, ansonsten wird so oder so gestöhnt.

      2. Sehr gut Helmut, auf dem Pico Veleta war ich auch schon oben vor Jahrzehnten. Meinem damaligen 11 Jahre alten Kadett B ging aber so langsam die Puste aus je weiter wir hoch fuhr. Die letzten Meter zur Spitze gings zu Fuß
        Denkst du aber wirklich diese Leute kapieren das ? Die rechnen doch jetzt schon Wassermangel als Folge zum menschgemachten Klimawandel um eine weitere Panik zu erzeugen, weil eben die Erwärmung nicht so richtig voranschreiten will. Die Klimamodelle kannste in die Tonne kloppen so weit ab sind die von der Realität.
        Die Pflanzen verbrauchen aber weniger Wasser je mehr CO2 vorhanden ist.

  4. Der unbequeme Klimawandel

    1. Der menschengemachte Klimawandel findet statt und wird durch die in Deutschland lebenden Menschen nicht aufzuhalten sein. Auch wenn man sich an alle deutschen Kohlekraftwerke kleben würde.

    2. Wir sind nicht das große Vorbild in Sachen Energiewirtschaft in der Welt, so wie einige arrogante und überhebliche wohlhabende Deutsche das glauben.

    3. Wir werden mittlerweile Aufgrund unserer hohen Energiekosten und immer schwächer werdenden Industrie weltweit belächelt und nicht bewundert.

    4. Die Menschheit wird nicht aussterben, sondern die nicht anpassungsfähigen Menschen bzw. die, die sich aufgrund äußerer Umstände nicht anpassen können.
    Städte werden im Meer versinken und ganze Regionen werden unbewohnbar mit oder ohne deutsche Energiewende.

    5. Die Wahrscheinlichkeit das sich 8 Milliarden Menschen, von denen der Großteil in Armut lebt, eine Energiewende nach deutschem Vorbild leisten können, liegt bei um und bei Null Prozent.

    6. Um sich an den Klimawandel anpassen zu können, benötigt man zukünftig noch sehr viel mehr Geld. Umsiedlungen und Schutzmaßnahmen werden viel kosten.

    7. Die Frage ist nicht mehr, wie wir den von Menschen beschleunigten Klimawandel aufhalten können, sondern wie die Menschheit trotz des Klimawandels weiterhin auf der Erde überleben können und worin man viel Geld stecken sollte.
    In die Anpassung an die neue Realität oder in die Verhinderung von etwas, was nicht mehr aufzuhalten ist? Das ist jetzt die Frage.

  5. Hallo Ottonorma,
    man sollte auch nicht vergessen, dass viele Messstationen vom Land in die Städte verlegt wurden, um auch gleichzeitig die Schadstoffe messen zu können, und weil die Fahrwege dann nicht so groß sind.
    Und natürlich ist es in den Städten oder in der Nähe wärmer, als auf dem Land.
    Aber, in Deutschland laufen nun wieder etwa 130 Kohlekraftwerke, die etwa die Hälfte der Energie ungenutzt über die Kühltürme in die Umwelt abgeben.
    Vor Monaten hieß es noch für Putin, (bzw. gegen ihn) frieren und wir müssen dann die Energie nutzen, wenn sie von Wind und Sonne gerade bereitgestellt werden.
    Ja, kann ja gemacht werden. Dann schaltet doch aber die 130 Kohlekraftwerke ab.
    Dieses ganze Gelaber der Ökospinner bringt doch nichts, wenn gleichzeitig 130 Kohlekraftwerke laufen.
    Also abschalten und frieren, und Wäsche waschen, wenn im Frühjahr wieder die Sonne scheint, oder auf grünen Wasserstoff warten.
    Übrigens laufen in Spanien auch noch 7 Kohlekraftwerke.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  6. Ja Domi, aber man kann nicht in einem Land leben, das noch etwa 130 Kohlekraftwerke betreibt, und dann meckern, dass es schlecht für das Klima ist. Ein Kohlekraftwerk gibt im Normalbetrieb mehr Radioaktivität ab als ein Kernkraftwerk.
    Es sterben weltweit x mal mehr Menschen durch Kälte, als durch Wärme.
    Wen kümmert es, dass nun Menschen sterben, weil Europa ihnen das LNG wegkauft?
    Es werden weltweit über 1.000 neue Kohlekraftwerke gebaut.
    Die Afrikaner setzen nun auch auf Kohle, nachdem sie sehen, was passiert, wenn man wie in Deutschland auf Erneuerbare setzt.
    Aber, wenn Sie der Meinung sind, dass es Möglichkeiten gibt, wie Sie selber etwas dafür tun können, dass Sie persönlich den CO2 Ausstoß reduzieren können, dann sollten Sie das tun.
    Aber es gibt auch Menschen, die glauben nicht an den menschengemachten Klimawandel, so wie ich.
    Ich arbeite nun nicht dagegen, sondern wir haben hier in Spanien einen sehr kleinen CO2 Fußabdruck. Denn wir heizen mit Holz, Warmwasser mit Solar, und in unseren 19 Jahre alten Diesel verfahren wir etwa 400 bis 500 Liter Diesel im Jahr. Unsere Stromrechnung beträgt etwa 75 Euro im Monat. Zum Kochen benötigen wir noch 2 Flasche Butangas im Jahr. Das könnten wir allerdings auch auf Holz machen.
    Weltweit werden nur etwa 2% der Energien aus Erneuerbaren hergestellt.
    Wie wollen Sie das auf nur 30 % erhöhen, ohne das komplett alle Vorräte an Kupfer und Silber usw. verbaut werden?
    Selbst der Sand für die Betonfundamente der Windräder wird schon knapp, von dem Zement erst gar nicht zu reden.
    Sie haben sicher gutgemeinte Träumereien, aber das bleiben sie auch.
    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  7. Für die Energiewende werden die Rohstoffe knapp – Spektrum der Wissenschaft

    Für eine moderne Fotovoltaikanlage werden nach einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) mehr als doppelt so viele metallische Rohstoffe benötigt wie für ein Kohlekraftwerk der gleichien Leistung. Bei Onshore-Windrädern sind es fast fünfmal so viele Metalle, bei Offshore-Windrädern mehr als siebenmal so viele. Zwar brauchen fossile Kraftwerke dafür zusätzlich enorme Mengen an Brennstoff, doch Anlagen für erneuerbare Energien aufzubauen, ist im Vergleich deutlich ressourcenintensiver.

    https://www.spektrum.de/news/fuer-die-energiewende-werden-die-rohstoffe-knapp/2005387

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  8. Da muss ich doch mal etwas Aufklärungsarbeit in Sachen Klima leisten:

    – Der heutige CO2-Gehalt der Atmosphäre ist erdgeschichtlich betrachtet sehr (!) niedrig. Und auch die aktuellen, globalen Temperaturen liegen deutlich unter dem erdgeschichtlichen Durchschnitt.

    – All das CO2, das heute gebunden in Erdöl und Kohle vorliegt, war früher mal in der Atmosphäre!

    – Das Klima ist schon mindestens seit der Huronischen Eiszeit vor 2,3 Mrd. Jahren im ständigen Wandel, egal, ob man nun große, mittlere, kleine oder ganz kleine Zeitabschnitte betrachtet. Das gilt auch für das zurückliegende Jahrtausend!

    – Seit dem Beginn dieser Huronischen Eiszeit sind Eiszeiten mit ca. 20% die Ausnahme und Warmzeiten mit ca. 80 % die Regel.

    – Wir leben derzeit in einem Eiszeitalter (Känozoisches Eiszeitalter) – also in der Ausnahmesituation!

    – Ein Eiszeitalter definiert sich dadurch, dass (je nach Definition) eine oder auch beide Polkappen dauerhaft vereist sind. Vereiste Polkappen sind NICHT der Normalzustand für die Erde!

    – Noch vor 40-50 Mio Jahren (d.h. vor Beginn des Känozoischen Eiszeitalters) hatte das Nordpolarmeer örtlich und jahreszeitlich begrenzt subtropische Wassertemperaturen und an Land gab es bei warm-gemäßigten Temperaturen Wälder von 50 m hohen Mammutbäumen. In der Antarktis sind aus dieser Zeit z.B. Frösche über Fossilfunde nachgewiesen.

    – In der Antarktis wuchsen (zumindest in bestimmten Regionen) bis vor 2,2 Mio Jahren noch Bäume (Südbuche). Die vollständige Dauervereisung des Nordpols setzte noch später ein. Erst kürzlich belegte ein neuer Forschungsartikel an der Nordspitze Grönlands vor 2 Mio Jahren borealen Wald und Temperaturen, die 10-17 °C höher lagen als heute. 2 Millionen Jahre sind erdgeschichtlich ein sehr, sehr kurzer Abschnitt.

    – In einem Eiszeitalter wechseln sich Eiszeiten und kurze Warmphasen (Interglaziale) ab

    – Jeder, der sich mal mit Pleistozän und Holozän beschäftigt hat, weiß, dass sich im derzeitigen Eiszeitalter zuletzt sehr lange Eiszeiten (über 100.000 Jahre) mit ganz kurzen Warmzeiten (Interglaziale) von ca. 10-15.000 Jahren abwechselten.

    – Die gesamte (!!) von Historikern behandelte Geschichte des Menschen fand in so einem winzigen Interglazial statt (nämlich unserem Holozän)! Unser Zivilisationsgeschichte kennt ein Leben in der Eiszeit noch gar nicht! Der Beginn unseres Interglazials vor 11700 Jahren war gleichzeitig der ganz langsame Einstieg in die Jungsteinzeit in Deutschland (Ackerbau/Viehzucht statt Sammel/Jagen, ermöglicht erst durch Ende von Vergletscherung und Permafrost in Deutschland).

    – In Eiszeiten wachsen Polkappen und Gletscher an und die Meeresspiegel sinken ab. Umgekehrt ist es in Interglazialen: Da schrumpfen Polkappen und Gletscher und die Meeresspiegel steigen an. Wir leben in einem Interglazial. (Vor 9000 Jahren konnte man noch zu Fuß nach England laufen und Rhein und Themse hatten eine gemeinsame Mündung ins Meer, weil der Meeresspiegel VIEL tiefer lag als heute.)

    – In einer Eiszeit wäre Deutschland komplett innerhalb der Permafrost-Zone. Große Teile wären sogar vergletschert. Landwirtschaft wäre hier nicht mehr möglich. Die Menschen müssten sich also alle auf den verbleibenden Landflächen im Süden zusammendrängen. Man kann sich unschwer vorstellen, was das angesichts der derzeitigen Weltbevölkerung an Hunger, Not und Verteilungskämpfen zur Folge hätte.

    – Auch innerhalb unseres Interglazials, des Holozän, sind die Temperaturen ständigen Wechseln unterworfen, was durchaus auch schnelle Temperaturwechsel sein können.

    – Vor ca. 6000-7000 Jahren z.B. war es sehr warm: Die Arktis war möglicherweise eisfrei. Die Sahara war eine grüne Savanne mit riesigen Seen, Flüssen, Giraffen, Elefanten, Krokodilen, Flusspferden etc, weil der Temperaturanstieg mehr Wasser im Ozean verdunsten ließ und zu Monsumregen in der Sahara führte.

    – Auch die letzten 2000 Jahre waren von ständigen Klimawechseln geprägt: Auf eine kleine Warmzeit in der Antike folgte eine kleine Eiszeit in Spätantike und Frühmittelalter, welche die Völkerwanderungen auslöste und z.B. eine alpine Römerstraße durch einen vorrückenden Gletscher unpassierbar machte. Im Hochmittelalter hatten wir eine kleine Warmzeit (Besiedlung von Grönland = Grünland durch die Wikinger, Weinbau in England). Danach kam wieder eine kleine Eiszeit (ca. 1400-1850). Sie führte zu den Hexenverbrennungen in Europa (Vorwurf „Wetterzauber“ wegen extremer Missernten), ermöglichte schwedischen Truppen im 2. Nordischen Krieg 1658 die Überquerung der zugefrorenen Ostsee zu Fuß, löste 200 Jahre später die durch Hunger bedingte Auswanderungswelle von Iren nach Amerika aus und entfachte durch Missernten die Deutsche Revolution von 1848. Um 1850 wuchsen die europäischen Gletscher massiv an und stellten in den Alpen für die Bewohner eine massive Bedrohung dar (d.h. es war eine kurzzeitige Umkehr des normalen Gletscherrückgangs in einem Interglazial). Die Zeit um 1850 war ungewöhnlich kalt, sie war also weder „Normalzustand“ noch waren diese Temperaturen erstrebenswert!

    – Unsere historischen Klimaaufzeichnungen, auf die man sich derzeit ständig beruft, beginnen nun ausgerechnet am Ende dieser sogenannten „kleinen Eiszeit“. Diese „kleine Eiszeit“ dauerte ca. von 1400 bis ca. 1850. Ratet mal, in welche Richtung entwickeln sich Temperaturen wohl nach dem Ende einer Mini-Eiszeit weiter?

    – Derzeit befinden wir uns also wieder in einer kleinen Warmzeit (innerhalb des übergeordneten Interglazials).

    – Das von unserer Politik angestrebte Ideal-Klima von 1850 ist also eines, das durch extreme Kälte große Hungersnöte und Revolutionen ausgelöst hat!! Echt jetzt??

    – Wenn nun die bisherigen Intervalle zwischen Eiszeit und Interglazial so weitergehen, dann sind wir ziemlich am Ende unseres Interglazials angekommen und fallen schon bald für 100.000 bis 200.000 Jahre wieder in die nächste Eiszeit zurück.

    – Kurz: Das wirklich drohende Szenario ist also die nächste Eiszeit, nicht die Klimaerwärmung. Die Klimageschichte beweist über lange und kurze Abschnitte hinreichend, dass das Leben auf der Erde mit ganz erheblich höheren Temperaturen und CO2-Gehalten klar kommt, denn die waren über den allergrößten Teil der Erdgeschichte die Normalität.
    Die drohenden 100.000 – 200.000 Jahre Eiszeit dagegen sind eine Zeitspanne, deren Länge und Dramatik wir uns überhaupt noch nicht vorstellen können: Das ist 10 bis 20 mal so lange wie unsere bisherige Kulturgeschichte!

    Wenn es also stimmen würde, dass wir mit dem Verbrennen von Öl, Gas und Kohle das Klima erheblich erwärmen könnten, dann sollten wir genau DAS das tun, um die nächste Eiszeit zu verhindern. Allerdings werden die Vorräte an Öl, Gas und Kohle dafür nicht mal ansatzweise ausreichen.

    Und noch ein Kommentar zu Biologie:

    – Bis auf 2 kürzere Phasen (Karbon/Perm-Grenze und Neogen+Holozän) war in der Erdgeschichte der CO2-Gehalt der Atmosphäre immer viel höher als momentan.

    – Es gibt eine untere Grenze für die CO2-Konzentration, ab der die Photosynthese zusammenbricht. Der sind wir in den letzten beiden Eiszeit bedrohlich nahe gekommen.
    Und auch jetzt sind wir trotz CO2-Anstieg von dieser Grenze gar nicht so weit entfernt. Nicht umsonst wird in Gewächshäusern mit CO2 begast, damit die Pflanzen besser wachsen.
    Der Abfall der CO2-Konzentration in unserem Känozoischen Eiszeitalter war schockierend steil. Würden wir in den nächsten Eiszeiten diese CO2-Grenze unterschreiten (bei Abkühlung fällt automatisch der CO2-Gehalt der Atmospäre!), dann droht ein Ende des Lebens, wie wir es kennen – zumindest an Land. Die C4-Pflanzen könnten an Land ggf. überleben (immerhin – Mais gehört z.B. dazu, die große Mehrzahl der Landpflanzen würde aber aussterben).

    – Als gesichert darf gelten, dass mit den landwirtschaftlichen Methoden von 1850 eine Weltbevölkerung der heutigen Größe nicht ernährt werden kann. Zwingend benötigt werden u.a. Landwirtschaftsmaschinen und Kunstdünger. Fehlen diese, werden Millionen von Menschen verhungern. Völlig zu Recht betrachtet man das Umbringen von Millionen von Menschen als Völkerrechtsverbrechen. Aber sie wegen grüner Ideal verhungern zu lassen scheint irgendwie o.k. zu sein???

    – Die Welt wird noch für Jahrzehnte von fossilen Brennstoffen abhängig sein, weil die Alternativen real nicht da sind. Von der Klimageschichte der Erde wie von der Biologie her ist das kein Problem. Nur die grüne Ideologie kommt damit nicht klar.

    – ESG-Politik verhindert die Förderung von fossilen Brennstoffen und legt dadurch die Grundlage für Hochinflation (Energiepreis!!), Deindustrialisierung, Armut, Hunger und Massensterben.

    MfG
    Der Energiefaktor

    1. Dies ist für Interessierte im Grunde längstens bekannt und Grundwissen – nur die Klimaalarmisten ignorieren das, sie wollen es gar nicht wissen, sie diskutieren auch nicht darüber sondern verweigern jegliche Diskussion. Für die ist „Science settled“. Das ist eine reine Ideologie, es ist eine politische Angelegenheit. Mit der Klimadiskussion wird Politik betrieben. Nachhaltigkeit und Bescheidenheit soll erzeugt werden, sogar Deindustrialisierung – alles im Namen des Klimaschutzes und der Bürger soll glauben die Welt zu retten ansonsten er gar nicht bereit wäre die zukünftigen Einbußen im Lebensstandard hinzunehmen. Seine Kinder werden es schwer haben und arm werden.
      Derweil rüsten die anderen Länder ihre Industrie auf

    2. Sparen Sie sich die Mühe, das wurde alles bereits mindestens 10 Mal bis ins kleinste Detail diskutiert und widerlegt. Die Folge davon: Jemand nimmt schnell einen neuen Namen an und beginnt wieder ganz von vorne. Und die üblichen Verdächtigen applaudieren staunend ob der sensationellen „neuen“ Erkenntnisse. Das ist ein perpetuum mobile der Sinnlosigkeit.

      Das Hauptargument: Anthropogener Klimawandel ist nur eine Theorie, ein Modell, das wissenschaftlich nicht bewiesen sei. Dies gilt zwar eigentlich umgekehrt umso mehr für den rein auf Behauptungen und skurrilen Vergleichen basierenden Klimaleugner-Schwachsinn, doch davon will man natürlich gar nichts hören.

      Neu in Mode ist seit kurzem die Willkommenskultur für mehr CO2 und wärmere Temperaturen. Hier bezieht man sich gerne mit Halbwahrheiten auf das Jahr 1850, obwohl niemand auch nur ansatzweise die Temperaturen von 1850 anstrebt. Einziges Ziel ist, die globale Erderwärmung zwischen 1,5 bis 2°C Erwärmung gegenüber dem durchschnittlichen vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Und ab 2050 Netto-CO2-Neutralität zu erreichen, also den CO2-Anteil in der Atmosphäre ab dann nicht noch weiter zu erhöhen.

      Einer meiner absoluten Lieblinge ist der Verweis auf ein Zeitalter vor etwa 50 Millionen Jahren, als der Nordatlantik noch wesentlich weiter südlich lag und eine Verbindung zum Pazifik mit warmen Ost-West-Meeresströmungen zwischen Nord- und Südamerika besaß. Als Grönland noch wunderbar geschützt vor dem Arktischen Meer vom warmen Atlantik profitierte, als Antarktis und Australien noch eine zusammenhängende Landmasse waren, die nicht durch zirkulierende kalte Meeresströmungen vom warmen Atlantik abgeschnitten war. Kurz gesagt, als die klimarelevaten Meeresströmungen noch ganz andere waren.
      https://physik.wissenstexte.de/palaeogen_kontinente.png

      Ebenfalls begeistert bin ich stets aufs neue vom Argument der immer grüner werdenden Erde. Dass es sich hierbei um Viehweiden und Nahrungsmittelproduktion mittels Dünger und vermehrter Bewässerung auf Kosten der nicht ersetzenden Regenwälder handelt, kann man bei aller Begeisterung schon einmal übersehen.
      https://www.businessinsider.de/wissenschaft/die-erde-wird-immer-gruener-doch-das-ist-keine-gute-nachricht-2019-2/

      Gerne zieht man auch das römische und mittelalterliche Temperatur-Optimum aus Europa heran, und vergleicht es mit den heutigen globalen Temperaturen. Was bleibt auch anderes übrig, ansonsten müsste man zugeben, dass es in Europa schon heute signifikant wärmer ist, als zu diesen beiden Warmphasen.
      https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/upload/Temp_eu1000.jpg
      https://www.scinexx.de/wp-content/uploads/0/1/01-29196-europasommer2.jpg

      Und global gesehen, sieht es ohnehin ganz anders aus:
      https://www.unibe.ch/unibe/portal/content/e796/e803/e59463/e805/e751801/e753172/e847220/media_service847225/e847226/20190719_MedienmitteilungUniBE_Globale_Erwaermung_Grafik1_DE_ger.jpg

      https://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/medienmitteilungen/2019/medienmitteilungen_2019/klima_erwaermt_sich_so_schnell_wie_nie_in_den_letzten_2000_jahren/index_ger.html

      Aber so sind sie halt, die Schwurbler: Picken sich raus, was für sie am besten passt, verdrehen Tatsachen, vergleichen Äpfel mit Birnen und verkaufen notfalls den eigenen Quark und Käse als schwer verdaulichen Eintopf „wissenschaftlicher Wahrheit“…

      1. Krarmpf !! Die Temperaturmodelle liegen jwd der realen temperatur. Guck doch CMIP 5 und 6 an !!

        1. Krampf wenns nicht ins eigene Weltbild passt, ne? Für reelle Temperaturdaten oder auch Temperatursignale anhand von Proxies braucht man aber zunächst mal keine Modelle.

    3. @ Der Energiefaktor

      Na ja, da muss ich wohl auch mal etwas weiter ausholen um ein paar Sachen geradezurücken und hat ja auch einen gewissen Unterhaltungswert. Ist zwar viel Richtiges dabei, nur werden wenige, aber entschiedene Punkte in Ihrer Erklärung völlig außer Acht gelassen, bzw. gar nicht weiter erklärt:

      Die Abwechslung von Warm- und Kaltzeiten in der Erdgeschichte wird von kaum jemandem bezweifelt. Es ist die historisch schnelle Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs der zum Problem wird, da weder wir, noch ein Großteil der Pflanzen sich einem derart schnellen Wandel anpassen können.

      Es geht nicht darum, dass wir unsere paar Ackerflächen bspw. von Europa nach Sibirien verlagern (was sicherlich auch super funktionieren würde wenn wir uns jetzt schon wegen jedem Mist in irgend einer Form bekriegen), sonder, dass die Pflanzenwelt insgesamt mit der Veränderung nicht Schritt halten kann. Bspw. eine Birke als Pionierpflanze, also so ziemlich einer der mobilsten Bäume bzw. Pflanze überhaupt, schafft bestenfalls rund 2-3 km/a, was auf 20, 30 Jahre gerechnet noch nicht mal 100 km sind. Eine natürliche Wanderungsbewegung von Mischwäldern mit rund 100m/a wird eine Anpassung durch Standortverlagerung faktisch unmöglich machen, wenn (zu lange) Wasser fehlt und eine Fortpflanzung somit unmöglich ist. Diese Zeit hatten die Pflanzen jedoch in der Vergangenheit sowohl hin zu Warm- als auch zu Kaltzeiten, da die Temperaturänderungen über deutlich längere Zeiträume erfolgten.

      Der Vergleicht mit weit zurückreichenden Klimata hinkt ohnehin aus verschiedenen Gründen.
      Wer also nun wieder damit kommt, dass bei den Dinos noch viel wärmer und so, dem sei nahegelegt sich mal genauer mit der früheren Erdgeschichte und bspw. der Struktur des Superkontinent Pangea näher auseinanderzusetzen. Diese sind nicht annähernd vergleichbar mit den heutigen Kontinenten. Holozän, Pleistozän etc. klimatisch mit Jura oder Kreide zur Vergleichen ist völlig sinnbefreit.
      Die damaligen vergleichsweise flachen Landmassen wurden durch einen vergleichsweise hohen Meeresspiegel stärker bedeckt und ein reflektionssärmeres Meer erhöht nun mal entsprechend auch die Temperaturen. Darauf war die damalige Flora und Fauna eben bestens angepasst. Doch auch damals herrschte nicht auf jedem Fleck gleichermaßen blühendes Leben und natürlich änderte sich auch damals das Klima über die Zeit, jedoch bei weitem über sehr viel größere Zeiträume hinweg.

      Daher lassen sich bestenfalls aus der jüngeren Erdgeschichte Schlüsse für unser Klima ziehen. Wenn wir uns also für die jüngere Erdgeschichte bspw. die Vostok- und EPICA-Eisbohrkerne der Antarktis die fast 1 Mio Jahre zurückreichen oder auch GRIP etc. aus Grönland anschaue, und für die noch jüngere Geschichte Baumringe die bis etwa 10.000 Jahre zurückreichen, dann lassen sich klimatischen Bedingungen recht genau rekonstruieren. Und natürlich sehen wir hier Temperaturschwankungen bzw. die beschriebenen Warm- und Kaltzeiten – wie solls auch anders sein. Nun kann man die Kurven der Eisbohrkerne und jene der dendrochronologischen Zeitreihen, wenig überraschend, recht gut überlagern. Spätestens dann wird ersichtlich, dass die global tendenziell steigenden Temperaturen der letzten Jahrzehnte in jedem Fall für die letzten 10.000 Jahre eine deutliche Abweichung vom Mittel darstellen, obwohl wir uns ja bereits in einer Warmzeit befinden und es daher eigentlich gar nicht mehr wärmer werden dürfte. Zudem ist in der weiter zurückliegenden Vergangenheit ein derart schneller Temperaturanstiege nicht nachweisbar.

      Im Übrigen ist vielfach belegt, dass sowohl die kleine Eiszeit als auch die mittelalterliche Warmzeit ein regionales und keineswegs globales Phänomen waren, bzw. regional unterschiedlich ausfielen, keinem einheitlichen Trend folgten und global die Temperaturänderung im Mittel bei ziemlich genau 0 lag. D.h. in der Warmzeit erwärmten sich mache Regionen, andere kühlten ab.

      Derzeit beobachten wir einen klaren ansteigenden Trend beim den globalen Temperaturen – ob jetzt schon 1,2 oder nur 1,0 erreicht sind, ist dabei eher zweitrangig, weil der Trend eindeutig ist. Wer hier auf der Website unterwegs ist und vom Thema Finanzen halbwegs etwas Verstehen, sollte wissen was ein Trend ist und dass dieser höchstwahrscheinlich morgen nicht vorbei ist oder verhält wie man es sich wünscht. Wenn der Trend weiter geht, was derzeit zu erwarten ist, erreichen wir entsprechende Kipppunkte (auftauender Permafrost, auftauendes Methanhydrat, Austrocknung des Amazonasgebiets, beschleunigtes Abtauen der Polkappen etc. pp – die genaueren Ausführungen hierzu erspare ich mir hier mal), die das Ganze noch schön verstärken. Dadurch verlassen wir dann auch den übergeordneten Seitwärtstrend der letzten Mio Jahre – aber nicht in Richtung neues Glazial sondern in Richtung Heißzeit!

      Für diejenigen die sich aufgrund einer globalen Erwärmung mildere Temperaturen in Mitteleuropa wünschen wird der Wunsch auch nicht in Erfüllung gehen. Denn das haben wir jetzt schon dank des Golfstroms. Jedoch wird durch das zunehmende Abschmelzen des Grönländischen Eisschildes und der Arktis und den dadurch bedingten erheblichen Süßwassereintrag die Thermohaline Zirkulation nicht mehr wie bisher funktionieren, folglich der Golfstrom zum erliegen kommen und das wars dann mit milden Wintern – also ein stärker kontinental geprägtes Klima in Mitteleuropa mit (noch) wärmeren Sommern, kälteren Wintern und weniger Niederschlag – erstrebenswert?

      Natürlich wird es auch in Zukunft noch Orte geben die bewohnbar sind, aber große Teile der Menschheit innerhalb von vielleicht 100 Jahren umsiedeln und entsprechende Strukturen aufbauen die über Jahrhunderte entstanden sind? – ein wahnwitziges Unterfangen!

      Der Treibhauseffekt, also der Zusammenhang aus CO2-Konzentration und steigenden Temperaturen wurde schon vor mehreren hundert Jahren beschrieben, ist also nichts Neues und kann heute wohl als gesichert gelten. Wenn wir also zu den natürlichen THG-Quellen innerhalb von nicht mal zwei Jahrhunderten soviel CO2 raushauen was über zig Hunderttausend Jahre hinweg in den Ozeanen gebunden wurde und dem dann keine entscheidende Wirkung zurechnet, dann muss man schon eine ausgeprägte Neigung haben logischen Zusammenhänge strickt zu verweigern um so selbst an äußerst fragwürdigen Ideologien festzuhalten.

      Man kann also versuchen mit allen Mitteln Information zu verweigern um an der eigenen Ideologie festzuhalten, um sich tunlichst nicht bewegen müssen, oder man kann sich eingestehen, dass man Teil der Ursache ist, somit aber auch Teil der Lösung.

      Und soviel mal wieder zur Einseitigkeit an Informationen.

      1. @Domi
        Wie Sie so völlig korrekt bemerken, ist vieles im Traktat des „Energiefaktors“ zwar richtig, aber leider mindestens ebenso irrelevant. Es interessiert nicht im Geringsten, wie die Welt vor vielen Millionen Jahren einmal ausgesehen und funktioniert hat. Einzig entscheidend ist die jüngere Erdgeschichte, als die Kontinente und Ozeane in etwa ihre heutige Form und Verteilung annahmen. Mit anderen Worten, als sich Nord- und Südamerika durch eine Landbrücke verbanden und dadurch eine völlig veränderte Verteilung der ozeanischen Strömungen einsetzte: Der Golfstrom in Nord-Süd-Richtung statt der Ost-West-Verbindung von Atlantik zum Pazifik.

        Während der vergangenen 800.000 Jahre bewegte sich der Kohlendioxid-Gehalt immer zwischen 180 und 300 ppm. In diesem erdgeschichtlich zwar kurzen, aber für Entwicklung und Evolution ausreichenden langem Zeitraum passten sich Flora und Fauna den Bedingungen an. Und es entwickelte sich der moderne Mensch, der offensichtlich in den wärmeren und CO2-reicheren Zeitaltern so gar nicht gedeihen wollte. Sogar Vertreter der Gattung Homo rudolfensis, Homo habilis und Homo erectus vor etwa 2 Millionen Jahren entschieden sich für weniger CO2 und kühlere Temperaturen als heute 😉

        Niedrige Kohlenstoffdioxid-Konzentrationen waren höchstwahrscheinlich der Auslöser für Entstehen und weltweite Ausbreitung der C4-Pflanzen. C4-Pflanzen sind in der Lage, CO2 effektiver als C3-Pflanzen zu fixieren, was bei geringen atmosphärischen CO2-Konzentrationen einen Evolutionsvorteil bedeutet.
        Bei heißem und trockenem Wetter schließen sich die Spaltöffnungen von Pflanzen, um einer zu hohen Verdunstung von Wasser vorzubeugen. Ein weiterer entscheidender Nachteil von C3-Pflanzen, zeigen sie doch im Vergleich zu C4-Pflanzen unter diesen Bedingungen eine deutlich verringerte Photosyntheseleistung.
        Dafür sind sie unter gemäßigten Temperaturverhältnissen, ausreichender Verfügbarkeit von Wasser und CO2-Konzentrationen weit jenseits von 600 ppm bzw. weniger Sauerstoff in der Atmosphäre effizienter; entscheidend ist hierbei vor allem das Verhältnis von Sauerstoff zu Kohlenstoffdioxid.

        Hitze, Dürre, Wassermangel, nichts scheint für C3-Pflanzen wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Kartoffeln, Sojabohne, Hanf oder Reis in den gewohnten Breiten zu sprechen. Bestenfalls erfolgt eine Verschiebung in die heutigen borealen Zonen, auf Kosten der dort verbreiteten Waldgebiete und Moore, was wiederum einen fatalen Verlust heutiger Kohlenstoffsenken zur Folge hätte. Ein weiterer Kipppunkt also, neben dem Auftauen der Permafrostböden und der damit verbundenen enormen Freisetzung von Methan.

        Der moderne Mensch entstand vor etwa 200.000 Jahren in Afrika und besiedelte vor spätestens 50.000 Jahren den Rest der Welt. Vor 14.000 Jahren waren alle Kontinente außer der Antarktis besiedelt. Welche Temperaturen herrschten in den genannten Zeiträumen nochmal vor?
        https://www.g-geschichte.de/wp-content/uploads/2020/12/Bildschirmfoto-2020-12-01-um-16.57.09.png
        https://www.oekosystem-erde.de/html/bilder/wostok.gif
        https://www.zamg.ac.at/cms/de/images/klima/bild_ip-klimawandel/klimavergangenheit/palaeoklima/3-1-6_1_uebergang

        Die Temperaturen nach den kurzen Interglazialen gingen immer wieder für lange Zeiträume nach unten, wodurch eher die Anpassung der Organismen an Kälte gefördert wurde; wärmer als heute war es zumindest in den letzten 800.000 Jahren nie. Und die gegenwärtige Veränderung geschieht deutlich schneller – mindestens zehnmal – als die Temperaturänderung zwischen Eis- und Warmzeiten.

  9. Hallo Der Energiefaktor,
    mir als „Klimalaie“ waren die geschilderten Vorgänge nur recht dürftig bekannt.
    Aber, ich habe in meinem Beruf schon vor über 45 Jahren Gasstrahler in professionellen Gewächshäusern montiert. Schon damals habe ich mich von dem Betreiber der Anlage darüber aufklären lassen, dass neben der Anhebung der Temperatur in den Gewächshäusern, das CO2 als Dünger für die Pflanzen dient.
    Auch zeigen Satellitenaufnahmen, dass die Erde wieder grüner wird.
    Wenn ich richtig informiert bin, dann lag auch der CO2 Gehalt der Luft z. Z. der Dinosaurier deutlich höher, was den Tieren reichlich Pflanzenwuchs bescherte.
    ABER—– wie sollte das alles Ideologen beeindrucken?
    Sie können nicht mehr zurück.
    Mit der Klimahysterie kann einfach auch zuviel Geld verdient werden.
    Und wenn morgen die Gletscher wieder wachsen, dann liegt es an der Erderwärmung durch den CO2 Ausstoß, und die Anstrengungen CO2 zu vermeiden, müssen noch erhöht werden.
    Es werden harte Jahrzehnte ganz besonders auf die Nationen zukommen, die sich diese Klimahysterie zu eigen machen.
    Wäre schön, wenn es hier in Andalusien noch 2 bis 3 Grad wärmer wäre, denn dann müssten wir zumindest nicht mehr heizen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

    1. Helmut,
      alles altbekannt, Die Gewächshäuser pusten CO2 rein das 5 bis 10 fache der Atmosphäre. Und je mehr CO2 desto weniger Wasser benötigen die Pflanzen. NASA Satelittenaufnahmen haben einen Pflanzenbewuchs von 10 -30 % auf der Erdoberfläche festgestellt. Also : CO2 ist lebensnotwendig und wichtig.
      Das Thema gab es schon vor 10, 12 Jahren bei EIKE.

      1. Wie so oft, Fake-News und hirnrissige Falschbehauptungen.
        Die 5- bis 10-fache Menge wären 2000 bis 4000 ppm, was auch für Pflanzen schädlich ist.

        „Im Wesentlichen sollten Innenbetriebe oder Gewächshäuser Kohlendioxidwerte zwischen 800 ppm und 1200 ppm aufweisen. Andere Landwirte verbrauchen bis zu 1500 ppm in ihren Gewächshäusern, aber es gibt normalerweise ein Gesetz, das die Erträge verringert, sobald sie diesen Punkt überschreiten. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Landwirte dafür, ihren internen CO2-Gehalt nicht über 1200 ppm zu halten.“
        „Zu hohe CO2-Konzentrationen hingegen rufen Pflanzenschäden hervor, so dass bei der Einspeisung von CO2 darauf zu achten ist, dass keine zu hohen Konzentrationen erreicht werden.“
        https://krosagro.com/de/folientunnel/wie-viel-co2-verbrauchen-gewaechshaeuser/
        https://www.gasido.de/blog/posts/co2-im-gewaechshaus-co2-begasung-duengung-alle-infos#htoc-was-ist-die-richtige-konzentration-f-r-co2-im-gew-chshaus
        https://gartenprimus.de/gewaechshaus-co2-begasung#Zu_viel_Kohlendioxid_im_Treibhaus_verlangsamt_Wachstum
        https://hortipendium.de/CO2-Düngung#Dosierung

  10. Habe ich noch gerade gefunden.

    2 Millionen Jahre alte DNA passt zu Lebewesen, das „zu dieser Zeit gar nicht existieren“ dürfte

    https://www.bw24.de/wissen/mkr-2-millionen-jahre-alte-dna-passt-zu-lebewesen-das-zu-dieser-zeit-gar-nicht-existieren-duerfte-91984052.html

  11. Hallo Jan, zu Ihrer ersten Antwort an mich:

    Warum ist die Idee, dass der Weltuntergang ausfallen könnte, für manche Leute eigentlich etwas Schreckliches?

    Nein, widerlegt ist da gar nichts. Leider kann ich Ihnen jetzt nicht 250 Jahre Forschung in Sachen Erdgeschichte hier in Kurzform aufbereiten.
    Trotzdem kurz zu Ihren Einwänden:

    Zum Zeitalter vor 50 Mio Jahren und dem Einfluss der Meeresströmungen auf Temperatur der Arktis:
    Der Hinweis ist irrelevant. Im Paläogen können Sie wahlweise die Arktis nehmen, die Antarktis oder auch die globale Durchschnittstemperatur, es war immer deutlich wärmer als heute! Globale Durchschnittstemperatur 18°C (also 3-4 °C wärmer als heute), atmospährische CO2-Konzentration 500 ppm, also 125 % des heutigen Levels.

    Springen Sie einfach mal eine Stufe zurück in die Kreidezeit, da waren wir bei einer globale Durchschnittstemperatur von 23°C (also 8-9°C wärmer als heute) und einer atmospährische CO2-Konzentration von 1700 ppm (also 425 % des heutigen Levels).

    In fast jeder Phase der Erdgeschichte lag die Temperatur höher also heute (bitte in der folgenden Grafik die nicht-lineare Zeitachse beachten!)
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f5/All_palaeotemps.png
    Und in fast jeder Phase der Erdgeschichte lag die CO2-Konzentration deutlich höher als heute:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Phanerozoic_Carbon_Dioxide.png

    Zum den zurückliegenden beiden Jahrtausenden:
    Ich bin absichtlich nicht z.B. auf den Bond-Ereignissen herumgeritten, sondern habe relevante, geschichtlich gut belegt Ereignisse aufgezählt, die durch die Klimaänderungen ausgelöst wurden, um klar zu zeigen, dass es sich nicht um irrelevante Temperaturschwankungen handelte – denn die hätten keine geschichtliche Wirkung gehabt. So ist es ja z.B. kein Zufall, dass unter abschmelzenden alpinen Gletschern Baumstümpfe aus der Antike und dem Mittelalter zum Vorschein kommen. Und es wird mir ja wohl keiner erzählen wollen, dass die Römer ihr hochprofessionelles Straßennetz über Gletscher geführt haben. Im Val de Bagnes wurde aber die Römerstraße im Frühmittelalter aber duch Gletscherwachstum unpassierbar.
    Wechsel von Pessimum vs Optimum? Und wie!!!

    Dass die „originale“ Hockey-Stick-Publikation, auf der Al Gore so gerne herumgeritten ist, eine Forschungsfälschung war (Climategate), wird ja mittlerweile auch vom IPCC nicht mehr bestritten. Leider wird da ja immer noch viel Schindluder mit getrieben.
    Man muss sich vor Augen halten, dass wir beim 1,5 Grad Ziel von 1,5 °C auf ca. 200-250 Jahre sprechen, also ca. 0,0067 °C pro Jahr. Da können kleinste Veränderungen in der Messmethodik dramatische Folgen haben.
    Und da werden ja völlig unterschiedlich ermittelte Temperaturen in eine Grafik gepackt:
    Heute Satelit, früher Messstation, davor Ableitung aus Proxi-Daten. Nehmen sie nur mal die Messtationen: Die Anzahl, globale Verteilung und genaue Stationierung ändernten sich ganz extrem im Zeitraum seit Beginn der Klimaaufzeichnungen. Es ist nun mal nicht egal, ob die Messtation in Mauretanien oder in Hamburg steht und auch nicht, ob sie im Seeklima oder Kontinetalklima liegt. Außerdem hat die Zivilisation selbst bei Messstationen mit unverändertem Standort über 250 Jahre dramatisch Auswirkungen auf das Messergebnis: Wald kühler, Feld mittel, Stadt wärmer.
    Im Lauf der letzten 20 Jahren wurde zudem die Meßmethode der Temperatur geändert: Es wurde z.B. später am Tag gemessen und höher über dem Boden, was höhere Temperaturwerte liefert. Diese anders ermittelten, höheren Temperaturen werden ohne Korrektur oder Anpassung zusammen mit den alten Werte zusammengepackt. Wie gesagt, wir reden beim 1,5-Grad-Ziel von durchschnittlichen Änderungen von 0,0067 °C pro Jahr!

    Wikipedia stellt beim 2-Grad-Ziel fest:
    „Die globale Erwärmung seit Beginn der Industrialisierung (ca. 1850) beträgt etwa 1,0 Grad Celsius (langjähriges Mittel, Stand: 2018)“
    Und nun schauen Sie sich mal die Entwicklung der Gletschervorstöße an und beachten Sie die Zeit um 1850! Na, fällt was auf? War es 1850 vielleicht doch etwas arg kühl?
    https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelalterliche_Klimaanomalie#/media/File:Glacier_advances-de.svg
    Nicht vergessen, wir befinden uns in einem Interglazial, da kann es ohne echtes Pessimum auch kein Gletscherwachstum geben!

    Zum biologischen Problem der niedrigen CO2-Konzentrationen:
    Um die Dramatik der der massiv einbrechenden CO2-Konzentrationen für das Leben an Land in Paläogen und Neogen zu verstehen, braucht man vielleicht doch etwas mehr biologische Kenntnisse. Ein Abfall von durschnittlich 1950 ppm (Jura) über 1700 ppm (Kreide), 500 ppm (Paläogen), 280 ppm (Neogen) auf 260 ppm (Quartär) und im Extrem wohl noch tiefer ist eine sehr krasse Verändung für die Pflanzen.
    Haben Sie sich mal gefragt, warum dieser Abwärtstrend dort eigentlich stoppen sollte?
    Hier mal die CO2-Aufnahme von C3 und C4-Planzen bei unterschiedlichen CO2-Konzentrationen im Vergleich.
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7a/Photosynthese_CO2-Konzentration.svg
    Wo wären wir bei einem interglazialen Startpunkt von 260 ppm denn dann in der nächsten Eiszeit gelandet, in der die atmospährische CO2-Konzentration durch die Abkühlung massiv nach unten geht? Diese Frage muss man als Biologe mal an sich heran lassen!!!

    Ihre andere Antwort kommentiere ich mal getrennt.

    Grüße
    Der Energiefaktor

  12. Hallo Domi,

    wir gehen natürlich völlig d’accord, dass schnelle Klimaveränderungen problematischer sind als langsame. (Noch besser wären natürlich gar keine Klimaveränderungen, aber den Gefallen tut uns die Erde nicht, ob nun mit oder ohne fossile Brennstoffe.)

    Es ist allerdings ein verbreiteter Irrtum, dass früher Klimaveränderungen ganz langsam abliefen und nur die jetzige würde schnell passieren.
    Beispiele gibt es in der Erdgeschichte dafür genug.
    Exemplarisch verweise ich mal auf das Stichwort „Dansgaard-Oeschger-Ereignis“ für schnelle Erwärmungen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Dansgaard-Oeschger-Ereignis
    Das Gegenstück mit schnellen Temperaturstürzen ist das Heinich-Ereignis:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich-Ereignis
    Beispielhaft für ein Bond-Ereignis mit auffällig schnellen Temperaturwechseln könnte man sich mal die Misox-Schwankung anschauen: Da ging es schnell mit der Temperatur runter und auch schnell wieder rauf:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Misox-Schwankung

    Und da wir gerade beim Bond-Ereignis waren: Na klar folgten kleine Eiszeit und mittelalterliche Warmzeit einem einheitlichen Trend:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bond-Ereignis

    Einen Einfluss auf die Thermohaline Zirkulation bzw. den Golfstrom wird z.B. auch bei Heinrich-Ereignissen diskutiert, auch das ist nichts neues in der Erdgeschichte.

    Ein interessantes Studienobjekt ist hier auch die Eem-Warmzeit, also das Interglazial vor der letzten Eiszeit und vor unserem aktuellen Interglazial (Holozän):
    https://de.wikipedia.org/wiki/Eem-Warmzeit
    Die Eem-Warmzeit dauerte 11.000 Jahre, danach war Schluss mit kuschelig warm und der Permafrost kam zurück. Unser Holozän hat im Vergleich nun schon 11.700 Jahre auf dem Buckel. Wie lange geht das wohl noch gut? Bin ich der einzige, der über sowas nachdenkt?
    Zitat aus dem oben verlinkten Wikipedia-Artikel zur Eem-Warmzeit:
    „Die Temperatur im Optimum der Warmzeit lag in Europa mehrere Grad über der vorindustriell (bis etwa 1850) bestehenden Mitteltemperatur. Dies hatte unter anderem zur Folge, dass der Meeresspiegel höher lag als gegenwärtig und viele Ebenen und Becken überflutet waren (Transgression). …. dass während des Überganges zwischen der Eem-Warmzeit und der Letzten Kaltzeit eine Trockenheitsphase von 468 Jahren auftrat. Waldbrände und Staubstürme beeinträchtigten die Wälder in der Eifel und hinterließen ihre Spuren in den Sedimenten. Möglicherweise durch Änderungen der Meeresströmungen kam es zu einem Ausbleiben der Niederschläge. Süßwasser wurde im Eis der vordringenden Gletscher gebunden. Die Trockenheit kam abrupt, innerhalb von 100 Jahren mussten die damals vorherrschenden Wälder einer Steppe weichen. Danach kehrten die Bäume in der Eifel anscheinend wieder zurück, während weiter im Norden kältere Bedingungen herrschten.“

    Oder kurz gesagt: Es ist nichts neues unter der Sonne! Auch nicht der schnelle Klimawandel.

    Was auch vielen nicht klar ist: Ein globaler Temperaturanstieg um sagen wir mal 5°C bedeutet nicht, dass es überall 5 °C wärmer wird. Vielmehr würde das eher bedeuten, dass es in den Polarregionen z.B. 10 °C wärmer wird, aber am Äquator z.B. nur 2°C. Umgekehrt gilt das ebenso für einen globale Temperaturabfall: In den Polarregionen ist der Abfall dann extrem, in den Subtropen ganz moderat. Die Temperaturerhöhung direkt wäre also ein weniger großes Problem, als viele annehmen. (Der umgekehrte Temperaturabfall in einer Eiszeit wäre es übrigens durchaus, da würden tatsächlich große Gebiete nur durch die Temperatur unbewohnbar).

    Wer jetzt bei 5°C stutzt: Solche Temperatursprünge und größere sind aus der Erdgeschichte hinreichend überliefert. Exemplarisch nur mal die Würm-Kaltzeit in den Alpen mit >10°C Unterschied zur Gegenwart.
    „Die Jahresmitteltemperaturen während der Würm-Kaltzeit betrugen im Alpenvorland unter −3 °C (heute +7 °C)“
    https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrm-Kaltzeit

    Domi, es war der biologische Blick auf den rapiden Abfall der CO2-Konzentration im Känozoikum, der mir die Haare zu Berge stehen lies! Man muss sich das mal richtig vor Augen führen. Warum eigentlich sollte mit diesem schon seit weit über 66 Mio. Jahren laufenden natürlichen CO2-Schwund (zumindest ohne menschlichen Eingriff) jetzt Schluss sein??? Ich habe keine beruhigende Antwort gefunden! Bin ich der einzige, der über sowas nachdenkt? (Und wie war das noch mit dem Trend, Domi?)

    Die Stärke des CO2-Einfluss auf die Erwärmung wird zwar unterschiedlich hoch angenommen, völlige Einigkeit herrscht dagegen darüber, dass eine Erwärmung den atmosphärischen CO2-Gehalt erhöht und ein Abkühlung ihn erniedrigt (Löslichkeit von CO2 im Meerwasser, simpelste Physik und von Sektfreunden regelmäßig praktiziert).
    Wo wären wir Landlebewesen also bei einem interglazialen CO2-Startpunkt von 260 ppm wohl in der nächsten Eiszeit gelandet, in der die atmospährische CO2-Konzentration durch die Abkühlung nochmals massiv nach unten geht? Lebt da noch irgendeine Landpflanze??? Falls ja, wie ist das in der übernächsten Eiszeit?? (Trend!!)
    Diese Frage muss man als Biologe mal an sich heran lassen!!!
    Bin ich wirklich der einzige, der über sowas nachdenkt?
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7a/Photosynthese_CO2-Konzentration.svg

    Ich würde außerdem empfehlen, einen Blick auf diese Karte zu werfen: 11.700 Jahre Interglazial sind schon um! Wie lange geht es noch? Die gestrichelte rote Linie ist die Permafrost-Grenze, das weiße die Vergletscherung.
    https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrm-Kaltzeit#/media/Datei:SaaleWeichsel_x.png
    Das auch im Hinblick darauf, dass uns auftauender Permafrost gerade als Weltuntergang verkauft wird: Wie hocken in Deutschland alle auf aufgetautem Permafrost!

    Grüße
    Der Energiefaktor

    1. Hallo Energiefaktor,

      jetzt muss ich doch noch mal ein paar Zeilen schreiben und einiges gerade rücken – werde jetzt aber nicht auf alle Einzelheiten eingehen:

      Die Vergleiche mit Erdzeitaltern vor mehreren Dutzend oder 100en Mio Jahren bleiben nach wie vor völlig sinnbefreit, da weder die heutigen Lebensformen, noch die gesamte Geomorphologie und Ozeanographie auch nur annähernd vergleichbar sind.

      Die Ausführungen zu den einzelnen schnellen Ereignissen (Heinrich, Dansgaard-Oeschger…) klingen vordergründig zwar auch wieder ganz interessant, aber genauso wie Ihre Ausführungen zu den Kalt- und Warmzeiten hat die Auflistung keinerlei Mehrwert in dem Sinne, dass daraus irgend welche Schlüsse oder Folgerungen für (heutige) klimatische Entwicklung gezogen werden können. Sie bewegen sich damit nur auf eine zeitlich feiner aufgelösten Ebene der erdgeschichtlichen Entwicklung zu Einzelereignissen.

      Dass diese Vorgänge vergleichsweise schnell abgelaufen sind, steht außer Frage. Doch egal ob Heinrich-Ereignisse, Dansgaard-Oeschger oder Bond-Ereignis, für alle gibt es, Stand heute, keine abschließende bzw. eindeutige Erklärung warum es überhaupt dazu kam, sonder eine mehr oder weniger große Anzahl an Hypothesen zu deren Ursache und auch der klimatischen Folgewirkung dieser Ereignisse. Die wissenschaftlichen Diskussionen darüber sind also noch überhaupt nicht abgeschossen.
      Eine Zusammenhang mit abrupt ansteigenden oder fallender Konzentration von Treibhausgasen wie CO2 oder Methan in der Atmosphäre gibt es offenbar aber nirgends. Andererseits wird uns aber Ähnliches teilweise beim erreichen der bereits genannter Kipppunkte bevorstehen – also (noch) schnellere Änderungen bzw. sich selbstverstärkende Prozesse.

      Zu den von Ihnen angeführten Bond-Ereignissen im Zusammenhang mit der Kleinen Eiszeit und den von mir erwähnten regionalen Unterschieden hier ein Zitat, was meine Aussage untermauert: „Regional und zeitlich unterschiedlich gewichtet lagen die Temperaturen während der Kleinen Eiszeit im Zeitraum 1400–1800 weltweit um etwa 0,1 Kelvin (K) niedriger als während der vorangegangenen Jahrhunderte 1000–1400“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Eiszeit) – OK, es waren 0,1 K niedriger, was aber nicht annähernd vergleichbar ist mit den heutigen Temperaturveränderungen.

      Zur abrupten Klimaveränderung in der Eem-Warmzeit genügt es alleine wenn man noch eine Zeile weiter liest: „Ursache für diese Warmzeit waren die Milankovic-Zyklen und eine während dieser Zeit extreme Insolation.“ – Auf die Milanković-Zyklen (https://de.wikipedia.org/wiki/Milanković-Zyklen), haben wir (zum Glück) keinen Einfluss, da das die Neigung der Erdachse, Präzession etc. betrifft und es war wieder eine lokal begrenzte, extreme Ausprägung in dieser Warmzeit. Denn zur Eem-Warmzeit wird angenommen, „dass es global lediglich um wenige zehntel Grad wärmer war als heute“.

      Ihre Aussage zum sog. Hockyschläger-Diagramm (https://de.wikipedia.org/wiki/Hockeyschläger-Diagramm), bzw. was dessen wesentliche Aussage betrifft ist schlicht weg falsch! Man kann diese Debatte natürlich noch immer weiter führen, wenn man nicht der Realität ins Auge schauen möchte. Letztlich wurden die wesentliche Erkenntnisse seit der Erstveröffentlichung des Diagramms vor fast 25 Jahren in verschiedensten Folgestudien bestätigt bzw. anhand zahlreicher neuerer Daten nicht nur für die letzten 1000 sonder sogar für die letzten 2000 Jahre bestätigt!
      V.a. sollte man sich dabei aber auch vor Augen halten aus welcher Richtung die hauptsächliche, aber ebenso widerlegte, Kritik kam. Kleiner Exkurs am Rande: Es war interessanterweise ein Unternehmen wie Exxon, welches in den 1970ern Vorreiter in der Klimaforschung war und dies zunächst ergebnisoffen vorantrieb (https://www.spektrum.de/news/wie-exxon-den-klimawandel-entdeckte-und-leugnete/1374674).
      Natürlich musste man alsbald erkennen, dass das eigene Geschäftsmodell dadurch direkt zum scheitern verurteilt war und in Ermangelung an alternativen Geschäftsideen setzte und setzt man fortan auf massive Täuschung.

      Zurück zu unserem aktuellen Stand: Natürlich gibt es auch hier immer eine gewisse Unsicherheit wie bei jeglicher (Klima)Forschung. Wenn wir aber nun argumentieren, dass wegen der immer gegebenen Rest-Unsicherheit besser mal nichts unternommen werden sollte, ist das eine mehr als fragwürdige Herangehensweise. So dürfte man auch nicht das Haus verlassen, denn man könnte ja doch noch vom Blitz getroffen werden. Der Mensch trifft seine Entscheidungen immer auf Basis unvollständiger Information – aber das ist ein anderes Thema.

      Die uns also heute vorliegenden Informationen sind jedoch ausreichend um auszusagen, dass wir uns in einer, auch historisch betrachtet, extrem schnellen Erwärmungsphase befinden, welche es so in der jüngeren Erdgeschichte nicht gab. Der Zusammenhang unserer THG-Emissionen und einer weiter voranschreitenden globalen Erwärmung kann heute als sehr Wahrscheinlich angenommen werden.

      Daher möchte ich zum Schluss auch noch mal den Vergleich zur hier eigentlich im Vordergrund stehenden Finanzwelt bemühen:
      Genau wie an den Finanzmärkten arbeitet man in der (Klima)forschung mit Wahrscheinlichkeiten. In der Finanzwelt kann man gegen die höhere Wahrscheinlichkeit handeln/wetten, wir langfristig damit aber sicher aus finanzieller Sicht arm werden. Macht es also Sinn gegen eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit einer starken globalen Erwärmung zu handeln und somit all die mit hoher bis sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden und überwiegend negativen Folgen in kauf zu nehmen? – zweifelhafte Strategie! Oder handel ich eben besser im Sinne der Wahrscheinlichkeit und versuche die Erwärmung einzudämmen – mit sehr wahrscheinlich weniger starken negativen Konsequenzen.

      So, nun ist es mal wieder mehr geworden, weshalb ich an dieser Stelle auch abschließen werde da ich keine verwertbaren Ansätze erkennen kann, die für eine Debatte einen zusätzlichen Erkenntniswert besitzen. Vielen Dank an @Jan für die sehr sinnvollen und sachlichen Erläuterungen. Ich geh dann mal wieder ein klein Wenig die Welt, oder zumindest unsere Lebensgrundlagen retten…

      Grüße
      Domi

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